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1981 - Demonstration gegen das Atomkraftwerk Brokdorf

1981 Demonstration gegen das Atomkraftwerk Brokdorf
Auf dem Marktplatz fand eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt.
Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Während der Demonstration in Wilster kam es weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen - anders jedoch Teile der Demonstration vor dem Baugelände in Brokdorf.
Die Diskussion um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.

Links oben ist die Deichstraße bis etwa zum verfüllten Burggraben erkennbar;
rechts der zum Stadtpark führende Bartholomäus-Gang, an dessen Ende der Städtische Bauhof auf dem ehemaligen Ruge´schen Anwesen erkennbar ist.

Bildrechte: Axel Carp

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1981 - Demonstration in Wilster gegen das Kernkraftwerk Brokdorf

1981 Demonstration gegen das Kernkraftwerk Brokdorf
In der heißen Phase der Demonstrationen gegen das Atomkraftwerk Brokdorf war der Journalist Hans-Peter Kruse mit einem Motorsegler über der Baustelle und über Wilster. Er fertigte die Fotografie vom überfüllten Marktplatz in Wilster.
Auf dem Marktplatz fand eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt; es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Während der Demonstration in Wilster kam es weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen. Einige wilsteraner Geschäftsleute hatten die Schaufenster und Eingänge ihrer Geschäftshäuser mit Spanplatten verbarrikadiert, andere hingegen machten ein gutes Geschäft mit den vielen angereisten und sich in Wilster ausgesprochen friedlich verhaltenden Demonstranten. Anders sah es in Teilen der Demonstration unmittelbar vor dem Baugelände in Brokdorf aus. Dort kam es zu Gewaltexzessen - durchaus auch auf beiden Seiten.
Die Diskussion um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.

Bildrechte: Hans-Peter Kruse, München

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1976 - Brokdorf - Demonstration gegen den Bau des Kernkraftwerkes

1976 Brokdorf - Demonstration am 30.10.1976 gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf
Am 30. Oktober 1976, nur vier Tage nach dem von den Kritikern eines Kernkraftwerkes Brokdorf als "Nacht- und Nebelaktion" bezeichneten und vom damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg angeordneten "Sofortigen Vollzug" und der Absperrung des vorgesehenen Baugeländes durch starke Polizeikräfte, kam es vor Ort zu einer Demonstration.
Einige tausend Demonstranten zogen an dem Tag von Wewelsfleth aus am Deich der Elbe entlang nach Brokdorf. Andere Kritiker kamen aus der Stadt Wilster und den Dörfern der Wilstermarsch, unter ihnen auch der Begründer dieser Heimat-Seite. Es versammelten sich etwa 6.000 Demonstranten am für das KKW vorgesehenen Bauplatz. Eine größere Anzahl der von außerhalb der Wilstermarsch angereisten Demonstranten gehörte dem politisch äußerst linken Spektrum an. Die Demonstration hatte einen insgesamt friedlichen Verlauf, auch wenn nach dem Ende der von Ansprachen und gemeinsamen Singen begleiteten Kundgebung eine große Anzahl der Teilnehmer auf das Baugelände vordrang.
Der Bau des Kernkraftwerk Brokdorf hat seit 1976 zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien geführt.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Der Bau der Anlage wurde dennoch vorgenommen, die Inbetriebnahme des Kernkraftwerkes erfolgte im Oktober 1986.
Jahrzehnte später - die dauerhafte Entsorgung des hochradioaktiven Abfalls ist immer noch nicht gesichert - steht mit dem Ausstieg Deutschlands aus der Nutzung der Kernkraft die Abschaltung der Anlage spätestens zum 31.12.2021 fest. Auch dann werden nicht "die Lichter ausgehen", wie es Ministerpräsident Gerhard Stoltenberg noch als Begründung für den Bau des KKW angeführt hatte.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf,
welcher freundlicherweise die Fotos für diese Heimat-Seite zur Verfügung stellte

