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1865 - Alte Wache an der Lange Reihe

1865 Alte Wache an der Lange Reihe
Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke Marquardstraße.
Im Hintergrund rechts mit der klassizistischen Fassade ist das heute noch vorhandene spätere Geschäftshaus der Firma Elektro Meyer an der Ecke Kohlmarkt / Verbindungsstraße zur Burger Straße erkennbar.
In vergangenen Jahrhunderten war die Lange Reihe nicht eine ruhige Seitenstraße wie heute, denn über sie erfolgte der Zugang zur Stadt von der Geest aus (sh. Abbildung 3, Stadtplan von 1775). Dieser verlief über die Lange Reihe, den Bischofer Deich, an der Wilsterau entlang bis zum Kasenort, von dort am Deichfuß der Stör entlang bis zur Einmündung der Bekau, an dieser entlang bis Bekdorf und weiter über Bekhof zur Geest. Mit dem Bau der Straße Steindamm wurde erst ab Mitte des 17.Jht. begonnen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1865 - Alte Wache an der Lange Reihe

1865 Alte Wache an der Lange Reihe
Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke Marquardstraße.
Im Hintergrund rechts mit der klassizistischen Fassade ist das heute noch vorhandene spätere Geschäftshaus der Firma Elektro Meyer an der Ecke Kohlmarkt / Verbindungsstraße zur Burger Straße erkennbar.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs verwahrten Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1865 - Pastorat, Alte Wache, Altes Gasthaus, Altes Rathaus

1865 Pastorat, Alte Wache, Altes Gasthaus, Altes Rathaus
Die um 1930 verausgabte Mehrbildkarte zeigt Motive aus „Wilster vor 65 Jahren“.
oben links: Das alte Pastorat und spätere Archidiakonat an der Einmündung der Burgerstraße in den Markt.
oben rechts: Häuserzeile auf der südöstlichen Seite des Marktplatzes mit Einmündung der Straße Kohlmarkt, an welcher die „Schwan Apotheke“ zu erkennen ist.
mittig: Altes Rathaus aus dem Jahre 1585.
unten links: Die Alte Wache am Übergang der Lange Reihe und Kohlmarkt.
unten rechts: Das alte Gasthaus; das sogenannte Gasthaus (Städtisches Armenhaus und Altersheim) war im 15. Jahrhundert erbaut und ist im Jahr 1880 abgebrochen worden; es stand in der Burger Straße (etwa Hausnummern 11 und 12

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster

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1865 - Altes Gasthaus, Alte Wache, Pastorat, Kohlmarkt

ca. 1865 Altes Gasthaus, Alte Wache, Pastorat, Kohlmarkt
Die AK stammt aus dem Jahr 1899.
Das sogenannte Altes Gasthaus (Städtisches Armenhaus und Altersheim) war im 15. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1880 abgebrochen worden; es stand in der Burgerstraße (etwa Hausnummern 11 und 12).
Das Pastorat - späteres Archidiakonat, stand an der Ecke Marktplatz / Burgerstraße.
Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Am Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke der Marquard-Straße.

Bildrechte: nicht bekannt; vermutlich Hans Peter Mohr, Wilster

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1865 - Altes Gasthaus, Pastorat, Alte Wache

ca. 1865 Altes Gasthaus, Pastorat, Alte Wache
1909 kolorierte Mehrbildkarte "Wilster vor 50 Jahren"
oben: Das sogenannte Gasthaus (Städtisches Armenhaus und Altersheim) war im 15. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1878 abgebrochen worden; es stand in der Burger Straße (etwa Hausnummern 11 und 12).
mittig: Das Pastorat stand an der Ecke Marktplatz / Burgerstraße und wurde später als Archidiakonat genutzt.
unten: Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke Marquardstraße.

Bildrechte: Hans Peter Mohr, Wilster
Verlag Carl Kuskop, Wilster

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1865 - Altes Gasthaus, Pastorat, Alte Wache

ca. 1865 Altes Gasthaus, Pastorat, Alte Wache
1909 Mehrbildkarte "Wilster vor 50 Jahren"
oben: Das sogenannte Gasthaus (Städtisches Armenhaus und Altersheim) war im 15. Jahrhundert erbaut und im Jahr 1878 abgebrochen worden; es stand in der Burger Straße (etwa Hausnummern 11 und 12).
mittig: Das Pastorat stand an der Ecke Marktplatz / Burgerstraße und wurde später als Archidiakonat genutzt.
unten: Die Alte Wache hatte ihren Standort etwa in Höhe der Einmündung der „Lange Reihe“ in den „Steindamm“ - ihr Vorgänger stand an der Ecke Marquardstraße.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

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3 - Burger Au und Wilsterau - Holstenau

Luftbild von Burg in Dithmarschen
an der Grenze von Marsch und Geest
Links am Bildrand ist die Burger Au zu erkennen; sie ist ein Nebengewässer der Wilsterau, deren ursprünglicher Oberlauf die Holstenau ist!

Auf dem Luftbild ist der harte Übergang zwischen den Landschaften Marsch und Geest erkennbar. Neben den natürlichen landschaftlichen Elementen fällt im Vordergrund der kreisrunde Wall der Bökelnburg auf, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg.
Der Blick geht von der waldreichen Geest und über den Ort Burg hinweg in die weite Marschenlandschaft, die aus mächtigen eiszeitlichen Sedimentablagerungen gebildet wurde.
Steil aus der weiten und ebenen Marsch steigt der weitgehend bewaldete Klev als Rand der Geest auf. Seine Form verrät, daß er vor Jahrtausenden (etwa vor 4000 bis 5000 Jahren) von den Gezeiten des Meeres geformt wurde, welches bis zu seinem Fuß reichte.
Parallel zum Rand des Klev fließt die Burger Au, welche lange Zeit wichtigster Zufluß der Wilsterau war und in welche sie beim Kattenstieg einmündete.
Obwohl die Burger Au mit dem Helmschen Bach zuletzt wohl mehr Wasser führte als die Holstenau, ist jedoch die letztere der eigentliche Quellfluß der Wilsterau.
Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal ist die Holstenau sogar in mehrere Abschnitte zerteilt worden, die heute grabenähnliche Erscheinungsbilder aufweisen.
Im Mittelalter mündete die Burger Au nicht sehr weit entfernt von der jetzigen Landstraße in die Wilsterau, bis der Hauptlauf vermutlich aus Entwässerungsgründen zum jetzigen Kattenstieg gegraben wurde. Der alte Verlauf der Burgerau in diesem Abschnitt ist auf Luftbildern aus den Flurzuschnitten noch deutlich erkennbar. Das verlassene Gewässerbett der Burger Au wurde auch nicht verfüllt, sondern bildete sich in die Form eines Entwässerungsgraben zurück.

