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1942 - Brokdorf - Café Rosenhain

1942 Brokdorf - Café Rosenhain.
Das Gebäude stand in der Kirchducht in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche. Dort gab es zuvor ein als „Rosengarten“ bezeichnetes Gebäude, in welchem eine gleichnamige Schankwirtschaft betrieben wurde.
Möglicherweise handelt es sich bei dem Wort "Rosenhain" um einen Setz- oder Übermittlungsfehler, denn das betreffende Gebäude wurde zu der Zeit auch als "Rosenheim" bezeichnet.
Während der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur durfte die Schleswig-Holstein Flagge nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen wurde. Daher wehte vor den Häusern zumeist nur die Flagge mit dem Nazi-Symbol.
Allerdings kann nicht verschwiegen werden, dass die NSDAP auch in Brokdorf viele Anhänger und Sympathisanten hatte. So erhielt z.B. bei den Provinzial-Landtagswahlen in Brokdorf von insgesamt 407 Stimmen die NSDAP allein 270 und die Kampffront Schwarz-Weiß-Rot (Bündnis aus Deutschnationaler Volkspartei und Stahlhelm) 58 Stimmen.
Das Gebäude Rosenheim wurde in der Nachkriegszeit im besonders strengen Winter 1946/47 zeitweilig als "Wärmehalle" genutzt. Die Einwohnerzahl des Dorfes war durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen von 677 Einwohnern (im Jahr 1939) auf 1.609 (im Jahr 1946) dramatisch angestiegen; viele Menschen lebten in sehr prekären Wohnverhältnissen und die Beschaffung von Brennmaterialien und von Waren für den täglichen Bedarf war nur äußerst eingeschränkt möglich.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1936 - Brokdorf an der Elbe - Bäckerei, Pastorat, Kirche, Café Rosenheim

1936 Brokdorf - Bäckerei, Pastorat, Kirche, Rosenheim.
oben und Bild 2: Blick vom Elbdeich auf das in der Kirchducht stehende Gebäude der Bäckerei von Hans Rohwer.
mittig: Pastorat der Ev.-lutherischen Kirchengemeinde Brokdorf.
unten und Bild 3: die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt .
Rechts von der Kirche das Café Rosenheim; auf einer anderen AK bezeichnet als Café Rosenhain.
Das in unmittelbarer Nachbarschaft zur Kirche stehende Gebäude wurde zuvor auch als „Rosengarten“ bezeichnet; in ihm wurde eine gleichnamige Schankwirtschaft betrieben.
An einem der auf dem Grundstück stehenden Flaggenmasten ist die während der Zeit der Nationalsozialistischen Diktatur verwendete Flagge mit dem Hakenkreuz aufgezogen. Die Flagge des Landes Schleswig-Holstein durfte seinerzeit nur gezeigt werden, wenn zugleich auch die Flagge mit dem Nazi-Symbol aufgezogen wurde; daher wehte vor den Häusern zumeist nur diese Flagge.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1912 - Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

1912 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Entsprechend den aus der karte ersichtlichen Reklametafeln wurde in dem Café auch "Frische Bouillon" und "Stollwerck Schokolade" angeboten.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu hergerichtetes klassizistisches Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt bezogene Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1957 - Café Egge am Markt

ca. 1957 Das Café Egge am Markt 20
Das bereits in der vierten Generation betriebene Café Egge ist nicht nur für Besucher der Stadt Wilster eine ganz besondere Adresse.
Direkt gegenüber der St. Bartholomäus Kirche gelegen lockt das Café bereits seit mehr als 100 Jahren mit seinem meisterlich von Konditor Hand gefertigten besonderen Kuchen-Angebot ganz besonderer Qualität.
Nachdem es in dem Betrieb am 08.02.2011 zu einem großen Schadenfeuer kam - die Backstube blieb erhalten - wurde das Café eingestellt und der Betrieb zum Jahresende 2011 völlig beendet; die Gebäude wurden an die mit einer Filiale benachbarte Volksbank Elmshorn verkauft, welche für ihre Zwecke einen Neubau errichtete.
Es wurde nicht die Chance genutzt, die historischen Fassaden der Häuser des Café Egge in geeigneter Weise wieder herzurichten. Es fehlte an der Sensibilität, der Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht zu erhalten. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat viele Städte uniform gemacht!

