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1917 - Kaiser-Wilhelm-Kanal, Gasthöfe Taterpfahl, Zur Fähre und Zur Linde

1917 Kaiser-Wilhelm-Kanal im Bereich Kudensee und Taterpfahl.
Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, bildet seither für den Bereich der Wilstermarsch eine optisch wahrnehmbare Grenze zu Dithmarschen.
Durch den Kanal wurden mehrere Verkehrswege durchschnitten, weshalb die Einrichtung von Fähren und Brücken erforderlich wurde. Im Bereich der Wilstermarsch sind dieses die Fähren in Brunsbüttel, Ostermoor, Kudensee, Burg und Hochdonn sowie bei Taterpfahl im Verlaufe der Marschbahn eine Eisenbahn-Drehbrücke, welche 1920 durch den Bau der Hochbrücke Hochdonn entbehrlich wurde. Die ungleicharmige Drehbrücke hatte Stützweiten von 56,61 m sowie 39,33 m und war als Stahlgitterkonstruktion erstellt.
Neben dem Wappen des Landes Schleswig-Holstein ist auf der Karte die erste Hälfte der ersten Strophe des Schlewig-Holstein Liedes abgedruckt.
Weiterhin sind als Miniaturen vier mehrbildrige Ansichtskarten mit Motiven vom und am Kanal abgebildet.
oben rechts (vgl. Bild 2): Gebäude in Taterpfahl (Bereich Blangenmoor und Averlak) mit dem Gasthof Taterphal von Heinrich Jürgens.
unten links (vgl. Bild 3): Gasthof "Zur Fähre" von Johannes Hölck (oben) und Gasthof "Zur Linde" in Kudensee.
unten mittig: Seeschiff durchfährt die geöffnete Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl.
unten rechts: Schleppverband durchfährt die geöffnete Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

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1900 - St. Margarethen Bahnhof, Taterpfahl, Kudensee, Landscheide, Flethsee

1900 St. Margarethen Bahnhof, Taterpfahl, Kudensee, Landscheide, Flethsee
Der Bahnhof von St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes bei Landscheide an der Straße nach Flethsee. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig. Der Verkehrsweg war durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten worden, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte.

Detailliertere Informationen: Beim Bau des Nord- Ostsee Kanal (Kaiser Wilhelm Kanal) in den Jahren von 1887 bis 1895 wurden bestehende Verkehrswege durchschnitten, deren Verbindung mittels Fähren und Brücken – letztere vorzugsweise für die Eisenbahn – wieder hergestellt werden mußte. An zwei Stellen war der Bau von Hochbrücken nicht möglich, nämlich in Rendsburg und bei Taterpfahl, wo Drehbrücken errichtet wurden.
Bei Taterpfahl verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig); die Stichstrecke von Flethsee (St. Margarethen Bahnhof) nach Brunsbüttel war erst am 01.05.1893 eröffnet worden. Der bei Taterpfahl anstehende wenig tragfähige Untergrund machte den Bau einer Hochbrücke unmöglich und es wurde in den Jahren 1893 bis 1895 eine Drehbrücke gebaut. Sie wurde als Fachwerkkonstruktion mit asymmetrischem Drehpunkt ausgeführt. Die Stahl-Konstruktion der Drehbrücke ermöglichte im Kanal eine Durchfahrtsbreite von ca. 54 m. Auf der Südseite des Kanals wurden Maschinenhaus, Stellwerk und das Wohnhaus für den Brückenwärter errichtet.
Bereits im Jahre 1920 wurde die Drehbrücke wieder demontiert, da der Kanal verbreitert und zuvor (von 1913 bis 1920) die Hochbrücke bei Hochdonn errichtet worden war. Die Marschbahn erhielt zwischen Wilster und St. Michaelisdonn einen neuen Verlauf, wodurch auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß erhielt.
Mit der Inbetriebnahme der Hochbrücke Hochdonn am 30.06.1920 verlor die Drehbrücke bei Taterpfahl ihre Funktion. Die Brückenkonstruktion allerdings wurde wieder verwendet; sie ist Bestandteil der Klappbrücke bei Lindaunis, wo die Eisenbahnstrecke Flensburg-Kiel die Schlei quert.
Die Marschenbahn erhielt zwischen Wilster und St. Michaelisdonn eine neue Linienführung; die Strecke von Wilster bis Flethsee mit der Zweigstrecke nach Brunsbüttelkoog war nur noch eine Stichbahn.
An der Strecke zwischen Wilster und Brunsbüttel gab es folgende Haltepunkte: km 0,0 Wilster; km 1,1 Rumfleth; km 4,1 Schotten; km 5,3 Nortorf;
km 7,3 Landscheide; km 8,8 St. Margarethen; km 10,9 Kudensee; km 13,8 Ostermoor; km 14,2 Brunsbüttel Ost; km 15,6 Brunsbüttel.
Der Personenverkehr auf dieser Strecke wurde zum 27.05.1988 eingestellt.
Noch heute ist auf Luftbildern (Bild 4) der ehemalige Verlauf der Eisenbahnstrecke, sowohl in der ursprünglichen als auch in der geänderten Trassenführung bei Taterpfahl deutlich erkennbar.
Auf der Karte sind die Strecken eingezeichnet. Links zweigt die am 01.07.1920 Strecke nach Brunsbüttel Nord ab, rechts die am 01.05.1893 eröffnete Strecke nach Brunsbüttelkoog.
Den Verlauf der Eisenbahnstrecken zeigt Bild 3 (aus wikipedia). Mehr dazu siehe unter Marschbahn