Weshalb die Holstenau viel älter ist als die Burger Au und sie daher der Quellfluß der Wilsterau ist, wird nachfolgend dargelegt.
Der Wasserspiegel der Elbe lag während der letzten Eiszeit wegen des unter dem Eisschild und in mächtigen Gletschern gebundenen Eises ganz erheblich tiefer als heute. Vor etwa 20.000 Jahren zum Höhepunkt der Weichseleiszeit lag gegenüber heute der Meeresspiegel 100 bis 120 m tiefer.
Die durch Ablagerungen der Eiszeit gebildete Geest wurde von vielen Rinnsalen entwässert, die in dem hier betrachteten Gebiet direkt, wenn auch in vielen Windungen, in die Ur-Elbe entwässerten. Sie wuschen das bindige Material aus und schufen so weitgehend unfruchtbare (d.h. güste Flächen; daher der Begriff "Geest") und beförderten dieses in die heutige Marsch.
Zu diesen Rinnsalen gehörten beispielsweise die später so bezeichneten Gewässer Holstenau/Wilsterau, die Bekau und auch die Stör, deren in die Geest einschneidenden Bach- bzw. Flußtäler noch heute gut in der Topographie erkennbar sind.
Die Burger Au existierte noch nicht; hangparallele Gewässer bilden sich natürlicherweise nicht. Der Fuß der Geest war gut entwässert, denn zur Elbe hin bestand ein großes Gefälle!
Die Situation änderte sich mit dem Abschmelzen des Inlandeises und mit dem damit einhergehenden beständigen Anstieg des Meeresspiegels. In der Zeit vor 7.000 Jahren erfolgte der Anstieg mit etwa 2 m im Jahrhundert relativ rasch. Danach trat eine Zeit auf, in welcher sich der Anstieg des Meeresspiegels verlangsamte, zeitweilig zum Stillstand kam und sogar Rückzugsphasen auftraten. Die vorrückende Nordsee überflutete das Gebiet und führte zu beständigen Über- und Umlagerungen. Die Ablagerungen stammten von den Gletschern im Osten und höhten das weite Urstromtal der Elbe allmählich auf. Durch Sedimentation entstand Marsch- und Schwemmland. Das Entwässerungssystem der Geestabflüsse – so auch der Holstenau/Wilsterau - blieb dabei jedoch in seinen Grundzügen erhalten. Zuletzt erreichte das Meer den das Urstromtal der Elbe begrenzenden Geestrand. Sturmfluten formten ihn durch Abrasion um und bildeten das langgestreckte steil aus der Marsch aufragende Kliff – den Klev. Die ehemalige Meeresküste ist auf Luftbildern gut zu erkennen.

Die Burger Au (Walburgsau) gab es noch nicht, sie sollte erst noch entstehen.
Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion infolge Sturmfluten entstandenen Kliff (dem Klev genannten bis zu 40 m hohen Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer mit dem vom Geestrand abgetragenen Material Strandwälle bzw. Nehrungen aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn (= Düne). Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen Flächen und des von der Geest kommenden Hangdruckwassers.
In dem hier betrachteten Bereich schließt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Östlich von Taterphal hinderte das dort aufgewachsene und bis zur Elbe reichende hohe Moor den Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See aus in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau, die in die Holstenau/Wilsterau einmündete.
Die Moore hatten sich gebildet, nachdem in Ufernähe der Flüsse durch Sedimentation das Gelände schneller als in den flußferneren Bereichen aufwuchs und somit deren Entwässerung unterbrach. Die unterschiedlich breiten sogenannten Uferrehnen bzw. breiten Uferwälle an Elbe, Stör und auch der Wilsterau sind heute am Geländerelief noch gut erkennbar. Sie wurden in historischer Zeit zuerst besiedelt. In den in ihrem Abfluß gestörten sumpfigen Senken entstanden Moore und Blänken (z.B. der Kudensee, daneben aber auch mehrere in früheren Zeiten in der Marsch vorhandene flache Seen).

Die nach Zeiten erheblicher Wassersnot der Wilstermarsch von unbekannter Hand am 22. Februar 1721 gefertigte und stark verzerrte Handzeichnung (Bild 2) verdeutlicht, daß vor etwa 300 Jahren die für das Entstehen der Burger Au maßgebliche topografische Situation noch vorhanden war.
Oben am Kartenrand ist der ausgedehnte Kudensee mit seinem Abflußgerinne Burger Au zur Wilsterau/Holstenau zu erkennen. Er füllte nahezu die gesamte Senke zwischen Klev und Hochmoor aus, denn südlich des Kudensees versperrt das ausgedehnte Hochmoor wie ein Querriegel den Abfluß. Im Bereich des Schenkeldeiches (in Höhe der heutigen Schenkel-Brücke) allerdings haben zahlreiche Rinnen das Moor zerstört und bedrohen so die tief gelegene Marsch mit dem Hochwasser des seinerzeit noch sehr großflächigen Kudensees. Der Abfluß des Sees nach Westen ist versperrt durch den Donn (ehemaliger Strandwall), welcher aus Nord-Süd Richtung kommend rechtwinklig auf das Hochmoor trifft.
Als Abflußhindernisse erzwangen Hochmoor und Donn den Abfluß des Kudensees nach Osten zur Wilsterau/Holstenau.
Die beigefügten Kartenausschnitte (Bilder 3 und 4) aus der 1659 von Caspar Dankwerth herausgegebenen "Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein") verdeutlichen u.a. die alte Situation der Gewässer, wie sie vor der Abtorfung der Hochmoore und dem Bau des NOK vorhanden war. Insbesondere die Darstellung der Flüsse, Höhen und Moore zeigen augenscheinlich, dass die Holstenau der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau war und erst nach Steigen des Meeresspiegels, der Entstehung der Donns und das Aufwachsen des Hochmoores sich das Gerinne der Burger Au in östliche Richtung entwickelte.

Im Fazit ist zu dem hier behandelten Thema festzustellen, daß die Burger Au viele Jahrtausende jünger ist als die Holstenau/Wilsterau. Die Burger Au ist ursprünglich ein Nebenfluß der Holstenau/Wilsterau!