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1959 - Café Hansen am Markt

ca. 1959 Café Hansen am Markt
Das Café Hansen lag in der nordwestliche Ecke des Markt kurz vor der Einmündung der Zingelstraße.
In dem heute leider nicht mehr vorhandenen Gebäude mit der schönen klassizistischen Fassade war das Café Schöne, später Café Hansen und danach das Café Thörmer untergebracht - allesamt waren berühmt für ihren Creme-Schnitt Kuchen.
Am ehemaligen Standort des Cafés ließ die Verbandssparkasse Wilstermarsch anstelle des in den 1970er Jahren abgebrochenen Gebäudes ein Zweckgebäude mit bauklotzartigem Zuschnitt seiner Straßenfront errichten.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1911 - Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße

1911 Café Schöne in der Schulstraße, der heutigen Zingelstraße
Vor einhundert Jahren betrieb Friedrich Schöne im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) eine Konditorei mit einem angeschlossenen Café.
Nachweislich einer anderen und aus der Zeit stammenden Ansichtskarte war über dem Eingang des Hauses ein Kringel als Zeichen der Bäcker angebracht; der Firmeninhaber arbeitete offenbar nicht nur als Konditor sondern ging auch dem Gewerbe eines Bäckers nach.
Das Café wurde etwas später ausgelagert in ein neu errichtetes Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Das am Markt im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude des "Café Schöne" wurde Anfang der 1970er Jahre leider auf Veranlassung der Verbandssparkasse Wilster abgebrochen, Überlegungen und Anstrengungen zur Erhaltung zumindest der schönen Fassade wurden nicht angestellt – ein stilloser Frevel am Wilsteraner Stadtbild!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

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1960 - Café Egge am Markt

1960 Café Egge am Markt.
Das Café Egge gehörte seit seiner Gründung im Jahre 1897 länger als ein Jahrhundert zu den renommierten gastronomischen Betrieben in Wilster.
In den 1960er Jahren war der Inhaber Hans Egge, von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, eine Institution in Wilster. Das Foto zeigt die Inneneinrichtung des Cafés vor etwa 50 Jahren.
Das Café befand sich seinerzeit nur in dem östlichen Teil des schmalen Hauses, der rechts daneben liegende Verkaufsraum war sehr klein. Das änderte sich nach dem Umbau im Jahre 1972, wobei das Stammhaus mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut wurde und ein großzügig bemessener Verkaufsraum geschaffen werden konnte.
Leider wurde der Betrieb des Cafés nach einem in dem Gebäude im Jahre 2011 aufgetretenen Schadensfeuer eingestellt – ein Verlust für Wilster.
Sehr zu wünschen bleibt, daß die schönen Fassaden der beiden Häuser des Café Egge, die gegenwärtig in ihren oberen Bereichen noch ihr ursprüngliches Aussehen haben, auch nach einer Umnutzung oder Umgestaltung der Gebäude erhalten bleiben - der Charme des alten Wilsteraner Marktplatzes somit gewahrt wird!

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1914 - Café Egge am Markt

1914 Café Egge am Markt
Das Cafe Egge am Markt gehört heute zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. In den 1960er Jahren war der Inhaber Hans Egge,
von der Wilsteranern freundlich gemeint als „Hans Cremeschnitt“ bezeichnet, eine Institution in Wilster.
Das Foto zeigt die Inneneinrichtung des Cafés vor knapp einhundert Jahren. Das Café befand sich seinerzeit nur in dem östlichen Teil des schmalen Hauses, der rechts daneben liegende Verkaufsraum war sehr klein.

Bildrechte: Aufnahme und Verlag v. L. Behning, Wilster

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1930 - Café „Rathaus-Konditorei und Kaffee“ in der Rathausstraße

1930 Café „Rathaus-Konditorei und Kaffee“ in der Rathausstraße
Das Café „Rathaus-Konditorei und Kaffee“ wurde im Haus Rathausstraße 9 von Hugo Schöne betrieben.
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg führte Heinrich Jannett das Café bis in die 1950er Jahre; danach betrieb Helmut Deidert das Geschäft mit einem angeschlossenen Getränkehandel und Speiseeis-Vertrieb.
Gehandelt wurde vornehmlich mit Bier der damaligen Dortmunder Hansa-Brauerei.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1953 - Café „Rathaus-Kaffee“ in der Rathausstraße

