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1936 - Mitglieder des Schützenvereins Wilster beim Nordmarkschießen

1936 Mitglieder des Schützenvereins Wilster beim Nordmarkschießen.
Während der Zeit des Nationalsozialismus waren im Rahmen der sogenannten Gleichschaltung auch alle Sportverbände zwangsweise unter dem Dach des Nationalsozialistischen Reichsbundes für Leibesübungen organisiert. Der Sportbereich von Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg war im Gau Nordmark zusammen gefaßt.
Die damalige sportliche Aktivität von Personen in Sportvereinen sagt daher ausdrücklich nichts über eine Nähe zur nationalsozialistischen Ideologie aus!
Der Gau Nordmark führte am 18. und 19. April 1936 einen Schießwettkampf durch. An diesem nahmen die auf der Rückseite des vorgestellten Fotos genannten Personen - wahrscheinlich allesamt Mitglieder des Schützenvereins Wilster - als Mannschaft teil.
von links: M. Dirks, Friedrich Dethlefs, E. Behrens, Kurt Ahrens, Ludwig Behning sowie (sitzend) H. Lemke
Die Mannschaft erzielte insgesamt 796 Ringe; die Plazierung ist nicht bekannt

Bildrechte: nicht bekannt

Anmerkung: das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1960 - Schützenfest des Schützenvereins Wilster

1960 Schützenfest des Schützenvereins Wilster
Der 1895 gegründete Schützenverein Wilster führte traditionell seine jährliche Festveranstaltung zu einem großen Teil im öffentlichen Raum durch.
Gemeinsam marschierten die Schützen mit ihren Gästen und Abordnungen befreundeter Schützenvereine in einem Umzug durch festlich geschmückte Straßen der Stadt.
Bild 1: Funktionsträger des Schützenvereins schreiten die auf dem Marktplatz angetretene Front der Schützenbrüder ab (von links: Helmut Petersen, Horst Schulczewski, NN, Karl Huusfeldt, Ernst Kreutzfeld, Polizist Fritz Böttcher).
Bild 2: Aus der mit vielen Flaggen des Landes Schleswig-Holstein geschmückten Deichstraße kommend marschiert angeführt von einem Musikkorps (Bürgerschule Glückstadt) der Festumzug der Schützen über den Marktplatz.
Links die seinerzeit noch nicht mit einander verbundenen Gebäude des Café Egge und der Bäckerei Starck (Fein- und Grobbäckerei)
Bild 3: Funktionsträger des Schützenvereins in der Schützenhalle an der Straße Allee.
von links: "Loomi" Karl-Heinz Rathjen, Rolf Hencke, Ewald Nahser, NN, NN, Harald Schütt, NN, NN, Helmut Petersen, NN, Ernst Kreutzfeld
Bild 4: Gäste des Schützenvereins Wilster (von links: Werner Hennings (Stadtbaumeister), Karl Huusfeldt (Bürgervorsteher = Vorsitzender der Ratsversammlung), Heinz Kühn (Leiter der Stadtwerke), Helmut Petersen (Vorsitzender des Schützenvereins.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1912 - Einweihung Schießstand des Schützenvereins Wilster bei der Ziegelei in Rumfleth

1912 Einweihung Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth
Am 01.09.1912 wurde der zuvor neu errichtete Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth feierlich eingeweiht.
Bild 1: Umzug der Schützen und ihrer Gäste auf der Straße Rumfleth (heutige K 16) von der Rumflether Brücke kommend und entlang der Wilsterau zum Schießstand auf dem Gelände der damaligen Ziegelei.
In den weißen Hosen marschiert offenbar eine Abordnung der Bürger Schützen Gilde Wilster, während auf dem Kronenweg des Deiches der Wilsterau Schaulustige den Umzug begleiten.
Ganz im Vordergrund sind zum Trocknen aufgeschichtete Ziegelrohlinge der Rumflether Ziegelei zu erkennen.
Bilder 2 und 3: Festredner und zahlreiche Gäste aus Anlaß der Einweihung der Schießstandes des Schützenvereins Wilster in Rumfleth. Die Herren allesamt mit Hut oder Zylinder, die Mädchen und Damen in weißen Kleidern sowie letztere mit breitrandigen Hüten. Ganz rechts Mitglieder der Gilde in ihren weißen Hosen.
Bild 4: Programm zum Schützen-Fest aus Anlaß der Einweihung der Schützenstandes des Schützenvereins Wilster in Rumfleth am 1. und 2. sowie am 8. September 1912.
Der bei der Rumflether Ziegelei errichtete Schießstand wurde an diesem Standort bis 1930 betrieben; zu diesem Zeitpunkt war am Brook eine neue Anlage errichtet worden.
Der noch heute bestehende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1967 - Schützenfest des Schützenvereins Wilster