Bild 1 Bildrechte: Verlag Bahnhofsrestaurant Petersen
Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. Der sogenannte Taterpfahl stand an der Dithmarscher Grenze am südlichen Ende des Averlaker Donn.
An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm gegebenenfalls von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Im 18ten Jahrhundert sollten die Taterpfähle die sogenannten Zigeuner abhalten, das Gebiet zu betreten und die Obrigkeit verfolgte sie allein schon wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit in unmenschlicher Weise.
Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilg hielt.
Hinweis: Die auf Dithmarschen-Wiki gegebene wortgleiche Erläuterung ist übernommen aus mein-wilster

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1935 - Gasthof „Zur Linde“ in Heiligenstedten

1935 Gasthof „Zur Linde“ in Heiligenstedten.
Das kleine Kirchdorf Heiligenstedten beherbergte vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe. Neben dem Gasthaus „Zur Linde“ noch „Stadt Itzehoe“, „Zur Doppeleiche“, „Zur Post“, „Zur alten Brücke“ und „Zur Erholung“, von denen nur noch letztere besteht.
In den seinerzeit von Hans Rehder betriebenen Gasthof „Zur Linde“ kehrten damals viele Viehhändler, Schlachter und Bauern ein, denn in der Durchfahrt war eine Viehwaage untergebracht. Daneben wurden an jedem Sonntag sogenannte „Tanzkränzchen“ veranstaltet.

Bildrechte: Arthur Zachger, Itzehoe

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1901 - Gastwirtschaft "Zur Fähre" in Kudensee, Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl (Ex)

1901 Gastwirthschaft "Zur Fähre" in Kudensee und
Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord-Ostsee Kanal).
So wie in fast allen Ortschaften der Wilstermarsch bestand früher auch in Kudensee ein Gasthof, dem ein Ausspann für Fuhrwerke zugeordnet war.
In Kudensee war dieses die nahe dem Kaiser-Wilhelm Kanal stehende „Gastwirthschaft“ von Johannes Hölk.
Unter dem Namen Gasthof „Zur Fähre“ wurde der Betrieb zuletzt von Fritz Kielmann geführt, welcher dort zugleich auch einen Höker-Laden für Lebensmittel und Drogerie-Artikel betrieb. Weiter gehörten eine Viehwaage und eine Landwirtschaft zu dem Betrieb.
Im Zusammenhang mit der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanals wurde das Anwesen im Jahre 1973 abgebrochen.
Bei Taterpfahl querte die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) den später erbauten Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) mit einer Drehbrücke, denn hier ließen die geologischen Verhältnisse seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Die Bahnstrecke war durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten worden, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte. Die Brücke wurde 1920 beseitigt nach dem Bau der Hochbrücke Hochdonn und der in diesem Zusammenhang verlegten Linienführung der Marschbahn auf der Strecke zwischen Wilster und St. Michaelisdonn. Das Mittelteil der Brücke fand und findet heute noch Verwendung - es ist Bestandteil der Klappbrücke bei Lindaunis, wo die Eisenbahnstrecke Flensburg-Kiel die Schlei quert.
Die Straßenverbindung über den Kanal wurde durch die noch heute bestehende Fähre Kudensee sicher gestellt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1955 - Kirche St. Bartholomäus, Palais Doos - Neues Rathaus, Gasthof Zur Linde