ca. 1953 Café „Rathaus-Kaffee“ in der Rathausstraße
Der Betrieb Haus Rathausstraße 9 war vor dem II. Weltkrieg als „Rathaus-Konditorei und Kaffee“ von Hugo Schöne betrieben worden.
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg führte Heinrich Jannett das Café bis in die 1950er Jahre; danach betrieb Helmut Deidert das Geschäft mit einem angeschlossenen Getränkehandel und Speiseeis-Vertrieb.
Gehandelt wurde vornehmlich mit Bier der damaligen Dortmunder Hansa-Brauerei und mit Mili-Eiscreme (ein ab 1949 von der Meierei Trittau gefertigtes Speiseeis; die Fertigung wurde 1989 eingestellt).
In dem zweiten Gebäude hinter dem Café wurde die damalige Spar- und Darlenskasse betrieben, welche als Raiffeisenbank wenige Jahre später (ca. 1955) ihren Geschäftsbetrieb in ein neu errichtetes Gebäude Am Steindamm (an der Einmündung der Ladestraße vom Güterbahnhof) verlegte.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1962 - Marktplatz - südöstliche Seite

1962 südöstliche Seite des Marktplatz.
Das zentrale Gebäude der Volksbank war um 1905 für die Wilstermarsch Spar- und Leihkasse errichtet worden in einem umwerfenden Beispiel für architektonischen Eklektizismus. Im Jahr 1953 wurde das Gebäude modernisiert und 1969 völlig umgebaut unter Einschluß des links daneben stehenden Hauses des Organisten Heesch.
Die beiden rechten Gebäude (Café Egge und Bäckerei von Johannes Starck) wurden Anfang der 1970er Jahre in ihren Untergeschossen miteinander verbunden und in der Folge bis 2011 vom Café Egge genutzt. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude waren leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser deren Fassaden miteinander verbunden worden, was in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen blieben die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Café Egge jedoch noch weitgehend unverändert erhalten.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Café Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Danach übernahm die Volksbank Elmshorn die Gebäude, um nach deren Abbruch hier ein neues Geschäftshaus für ihre Zwecke zu errichten. Leider wurde dabei nicht die Möglichkeit genutzt, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Weder Verwaltung und Rat der Stadt noch die Investorin brachten den Willen und die notwendige Sensibilität dafür auf, daß die Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht behalten konnte. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon zu viele andere Städte uniform gemacht!
Es ist zwar sehr zu begrüßen, dass die Baulücke am Marktplatz wieder geschlossen werden konnte mit einem durchaus ansehnlichen Gebäude. Zugleich aber ist doch zu beklagen, mit welcher Chuzpe ein wirtschaftlich leistungsfähiges Kreditinstitut es bei seiner Baumaßnahme unterließ, die stadtbildprägenden erhaltungswürdigen Hausfassaden zu bewahren!

Bildrechte: vermutlich Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1968 - Café Schöne am Markt

1968 Café Schöne am Markt
Das eine schöne klassizistische Fassade aufweisende Gebäude des "Café Schöne" von Asmus Hansen - danach Dieter Thörmer - stand an der nordwestlichen Ecke des Marktes kurz vor der Einmündung der Zingelstraße. Das Café war unter allen seinen Betreibern geradezu berühmt für seine selbst gefertigten Konditorwaren, insbesondere aber für die Creme-Schnitt Kuchen.
An dem Gebäude kann man den in Wilster gepflegten unterschiedlichen Umgang mit historischer Bausubstanz und den damit einhergehenden positiven oder negativen Einfluß auf das Erscheinungsbild der Stadt gut nachvollziehen.
Das im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude hatte in den Jahren um 1910 einen sehr gelungen und sich in den Stil des Hauses einfügenden zum Marktplatz gewandten Giebel erhalten. Etwa vierzig Jahre später wurde die untere Hälfte der Fassade umgestaltet, indem unter Erhaltung der Symmetrie des Gebäudes größere Fenster eingebaut wurden – der Gesamteindruck des Hauses wurde jedoch im Wesentlichen erhalten.
Die schöne und einladende Fassade des Hauses hatten mit dem Auto nach Wilster kommende Besucher am längsten vor Augen, wenn sie von der Burger Straße kommend zum Markt fuhren. Das sollte sich ändern, als auf Veranlassung der Gremien der damaligen Verbandssparkasse das Gebäude 1975 abgebrochen wurde und hier ein Neubau errichtet wurde, welcher in unverantwortlicher Weise völlig den notwendigen sensiblen Umgang mit dem Wilsteraner Stadtbild vermissen läßt.
Am ehemaligen Standort des Cafés steht heute ein Zweckgebäude mit bauklotzartigem Zuschnitt.
Auch das links davon stehende Gebäude mit seiner aufwendig gestalteten reich gegliederten Fassade wollte die Verbandssparkasse zu Gunsten eines Allerweltsneubaues abbrechen lassen. Der Begründer dieser Heimat-Seite hat seinerzeit durch die Einschaltung des Landeskonservators dazu beigetragen, daß die Realisierung des Abrisses verhindert wurde.
1968 fusionierte die Wilstermarsch Sparkasse mit der Städtischen Sparkasse zur Verbandssparkasse Wilstermarsch; letztere ist vor einigen Jahren in die Sparkasse Westholstein aufgegangen.