1967 Schützenfest des Schützenvereins Wilster
Der 1895 gegründete Schützenverein Wilster führte traditionell seine jährliche Festveranstaltung zu einem großen Teil im öffentlichen Raum durch.
Gemeinsam marschierten die Schützen mit ihren Gästen und Abordnungen befreundeter Schützenvereine in einem Umzug durch festlich geschmückte Straßen der Stadt.
Bild 1: Anläßlich des Schützenfestes am 10.09.1967 marschiert der Festumzug des Schützenvereins Wilster unter Vorantritt einer Musikkapelle am Markt vor dem Hotel "Stücker´s Gaststätten". Links neben dem Vereinsvorsitzenden Hellmuth Petersen (in Uniform) marschiert Johannes Handt, der damalige hauptamtliche Bürgermeister der Stadt Wilster. Dazu Repräsentanten der in der wilsteraner Ratsversammlung vertretenen politischen Parteien; von links Gerhard Kendelbacher (SPD), Richard Huusmann (FDP), Gerhard Sakowski (CDU)
Bild 2: Sichtlich entspannt beobachten die Polizisten Herbert Thie und Ludger Kockmeyer vom Polizeirevier Wilster den Verkehr und die Veranstaltung bei der Einmündung der Sonnin Straße in den Markt.
Bild 3: Unter der Stabführung ihres Tambours Peter Büttner ist das Trommler und Pfeifer Korps des 1965 als WRS Spielmannszug gegründeten Spielmanns- und Fanfarenzuges Wilster angetreten. Im Hintergrund das Gebäude, in welchem die Außenstelle Wilster des Arbeitsamtes Elmshorn untergebracht war; das Gebäude wurde 1970 beseitigt.
Bild 4 Karl-Heinz Rathjen (genannt: Loomi) begrüßt als Schützenkönig die als Gäste angereisten Delegationen befreundeter Vereine.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1912 - Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth

1912 Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth
Am 01.09.1912 wurde der zuvor neu errichtete Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth feierlich eingeweiht.
Die bei der Rumflether Ziegelei errichtete Schützenhalle wurde an diesem Standort bis 1930 betrieben, nachdem zu diesem Zeitpunkt am Brook eine neue Anlage erichtet worden war.
Der noch heute blühende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1912 - Schießstand des Schützenvereins Wilster in Rumfleth - Gemeinde Nortorf

1912 Einweihung des Schießstandes des Schützenvereins Wilster in Rumfleth, Gemeinde Nortorf
Am 01.09.1912 wurde der zuvor in unmittelbarer Nachbarschaft der Rumflether Ziegelei neu errichtete Schießstand des Schützenvereins Wilster feierlich eingeweiht.
Festredner und zahlreiche festlich gekleidete Gäste haben sich auf dem Gelände eingefunden. Die Herren allesamt mit Hut oder Zylinder, die Mädchen und Damen in weißen Kleidern sowie letztere mit breitrandigen Hüten.
Ganz rechts Mitglieder der Bürger-Schützen-Gilde in ihren weißen Hosen.
Der bei der Rumflether Ziegelei errichtete Schießstand wurde an diesem Standort bis 1930 betrieben; in dem Jahr war am Brook eine neue Anlage errichtet worden.
Der noch heute bestehende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich Ludwig Behning, Wilster)

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1961 - Schützenfest des Schützenvereins Wilster

1961 Schützenfest des Schützenvereins Wilster
Sein alljährliches Schützenfest nahm der Schützenverein Wilster am 04.06.1961 wahr, um die Fahnenweihe für seine neue Schützenflagge vorzunehmen.
Bild 1: Abordnung des Schützenvereins Wilster vor dem Café Egge am Markt.
In Bildmitte Peter Reinsberg (genannt: Hencke), Ernst Kreutzfeld und "Loomi" Karl-Heinz Rathjens.
Bild 2: Schützenhalle am Brook am frühen Morgen.
Bild 3: Fahne Schützenverein Wilster
Bild 4: Schützen und ein Gast
von rechts: als Gast Stadtbaumeister Werner Hennings, Ernst Kreutzfeld, "Loomi" Karl-Heinz Rathjens, Ewald Nahser, Rolf Hencke, NN