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1990 - Brokdorf an der Elbe

1990 Brokdorf aus der Luft
Das Kirchdorf Brokdorf gehört zu den auf den hohen Ufersäumen von Elbe und Stör sehr früh gegründeten Außenkirchspielen der Wilstermarsch.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf sehr viele teure Einrichtungen der Infrastruktur leisten können, denn das Kernkraftwerk Brokdorf spülte sehr viel Geld in die Gemeindekasse.
So gibt es für die etwa 1100 Einwohner ein Freibad (1980), eine Großraum-Turnhalle mit Kegelbahn und Sauna, Tennisanlagen, Vereinshaus, Eissporthalle usw.
Wer den Blick auf das Atomkraftwerk ausblenden kann, muß zu der Erkenntnis kommen, das Brokdorf ein sehr schönes gepflegtes Dorf mit erheblichem Freizeitangebot ist.
Es stellt sich nur die Frage, wovon später einmal die Kosten für Unterhaltung und Betrieb der Freizeiteinrichtungen finanziert werden sollen, wenn in gut einem Jahrzehnt das Atomkraftwerk vom Netz genommen wird.

Bildrechte: Kaack, Itzehoe

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1976 - Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf

1976 Protest gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf.
Der beabsichtigte Bau eines Kernkraftwerkes bei Brokdorf führte seinerzeit zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien.
In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
Neben der 1978 auf dem Marktplatz in Wilster durchgeführten eindrucksvollen Demonstration (sie war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung), haben bereits zuvor und auch danach eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten stattgefunden.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
Während es bei der Demonstration in Wilster weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen kam, blieben jedoch Teile der Demonstrationen vor dem Baugelände in Brokdorf nicht friedlich. Insbesondere die Teilnahme gewaltbereiter linksradikaler und den Staat ablehnender Chaoten sowie das unsensible Vorgehen der Polizei gegen jede Form von Protest und unterscheidungslos gegen alle Demonstranten, führte zu einer Eskalation der Gewalt.
Darüber hinaus veranlaßte die damalige Landesregierung offenkundig eine Ausgrenzung erklärter Atomkraftgegner. Heute nach über vier Jahrzehnten ist deutlich, dass die Vorhaltungen der seinerzeitigen Atomkraftgegner bezüglich des Fehlens einer gesicherte Endlagerung von Atommüll zu Recht erhoben wurden, denn eine solche besteht immer noch nicht.
Auch die Aussage des damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg, wonach die Lichter ausgehen würden, wenn das AKW Brokdorf nicht gebaut würde, ist spätestens seit der Entscheidung nach dem Ausstieg Deutschlands aus der Atomenergie als unbegründet belegt.

Bildrechte: Bürgerinitiative Umweltschutz Unterelbe

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1976 - Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf a

1976 Protest gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf
Der beabsichtigte Bau eines Kernkraftwerkes bei Brokdorf führte zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien.
In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
1978 fand auf dem Marktplatz in Wilster eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt. Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Während der Demonstration in Wilster kam es weder zu Ausbrüchen von Gewalt noch zu nennenswerten Sachbeschädigungen - anders jedoch Teile der Demonstrationen vor dem Baugelände in Brokdorf.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.

Bildrechte: Bremer Bürgerinitiative gegen Atomenergieanlagen

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1981 - Polizei in Diekdorf + Wilster - Einsatz bei Demonstration gegen AKW Brokdorf

1981 Polizei im Einsatz bei der Demonstration gegen das AKW Brokdorf
Der beabsichtigte Bau eines Kernkraftwerkes bei Brokdorf führte zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
Nachdem es seit 1976 immer wieder zu Protesten und Demonstrationen gegen das AKW gekommen war, versammelten sich am 28.02.1981 etwa 100.000 Menschen in der Wilstermarsch zu der bis dahin größten Anti-Atomkraft Demonstration.
Mehr als 10.000 Polizisten sicherten die Zugangswege sowie das AKW-Gelände.
In Wilster waren Einheiten der Baden-Würtembergischen Polizei aus Stuttgart stationiert.
Die Bilder 1 und 2 zeigen Polizisten in Diekdorf und vor dem Schulzentrum Wilster.
In Wilster kam es zu keinen größeren Rangeleien zwischen den Ordnungshütern und den Demonstranten.
Bilder 3 und 4: In der Umgebung des Standortes des Kernkraftwerkes war die Polizei mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln präsent.