1955 Mehrbildkarte - Kirche St. Bartholomäus, Palais Doos - Neues Rathaus, Gasthof "Zur Linde"
- oben links: Gasthof "Zur Linde"; der Gasthof des Wirtes Peter Brandt war Versammlungslokal für viele Vereine und Gesellschaften.
Im Obergeschoß des Gebäudes befanden sich einige Gästezimmer und ein für 240 Personen ausgelegter Festsaal.
Der Gastwirt Peter Brandt war zugleich auch Eigner und Betreiber des örtlichen Leichenwagens; in den ersten Jahren nach 1945 war dies noch eine von Pferden gezogene Trauerkutsche, danach dann ein Kraftfahrzeug.
Langjährige Nachfolger des Gasthofes war das sehr sympathische Ehepaar Annelene und Alfred Pech, welche 1974 den "Poßfelder Hof" erwarben und den von ihnen geführten Betrieb umbenannten in „Poßfelder Hof“. 
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens des Gasthofes"Zur Linde" befindet sich heute das Verwaltungsgebäude „Amt Wilstermarsch“.
- mittig: Kirche St. Bartholomäus von der Straße Op de Göten aus gesehen.
- oben rechts: Palais Doos, welches als Neues Rathaus genutzt wurde.
- unten: Gaststube und Klubzimmer im Gasthof "Zur Linde"

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck

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1940 - Heiligenstedten, Gasthaus Zur Linde

1940 Heiligenstedten, Gasthaus "Zur Linde"
In dem kleinen Kirchdorf Heiligenstedten – das erste, welches im heutigen Schleswig-Holstein aus dem Dunkel der Geschichte tritt – beherbergte vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Doppeleiche“, „Zur Erholung“, „Zur Post“, „Zur alten Brücke“ und „Zur Linde“. Den letzteren zeigt die Ansichtskarte. In den seinerzeit von Hans Rehder betriebenen Gasthof kehrten damals viele Viehhändler, Schlachter und Bauern ein, denn in der Durchfahrt war eine Viehwaage untergebracht.

Bildrechte: Fotohaus Pilsinger, St. Michaelisdonn

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1937 - Kudensee - Gasthof Zur Linde, Büttel-Kudenseer Kanal (SF)

1937 Kudensee - Gasthof Zur Linde, Büttel-Kudenseer Kanal (Lütte Kanol bzw. Kleiner Kanal)
Der an der alten Grenze zwischen den Landschaften Dithmarschen und Wilstermarsch gelegene Ort Kudensee trägt seinen Namen nach dem benachbarten und bereits auf Dithmarscher Gebiet gelegenen Kuden See.
oben bzw. Bild 2: Gasthof "Zur Linde" in Kudensee.
Der im Mittelpunkt des dörflichen Lebens stehende Gasthof wurde über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten von dem Ehepaar Louise und Peter Scheel bis 1969 betrieben. Danach führten nacheinander verschiedene Wirte die Gaststätte, bis deren Betrieb 1986 eingestellt wurde. In dem Gebäude wurden danach Wohnungen eingerichtet.
unten bzw. Bild 3: Kudenseer Kanal (Lütte Kanol oder Bütteler Kanal), der vor dem Bau des Kaiser-Wilhelm Kanals (heute Nord- Ostsee Kanal) und der dadurch bewirkten Zerschneidung vom Kudensee über den Ort Kudensee nach Büttel an der Elbe führte.
Der um 1765 gegrabene Kanal bildete eine Verbindung von der Elbe über den Kudensee zur Burger Au (Wallburgs-Au), welche ursprünglich in die Wilsterau mündete.
Der Kudenseer Kanal ist heute nur noch eine der Entwässerung dienende Idylle. Bis in die 1930er Jahre verkehrten auf ihm zumeist mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne. Der Nord- Ostsee-Kanal konnte mittels einer Schleuse erreicht werden, deren Relikte erst im Rahmen der in den vergangenen Jahren vorgenommenen Kanalverbreiterungen beseitigt wurden.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Ulrich Drenkhahn, Krempe

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1915 - Taterpfahl bzw. Taterphal an der Marschbahn