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1963 - Fest des Schützenvereins - Abordnungen befreundeter Vereine

1963 Fest des Schützenvereins - Abordnungen befreundeter Vereine
Aus Anlaß des alljährlich durchgeführten Festes des Schützenvereins Wilster von 1895 sind Abordnungen befreundeter Vereine mit ihren Flaggen auf dem Sportplatz am Brook angetreten.
Im Hintergrund beobachtet eine große Menschenmenge die feierliche Zeremonie.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Petersen, Wilster

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1930 - Einweihung des Schützenhauses des Schützenvereins Wilster an der Allee

1930 Einweihung des Schützenhauses des Schützenvereins Wilster an der Straße Allee.
Nachdem sich der bereits im Jahre 1895 gegründete und heute noch bestehende Schützenverein Wilster im Jahr 1912 einen Schießstand in Rumfleth bei der damaligen Ziegelei eingerichtet hatte, erbaute sich der Verein 1930 auf dem Großen Brook an der Straße Allee ein anspruchsvolles Schützenhaus. Der Betrieb in Rumfleth wurde eingestellt.
Die Abbildung zeigt die vor dem Gebäude angetretenen Schützenbrüder bei der feierlichen Einweihung des Schützenhauses.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.
Bei den vier aufgezogenen Flaggen handelt es sich jeweils um diejenige des Landes Schleswig-Holstein in den Farben Blau, Weiß, Rot. Bereits drei Jahre später wäre dieses nicht möglich gewesen, denn nach der Machtergreifung durch die nationalsozialistische Diktatur war das Hissen der Flagge mit dem Hakenkreuz zwingend vorgegeben. Die Schleswig-Holstein Flagge durfte in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen wurde.
Links im Hintergrund sind an dem zum Kasenort führenden Weg in Bischof die auf dem ehemaligen niedrigen Deich der Wilsterau stehenden Bäume zu erkennen.
Bild 2: Zur Finanzierung seines neuen Domizils gab der Schützenverein Anteilscheine im Wert von jeweils 25 RM heraus, deren Rückzahlung alljährlich im Losverfahren nach Kassenlage - jedoch mindesten 4 Stück - vorgenommen werden sollte.
Das Schützenhaus wird seit 1945 für Wohnzwecke genutzt - so wohnte viele Jahre in diesem Gebäude der in Wilster sehr beliebte und angesehene Lehrer und spätere Rektor der Volksschule, Gerhard Sakowski mit seiner Familie.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1978 - Schützenhalle des Schützenvereins Wilster

1978 Schützenhalle des Schützenvereins Wilster an der Allee.
Die in einfacher Konstruktion erstellte Schützenhalle ist in unmittelbarer Nähe der 1930 errichteten Schützenhalle (Bild 4, rechts) errichtet worden, welche nach 1945 für Wohnzwecke genutzt wurde - so wohnte in diesem Gebäude der Lehrer und spätere Rektor der Volksschule, Gerhard Sakowski mit seiner Familie.
Die Fotos wurden im Schneewinter 1978/79 aufgenommen. Zu der Zeit war die seinerzeit gegenüber der Halle stehende Baracke gleichfalls noch bewohnt.
Der heute noch blühende Schützenverein Wilster ist bereits im Jahre 1895 gegründet worden.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.

Bildrechte: Ralf Petersen, Wilster

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02 Fahne des Schützenvereins Wilster

Fahne des Schützenvereins Wilster von 1895
Mit berechtigtem Stolz präsentieren die wilsteraner Schützen ihre Fahne.
Die Vorderseite zeigt auf mit Eichenlaub belegten grünem Grund in Gold den Namen und das Gründungsjahr des Vereins sowie einen vor einer Zielscheibe ein Gewehr in den Fängen tragenden fliegenden Adler.
Die Rückseite zeigt auf mit Eichenlaub belegten weißem Grund das Wappen der Stadt Wilster sowie den Spruch "Im Auge Klarheit, im Herzen Wahrheit".
Zur Zeit der Gründung des Vereins hatte es wohl noch geheißen "Mit Herz und Hand, fürs Vaterland", denn die um die vorherige Jahrhundertwende gegründeten Schützenvereine hatten wie nahezu alle damaligen Sportvereine ein vaterländisches und patriotisches Selbstverständnis.