Bildrechte:
Bilder 1 und 2: Polizei Stuttgart
Bilder 3 und 4: Michel Artault-Laurent, Paris

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1965 - Brokdorf - Baden in der Elbe Stücker´s Strandhalle

1965 Badeleben bei Stücker´s Strandhalle
Vor einem halben Jahrhundert stellte sich das Dorf Brokdorf noch als beschaulicher Ort dar.
Der übersteigerte Baurausch der letzten Jahrzehnte, welcher durch die Steuereinnahmen vom Kernkraftwerk Brokdorf ausgelöst wurde, hatte noch nicht Einzug gehalten.
Das Kirchdorf Brokdorf gehört zu den auf den hohen Ufersäumen von Elbe und Stör sehr früh gegründeten Außenkirchspielen der Wilstermarsch.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
Am Sandstrand der Elbe vor Stücker´s Strandhalle herrschte im Sommer lebhafter Badebetrieb mit Blick auf die Schifffahrt auf dem mächtigen Strom.
Das Oberfeuer (Leuchtturm) des der Schifffahrt auf der Elbe dienenden Richtfeuers Brokdorf war noch das Wahrzeichen des Ortes; es war bis 1982 im Dienst. Heute beherrscht das Atomkraftwerk Brokdorf die Kulisse des Dorfes.

Bildrechte: Verlag Walter Jappe, Lübeck

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1983 - Bau des Kernkraftwerks Brokdorf

1983 Bau des Kernkraftwerks Brokdorf, junge Leute aus der Region vor der Baustelle
Die Sicherheitshülle des Druckwasser-Reaktors hat einen Durchmesser von 56 m. Die Stärke der Blechhülle beträgt 30 bis 42 mm, die Betonaußenhülle ist 1,00 m dick.
Der Bau des Kernkraftwerk Brokdorf hatte seit 1976 zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien geführt.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
1978 fand auf dem Marktplatz in Wilster eine eindrucksvolle Demonstration gegen den Bau des Atomkraftwerkes Brokdorf statt. Es war die bis dahin größte Demonstration der Anti-AKW-Bewegung.
Es folgte eine Reihe verschiedener Protestveranstaltungen in der Wilstermarsch und an anderen Orten.
Der Bau der Anlage erfolgte dennoch, die Inbetriebnahme erfolgte im Oktober 1986.
Unabhängig von der jeweiligen Einstellung zu dem Projekt war die große interessante Baustelle sowohl für Einheimische als auch für auswärtige Besucher eine Betrachtung wert.
Jahrzehnte später - die dauerhafte Entsorgung des hochradioaktiven Abfalls ist immer noch nicht gesichert - steht mit dem Ausstieg Deutschlands aus der Nutzung der Kernkraft die Abschaltung der Anlage spätestens zum 31.12.2021 fest.

Bildrechte:
Bild 1: Foto Knaack, Itzehoe
Bild 2: Hauke Reimers, Hollerwettern

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02 Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch - Demonstration des Betriebs