1915 Taterpfahl bzw. Taterphal
ist ein Ortsteil in der westlich des NOK und gegenüber der Gemeinde Kudensee auf Dithmarscher Gebiet gelegenen Gemeinde Averlak sowie der heute zur Stadt Brunsbüttel gehörenden ehemaligen Gemeinde Blangenburg-Lehe.
Taterpfahl lag an der Trasse der Marschbahn, welche von Altona über Wilster (dieses erhielt 1878 seinen ersten Bahnhof) nach Hvidding in Nordschleswig führte.
Mit dem Bau des seinerzeit Kaiser-Wilhelm-Kanal genannten heutigen NOK in den Jahren 1887 bis 1895 wurde die Bahnstrecke durchschnitten, was bei Taterpfahl den Bau einer Eisenbahndrehbrücke erforderlich machte, welche 1893 bis 1895 erbaut wurde.
Im Zusammenhang mit den bereits ab 1908 begonnenen Arbeiten zur Erweiterung des Kanals erhielt die Marschbahn eine neue Linienführung, die seit 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führt; die Drehbrücke Taterpfahl wurde in dem Jahr wieder demontiert.
oben: Bäckerei und Kolonialwaren Handlung von Reinhold Heinrich.
mittig: "Dieses Gebäude wurde 1913 von Peter Jebens gebaut (08.05.1857 - 31.01.1940). Das Grundstück dazu war ein Geschenk von Michel Lau, dem damaligen Pächter der Gastwirtschaft "Taterphal". Die Ehefrau von Peter Jebens, Margaretha, war eine derzeit sehr bekannte Heilerin, deren Wirkungskreis sich bis in den Hamburger Raum erstreckte. Patienten, die oftmals einen weiten Weg zurücklegen mußten, suchten nach Übernachtungsmöglichkeiten, so daß aus diesem Grund das Gebäude schon 1914 erweitert wurde. Gespeist wurde von den Gästen im naheliegenden Gasthof Taterphal" (Quelle: Dithmarschen-Wiki)
unten: Gasthof Taterphal von Heinrich Jürgens

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. Der sogenannte Taterpfahl stand an der Dithmarscher Grenze am südlichen Ende des Averlaker Donn.
An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm gegebenenfalls von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Im 18ten Jahrhundert sollten die Taterpfähle die sogenannten Zigeuner abhalten, das Gebiet zu betreten und die Obrigkeit verfolgte sie allein schon wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit in unmenschlicher Weise.
Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilg hielt.
Hinweis: Die auf Dithmarschen-Wiki gegebene wortgleiche Erläuterung ist übernommen aus mein-wilster

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1915 - Kudensee, Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal

1915 Kudensee, Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal, "Gasthaus zur Fähre".
oben (B ild 2): Das „Gasthaus zur Fähre“ von Johannes Hölk in Kudensee. Das Gasthaus verfügte wie nahezu alle Gasthöfe in den Ortschaften der Wilstermarsch über einen Ausspann für Fuhrwerke.
Unter dem Namen Gasthof „Zur Fähre“ wurde der Betrieb zuletzt von Fritz Kielmann geführt, welcher dort zugleich auch einen Höker-Laden für Lebensmittel und Drogerie-Artikel betrieb. Weiter gehörten eine Viehwaage und eine Landwirtschaft zu dem Betrieb. Im Zusammenhang mit der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanals wurde das Anwesen im Jahre 1973 abgebrochen.
unten (bild 3): Die Motorfähre Kudensee war seinerzeit keine frei fahrende Fähre, denn sie war zu der Zeit wie alle Wagenfähren am damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal eine Seilfähre, weshalb eine Passage nur möglich war, wenn keine Schiffe die Fährstelle querten.

Bildrechte: W. Döring, Brunsbüttelhafen

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1900 - Heiligenstedten - Schröders Gasthof, Gasthof Stadt Itzehoe, Gasthof zur Post, Kirche

1900 Heiligenstedten.
Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt. In der Nähe des später so bezeichneten Ortes hatte Karl der Große 809 eine Burg bei der nachmaligen Oldenburgskuhle (olden Burg = alte Burg) errichten lassen. Wohl unmittelbar mit dem Bau der Fränkischen Burg wurde auch eine Kirche errichtet; die ersten Nachrichten von einer solchen erfahren wir erst aus dem Jahre 834. Der Kirchplatz Heiligenstedten war somit der erste in Holstein - da nimmt die Bezeichnung des Kirchdorfes (Heiligenstedten = Heilige Stätte) nicht Wunder; Standort und heutige Kirche stammen jedoch aus späterer Zeit.
Bei Heiligenstedten führte bis in das Jahr 1966 eine urtümliche hölzerne Klappbrücke über die Stör; sie wurde im genannten Jahr durch eine Stahlbeton-Klappbrücke ersetzt.
In Heiligenstedten bestanden vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Post“ (Bild 3), „Zur Doppeleiche“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“, „Zur Erholung“- vormals Schröders Gasthof, wovon der letztgenannte als einziger davon heute noch besteht.
Auf der Karte abgebildet sind die Gasthöfe "Stadt Itzehoe" (oben), Schröders Gasthof (links) und "Zur Post" (unten).