Bildrechte: Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1906 - Marktplatz Südseite b (SF)

1906 Marktplatz Südseite
Das in einem umwerfenden Beispiel für architektonischen Eklektizismus kurz zuvor errichtete Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse wurde 1953 modernisiert und 1969 völlig umgebaut unter Einschluß des links daneben stehenden Hauses des Organisten Heesch.
Die beiden rechten Gebäude (Café Egge und Bäckerei Starck) wurden lange Zeit vom Café Egge genutzt. Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Café Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Die Gebäude wurden bei einem Umbau Anfang der 1970er Jahre miteinander verbunden. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. Bis zuletzt aber waren die Obergeschosse der sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge weitgehend unverändert erhalten. Leider fielen beide Fassaden dem an ihrer Stelle errichteten Neubau der Volksbank Elmshorn zum Opfer.
Es ist sehr zu bedauern, dass die Chance nicht genutzt wurde, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Verwaltung und Rat der Stadt wären gefordert gewesen, ihren Einfluß geltend zu machen und die Investorin entsprechend zu sensibilisieren.
Offenbar wird unzureichend Wert darauf gelegt, daß die Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht behält. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon zu viele andere Städte uniform gemacht!

Wie die Wiederherstellung historischer Fassaden in sehr überzeugender Weise gelingen kann, dafür hat das Textilhaus Reese mit seinen ebenfalls am Markt stehenden Häusern ein hervorragendes und nachahmenswertes Beispiel geliefert!

Bildrechte: Photogr. Verlag Fr. Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die in ihrer Aufmachung gegenüber der bereits vorgestellten Ansichtskarte leicht veränderte Variante befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1943 - Nordwestliche Ecke des Markplatzes, Café Schöne

ca. 1943 Nordwestliche Ecke des Markplatzes mit Blick auf die Einmündung der Zingelstraße.
Links das klassizistische schöne Gebäude des Café Schöne.
An dem Gebäude kann man den sehr unterschiedlichen Umgang mit historischer Bausubstanz und den damit einhergehenden Einfluß auf das Erscheinungsbild der Stadt gut nachvollziehen.
Das im Stil des Klassizismus errichtete Gebäude hatte in den Jahren um 1910 einen sich gelungen in den Stil des Hauses einfügenden zum Marktplatz gewandten Giebel erhalten.
Etwa vierzig Jahre später wurde die untere Hälfte der Fassade umgestaltet, indem unter Erhaltung der Symmetrie des Gebäudes größere Fenster eingebaut wurden – der Gesamteindruck des Hauses wurde jedoch im Wesentlichen erhalten. Auf Veranlassung der Gremien der damaligen Verbandssparkasse wurde dann das Gebäude zu Beginn der 1970er Jahre abgebrochen und hier zwischenzeitlich ein Neubau errichtet, welcher völlig den notwendigen sensiblen Umgang mit dem Wilsteraner Stadtbild vermissen läßt.
Rechts vom "Café Schöne" ist die Einfahrt zum rückwärtigen Grundstück hinter dem Gasthaus „Deutsche Hof“ (später „Zur Eule“) von Arthur Rost, vorher Christian Schlotfeld) zu erkennen;
an der Ecke zur Zingelstraße steht Karl Stücker´s Gasthof (später Egon Hoinke),
rechts davon das Schreibwarengeschäft von Carl Kuskop. Dem Fotografen Carl Kuskop und dessen Verlag für Ansichtskarten hat die Stadt Wilster viele überkommene Aufnahmen aus früherer Zeit zu verdanken.