Schöpfmühle Honigfleth - Wahrzeichen der Wilstermarsch - Demonstration des Betriebs
Die alte und wohl um 1850 gebaute Kokermühle (Köchermühle, Wippmühle) gilt seit ihrer im Jahr 1960 erfolgten Aufstellung in Honigfleth als Wahrzeichen der Wilstermarsch.
Die alte Kokerwindmühle Honigfleth ist in Norddeutschland das letzte erhaltene Exemplar dieses Mühlentyps, von denen einstmals viele Hundert das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägten und es  ermöglichten, die tief gelegenen sogenannte Sietländereien intensiver zu bewirtschaften.
Neben der baulichen Unterhaltung der Mühlen war insbesondere ihr Betrieb für die Bauern mit sehr viel Arbeit verbunden.
Die Flügel der Mühlen mussten für die Betriebsbereitschaft mit Segeln bespannt werden. Zuvor wurden die Flügel aus dem Wind gedreht, was mittels des auf dem Koker drehbaren Oberhaus möglich war.
Danach wurden die Flügel durch drehen des Oberhaus in den Wind gedreht. Dieses erfolgt mit Hilfe des sogenannten Steer und der Steertwinde; die Mühlenstellung wird sodann durch Verankerung an den Kroipfählen fixiert. Bei sich ändernden Windrichtungen mußte die Stellung der Flügel jeweils angepaßt werden. Wenn die Stellung der Mühle zum Wind optimal war, wurde der mit einem großen Stein beschwerte Bremsbalken gelöst, und die Flügel begannen, sich zu drehen.
Die Kraft des Windes wird dann über die im Koker sich drehende Königswelle und das Spillrad auf die Archimedische Schnecke übertragen.
Die sich um ihre Mittelachse drehende Schnecke befindet sich in einem eng angepassten Trog; Schnecke und Trog bilden eine Folge von Kammern. Durch die Rotation der Schnecke bewegen sich alle Kammern in Richtung des Schneckenendes und fördern so das in ihnen befindliche Wasser nach oben, während am Schneckenanfang gleichzeitig immer wieder eine neue mit Wasser gefüllte Kammer entsteht.
Das Wasser in dem zum Mühlenstandort führenden Entwässerungsgraben wird auf die höher gelegene verwallte Wettern gemahlen.

Bildrechte: Klaus-Dieter Michelewitz, Itzehoe
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1993 - Brokdorf an der Elbe - Osterende mit dem Kernkraftwerk

1993 Blick vom Turm der Kirche St. Nicolaus zu Brokdorf auf die Elbe und den Ortsteil "Osterende" mit dem Kernkraftwerk
Das Kernkraftwerk Brokdorf hat der kleinen Gemeinde ganz erhebliche Steuereinnahmen beschert, die es ihr ermöglichten, kostspielige und kostenträchtige Einrichtungen der Infrastruktur zu errichten. So z.B. das im Mittelbereich der Abbildung erkennbare Freibad.
Das 1986 in Betrieb genommene Kernkraftwerk wird nach dem 2011 beschlossenen Atomausstieg spätestens zum 31.12.2021 seinen Betrieb einstellen.
Gegen seine Errichtung hatte es seinerzeit ganz erhebliche Proteste gegeben. Die Meinungen um das Für und Wider liefen durch alle Bevölkerungsgruppen, häufig sogar in scharfem Gegensatz.
Als am 28.02.1981 in der Wilstermarsch etwa 100.000 Menschen gegen die Errichtung des KKW demonstrierten, war dieses die bis dahin größte Demonstration gegen Atomkraft in Deutschland.
Eines der von den Kernkraftgegnern vorgebrachten Bedenken war die ungelöste Frage eines sicheren Endlagers; 40 Jahre später ist diese Frage immer noch nicht abschließend geklärt. Der Rückbau des Kraftwerkes wird wahrscheinlich zwei Jahrzehnte dauern.
Es bleibt zu hoffen, dass die kleine und nur etwa 1.000 Einwohner zählende Gemeinde nach Beseitigung des KKW für die Naherholung so attraktiv wird, dass mit den daraus generierten Einnahmen die Kosten für Erhaltung und Betrieb von Freibad, Großraumsporthalle und Eisstadion dauerhaft leistbar sind! Brokdorf hat mit seiner attraktiven Lage am Außenbogen der hier 3 km breiten Elbe und der weiten ebenen grünen Wilstermarsch gute landschaftliche Voraussetzungen, künftig besser für den Tourismus erschlossen zu werden.

Bildrechte: Karl Kautz, Brokdorf
Anmerkung: Die Aufnahme wurde am 1.6.1993 vom seinerzeit eingerüsteten Kirchturm aus gemacht.


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03 - Wilsterau - Holstenau und Burger Au

Grenze von Marsch und Geest
Luftbild von Burg in Dithmarschen - Übergang zwischen den Landschaftsformen
Links am Bildrand ist die Burger Au zu erkennen; sie ist ein Nebengewässer der Wilsterau, deren ursprünglicher Oberlauf die Holstenau ist!