Bildrechte: nicht bekannt

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1910 - Schülerinnen der Wilsteraner Mädchenschule

1910 Schülerinnen der Wilsteraner Mädchenschule
Offenbar verschiedene Jahrgänge der damaligen Mädchenschule Wilster haben sich mit ihrem Lehrer Fries zum Gruppenfoto aufgestellt.
Bei alten Fotografien finden sich selten Benennungen der abgebildeten Personen; im vorliegenden Fall aber hat die im Jahre 1900 geborene Anna Heutmann - sie ist in der zweiten Reihe von oben die Zweite von links - die meisten Namen ihrer Mitschülerinnen notiert (Bild 2).
Um den an Familienforschung interessierten Personen ein Aufsuchen zu ermöglichen, ist hier eine Transkription der Notizen vorgenommen worden:
Von den Personen auf dem Foto sind benannt jeweils von oben und von links nach rechts
1. Reihe: 1 Martha Stude, 2 NN, 3 Mathilde Appel, 4 Ella Heesch, 5 Erna Martens, 6 Anna Springer, 7 Else Lau, 8 NN, 9 Katharine Jakobs
2. Reihe: 1 Erna Klausen, 2 Anne Heutmann, 3 NN, 4 Emma Thiessen, 5 Mathilde Mendralla, 6 Erna Schwardt, 7 Anne Söhrens, 8 NN, 9 NN, 10 Anne Büsen
3. Reihe: 1 Agnes Schröder, 2 NN, Elsa Rau, 4 Erna Garms, 5 Anne von Osten, 6 Bertha Reumann, 7 NN, 8 Grete Sievers, 9 NN, 10 Bertha Ahrens, 11 Olga Kock
4. Reihe: 1 Helene Helbig, 2 NN, 3 NN, 4 Marie Siebke, 5 Frieda Ohrt, 6 Käthe Schulenburg, 7 Erna Schlotfeld, 8 NN Gehrts, 9 Minna Buttgereit, 10 Therese Betnarzik, 11 NN Kelting
5. Reihe: 1 Hilda Klausen, 2 Frieda Reimers, 3 Magda Schwardt, 4 Frieda Kröger, 5 Alwine Lahann, 6 Anna Hölk, 7 Grete Sievers, 8 Else Horn, 9 Ella Kock
6. Reihe: 1 Ella Thiel, 2 NN, 3 Mariechen Voss, 4 Erna Harder, 5 NN, 6 Alma Nickels, 7 Martha Engel, 8 Gesa Frauen, 9 Albertine Tobias
Lehrer Fries

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

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1931 - Festumzug der Kindergilde zieht über Marktplatz und Op de Göten

1931 Festumzug der Kindergilde zieht über den Marktplatz und die Op de Göten
Bild 1: Von der Straße Kohlmarkt kommend, sowie begleitet und beobachtet von zahlreichen Zuschauern, zieht der Umzug der Schüler über den Marktplatz.
Von links nach rechts sind folgende Gebääude zu erkennen: Marschkrug, Schwan Apotheke, Haus des Organisten Heesch, Wilstermarsch Spar- und Leihkasse (später Volksbank), Café Egge, Bäckerei Starck.
Bild 2: Vom Markt kommend zieht der Umzug der Kindergilde durch die Marktstraße (Op de Göten).
Rechts die Gebäude J.P.T. Andersen und Drogerie Meyer.
An der Spitze des Umzuges ein Knabe mit einer Flagge; er wird von zwei Polizisten flankiert, welche jeweils einen Tschako tragen. Der Polizist (Wachtmeister sagte man damals) links scheint Otto Frischkorn zu sein. Er hatte den Spitznamen „Fiedam“ und wenn sein Tschako irgendwo auftauchte, hieß es „ Fiedam kummt!“ Dabei war er ein sehr respektierter und angenehmer Vertreter seiner Zunft, der auch einmal augenzwinkernd für Ordnung sorgen konnte. Die Wache war seinerzeit im Spritzenhaus am Neumarkt untergebracht.
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen der Stadt Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen.
Die Mädchen trugen während des Umzuges einen mit Blumen und Girlanden geschmückten Bogen, die Knaben häufig eine Flagge. Von den Häusern grüßten unzählige Schleswig-Holstein Flaggen und abertausende Blüten waren von der Bevölkerung auf dem Pflaster des Marschweges ausgebreitet worden.
Die Kinder-Gilde war das Fest der Kinder! Und alle Erwachsenen gönnten es ihnen!
Anfang der 1970er Jahre bereitete das fehlende Engagement der damaligen Lehrer Generation dem schönen uralten Brauch ein Ende.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Ursula Mäding, Oberhausen

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1912 - Automobil Horch 8/24 hp Phaeton in der Lange Reihe (SF)

ca. 1912 Mechaniker Betrieb Willi Langbehn an der Lange Reihe
Bei dem offenbar in der Straße Lange Reihe abgebildeten Automobil handelt es sich vermutlich um ein Exemplar des in der Zeit von 1911 bis 1922 in 902 Exemplaren hergestellten Horch 8/24 hp Phaeton, 1912
Mehr ist hier zu finden zu dem Automobil
Die Firma von Wilhelm Langbehn ist aus kleinsten Anfängen als Kraftfahrzeug-Reparatur Betrieb entstanden.
Ihre erste Betriebsstelle lag in der Deichstraße neben der Brücke über den Burggraben.
Danach wurde der Betrieb in die kleine parallel zum Markt vom Kohlmarkt zur Burger Straße verlaufende namenlose Querstraße (das Gebäude war das erste nach dem Eckhaus zum Kohlmarkt; es steht heute nicht mehr) verlegt,
danach in die Lange Reihe (Haus Jürgen Resag), wo vor dem Haus auch eine Tankstelle betrieben wurde.
Danach wurde das Gelände der dort seit 1909 ansässigen Firma Firma Apel & Sachau an der Straße Am Steindamm erworben und hier der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb W. Langbehn etabliert.
Willi Langbehn starb im Jahre 1940; seinen Kfz.-Reparatur Betrieb am Steindamm hatte 1936 sein Schwiegersohn, der Autoschlosser-Meister Kurt Trammnitz, übernommen.

Bildrechte (Ansichtskarte): Friedrich Schlüter
Anmerkung: Die Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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2 - Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!

Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!
Die Burger Au ist ein sehr viel später entstandener Quellfluß der Wilsterau - genau genommen nur das größte Nebengewässer der Holstenau/Wilsterau.
Die Bilder zeigen Reststrecken der Ende des vorletzten Jahrhunderts durch den Bau des Nord- Ostsee Kanals mehrmals durchschnittenen Holstenau im Vaalerfeld oberhalb des Entlastungsschöpfwerkes am Kanal. Das ehemalige Fließgewässer hat heute nur noch die Funktion eines breiten Entwässerungsgraben.
Bild 1 Einmündung der Holstenau in den Vaalermoorer Moorkanal.
Bild 2 Holstenau oberhalb der Einmündung in den Vaalermoorer Moorkanal; Blickrichtung Norden
Bild 3 Der Bereich innerhalb des von der Holstenau geformten Mäanders (Bogen) oberhalb der Einmündung gehört politisch zu Burg in Dithmarschen. Der leer stehende und verfallende Vaalermoorhof gehört(e) dem Vorstandsvorsitzenden des Gruner & Jahr Verlages
Bild 4 Abgedämmtes Ende der Holstenau.