Bildrechte: nicht bekannt

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1962 - Schützenfest des Schützenvereins Wilster

1962 Schützenfest des Schützenvereins Wilster
Der im Jahr 1895 gegründete Schützenverein Wilster führt alljährlich sein Schützenfest durch, anläßlich dessen seinerzeit regelmäßig ein durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt führender Ummarsch gehörte. Nicht nur von vielen Häusern grüßten Fahnen - zumeist die Schleswig-Holstein Flagge - die Schützen, auch am Markt waren Flaggenmasten errichtet, an denen verschiedene Banner aufgezogen waren.
Bild 1: Auf dem Marktplatz geben mehrere marschierende Kapellen - u.a. die der Bürgerschule Glückstadt - ein Platzkonzert.
Bild 2: Wilsteraner Schützen, Abordnungen befreundeter Vereine und weitere Gäste sammeln sich auf dem Marktplatz.
Im Hintergrund die Kirche St. Bartholomäus. Davor befand sich seinerzeit eine Haltestelle für Omnibusse. Auf dem höher gepflasterten Bussteig stand eine Telefonzelle.

Bildrechte: Anita Butterbrodt, Bad Gandersheim

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1930 - Einweihung des Schützenhauses an der Allee

1930 Einweihung des Schützenhauses des Schützenvereins Wilster an der Straße Allee.
Nachdem sich der bereits im Jahre 1895 gegründete und heute noch bestehende Schützenverein Wilster im Jahr 1912 einen Schießstand in Rumfleth bei der damaligen Ziegelei eingerichtet hatte, erbaute sich der Verein 1930 auf dem Großen Brook an der Straße Allee ein anspruchsvolles Schützenhaus.
Die Abbildung zeigt die vor dem Gebäude angetretenen Schützenbrüder bei der feierlichen Einweihung des Schützenhauses.
Hier stellt sich der Schützenverein Wilster selbst vor.
Bei den vier aufgezogenen Flaggen handelt es sich jeweils um diejenige des Landes Schleswig-Holstein in den Farben Blau, Weiß, Rot. Bereits drei Jahre später wäre dieses nicht möglich gewesen, denn nach der Machtergreifung durch die nationalsozialistische Diktatur war das Hissen der Flagge mit dem Hakenkreuz zwingend vorgegeben. Die Schleswig-Holstein Flagge durfte in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen wurde.
Links im Hintergrund sind an dem zum Kasenort führenden Weg in Bischof die auf dem ehemaligen niedrigen Deich der Wilsterau stehenden Bäume zu erkennen.
Das Schützenhaus wird seit 1945 für Wohnzwecke genutzt - so wohnte viele Jahre in diesem Gebäude der in Wilster sehr beliebte und angesehene Lehrer und spätere Rektor der Volksschule, Gerhard Sakowski mit seiner Familie.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1957 - Festveranstaltung zum 675ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster

1957 Festveranstaltung zum 675ten Stadtjubiläum der Stadt Wilster.
Die vor 675 Jahren erfolgte Erhebung zur Stadt beging Wilster mit einer Festwoche vom 03. bis 08. August 1957.
Die Festlichkeiten wurden abgeschlossen am 08. August mit einer festlichen Sitzung im Spiegelsaal des Neuen Rathauses (Palais Doos), wo die Mitglieder der Wilsteraner Ratsversammlung sowie die Spitzen der Verwaltung zusammen kamen.
Bild 1: Der Landrat des Kreises Steinburg, Peter Matthiessen (von 1955 bis 1972), hält eine Rede. Links von ihm sitzend an der Spitze des Tisches der Bürgervorsteher (Vorsitzender der Ratsversammlung) Karl Huusfeldt.
Rechts von ihm verdeckt Bürgermeister Willi Oxwang (er übte dieses Amt von 1947 - 1963 aus), dann der Stadtoberinspektor Walter Bauch (Leiter des Hauptamtes) sowie der sozialdemokratische Abgeordnete Theodor von Holdt.
Bild 2: In der 17 Mitglieder zählenden Ratsversammlung waren seinerzeit Fraktionen der Parteien SPD, CDU und FDP vertreten. Die Mitglieder der CDU saßen links, die der SPD rechts sowie die der FDP an der hufeisenförmigen Stirnseite des Tisches. Auf dem Foto sind rechts von Stadtoberinspektor Walter Bauch zu erkennen (soweit gegenwärtig bekannt) die SPD Stadtverordneten Theodor von Holdt, Hermann Horstmann, Albert Tönsen, Walter Jacobs.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Manfred Bauch, Wilster