Auf dem Luftbild ist der harte Übergang zwischen den Landschaften Marsch und Geest erkennbar. Neben den natürlichen landschaftlichen Elementen fällt im Vordergrund der kreisrunde Wall der Bökelnburg auf, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg.
Der Blick geht von der waldreichen Geest und über den Ort Burg hinweg in die weite Marschenlandschaft, die aus mächtigen eiszeitlichen Sedimentablagerungen gebildet wurde.
Steil aus der weiten und ebenen Marsch steigt der weitgehend bewaldete Klev als Rand der Geest auf. Seine Form verrät, daß er vor Jahrtausenden (etwa vor 4000 bis 5000 Jahren) von den Gezeiten des Meeres geformt wurde, welches bis zu seinem Fuß reichte.
Parallel zum Rand des Klev fließt die Burger Au, welche lange Zeit wichtigster Zufluß der Wilsterau war und in welche sie beim Kattenstieg einmündete.
Obwohl die Burger Au mit dem Helmschen Bach zuletzt wohl mehr Wasser führte als die Holstenau, ist jedoch die letztere der eigentliche Quellfluß der Wilsterau.
Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal ist die Holstenau sogar in mehrere Abschnitte zerteilt worden, die heute grabenähnliche Erscheinungsbilder aufweisen.
Im Mittelalter mündete die Burger Au nicht sehr weit entfernt von der jetzigen Landstraße in die Wilsterau, bis der Hauptlauf vermutlich aus Entwässerungsgründen zum jetzigen Kattenstieg gegraben wurde. Der alte Verlauf der Burgerau in diesem Abschnitt ist auf Luftbildern aus den Flurzuschnitten noch deutlich erkennbar. Das verlassene Gewässerbett der Burger Au wurde auch nicht verfüllt, sondern bildete sich in die Form eines Entwässerungsgraben zurück.

Weshalb die Holstenau viel älter ist als die Burger Au und sie daher der Quellfluß der Wilsterau ist, wird nachfolgend dargelegt.
Der Wasserspiegel der Elbe lag während der letzten Eiszeit wegen des unter dem Eisschild und in mächtigen Gletschern gebundenen Eises ganz erheblich tiefer als heute. Vor etwa 20.000 Jahren zum Höhepunkt der Weichseleiszeit lag gegenüber heute der Meeresspiegel 100 bis 120 m tiefer.
Die durch Ablagerungen der Eiszeit gebildete Geest wurde von vielen Rinnsalen entwässert, die in dem hier betrachteten Gebiet direkt, wenn auch in vielen Windungen, in die Ur-Elbe entwässerten. Sie wuschen das bindige Material aus und schufen so weitgehend unfruchtbare (d.h. güste Flächen; daher der Begriff "Geest") und beförderten dieses in die heutige Marsch.
Zu diesen Rinnsalen gehörten beispielsweise die später so bezeichneten Gewässer Holstenau/Wilsterau, die Bekau und auch die Stör, deren in die Geest einschneidenden Bach- bzw. Flußtäler noch heute gut in der Topographie erkennbar sind.
Die Burger Au existierte noch nicht; hangparallele Gewässer bilden sich natürlicherweise nicht. Der Fuß der Geest war gut entwässert, denn zur Elbe hin bestand ein großes Gefälle!
Die Situation änderte sich mit dem Abschmelzen des Inlandeises und mit dem damit einhergehenden beständigen Anstieg des Meeresspiegels. In der Zeit vor 7.000 Jahren erfolgte der Anstieg mit etwa 2 m im Jahrhundert relativ rasch. Danach trat eine Zeit auf, in welcher sich der Anstieg des Meeresspiegels verlangsamte, zeitweilig zum Stillstand kam und sogar Rückzugsphasen auftraten. Die vorrückende Nordsee überflutete das Gebiet und führte zu beständigen Über- und Umlagerungen. Die Ablagerungen stammten von den Gletschern im Osten und höhten das weite Urstromtal der Elbe allmählich auf. Durch Sedimentation entstand Marsch- und Schwemmland. Das Entwässerungssystem der Geestabflüsse – so auch der Holstenau/Wilsterau - blieb dabei jedoch in seinen Grundzügen erhalten. Zuletzt erreichte das Meer den das Urstromtal der Elbe begrenzenden Geestrand. Sturmfluten formten ihn durch Abrasion um und bildeten das langgestreckte steil aus der Marsch aufragende Kliff – den Klev. Die ehemalige Meeresküste ist auf Luftbildern gut zu erkennen.