Eine alte Beschreibung der Gewässer Holsteins, und damit auch der Wilsterau und der Burger Au, finden wir im 1833 von Leopold v. Zedlitz-Neukirch verfaßten "Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten".
Dort heißt es u.a.:
"Die WILSTER im Herzogtum Holstein. Dieser Fluß entspringt in der Nähe von Hademarsch, und verstärkt durch die Mackenbeck kommt derselbe nach Großbornhövet, Kleinbornhövet, und Hohenhorn; in dieser Gegend wird die WILSTER die Sprant genannt, sie erhält den Namen WILSTER nach der bey Bökelnburg erfolgten Mündung der Wolburgsau, und nun geht sie an Achterhorn, Bordethorn, Averfleth, Goldhagen, Rumfleth, Diksdorf, zur Stadt Wilster, wo sie beim Dörfchen Kasenort in die Stör fällt."
und weiter:
"Die WOLBURGSAU; sie gehört zum Gebiet der WILSTER, der sie bei Bökelnburg ihr Gewässer zuführt."
Wolburgsau = Burger Au
Wilster = Wilsterau
Bökelnburg = Burg in Dithmarschen

Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau ist dieses völlig anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß.
Die Wilsterau (jedenfalls der entsprechend genannte Abschnitt des Gewässers) hatte niemals eine eigene Quelle, denn diesen Namen führte der Fluß historisch erst ab seinem Eintritt in die Wilstermarsch (zum Ampte Steinborg gehörig). Der oberhalb gelegene Flußabschnitt bis zum Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau, Wolburgsau) und Holstenau wurde wie die letztere zumeist noch als Holstenau bezeichnet.
Von ihren Zuflüssen Holstenau und Burger Au wurde die Wilsterau in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt, wobei bereits durch den 1870 fertiggestellten Bau der Schleuse Bebek der Zufluss von der Burger Au zumeist unterbrochen war. Die Holstenau genannte Strecke wurde sogar mehrfach durchschnitten. Seither hat die Wilsterau an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk beim Vaaler Feld gebildete Mündung in den Nord- Ostsee Kanal.
Die ursprüngliche Quelle des Flusses (unserer Wilsterau) ist die nördlich von Aasbüttel entspringende Holstenau (in Bereichen regional auch als Mackenbeck bezeichnet), welche mit vielen anderen Rinnsalen die von den Gletschern der Eiszeit stammenden Sandablagerungen – die Geest – entwässerte. Dieses ist auch heute noch am Geländerelief gut ablesbar. Östlich und nördlich von Hochdonn ist die durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee Kanal) überformte und in die Geest einschneidende Flußniederung der Holstenau und ihrer Nebengewässer noch gut erkennbar.
Die Burger Au (Walburgsau) ist erst Jahrtausende später entstanden. Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion entstandenen Kliff (dem Klev genannten Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer Strandwälle (Nehrungen) aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn. Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen tiefen Flächen und des dort sich sammelnden Hangdruckwassers von der Geest.
In dem hier betrachteten Bereich grenzt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Der Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev war behindert. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See ausgehend in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau. Diese war über lange Zeiträume der wichtigste Zufluß der Wilsterau und führte ihr mehr Wasser zu als ihr Holstenau genannter eigentliche Oberlauf. Mit dem Bau der Schleuse Bebek in 1869/70 war bereits der gewöhnliche Zufluss von der Burger Au zur Wilsterau unterbrochen worden, wenn auch bei Hochwassersituationen doch wieder durch Öffnung der Schleuse Wasser in die Wilsterau abgeleitet wurde. Mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals war auch diese Möglichkeit endgültig beseitigt.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Aufnahmen aus Juli 2010

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1933 - Niederlassung der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei

1933 Die Gebäude der Niederlassung Wilster der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei wurden in der Deichstraße errichtet – als letztes wurde das zugehörige Wohngebäude Deichstraße 72 fertiggestellt (Bild 1).
Zuvor war im Gebäude Deichstraße 71 die Bier Handlung von Albin Schrödel betrieben worden.
Betriebsleiter in Wilster war der Braumeister Willy (Wilhelm) Köberlein; er war ein überaus freundlicher Mann, bei dem die Kinder aus der Nachbarschaft viele Freiheiten hatten, weshalb sie ihn und seine Ehefrau Irma überaus schätzten.
Herr Köberlein steht hier neben dem Polizisten mit dem Tschako. Der Wilsteraner Polizist (Wachtmeister sagte man damals) Otto Frischkorn inspiziert die Baustelle (Bild 2)
Polizist Frischkorn hatte den Spitznamen „Fiedam“ und wenn sein Tschako irgendwo auftauchte, hieß es „ Fiedam kummt!“ Dabei war er ein sehr angenehmer Vertreter seiner Zunft, der auch einmal augenzwinkernd für Ordnung sorgen konnte. Die Wache war seinerzeit im Spritzenhaus am Neumarkt untergebracht.
Das Bier wurde seinerzeit in hölzernen Fässern transportiert; mittel eines Fuhrwerk wurden die Bierfässer sowie die Kohlensäure-Flaschen zu den Gaststätten befördert.
Der Haushalt der Niederlassung wurde von Irma Köberlein geführt, die hier mit ihrer Schwiegermutter Lina Köberlein auf dem rückwärtigen Teil des Anwesens steht (Bild 3).
Hinter den aufgestapelten Fässern ist das an der Wende stehende Haus der Hutmacherin Tamara Siebeneicher zu sehen, rechts sind Bäume des Stadtparks sowie Gebäude der Schlachterei Schlüter zu erkennen.
Das Fuhrwerk der Niederlassung fährt hier über die Wende; hinter dem Gespann ein Gebäude der Schlachterei Schlüter (Bild 4).
Weil aber auch Gaststätten im Umland von Wilster zu versorgen waren, wurde bald ein dreirädriges Kraftfahrzeug der Marke „Goliath“ angeschafft.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein

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1870 - Lange Reihe

1870 Lange Reihe
Dem gewundenen Verlauf der Wilsterau folgend - diese führte durch die gesamte Stadt und bestimmte auch die Linienführung der Straßen Kohlmarkt, Deichstraße, Landrecht, Klosterhof, Schmiedestraße, "Hinter der Stadt" - war die Straße Lange Reihe in früheren Zeiten eine der Hauptzufahrtsstraßen nach Wilster. Insbesondere war sie der Zugang von der Geest aus.
Die Straße führte vom Kohlmarkt zum Bischofer Deich, weiter dann an der Wilsterau entlang zum Kasenort, von dort entlang dem Deich der Stör bis zur Einmündung der Bekau, deren Deich dann folgend bis Bekdorf und von dort über Bekhof zur Geest.
Wenn, so wie auf dem Foto ersichtlich, die schmale Straße auch nur mit Feldsteinen gepflastert war, bildete doch diese Art der Befestigung einen erheblichen Vorteil gegenüber den ansonsten unbefestigten und vielfach grundlosen Wegen und Straßen der Marsch. Der Bau der Straße Steindamm im Zuge der Straßenverbindung zwischen Wilster und Heiligenstedten bzw. Itzehoe war erst Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen worden.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1986 - Spaziergang entlang der Wilsterau h - Relikt des Stadtarmes

1986 Spaziergang entlang der Wilsterau h - Relikt des Stadtarmes.
Von der Schweinsbrücke bis zum Pumpwerk an der Lange Reihe ist der ehemalige Hauptarm (der Stadtarm) der Wilsterau noch offen.
Der ehemalige durch die gesamte Stadt führende Verlauf der Wilsterau bestimmte die Linienführung der alten Straßen der Stadt, nämlich Bischofer Deich, Lange Reihe, Klosterhof, Kohlmarkt, Schmiedestraße, Deichstraße.
Heute ist die nördlich der Schweins-Brücke bestehende Teilstrecke nur noch als "Wurmfortsatz" ein Relikt des ehemaligen Stadtdurchganges der Wilsterau. An ihm lag das städtische Klärwerk, wobei die für dieses getroffene Standortentscheidung für seine Lage an einem Stillgewässer sehr unzweckmäßig war. Nach der Aufgabe des Klärwerkes ist es gelungen, das Restgewässer in das neue Bebauungsgebiet im Bereich der Wilhelm-Nagel-Allee zu integrieren; es macht den Reiz des neuen Wohnquartiers aus.
Bild 1: Blick von der Schweinsbrücke Richtung Klärwerk
Bild 2: Wilsterau westlich des Sportplatzes Brook.
Bilder 3 und 4: Tragisches "Ende" eines Gewässers beim Pumpwerk an der Langen Reihe.

Bildrechte: Udo Urban, Wilster

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1944 - Am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert g Bahnhof, Klosterhof, Markt, Lange Reihe

1944 Am 15. Juni 1944 wurde die Stadt Wilster bombardiert - Bahnhof, Klosterhof, Markt, Lange Reihe.
Bei dem Terror-Angriff auf Wilster am 15. Juni 1944 durch einen anglo-amerikanischen Bomberverband richteten Bomben insbesondere in den Straßen Am Markt und der Kirche, der Op de Göten, dem Kohlmarkt, Klosterhof, Steindamm, der Lange Reihe, Johann Meyer Straße sowie im Bürgermeister Garten an Gebäuden große Schäden an und töteten 51 Menschen und verletzten Hunderte.
Bomben trafen auch den Güterbahnhof (Bild 1), Häuser an den Straßen Lange Reihe (Bild 2), Klosterhof (Bild 3) und Markt (Bild 4).

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Helmut Paukner, Wilster

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HERTHA - AXEL von WILSTER - MATHILDE c

HERTHA - AXEL von WILSTER - MATHILDE
Die jetzt in Wilster beheimatete HERTHA wurde im Jahre 1966 abermals vergrößert. Auf der Johann-Brockmüller Werft in Glückstadt wurde sie auf insgesamt 33,5 Meter Länge gebracht, wonach sie eine Tragfähigkeit von 154 t hatte. Die ursprüngliche Länge des Schiffes war somit fast verdoppelt.
Aus HERTHA wurde zu diesem Zeitpunkt die „AXEL von WILSTER“.
Das Bild 1 zeigt die AXEL von WILSTER ex HERTHA im Jahr 1967 inmitten eines Päckchens weiterer Binnenmotorschiffe vor der Geesteschleuse; die Geeste war wegen eines verunglückten Fischdampfers gesperrt.
Von der Geeste ging es weiter im Verlaufe des Elbe-Weser-Schifffahrtsweges über den Hadelner Kanal zur Elbe bei Otterndorf.
- In der vorderen Reihe liegen (von links nach rechts):
"URSULA" - Wilster - (ex "VENUS") von Johannes Suhl, Wilster, Bj. 1905, Fack - Itzehoe
"ADOLPH" - Hamburg von Hermann Mink aus Drochtersen. Bj. 1901 - Hoogezand
"AXEL" - Wilster (ex "HERTHA") von Karl Hugo Hein, Wilster. Bj. 1914, Junge -Wewelsfleth
"MIGNON" von Erich Block, Wewelsfleth
"LISA II" (ex "STADENSIA") von Schiffer Braak aus Grünendeich
- In der mittleren Reihe liegen (von links nach rechts):
"BRITTA" (ex "GERTRUD", ex "BERTTHA") von Günther Raap aus Freiburg. Bj.1906, Johs. Thormählen - Elmshorn
"DORA" - Freiburg von Georg Raap aus Freiburg. Bj. 1910, Lucas Mulder - Martenshoek
- unbekannt -
"JOHANNA" - Glückstadt von J. Junge aus Glückstadt. Bj. 1908, Jacobs - Moorrege
- hintere Reihe mittig:
Die spätere "ROLF-JÖRG" von Hermann Mink aus Drochtersen
Bild 2 zeigt die ebenfalls in Wilster beheimatete URSULA von Schiffer Suhl an den Dalben.
Im Jahre 1968 wurde die AXEL von WILSTER ex HERTHA an den Mühlenbesitzer Hans Reimers in Kellinghusen verkauft, für den sie mit Setzschiffern besetzt bis 1982 fuhr. Danach wurde sie wegen mangelnder Wirtschaftlichkeit und nachteiliger Veränderungen des Fahrwassers der Stör aufgelegt. Zur damaligen Zeit wurden fast alle alten Ewer abgewrackt.
Der AXEL von WILSTER ex HERTHA blieb dieses Schicksal erspart, sie wurde privat erworben und von dem neuen Eigner fast original in ihren ursprünglichen Zustand zurück gebaut. Nach dem auf der Werft von Günter Muche an der Dove-Elbe bei Hamburg Allermöhe durchgeführten Rückbau wies sie mit 18,5 x 4,2 x 1,35 Meter nahezu wieder ihre alten Maße auf, zudem wurde sie wieder als Besan-Ewer aufgeriggt. Es versteht sich von selbst, daß gleichzeitig das Schiffsinnere zeitgemäß und wohnlich umgestaltet wurde. Genau ein dreiviertel Jahrhundert nach ihrem ersten Stapellauf wurde der wundervoll wieder hergerichtete alte Ewer wieder seinem Element übergeben. Sie wurde umbenannt in MATHILDE
Seit 1993 ist der Heimathafen der MATHILDE ex AXEL von WILSTER ex HERTHA der Museumshafen Lübeck. Wenn sie nicht gerade in den Küstengebieten von Nord- und Ostsee unterwegs ist, kann sie dort in neuer alter Pracht bewundert werden (Bilder 3 und 4)
Bild 4 zeigt den Begründer dieser Heimat-Seite vor der in Lübeck liegenden MATHILDE