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Schiffer-Gilde Die Eintracht e - 1964 Versammlung und Gilde Fest

Schiffer-Gilde Die Eintracht - 1964 Versammlung und Gilde Fest
Die Schiffergilde "Die Eintracht" war eine im Jahre 1861 von den Wilsteraner Schiffern gegründete Versicherung auf Gegenseitigkeit.
Die Gilde der Schiffer veranstaltete in jedem Jahr Ende des Winters ihren Schiffer-Ball für ihre Mitglieder und Freunde und führte ihre Jahreshauptversammlung durch.
Bei klingendem Spiel zogen zuvor die zahlreichen Mitglieder der Schiffer-Gilde mit einem Umzug durch die Straßen der Stadt Wilster.
Am Hafen am Brook nahmen viele der in Wilster beheimateten Binnenschiffe ihr Winterquartier für ihre Schiffe (Bild 1). Auswärtige Mitglieder der Gilde reisten mit anderen Verkehrsmitteln zur Teilnahme an der Versammlung und dem Gildefest an.
Die Wilstersche Zeitung ehrte die Schiffer und deren vergangene und aktuelle Bedeutung für die Wirtschaftskraft der Stadt Wilster mit einem Artikel (Bild 2).
Der in dem Artikel vorgenommene optimistische Ausblick, wonach Wilster als Sitz der Schiffer-Gilde und als Heimat vieler Binnenschiffer seine Bedeutung in der Binnenschiffahrt nicht verlieren würde, fand leider keine Erfüllung. Nach nicht einmal zwei weiteren Jahrzehnten gab es keine in Wilster beheimateten Binneschiffe und auch keine Schiffergilde mehr!

Bildrechte: Liane Hein, Wilster, welche freundlicherweise das Foto zur Verfügung stellte
Anmerkung: Der Zeitungsartikel wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Manfred Bauch, Wilster.
Der Artikel kann mit der unten aufrufbaren Datei in einer besser lesbaren Form aufgerufen werden.

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1927 - Rats-Glocke oder Kökschen Klock am Alten Rathaus, Einläuten des Jahrmarktes

1927 Rats-Glocke oder Kökschen Klock am Alten Rathaus - sie erklang zum Einläuten des Jahrmarktes.
Viele ältere Wilsteraner werden sich noch daran erinnern, dass in früheren Jahren zur Zeremonie des Einläutens des Wilster Jahrmarktes am Alten Rathaus die an dessen Giebelspitze hängende und zumeist "Kökschen Klock" genannte Glocke geläutet wurde.
Diese auf dem Dachreiter des Südgiebels befindliche kleine historische Glocke war dort seit alters her vorhanden gewesen, bis sie im I. Weltkrieg abgenommen und zur Verwendung in der Waffenproduktion eingeschmolzen wurde.
Dieser bedauerliche Umstand veranlaßte im Jahr 1927 sechs Wilsteraner dazu, ihrer Heimatstadt eine neue Glocke zu stiften.
Die sich bereits 1921 zu einem Club "Jahrmarktsglocke" zusammen gefunden habenden Stifter, nämlich
Heinrich Auhage
Christian Dethlefsen
Rudolf Dolling
Dr. Johannes Eggers
Heinrich Pruter
Peter Springer
hatten sich seither regelmäßig zum Zeitpunkt des Einläutens des Wilster Jahrmarkt in der Veranda des dem Alten Rathaus gegenüber gelegenen Gasthaus "Holsteinisches Haus" getroffen, um der Zeremonie beizuwohnen. Dort war auch die Idee zur Stiftung der neuen Glocke geboren worden, welche in einem feierlichen Akt 1927 der Stadt Wilster übergeben wurde.
Die Inschrift der Glocke lautet:
"Für meine Schwester, die im Kriege geopfert wurde, stifteten mich im Jahre 1927 sechs Bürger der Stadt Wilster.
H. u. D. Ohlsen in Lübeck gossen mich"
Noch zu Beginn der 1950er Jahre trafen sich Mitglieder der sogenannten Glockenrunde zum Einläuten des Jahrmarktes.
Weitere Informationen sowie ein Artikel der Wilsterschen Zeitung können in der nachstehend aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Es ist sehr zu wünschen, dass die Glocke noch sehr lange verwendet werden kann, um den Wilster Jahrmarkt einzuläuten und dessen Bestand gesichert wird!