Bildrechte: Carl Kuskop

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1948 - Konditorei und Kaffee / Café von Friedrich Schöne

1948 Konditorei und Kaffee von Friedrich Schöne
Bestellung des Konditors Friedrich Schöne beim Konditoreneinkauf in Hamburg.
Friedrich Schöne hatte seine Bäckerei und Konditorei mit dem angeschlossenen Café zunächst im Hause Schulstraße 2 (der heutigen Zingelstraße) betrieben.
Das Café wurde später ausgelagert in ein neu hergerichtetes klassizistisches Gebäude, welches zwei Bauplätze oberhalb in dem bereits zum Markt gehörigen Bereich stand. Die Backstube blieb jedoch weiterhin im Hause Schulstraße (Zingelstraße) 2.
Nachdem Friedrich Schöne etwa 1957 nach Hamburg verzog und dort weiterhin als Konditor tätig war - sein Wilsteraner Lehrling Uwe Mikolajczyk folgte ihm - übernahm der Konditormeister Dieter Thörmer das Geschäft in Wilster und betrieb dieses bis zu Beginn der 1970er Jahre.
Das schöne Gebäude wurde danach von der Verbandssparkasse Wilster erworben, welche es leider abbrechen und stattdessen ein von seiner äußeren Gestaltung für das Stadtbild unvorteilhaftes Gebäude errichten ließ.
Das Foto (Bild 3) zeigt das Gebäude im Jahre 1943 - die unteren Fenster wurden einige Jahre später durch zwei größere Fenster ersetzt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1952 - Café Reetz in der Deichstraße

1952 Café Reetz in der Deichstraße
Nachdem er zuvor an der Straße Landrecht direkt gegenüber dem Zugang zur damaligen Volksschule ein kleines Ladengeschäft für Süßigkeiten und Schulbedarf betrieben hatte, verlegte der Konditormeister Kurt Reetz sein Geschäft in das Haus Deichstraße 44.
In genanntem Haus war nach dem II. WK die "Stör-Apotheke" von dem Apotheker Herter betrieben worden; danach wurde hier das Schuhgeschäft (Marke Salamander) von Willi Reimers eingerichtet, der bald danach in das für seine Zwecke umgebaute und modernisierte Haus Deichstraße 83 umzog.
Das Café Reetz war nach heutigem Maßstab eher ein sehr gut eingerichteter Kiosk mit Möglichkeiten zur Bewirtung.
Das Foto zeigt im Verkaufsraum den Inhaber Kurt Reetz mit den beiden freundlichen Verkäuferinnen Ilse Petersen und Christel Hutter (beide sind Töchter des damaligen Leiters der Polizeistation Wilster, Franz Meier). Das kleine Mädchen ist Gisela Reetz, Tochter des Inhaber-Ehepaares.
Nach dem Wegzug der Familie Reetz aus Wilster übernahm das Ehepaar Hänsel das Geschäft; es verlegte später sein Geschäft in das Haus gegenüber (Deichstraße 38), in welchem zuvor Heinz und Karla Landsberger einen Gemüsehandel betrieben hatten.
Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes führte Lore Hänsel das Geschäft, welches ein beliebter Treffpunkt für die Schüler war, allein weiter.

Bildrechte: Privatfoto Familie Reetz

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1920 - Markt, Zingelstraße

1920 Markt, Zingelstraße
Nordwestliche Ecke des Markt.
Blick in die heutige Zingelstraße, die früher Schulstraße hieß, denn seit Jahrhunderten lag sowohl die Stadtschule als auch das Haus mit den Lehrerwohnungen an dieser Straße;
Zingel wurde offenbar nur der untere Teil genannt, der über den Burggraben führte.
Links der „Deutsche Hof“ von Christian Schlotfeldt (später die Wirte Weidemann, Rost, Eul); das Schild über der Einfahrt weist auf die Ausspann-Möglichkeit für Fuhrwerke hin.
Im Anschnitt ist die schöne Fassade des klassizistischen Gebäudes erkennbar, in welchem später das Café Schöne und danach das Café Thörmer untergebracht war.
Rechts der Gasthof von Karl Stücker, (zuvor Hermann Stücker, danach Egon Hoinke), welcher auch als Viehhändler tätig war; die zugehörigen Stallungen befanden sich an der Zingelstraße.
Von den drei abgebildeten Gasthöfen werden heute nur noch "Stücker´s Gaststätten" betrieben.
Das von der Verbandssparkasse Wilstermarsch anstelle des in den 1970er Jahren abgebrochenen schönen Gebäudes des Café Schöne errichtete Bauwerk bildet einen auffälligen Kontrast zu den angrenzenden Fassaden. Trotz seiner kleinzeiligen Fassadengestaltung und der dezenten Farbgebung wirken insbesondere das Fehlen eines Giebels sowie der bauklotzartige Zuschnitt seiner Straßenfront unharmonisch.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