Bildrechte Bilder 1 und 2: nicht bekannt
Bilder und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Liane Hein, Wilster
und Herrn Andre Konietzko, Elmshorn.
Bildrechte Bilder 3 und 4: Traute von Holdt, Tungeln

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - die Wilstermarsch entgeht einer Katastrophe
In der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962 entging die Wilstermarsch nur infolge besonderer Umstände einer Katastrophe. Ein Versagen des Deiches an der Stör bei Groß-Kampen konnte nur mit Glück abgewendet werden.
Was war geschehen?
Eine ausgedehnte Sturmwetterlage über der Nordsee hatte zur Folge gehabt, dass am 16. Februar 1962 an der Unterelbe der Wind gegen den Ebbstrom wirkte und zum Zeitpunkt des Niedrigwassers die Wasserstände hoch und zumeist in Höhe des normalen Tidehochwassers blieben. Das über die Nordsee ziehende Orkantief „Vincinette“ drückte mit seinen ausgedehnten Windfeldern und Windgeschwindigkeiten um 130 km/h das Wasser gegen die Küste und in die Trichtermündung der Elbe. Das DHI (Deutsche Hydrographische Institut) warnte vor einer schweren Sturmflut; das Radio sendete Sturmflutwarnungen. Die zuständigen Stellen und die Bewohner auf den Inseln und an der Nordseeküste bereiteten sich auf die Sturmflut vor. Weiter ab von der Küste war man weniger besorgt, doch es sollte anders kommen. In der Elbe und ihren Nebenflüssen traten in der Nacht auf den 17. Februar zuvor nie beobachtete Wasserstände auf.
In einem Telegramm - es bestanden keine Telefonverbindungen mehr - einer Mitarbeiterin der Zeitung Norddeutsche Rundschau hieß es es Sonnabendvormittag (17. Februar) zur Situation in der Wilstermarsch: "Bericht Polizeiabteilung 7 Uhr - Stördorf drei Stellen Deich innen weggerutscht - Großkampen - Deich über Hälfte von außen weg - Wasser 50 cm unter Deichkrone zwischen Beidenfleth und Großkampen - Drei Stellen von innen weggerutscht - Fährhaus bis oben voll Wasser - Wewelsflether-Uhrendorfer Stöpe gebrochen - Katastrophenweg 15 m weg - Wewelsfleth-Brokdorf-Scheelenkuhlen-St. Margarethen leichtere Beschädigungen am Deich - 4,10m über Normal"
In der Stör wurde am Pegel Kasenort gegen 02:30 ein Wasserstand von NN +5,20 m erreicht;
am Pegel Itzehoe trat etwa eine halbe Stunde später ein Wasserstand von NN + 4,71 m auf.
Die tief gelegene Wilstermarsch war besonders gefährdet. Die größte Gefahr drohte ihr nicht vorrangig von den in der Folge der Hollandflut (1953) in vielen Strecken verstärkten Deichen an der Elbe, sondern von den Flußdeichen an der Stör. Deren Bestick mit den sehr steilen Böschungen und der schmalen Deichkrone, die zudem vielfach auch eine zu geringe Höhe hatte, sollte sich als problematisch erweisen.
Insbesondere bei Groß Kampen, wo im Mäanderbogen der Stör die Außenböschung des Deiches dem aus Nordwest stürmenden Wind und somit dem Wellenschlag ausgesetzt war, ergab sich eine äußerst beängstigende Situation. Es entstanden unterhalb der Deichkrone tiefe Ausschläge in der Deichböschung. Obwohl die Männer der Freiwilligen Feuerwehren mit Pfählen und Sandsäcken die Deichkrone zu sichern versuchten, stand ein Kappenbruch des Deiches mit verheerenden Folgen für große Teile der Wilstermarsch zu befürchten. Der Höhepunkt der Tide war noch nicht erreicht, als die Mehrzahl der Hilfskräfte vom Deich abgezogen werden mußte, zu groß war die Gefahr geworden. Der gemeinsam mit Deichbaumeister Uwe Paulsen die Situation beobachtende Oberdeichgraf Heinrich Schmidt (beide Deich- und Hauptsielverband Wilstermarsch) ging unterhalb der Deichkrone auf der Binnenböschung des Deiches auf die Knie, um laut zu beten. Andere taten es ihm nach, denn es war durch Menschenkraft nichts mehr zu bewerkstelligen. Es war eine ganz besondere Situation, als in diesem Moment ein den Wasserstand beobachtender Feuerwehrmann ein Sinken des Wasserstandes bemerkte. Wie konnte das sein, wo doch der Zeitpunkt des Tidehochwassers noch nicht erreicht war? Bei Itzehoe und linksseitig der Stör bei Heiligenstedten sowie auch bei Münsterdorf war der Deich gebrochen, große Wassermassen ergossen sich in die Marsch. Auch das Industriegebiet bei der Alsen Portland Zementfabrik sowie Teile der Stadt Itzehoe wurden überschwemmt. Bedingt durch die dadurch eingetretene Entlastung konnte der Deich bei Groß Kampen gehalten werden. Die Wilstermarsch war einer Katastrophe entgangen, wie sie in derselben Nacht über Hamburg Wilhelmsburg kam, wo 222 Menschen ertranken; insgesamt verloren bei der Sturmflut 315 Menschen ihr Leben.
Bild 1: Sicherung der Deichkrone mit Pfählen und Sandsäcken bei Groß Kampen
Bild 2: Böschungsrutschung mit muschelförmiger Gleitfläche auf der Deichbinnenseite bei Stördorf.
Bild 3: Sicherung der Tore der Fährstöpe Beidenfleth
Bild 4: Hafen St. Margarethen mit abgetriebenem und gestrandeten Binnenschiff nach Rückgang des Wassers.
Sturmfluten haben von jeher die Marschen an der deutschen Küste bedroht, vielfach kam es nach Versagen der Deiche zu verheerenden Überschwemmungen. Die unten aufrufbare Liste historischer schwerer Sturmfluten im Bereich der Deutschen Nordseeküste verdeutlicht die Gefahren für die Küstengebiete.