Bildreche: Anton Busch, Itzehoe

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1932 - Heiligenstedten - Paul Butterbrodt, Gasthof Zur Linde, Präbenden-Stift

1932 Heiligenstedten - Paul Butterbrodt, Gasthof "Zur Linde", Präbenden-Stift
links: die Abbildung aus dem Jahr 1786 zeigt Paul Butterbrodt, welcher Gastwirt und Bierbrauer in Heiligenstedten war. Er galt zu seiner Zeit als einer der dicksten Menschen der Welt.
Paul Butterbrodt (1730 – 1793) wog bei seiner für die damalige Zeit enormen Körpergröße von 1,89 m stattliche 476 Pfund, also 238 kg, und das bei einem Leibesumfang von 1,84 m. Er ließ sich 1786 für Geld in Deutschland und Frankreich auf Jahrmärkten zeigen.
oben rechts (Bild 2): Der Gasthof "Zur Linde" (vormals „Harder´s Gastwirtschaft“) von Hans Rehder war das Geburtshaus von Paul Butterbrodt.
Der Betrieb warb mit seinem "großen Garten direkt am Wasser" der Stör.
Wie alle ländlichen Gasthöfe in der damaligen Zeit verfügte das Gasthaus auch über eine sogenannte Durchfahrt (rechts), in welcher die mit der Kutsche anreisenden Gäste ihr Gefährt und ihre Zugpferde unterstellen und versorgen konnten. In diesem Gebäude war auch eine Viehwaage untergebracht.
unten rechts (Bild 3): Auf der Stör verkehrte vorwiegend an den Wochenenden ein kleiner Ausflugdampfer, welcher Tagesgäste aus Itzehoe für einen Ausflug nach Heiligenstedten gerne nutzten.
Auf dem Deich der Stör ist das Präbenden-Stift zu erkennen. Das im Jahre 1638 gegründete und auf dem Deich errichtete Präbendenstift bot Unterkunft für bedürftige betagte Menschen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1940 - Heiligenstedten, Gasthof Zur Erholung, Präbenden-Stift, Pastorat, Blome-Straße

1940 Heiligenstedten, Gasthof "Zur Erholung", Präbenden-Stift, Pastorat, Blome-Straße
links oben: Präbenden-Stift und Gasthof "Zur Erholung"
Beide Gebäude stehen auf dem Deich der Stör.
Das Präbenden-Stift wurde im Jahre 1638 gegründet und bot Unterkunft für bedürftige betagte Menschen.
rechts oben: Gasthof Zur Erholung.
Der aus dem vorletzten Jahrhundert stammende und lange Zeit von Wilhelm Färber betriebene Gasthof „Zur Erholung“ in Heiligenstedten ist heute der letzte von einstmals sechs Gastwirtschaften im Kirchdorf Heiligenstedten.
In Heiligenstedten bestanden vor einigen Jahrzehnten mindestens 6 Gasthöfe: „Stadt Itzehoe“, „Zur Post“, „Zur Doppeleiche“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“ und „Zur Erholung“.
Der letztere wurde viele Jahrzehnte lang von den Familien Ohland und Sommer betrieben.
Bei der verheerenden Sturmflut des Jahres 1962 wurden erhebliche Schäden an den Gebäuden und Einrichtungen verursacht, so auch an der Kegelbahn im Nebengebäude. Das Wasser der Stör floß zwischen dem Gasthof und dem rechts davon erkennbaren Nebengebäude auf die Straße.
Das traditionsreiche Haus wurde vor einigen Jahren grundlegend umgestaltet und renoviert.
unten links: Pastorat Heiligenstedten.
Der Kirchort Heiligenstedten ist der Ort, mit dem unsere Gegend erstmals urkundlich in das Licht der Geschichte tritt. Aus den Fränkischen Reichsannalen des Einhard erfahren wir, daß der fränkische Kaiser Karl (der Große) hier in Nordalbingien im Jahre 809 auf dem Esesfelth (bei der späteren Oldenburgskuhle) eine Burg errichten ließ. Wohl bald nach dem Bau der Burg wurde in Heiligenstedten die erste Kirche im späteren Land Schleswig-Holstein errichtet, sie war es wohl, die dem Ort den Namen (Heilige Stätte) gab. Das Pfarrhaus gehört zur der auf dem erhöhten Ufer der Stör errichteten Kirche, deren jetziger Bau im 13. Jahrhundert errichtet wurde.
unten rechts: Blomestraße. Die Benennung der Straße erfolgte nach dem Adelsgeschlecht der v. Blome, welche 1741 das Gut Heiligenstedten mit dem Herrenhaus (vielfach "Schloss" genannt) erworben und ihre Familie zu einer der führenden Familien Schleswig-Holsteins gemacht hatten und es zu hohem Ansehen brachten.
Die streng absolutistische und erzkonzervative Familie der Heiligenstedtener v. Blome war dem dänischen Königshaus verbunden und stellte sich 1849 im Gegensatz zur Salzauer Familien-Linie gegen die schleswig-holsteinische Bewegung, welche in einer kriegerischen Erhebung für eine Loslösung der beiden Herzogtümer von Dänemark eintrat.