Die Burger Au (Walburgsau) gab es noch nicht, sie sollte erst noch entstehen.
Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion infolge Sturmfluten entstandenen Kliff (dem Klev genannten bis zu 40 m hohen Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer mit dem vom Geestrand abgetragenen Material Strandwälle bzw. Nehrungen aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn (= Düne). Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen Flächen und des von der Geest kommenden Hangdruckwassers.
In dem hier betrachteten Bereich schließt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Östlich von Taterphal hinderte das dort aufgewachsene und bis zur Elbe reichende hohe Moor den Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See aus in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau, die in die Holstenau/Wilsterau einmündete.
Die Moore hatten sich gebildet, nachdem in Ufernähe der Flüsse durch Sedimentation das Gelände schneller als in den flußferneren Bereichen aufwuchs und somit deren Entwässerung unterbrach. Die unterschiedlich breiten sogenannten Uferrehnen bzw. breiten Uferwälle an Elbe, Stör und auch der Wilsterau sind heute am Geländerelief noch gut erkennbar. Sie wurden in historischer Zeit zuerst besiedelt. In den in ihrem Abfluß gestörten sumpfigen Senken entstanden Moore und Blänken (z.B. der Kudensee, daneben aber auch mehrere in früheren Zeiten in der Marsch vorhandene flache Seen).

Die nach Zeiten erheblicher Wassersnot der Wilstermarsch von unbekannter Hand am 22. Februar 1721 gefertigte und stark verzerrte Handzeichnung (Bild 2) verdeutlicht, daß vor etwa 300 Jahren die für das Entstehen der Burger Au maßgebliche topografische Situation noch vorhanden war.
Oben am Kartenrand ist der ausgedehnte Kudensee mit seinem Abflußgerinne Burger Au zur Wilsterau/Holstenau zu erkennen. Er füllte nahezu die gesamte Senke zwischen Klev und Hochmoor aus, denn südlich des Kudensees versperrt das ausgedehnte Hochmoor wie ein Querriegel den Abfluß. Im Bereich des Schenkeldeiches (in Höhe der heutigen Schenkel-Brücke) allerdings haben zahlreiche Rinnen das Moor zerstört und bedrohen so die tief gelegene Marsch mit dem Hochwasser des seinerzeit noch sehr großflächigen Kudensees. Der Abfluß des Sees nach Westen ist versperrt durch den Donn (ehemaliger Strandwall), welcher aus Nord-Süd Richtung kommend rechtwinklig auf das Hochmoor trifft.
Als Abflußhindernisse erzwangen Hochmoor und Donn den Abfluß des Kudensees nach Osten zur Wilsterau/Holstenau.
Die beigefügten Kartenausschnitte (Bilder 3 und 4) aus der 1659 von Caspar Dankwerth herausgegebenen "Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein") verdeutlichen u.a. die alte Situation der Gewässer, wie sie vor der Abtorfung der Hochmoore und dem Bau des NOK vorhanden war. Insbesondere die Darstellung der Flüsse, Höhen und Moore zeigen augenscheinlich, dass die Holstenau der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau war und erst nach Steigen des Meeresspiegels, der Entstehung der Donns und das Aufwachsen des Hochmoores sich das Gerinne der Burger Au in östliche Richtung entwickelte.

Im Fazit ist zu dem hier behandelten Thema festzustellen, daß die Burger Au viele Jahrtausende jünger ist als die Holstenau/Wilsterau.
Die Burger Au ist ursprünglich ein Nebenfluß der Holstenau/Wilsterau!