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1906 - Marktplatz Südseite - Spar- und Leihkasse

1906 Marktplatz Südseite - Spar- und Leihkasse
Das links stehende Gebäude der Wilstermarsch Spar- und Leihkasse war kurz zuvor errichtet worden in einem umwerfenden Beispiel für architektonischen Eklektizismus. Im Jahr 1953 wurde das Gebäude modernisiert und 1969 völlig umgebaut unter Einschluß des links daneben stehenden Hauses des Organisten Heesch.
Die beiden rechten Gebäude (Café von Heinrich Egge und Bäckerei von Johannes Starck) wurden Anfang der 1970er Jahre in ihren Untergeschossen miteinander verbunden und in der Folge bis 2011 vom Café Egge genutzt. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend im Untergeschoß der Häuser eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte. In ihren Obergeschossen blieben die sehr schön gegliederten Fassaden der Bäckerei von Johannes Starck und des Cafés von Heinrich Egge jedoch noch weitgehend unverändert erhalten.
Das zu Beginn des Jahres 2011 ausgebrannte Café Egge gehörte zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster. Danach übernahm die Volksbank Elmshorn die Gebäude, um nach deren Abbruch hier ein neues Geschäftshaus für ihre Zwecke zu errichten. Leider wurde dabei nicht die Möglichkeit genutzt, die historischen Fassaden der Häuser in geeigneter Weise wieder herzurichten. Weder Verwaltung und Rat der Stadt noch die Investorin brachten den Willen und die notwendige Sensibilität dafür auf, daß die Innenstadt von Wilster ihr schönes altes unverwechselbares Gesicht behalten konnte. Die Versuchung, vermeintlich modern sein zu wollen, hat schon zu viele andere Städte uniform gemacht!
Wie die Wiederherstellung historischer Fassaden in sehr überzeugender Weise gelingen kann, dafür hat das Textilhaus Reese mit seinen ebenfalls am Markt stehenden Häusern ein hervorragendes und überaus nachahmenswertes Beispiel geliefert!

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1970 - Café Egge am Markt

1970 Café Egge am Markt
Die Abbildungen zeigen das lange Zeit zu den ältesten gastronomischen Betrieben in Wilster gehörende Cafe Egge am Markt nach seinem Umbau Anfang der 1970er Jahre.
Das Stammhaus des Cafés war mit dem daneben stehenden Gebäude der vormaligen Bäckerei Starck im Untergeschoß zusammengebaut worden. Bei dem aus praktischen Erwägungen vorgenommenen Umbau im Inneren der Gebäude wurde leider auch dem Zeitgeist entsprechend eine Fassade geschaffen, die in unharmonischer Weise die schönen Fronten der alten Häuser zerstörte.
Am Standort des 2011 durch ein Feuer stark in Mitleidenschaft gezogenen Gebäude wurde danach ein Neubau der Volksbank Elmshorn errichtet. Eine Erhaltung und Restaurierung der alten Fassaden wurde dabei leider nicht vorgenommen.

Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide

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1912 - Wohn- und Geschäftshaus der Bäckerei Starck am Markt

1912 Wohn- und Geschäftshaus der Bäckerei Johannes Starck Am Markt 20
Das Gebäude mit der ausdrucksvollen reich gegliederten Fassade wurde Ende der 1960er Jahre mit dem links daneben stehenden Gebäude des Café Egge unter jeweiliger Erhaltung der oberen Fassaden verbunden. Die dadurch bewirkte Vergrößerung der Geschäftsräume des Café Egge hatte leider zur Folge, dass dabei eine durchgehende große Schaufensterfront entstand, welche die bauliche Harmonie der Fassaden beeinträchtigte.
Im Oktober 2011 kam es zu einem Großbrand in den miteinander verbundenen Gebäuden. Leider war die danach auf dem Areal der beiden Gebäude einen Neubau für ihre Filiale Wilster errichten lassende Volksbank Elmshorn nicht bereit, die schönen Fassaden zu erhalten. Abbildung 4 zeigt das Gebäude kurz vor seinem Abbruch im Jahr 2012.
Bild 2 zeigt Peter J. von Holdt, den Begründer dieser Heimat-Seite, als kleinen Jungen im Jahre 1948 vor dem Gebäude der Bäckerei Starck.

Bildrechte:
Bild 1: Alphons Epperlein, Hamburg
Bild 2: Annemarie von Holdt, Wilster
Bild 4: Wilstersche Zeitung, Jochen Schwarck

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