Bildrechte: Otto Warnck, Heiligenstedten

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1909 - Heiligenstedten - Gasthof Zur Erholung - Personenschifffahrt auf der Stör

1909 Heiligenstedten - Gasthof "Zur Erholung" - Personenschifffahrt auf der Stör.
In Heiligenstedten und dem unmittelbar angrenzenden Bekmünde bestanden seinerzeit sechs Gasthöfe; dieses waren neben dem Gasthof "Zur Erholung" die Gasthäuser „Stadt Itzehoe“, „Zur Post“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“ und „Zur Doppel-Eiche“. Heute besteht nur noch der aus dem vorletzten Jahrhundert stammende Gasthof „Zur Erholung“.
Zu Beginn des vorigen Jahrhunderts hatte der damalige Betreiber (Wilhelm Färber) des Gasthofes „Zur Erholung“ sogar eine regelmäßig verkehrende Schifffahrtsverbindung zwischen Heiligenstedten und Itzehoe eingerichtet.
Vom Anleger bei dem an der Stör gelegenen Kaffeegarten des Gasthofes fuhr das Motorboot „Zur Erholung“ zweimal täglich bis zur Langen Brücke in Itzehoe und wieder zurück; an Sonntagen pendelte das Boot bis zu fünfmal und beförderte dabei vorwiegend Ausflügler.
Die Schiffs-Verbindung bestand bis in das Jahr 1914.
Das traditionsreiche Haus "Gasthof Zur Erholung" wurde vor einigen Jahren grundlegend umgestaltet und renoviert.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1920 - Demontage und Sprengung der Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl

1920 Demontage und Sprengung der Eisenbahndrehbrücke Taterpfahl
Bei Kudensee und Taterpfahl verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig). Der Verkehrsweg war durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten worden, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte. Die Stichstrecke von Flethsee (St. Margarethen Bahnhof) nach Brunsbüttel war erst am 01.05.1893 eröffnet worden.
Der bei Taterpfahl anstehende wenig tragfähige Untergrund hatte mit den damaligen Möglichkeiten den Bau einer Hochbrücke unmöglich gemacht und es wurde daher in den Jahren 1893 bis 1895 eine Drehbrücke gebaut. Sie wurde als Fachwerkkonstruktion mit asymmetrischem Drehpunkt ausgeführt. Die Stahl-Konstruktion der Drehbrücke ermöglichte im Kanal eine Durchfahrtsbreite von ca. 54 m. Auf der Südseite des Kanals wurden Maschinenhaus, Stellwerk und das Wohnhaus für den Brückenwärter errichtet.
Bereits im Jahre 1920 wurde die Drehbrücke wieder demontiert, da der Kanal verbreitert und zuvor (von 1913 bis 1920) die Hochbrücke bei Hochdonn errichtet worden war. Die Marschbahn erhielt zwischen Wilster und St. Michaelisdonn einen neuen Verlauf, wodurch auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß erhielt.
Mit der Inbetriebnahme der Hochbrücke Hochdonn am 30.06.1920 verlor die Drehbrücke bei Taterpfahl ihre Funktion. Die Brückenkonstruktion allerdings wurde wieder verwendet; sie ist Bestandteil der Klappbrücke bei Lindaunis, wo die Eisenbahnstrecke Flensburg-Kiel die Schlei quert.
Die Widerlager der Drehbrücke Taterpfahl sowie ihr Pfeiler mit dem Königsstuhl wurden gesprengt. Die Abbildung zeigt die Trümmer nach der erfolgten Sprengung.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: sogen. Privat Ansichtskarte

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1903 - Gasthof Taterpfahl an der Marschbahn, Drehbrücke Taterpfahl