Bildrechte: Club "Jahrmarktsglocke" Wilster
Anmerkung: Die Informationen wurden für diese Heimat-Seite und für den Rathausverein freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Dr. Boie Eggers, Wilster

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1958 - Maifeier des DGB Ortsverbandes Wilster

1958 Maifeier des DGB Ortsverbandes Wilster
Der Ortsverband Wilster des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) hatte in den ersten Jahrzehnten nach dem II. WK sehr viele Mitglieder und war sehr aktiv.
Zum 1. Mai, dem Festtag zum "Tag der Arbeit" veranstaltete der Ortsverband Wilster des DGB alljährlich eine Maifeier.
Nach einem Ummarsch durch die Straßen der Stadt und einer Kundgebung auf dem Platz am Colosseum wurde nachmittags und abends auf dem Saal des "Konzerthauses Jacobs" (Deichstraße) ein Tanz in den Mai veranstaltet. Die nachmittägliche Veranstaltung war vorrangig den Kindern und Jugendlichen vorbehalten.
Das Foto zeigt den Ummarsch des DGB über den Marktplatz. Angeführt wird der Umzug vom Spielmannszug des DGB Ortsverbandes Wilster.
Der Spielmannszug der Ortsgruppe musizierte jedoch nicht nur bei Veranstaltungen der Arbeiter-Bewegung, sondern bei praktisch sämtlichen mit Umzügen durch die Straßen der Stadt verbundenen Festen.
Folgende Namen der damaligen Spielleute sind noch erinnerlich: Otto Appel, Willi Böge, Karl Brauer, Ernst Bürger, Walter Clausen, Fred Dobirr, Hermann Engel, Fritz Gallinat, Gustav Grelck, Heinrich Harder, Günter Hinz, Hans Hintz, Hermann Horstmann, Karl-Heinz Kahle, Gerhard Kirchoff, Heinz Krützer, Herbert Krützer, Karl Lahann, Peter Marler, Erwin Menzel, Bruno Möller, Peter Möller, Herbert Seifert, Jürgen Schmidt, Johannes Stahl, Uwe Schuard, Rolf Schuhmann, Heinz Tönnes, Herbert Waage.
Der Wilsteraner Spielmanns- und Fanfarenzug des Deutschen Gewerkschaftsbundes löste sich 1968 auf. Einige von den Spielleuten engagierten sich danach im 1965 gegründeten WRS Spielmannszug.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Itzehoe - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1980 - Wärterstellwerk Wilster Ww

1980 Wärterstellwerk Wilster Ww
Das Wärterstellwerk Wilster Ww stand unmittelbar am Übergang der Richtung Brunsbüttel führenden Bahnstrecke mit der Neuen Burgerstraße. Von hier aus wurden auch die Schranken bedient.
Im Hintergrund links ist das Gebäude der seinerzeitigen Genossenschafts-Meierei Wilster und der dazu gehörige hohe Schornstein zu erkennen.
Zur Zeit der Aufnahme bestand am Bahnhof Wilster noch ein ausgedehntes Gleisnetz (Bild 2), welches heute deutlich reduziert ist.
Die Bahnstrecke Richtung Brunsbüttel ist Teil der ursprünglichen und am 01.11.1878 eröffneten Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig). Sie führte von Wilster über Flethsee (St. Margarethen Bahnhof) weiter nach St. Michaelisdonn.
Die Stichstrecke von Flethsee nach Brunsbüttel war erst am 01.05.1893 eröffnet worden.
1920 erhielt die Marschbahn zwischen Wilster und St. Michaelisdonn einen neuen Verlauf, wodurch auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß erhielt; die Strecke von Wilster bis Flethsee mit der Zweigstrecke nach Brunsbüttelkoog war fortan nur noch eine Stichbahn. Die neue Strecke der Marschbahn ist 5,820 Kilometer länger als die ursprüngliche. Um eine durchgehende Neukilometrierung der Strecke zu vermeiden, wurde bei Wilster ein ganz besonderer sogenannter Hektometerstein (Bild 3) aufgestellt. Er gab die infolge Verlegung der Marschbahn via Hochdonn eingetretene Verlängerung der Gesamtstrecke (damalige Strecke Altona – Wilster – Hvidding in Nordschleswig) an. 1981 wurde bei einer Neuvermessung die Kilometrierung aktualisiert und der Hektometerstein beseitigt.
Der Personenverkehr auf der Strecke Wilster - Brunsbüttel wurde zum 27.05.1988 eingestellt.
Bild 4 zeigt das Fahrdienstleiterstellwerk Wilster Wf östlich des Empfangsgebäudes des Bahnhofs Wilster.