Bildrechte: Lothar Karstens, Brokdorf
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt durch Herrn Karl Kautz, Brokdorf

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1875 - Altes Rathaus

1875 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich auch das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
An das Alte Rathaus links angrenzend ist das Balkenhaus erkennbar, in ihm war bis Mitte der 1950er Jahre die Polizei-Wache untergebracht.
Vorn die Gewölbebrücke (Op de Göten) über den ursprünglichen Auarm, er wurde 1953 verfüllt.
Rechts hinter dem Alten Rathaus der historische Speicher, in welchem heute ein Naturkunde-Museum untergebracht ist.
Links - in der Schmiedestraße - ein später für den Neubau der Westbank abgebrochenes Gebäude.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Bilder 3 und 4: Die Abzüge stammen aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Fotoalbum, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1875 - Altes Rathaus

1875 Altes Rathaus
Das repräsentative Alte Rathaus wurde 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet als Ersatz für den 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Im Jahre 1912 befand sich auch das Alte Rathaus in einem Zustand des Verfalls! Professor Haupt aus Hannover konnte glücklicherweise die Städtischen Gremien davon überzeugen, daß sich die Wiederherstellung des Baudenkmals lohnen werde. Aus heutiger Sicht ist eine andere Aussage und Entscheidung unvorstellbar!
An das Alte Rathaus links angrenzend ist das Balkenhaus erkennbar, in ihm war bis Mitte der 1950er Jahre die Polizei-Wache untergebracht.
Vorn die Gewölbebrücke (Op de Göten) über den ursprünglichen Auarm, er wurde 1953 verfüllt.
Rechts hinter dem Alten Rathaus der historische Speicher, in welchem heute ein Naturkunde-Museum untergebracht ist.
Links - in der Schmiedestraße - ein später für den Neubau der Westbank abgebrochenes Gebäude.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf den Ansichtskarten ist kein Verlag vermerkt. Die alten Aufnahmen sind ein halbes Jahrhundert später für sogenannte private Ansichtskarten genutzt worden Sie stammen aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1870 - Lange Reihe

ca. 1870 Lange Reihe
Dem gewundenen Verlauf der Wilsterau folgend - diese führte durch die gesamte Stadt und bestimmte die Linienführung des Kohlmarkts und der Deichstraße - war die Straße Lange Reihe in früheren Zeiten eine der Hauptzufahrtsstraßen nach Wilster.
Die Straße führte vom Kohlmarkt zum Bischofer Deich, weiter dann an der Wilsterau entlang zum Kasenort, von dort entlang dem Deich der Stör bis zur Einmündung der Bekau, deren Deich dann folgend bis Bekdorf, von wo dann über Bekhof bald festere Wege auf der Geest bei Oldendorf erreicht wurden.
Wenn, so wie auf dem Foto ersichtlich, die schmale Straße auch nur mit Feldsteinen gepflastert war, bildete doch diese Art der Befestigung einen erheblichen Vorteil gegenüber den ansonsten unbefestigten und vielfach grundlosen Wegen und Straßen der Marsch.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs verwahrten Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1938 - Beidenfleth an der Stör - Fähre, Windmühle, Straße Lange Reihe

1938 Beidenfleth an der Stör (hier fälschlich "Stöhr" geschrieben).
oben und Bild 2: Die Stör an der Fährstelle, der Fährprahm liegt links vor der Fährrampe.
Die Beidenflether Fähre ist heute die letzte an der Stör betriebene Fähre.
unten links: Windmühle. Die lange Zeit die Silhouette des Dorfes prägende Mühle, ein sogen. Galerie-Holländer.
Die Windmühle "Hoffnung" stand zuletzt unter Denkmalschutz; das Bauwerk brannte bei einem verheerenden Schadenfeuer am 17. April 2016 vollständig ab, nachdem sie zuvor schon lange Zeit nicht mehr betrieben wurde.
unten rechts und Bild 3: Straße Lange Reihe, welche seinerzeit nur ein schmaler Weg war.
Die Lange Reihe hat einen ganz besonderen dörflichen Charme. In geschlossener Bebauung grenzen insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an die nur auf einer Seite bebaute Straße an, welche nach der Verfüllung des seinerzeit noch vorhandenen tiefen und breiten Entwässerungsgraben angelegt wurde.

Bildrechte. Verlag Heinrich C. Otto, Kiel

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Schiffer-Gilde Die Eintracht d Stiftungsfest 1961

Die Wilsteraner Schiffer-Gilde "Die Eintracht" feierte 1961 ihr hundertjähriges Stiftungsfest.
Bild 1 Am 14. Januar 1961 haben sich auf der Freitreppe an der Rückseite des neuen Rathauses in beeindruckend großer Anzahl die Mitglieder der Schiffergilde mit ihrem Ehrengast, Bürgermeister Willy Oxwang (mit hellem Mantel und Hut in der unteren Reihe mittig) aufgestellt. Neben dem Bürgermeister der Ältermann der Gilde, Willy Jürgens. In der Reihe darüber etwas weiter links, der Wilsteraner Marine-Maler Richard Peters (mit Bart und Mütze).
Das Stiftungsfest war verbunden mit einer Fahnenweihe der neuen Fahne der Schiffergilde.
Bild 2 Am Abend des Jubiläumstages wurde im Saal des Colosseum ein Festball veranstaltet. Die Bühne des Festsaales war mit einer von Marine-Maler Richard Peters geschaffenen Abbildung eines typischen Elb-Ewers dekoriert.
Bild 3 Neben dem Vorstand der Schiffergilde haben die Ehrengäste Bürgermeister Willy Oxwang sowie Bürgervorsteher Karl Huusfeldt mit Ehefrau einen Ehrenplatz erhalten. Der Tisch ist mit Flaggen Schleswig-Holsteins dekoriert.
Bild 4 Der Schipper-Ball war ein jährlich wiederkehrendes Ereignis im gesellschaftlichen Leben der Stadt Wilster. Er fand regelmäßig eine Woche vor dem Ball der befreundeten Segler in demselben Festlokal statt, so war eine ökonomische Verwendung der maritimen Dekoration möglich.
Hier haben die Schiffer mit ihren Damen in "Wilsteraner bunter Reihe" an der Tafel Platz genommen.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Liane Hein, Wilster

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1775 - Stadtplan von Wilster