1903 Gasthof Taterpfahl in der Dithmarscher Gemeinde Averlak; Drehbrücke Taterpfahl
Besitzer des Gasthofes (Bild 2) war seinerzeit Michael Lau.
Die in Dithmarschen gelegene auch Taterphal geschriebene Örtlichkeit hat historisch für das benachbarte Kudensee und auch für die Wilstermarsch eine besondere Bedeutung dadurch, dass hier bis 1920 eine Drehbrücke (Bild 3) im Zuge der einspurigen Marschbahn den 1895 nach achtjähriger Bauzeit eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal überquerte; die Marschbahn war 1878 eröffnet worden. Bei der Verbreiterung des Kanals in den Jahren von 1907 bis 1914 konnte die Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden, weshalb die Linienführung der Marschbahn über eine neu zu bauende und 1920 fertiggestellte Hochbrücke bei Hochdonn verlegt wurde.
Bei Taterpfahl führte in früheren Jahrhunderten über das damals zwischen Dithmarschen und Holstein vorhandene Grenzmoor eine Wegeverbindung; erst 1530 waren Wilster und Brunsbüttel erstmals mit der über das „Hohe Moor“ führenden Landweg verbunden.

Bildrechte: Chr. F. Arp, Brunsbüttelhafen

Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. Der sogenannte Taterpfahl stand an der Dithmarscher Grenze am südlichen Ende des Averlaker Donn.
An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm gegebenenfalls von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Im 18ten Jahrhundert sollten die Taterpfähle die sogenannten Zigeuner abhalten, das Gebiet zu betreten und die Obrigkeit verfolgte sie allein schon wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit in unmenschlicher Weise.
Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilg hielt.
Hinweis: Die auf Dithmarschen-Wiki gegebene wortgleiche Erläuterung ist übernommen aus mein-wilster

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1893 - Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal

1895 Bau der Drehbrücke der Marschbahn bei Taterpfahl über den Nord- Ostsee Kanal.
Der Bau und insbesondere die Gründung der Brücke stellten angesichts der ungünstigen Bodenverhältnisse die Bau-Ingenieure vor große Herausforderungen. In einer zu dem Foto gefertigten zeitgenössischen Beschreibung der Bauarbeiten heißt es dazu:
"Drehbrücke bei Taterpfahl. October 1893.
Die den Kanal bei Taterpfahl, km 5,8 , kreuzende Marschbahn besitzt nur ein Gleis, für das eine rechtwinklig zur Kanalaxe stehende Drehbrücke auszuführen war. Der Drehpfeiler von 9,0 m Durchmesser und der eiförmige Auflagerpfeiler für das freie Ende des langen Armes lassen eine lichte Weite von 50 m zwischen sich. An der Baustelle fand sich Moorboden, der zum Theil schon ausgehoben war, darunter Marschboden, der in größerer Tiefe in Sand mit starkem Wasserdruck überging. Die beiden Pfeiler wurden von der Maschinenbau-Aktien-Gesellschaft Nürnberg mittels Luftdruck* bis 3,0 m unter die Kanalsohle gegründet, die beiden Widerlager und die sonstigen kleineren Pfeiler auf Pfahlrost gestellt. Die Senklasten bestanden nur aus einem niedrigen eisernen Schling und einer kegelförmigen oberen Abdeckung."

Der am 21.06.1895 nach achtjähriger Bauzeit (von 1887 bis 1895) eingeweihte Kaiser-Wilhelm-Kanal, nach 1948 Nord-Ostsee-Kanal (NOK) oder Kiel-Canal genannt, durchschnitt viele bestehende ältere Verkehrsverbindungen.
So wurde bei Taterpfahl die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) durch den Kanal gequert. Zur Aufrechterhaltung der Bahnstrecke wurde hier eine Drehbrücke errichtet, denn die geologischen Verhältnisse und die damaligen technischen Möglichkeiten ließen seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Bei der Verbreiterung des Kanal in den Jahren von 1907 bis 1914 konnte die Drehbrücke nicht an die Verbreiterung angepaßt werden, weshalb die Linienführung der Marschbahn über eine neu zu bauende und 1920 fertiggestellte Hochbrücke bei Hochdonn verlegt wurde.

Bildrechte: Constabel und Knackstedt, Hademarschen,
welche die Arbeiten zum Bau des Kanals seinerzeit fotografisch dokumentierten.
*) Anmerkung: Die Luftdruckgründung ist ein Verfahren, bei welchem Preßluft in einen im Wasser stehenden, unten offenen, sonst allseitig geschlossenen Kasten gepumpt wird, um denselben trocken zu legen, und in den Arbeiter durch Luftschleusen eintreten, um dort Gründungsarbeiten vorzunehmen.