Bildrechte:
Bilder 1 und 4: Ralf Petersen, Wilster,
dem an dieser Stelle herzlich für die vielen für mein-wilster zur Verfügung gestellten Fotos gedankt wird.
Bilder 2 und 3: nicht bekannt

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2020 Tag des Friedhof am 13. September 2020

2020 Tag des Friedhof am 13. September 2020
In einer von der Bevölkerung gut angenommenen gelungenen und engagierten Aktion stellten Mitglieder der Friedhofsverwaltung und der Kirchengemeinde Wilster den Friedhof und dessen Geschichte in mehreren Führungen vor.
Die gesamte Aktion war entwickelt worden von der Friedhofsverwalterin Beritt Mahrt und einem Team der Kirchengemeinde.
Bedingt durch die Einschränkungen infolge der 2020 weltweit aufgetretenen Corona Pandemie erfolgten die Führungen in kleinen Gruppen. Von in historische Kostüme gekleideten Jugendlichen und mit alten Fotografien wurden besondere bauliche Grabgestaltungen, Geschehnisse und die Geschichte des Friedhofs vorgestellt.
Dabei wirkten mit:
- Michel Herbst als Bauer aus Aebtissinwisch
- Kristin Sühl, Lena Sühl und Enya Rogge als Empfangsdamen am Friedhofseingang
- Hanna Buck und Vanessa Grünberg als Ehepaar an den Kriegsgräbern 1944
- Fynn Beimgraben und Jana Glückstadt als Steinmetze bei den historischen Grabstelen
- Cinja Egge als Frau Timm beim Mausoleum Timm

Ein Zeitungsartikel über die Ankündigung des Tag des Friedhofs kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Der etwa 4 Hektar große Friedhof der Evangelisch - Lutherischen Kirchengemeinde Wilster ist 1859 am Rande der Stadt in Bischof angelegt worden. Dort können Verstorbene unabhängig von ihrer jeweiligen Konfession und ihrem letzten Wohnort beigesetzt werden.
Der erste Wilsteraner Friedhof befand sich rund um die Kirche am Markt. Von 1604 bis 1859 (in Einzelfällen bis 1907) befand sich der Friedhof auf dem Gebiet des heutigen Stadtpark.
Die Auferstehungskapelle im Mittelteil des Friedhofs wurde um 1960 erbaut als Ersatz für die im Eingangsbereich an der Straße Allee beseitigte Kapelle; sie bietet 180 Sitzplätze für Besucher der Trauerandachten.
Seit einigen Jahrzehnten wird der Friedhof behutsam von einem reinen Gräberfeld umgebaut zu einer parkähnlicheren Anlage, welche auch mit individuelleren Möglichkeiten der veränderten Bestattungs- und Erinnerungskultur Rechnung trägt.

Bildrechte:
altes Foto: nicht bekannt (Quelle Kirchenarchiv Wilster)
neue Fotos: Tord Siemen, Wilster
Anmerkung: von der Heimat-Seite mein-wilster stammende Bilder wurden verwendet zur Erinnerung an die 1944 erfolgte Trauerfeier und die Beisetzung der Opfer des Bombenangriffs auf Wilster.



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02 - Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!

Die Holstenau ist der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau!
Die Burger Au ist ein sehr viel später entstandener Quellfluß der Wilsterau - genau genommen nur das größte Nebengewässer der Holstenau/Wilsterau.
Die Bilder zeigen Reststrecken der Ende des vorletzten Jahrhunderts durch den Bau des Nord- Ostsee Kanals mehrmals durchschnittenen Holstenau im Vaalerfeld oberhalb des Entlastungsschöpfwerkes am Kanal. Das ehemalige Fließgewässer hat heute nur noch die Funktion eines breiten Entwässerungsgraben.
Bild 1 Einmündung der Holstenau in den Vaalermoorer Moorkanal.
Bild 2 Holstenau oberhalb der Einmündung in den Vaalermoorer Moorkanal; Blickrichtung Norden
Bild 3 Der Bereich innerhalb des von der Holstenau geformten Mäanders (Bogen) oberhalb der Einmündung gehört politisch zu Burg in Dithmarschen. Der leer stehende und verfallende Vaalermoorhof gehört(e) dem Vorstandsvorsitzenden des Gruner & Jahr Verlages
Bild 4 Abgedämmtes Ende der Holstenau.