1775 Stadtplan von Wilster
Abgebildet ist ein 44 x 46 cm großes Foto (Bild 1) der lange Zeit im Neuen Rathaus verwahrten alten Karte.
Das alte Foto - es wurde in der vormaligen Glaserei von Karl Huusfeldt gerahmt - der Karte erhielt ich zu meiner großen Freude von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen, geschenkt.
Der älteste erhaltene Stadtplan von Wilster stammt aus dem Jahr 1775. Die Darstellung enthält in der zentralen Text-Kartusche die Inschrift "Urbis Wilstriae sitae Ducatus Holsatiae ...."
Die Karte wurde im Jahre 1775 gezeichnet von Andreas Friedrich Königs, welcher seinerzeit Lehrer an der Wilsteraner Nebenschule war.
Besonders faszinierend an der Darstellung ist, daß der Kartograph viel Mühe darauf verwandt hat, alle Häuser der kleinen Stadt detailliert mit ihren Straßenansichten darzustellen - der Zuschnitt mancher Häuser ist danach auch heute noch erkennbar.
Bild 2 zeigt die Bildmitte der alten Karte.
Die Deichstraße und die Straße Landrecht sind bereits durchgehend von Häusern gesäumt. An der Wende ist der alte Friedhof - der jetzige Stadtpark - gut erkennbar.
Auch die Straßen Zingelstraße (alte Schulstraße)Kohlmarkt und Lange Reihe weisen durchgehende Bebauung auf, während die Burger Straße (alte Hafer-Straße) nur teilweise bebaut ist; die Straße Steindamm ist noch nicht vorhanden.
Durchgehende Bebauung weisen auch Schmiedestraße, Neumarkt und Neustadt auf; in der Bäckerstraße (vormalige Lange Strat, jetzige Rathausstraße) reicht die Bebauung nur bis zum Bäckerstraßenfleth.
Die Straße Klosterhof ist nur in ihrem oberen Bereich bebaut, während an ihrem unteren Ende im Bereich des ehemaligen hier vorhanden gewesenen und dem Kloster Neumünster zugehörigen Gehöftes offenbar ein Meiler für Holzkohle betrieben wurde.
Bild 3 zeigt im Ausschnitt die Deichstraße, wo an der Wende vor dem alten Friedhof noch die Friedhofs-Kapelle zu erkennen ist.
Sehr gut zu erkennen ist auch der Verlauf des östlich am alten Friedhof entlang führenden Burggrabens.
Die kleine Fußgängerbrücke im Zuge des Fußweges von der Deichstraße zur Neustadt ist bereits vorhanden.
Bild 4 Während die Bäckerstraße (vormalige Lange Strat, heutige Rathausstraße) bis zur Brücke über das Bäckerstraßenfleth durchgehend von Häusern gesäumt ist, sind an der parrallel zur Schmiedestraße verlaufenden Blumenstraße noch keine Häuser vorhanden.

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1958 - Beidenfleth an der Stör - Kirche St.Nicolai, Lange Reihe, Fähre, Werft

1958 Beidenfleth an der Stör - Kirche St.Nicolai, Lange Reihe, Fähre, Werft
oben links:Die Kirche St. Nicolai ist 1325 erstmals urkundlich bezeugt. Ihr frei stehender heutige Turm wurde im Jahre 1557 erbaut.
oben rechts: An der sehr schmalen Straße Lange Reihe in Beidenfleth stehen in geschlossener Bebauung insgesamt elf kleine eingeschossige Häuser mit ihrer Giebelseite unmittelbar an der nur auf einer Seite bebauten Straße .
unten links (Bild 2): Die Beidenflether Prahm-Fähre wurde seinerzeit so wie auch noch heute als Seilfähre betrieben.
unten rechts (Bild 3): Auf dem Gelände des 1922 begründeten und 1954 geschlossenen Beidenflether Standortes der Peters-Werft begründete der aus der Wewelsflether Peters Werft ausgeschiedene Paul Peters im Jahr 1955 die „Beidenflether Werft“. Nachdem die Werft in der Folge neben Reparaturaufträgen auch vier größere Frachtmotorschiffe erbaute, führten die Zahlungsschwierigkeiten eines Bestellers zu Liquiditätsproblemen der Werft, die daher bereits 1958 ihren Betrieb aufgeben mußte.

Bildrechte: Verlag Heinrich C. Otto, Kiel
Reg. mein-wilster. 1442 AK

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1958 - Konfirmanden in der St. Bartholomäus Kirche - 2008 Goldene Konfirmation

1958 Die am 23. März 1958 eingesegneten Konfirmanden haben mit Pastor Gustav Schwennesen auf der Orgel-Empore der St. Bartholomäus Kirche Aufstellung genommen (Bild 1).
Jeweils von links nach rechts sind zu erkennen:
obere Reihe: Klaus Joppien, Helmut Schlotfeldt, Ingo Lamberty, Gerhard Stagat, Axel Plambeck, Carsten Tobias
zweite Reihe von oben: Hans-Georg Joppien, Dieter Lietzmann, Günther Ahrens, Hans-Joachim Neelsen, Hans Hermann Hansen, Hans Winkel, Hans-Joachim Witt, Günther Kloppenburg, Hans-Peter Stimming, Helmut Carstens
dritte Reihe von oben: Pastor Gustav Schwennesen, Renate Schichlein, Heike Sötje, Ingrid Engelhardt, Helga Tiedemann, Rosemarie Höner, Dörte Diercks, Heidemarie Zubeil, Peter von Holdt (Bergründer dieser Heimat-Seite), Uwe Martensen, Gerd Ballasch
untere Reihe: Rosemarie Kohler, Dörte Kruse, Karin Schönrock, Helga Ehlers, Urte Andersen, Elke Zimmermann, Irma Dreher, Renate Bärwald, Sieglinde Krüger
nicht auf dem Foto: Hans-Detlef Stademann

Am 14. September 2008 begingen einige der damaligen Konfirmanden in Wilster die Feier ihrer Goldenen Konfirmation (Bild 2)
Auf diesem Bild zu sehen:
Stehend: Pastorin Telse Möller-Göttsche, Helmut Schlotfeld, Hans-Detlef Stademann, Peter von Holdt, Günther Kloppenburg, Ingo Lamberty, Pastor Thomas Tharun
Sitzend: Elke Mohrdiek geb. Zimmermann, Rosemarie Reuß geb. Kohler, Renate Polinowski geb. Bärwald, Helga de Vries geb. Ehlers, Urte Bischof geb. Andersen, Dörte Urlaub geb. Kruse, Ingrid Lenkersdorf geb. Engelhardt

Der Begründer dieser Heimat-Seite hatte die Freude, seine Gedanken zur Goldenen Konfirmation im Gemeindeblatt der Kirchengemeinde Wilster darlegen zu dürfen. Der Text kann in der Datei unten nachgelesen werden (bei Interesse bitte anklicken)

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