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1901 - Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser-Wilhelm-Kanal

1901 Eisenbahn-Drehbrücke Taterpfahl über den Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord-Ostsee Kanal)
Bei Taterpfahl querte die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke Altona - Riepen / Ribe in Nord-Schleswig) den später erbauten Kaiser-Wilhelm-Kanal (NOK) mit einer Drehbrücke, denn hier ließen die geologischen Verhältnisse seinerzeit den Bau einer Hochbrücke nicht zu.
Die Bahnstrecke war durch den 1887 bis 1895 gebauten Nord- Ostsee Kanal zerschnitten worden, weshalb die Eisenbahn den Kanal mittels einer Drehbrücke bei Taterpfahl querte. Die Brücke wurde 1920 beseitigt nach dem Bau der Hochbrücke Hochdonn und der in diesem Zusammenhang auf der Strecke zwischen Wilster und St. Michaelisdonn verlegten Linienführung der Marschbahn. Ihr Mittelteil fand und findet heute noch Verwendung - es ist Bestandteil der Klappbrücke bei Lindaunis, wo die Eisenbahnstrecke Flensburg-Kiel die Schlei quert.
Die Straßenverbindung über den Kanal wurde durch die noch heute bestehende Fähre Kudensee sicher gestellt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1915 - Kudensee, Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal (Ex)

1915 Kudensee, Fähre über den Kaiser Wilhelm Kanal.
Die Motorfähre Kudensee war seinerzeit keine frei fahrende Fähre, denn sie war zu der Zeit wie alle Wagenfähren am damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal eine Seilfähre, weshalb eine Passage nur möglich war, wenn keine Schiffe die Fährstelle querten.
Auf der Kudenseer Seite des Kanals stand des "Gasthaus zur Fähre" von Johannes Hölk. Das Gasthaus verfügte wie nahezu alle Gasthöfe in den Ortschaften der Wilstermarsch über einen Ausspann für Fuhrwerke.
Unter dem Namen Gasthof „Zur Fähre“ wurde der Betrieb zuletzt von Fritz Kielmann geführt, welcher dort zugleich auch einen Höker-Laden für Lebensmittel und Drogerie-Artikel betrieb. Weiter gehörten eine Viehwaage und eine Landwirtschaft zu dem Betrieb.
Im Zusammenhang mit der Verbreiterung des Nord- Ostsee Kanals wurde das Anwesen im Jahre 1973 abgebrochen.

Bildrechte: W. Döring, Brunsbüttelhafen
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1908 - Heiligenstedten, Gastwirtschaft Harder

1908 Heiligenstedten, Gastwirtschaft Harder.
In Heiligenstedten bestanden vor einem Jahrhundert mindestens 6 Gasthöfe, nämlich: „Stadt Itzehoe“, „Zur Post“, „Zur Doppeleiche“, „Zur alten Brücke“, „Zur Linde“, „Zur Erholung“- vormals Schröders Gasthof, wovon der letztgenannte als einziger davon heute noch besteht.
Das abgebildete Anwesen „Harder´s Gastwirtschaft“ wurde später als Gasthof „Zur Linde“ von Hans Rehder betriebenen. In die Wirtschaft kehrten damals viele Viehhändler, Schlachter und Bauern ein, denn in dem rechts stehenden Nebengebäude war in der Durchfahrt eine Viehwaage untergebracht.

Bildrechte, Carl Kuskop, Wilster

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1955 - Kudensee und der Kuden See, Scheel´s Gasthof Zur Linde

1955 Kudensee und der Kuden See, Scheel´s Gasthof Zur Linde
Mehrbildkarte mit vier Ansichten
In vielen Orten der Wilstermarsch bestanden in früherer Zeit Gastwirtschaften als zentrale Einrichtungen des Dorflebens; fast alle bestehen heute nicht mehr, so wie Scheel´s Gasthof "Zur Linde" am Kudenseer Kanal – er bestand bis 1985.
Die Brücke über den Kudenseer Kanal wurde 1985 umgestaltet.
Der Gefallenen der Weltkriege wurde und wird in allen Dörfern durch Denkmale gedacht.
Der Kuden See liegt bereits auf Dithmarscher Gebiet, von ihm aus bestand eine heute durch den Nord- Ostsee-Kanal unterbrochene Verbindung über den Bütteler Kanal zur Elbe.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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