Eine alte Beschreibung der Gewässer Holsteins, und damit auch der Wilsterau und der Burger Au, finden wir im 1833 von Leopold v. Zedlitz-Neukirch verfaßten "Neues hydrographisches Lexikon für die deutschen Staaten".
Dort heißt es u.a.:
"Die WILSTER im Herzogtum Holstein. Dieser Fluß entspringt in der Nähe von Hademarsch, und verstärkt durch die Mackenbeck kommt derselbe nach Großbornhövet, Kleinbornhövet, und Hohenhorn; in dieser Gegend wird die WILSTER die Sprant genannt, sie erhält den Namen WILSTER nach der bey Bökelnburg erfolgten Mündung der Wolburgsau, und nun geht sie an Achterhorn, Bordethorn, Averfleth, Goldhagen, Rumfleth, Diksdorf, zur Stadt Wilster, wo sie beim Dörfchen Kasenort in die Stör fällt."
und weiter:
"Die WOLBURGSAU; sie gehört zum Gebiet der WILSTER, der sie bei Bökelnburg ihr Gewässer zuführt."
Wolburgsau = Burger Au
Wilster = Wilsterau
Bökelnburg = Burg in Dithmarschen

Für Flüsse ist es typisch, daß sie jeweils eine Quelle und eine Mündung haben. Bei der Wilsterau ist dieses völlig anders – auch deshalb ist sie ein ganz besonderer Fluß.
Die Wilsterau (jedenfalls der entsprechend genannte Abschnitt des Gewässers) hatte niemals eine eigene Quelle, denn diesen Namen führte der Fluß historisch erst ab seinem Eintritt in die Wilstermarsch (zum Ampte Steinborg gehörig). Der oberhalb gelegene Flußabschnitt bis zum Zusammenfluß von Burger Au (Walburgsau, Wolburgsau) und Holstenau wurde wie die letztere zumeist noch als Holstenau bezeichnet.
Von ihren Zuflüssen Holstenau und Burger Au wurde die Wilsterau in der Folge der Erstellung des Kaiser-Wilhelm–Kanal (Nord-Ostsee Kanal) abgetrennt, wobei bereits durch den 1870 fertiggestellten Bau der Schleuse Bebek der Zufluss von der Burger Au zumeist unterbrochen war. Die Holstenau genannte Strecke wurde sogar mehrfach durchschnitten. Seither hat die Wilsterau an jedem ihrer Endpunkte eine Mündung. Zum einen die durch die Schleuse am Kasenort verlaufende Ausmündung in die Stör, zum anderen die durch das Entlastungsschöpfwerk beim Vaaler Feld gebildete Mündung in den Nord- Ostsee Kanal.
Die ursprüngliche Quelle des Flusses (unserer Wilsterau) ist die nördlich von Aasbüttel entspringende Holstenau (in Bereichen regional auch als Mackenbeck bezeichnet), welche mit vielen anderen Rinnsalen die von den Gletschern der Eiszeit stammenden Sandablagerungen – die Geest – entwässerte. Dieses ist auch heute noch am Geländerelief gut ablesbar. Östlich und nördlich von Hochdonn ist die durch den Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee Kanal) überformte und in die Geest einschneidende Flußniederung der Holstenau und ihrer Nebengewässer noch gut erkennbar.
Die Burger Au (Walburgsau) ist erst Jahrtausende später entstanden. Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion entstandenen Kliff (dem Klev genannten Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer Strandwälle (Nehrungen) aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn. Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen tiefen Flächen und des dort sich sammelnden Hangdruckwassers von der Geest.
In dem hier betrachteten Bereich grenzt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Der Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev war behindert. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See ausgehend in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau. Diese war über lange Zeiträume der wichtigste Zufluß der Wilsterau und führte ihr mehr Wasser zu als ihr Holstenau genannter eigentliche Oberlauf. Mit dem Bau der Schleuse Bebek in 1869/70 war bereits der gewöhnliche Zufluss von der Burger Au zur Wilsterau unterbrochen worden, wenn auch bei Hochwassersituationen doch wieder durch Öffnung der Schleuse Wasser in die Wilsterau abgeleitet wurde. Mit dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals war auch diese Möglichkeit endgültig beseitigt.

Bildrechte: Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen
Aufnahmen aus Juli 2010

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