Bildrechte: nicht bekannt

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1913 - Brokdorf an der Elbe - maritime Szenen b (SF)

1913 Brokdorf an der Elbe - Leuchtturm, Dampfer IMPERATOR, Deichmühle, Zeppelin HANSA
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen auf und an der Elbe bei Brokdorf.
- mittig: Das zu der Zeit größte Schiff der Welt, der Dampfer IMPERATOR der HAPAG, auf der Elbe auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
- rechts: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; das Oberfeuer zunächst als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt; der Turm für das Oberfeuer war ein Neubau mit Gitterkonstruktion, der von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
- links: Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf.
Sie stand bis in das Jahr 1940 auf der Krone des Deiches, danach wurde sie beseitigt. Aus Gründen der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unvorstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde. Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Der die Szene überfliegende Zeppelin ist offenbar vom Fotografen in das Bild hinein kopiert worden.
Das im Jahre 1912 in Dienst gestellte Luftschiff LZ 13 "HANSA" machte am 30.07.1912 seine erste Fahrt. Der Zeppelin überflog mehrfach Schleswig-Holstein; er landete am 11. August 1912 sogar in Flensburg und er überflog am 19.09.1912 Dänemark und den Südteil von Schweden. Es ist zu vermuten, daß die Aufnahme des Zeppelins bei einer dieser Fahrten gemacht wurde, wonach diese dann in verschiedene Ansichtskarten hinein plaziert wurde.
- linke Miniatur: ein alter Fahrensmann;
der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf einer dieser Karten namentlich bezeichnet als: Fritz Langbehn.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

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1910 - Denkmale - Erinnerungen an die S-H Erhebung und den Krieg mit Dänemark

1910 Denkmale - Erinnerungen an die Schleswig-Holsteinische Erhebung und die Kriege mit Dänemark
- Dänisches Denkmal.
Das 1910 am Busdorfer Teich in Schleswig im Bereich der ehemaligen Friedrichsschanze errichtete Dänische Denkmal erinnert an die in der Zeit vom 01. August bis 01. Februar 1851 während der Schleswig- Holsteinischen Erhebung gefallenen Dänen.
- Chemnitz Bellmann Denkmal.
Das Denkmal wurde in der Stadt Schleswig errichtet zu Ehren des Komponisten der Melodie des Schleswig-Holstein Liedes, Carl Gottlieb Bellmann, und Matthäus Friedrich Chemnitz als Dichter des Liedertextes "Schleswig-Holstein meerumschlungen"
- Reventow – Beseler Denkmal.
Das 1891 eingeweihte und vor dem Königlichen Amtsgericht in Schleswig errichtete Denkmal erinnert an zwei Exponenten der Provisorischen Regierung Schleswig-Holsteins in der Zeit der Schleswig-Holsteinischen Erhebung.
Der Rechtanwalt Wilhelm Beseler vertrat mit seinem Berufskollegen Jürgen Bremer die nationalliberale schleswig-holsteinische Bewegung, während der konservative Graf Reventlow-Preetz den Adel vertrat und sich gegen liberale Reformen wandte, so wie auch der als Prinz von Noer bekannte Prinz Frederik von Augustenburg.
- Düppel Denkmal.
Nach dem Sieg der Preussen und Österreicher gegen Dänemark im Schleswig-Holsteinischen Krieg wurde bereits 1865 der Grundstein für das Siegesdenkmal bei Düppel gelegt. Erst nach der Reichsgründung erfolgte die Einweihung des Denkmals 30. September 1872. Acht Tage nach dem II. Weltkrieg sprengten Dänen das Denkmal.
- Lornsen Denkmal.
Das Denkmal erinnert an Uwe Jens Lornsen, der 1830 Landvogt auf Sylt wurde und durch seine Schrift "Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein" den Anstoß gab für ein Bestreben für ein vereintes und von Dänemark weniger abhängiges Schleswig-Holstein. Es wurde in Rendsburg, der vormals größten Garnison im Dänischen Reich, im Jahre 1878 auf dem Paradeplatz errichtet.
- Denkmal in Wellspang für die gefallenen Österreicher.
Das Österreicher Denkmal in Welspang in der Gemeinde Süderfahrenstedt bei Schleswig erinnert an das von Österreichischen Truppen geführte siegreiche Gefecht am 06. Februar 1864 bei Oeversee gegen die Dänen im Deutsch – Dänischen Krieg.
- Idstedt Denkmal.
Das Denkmal wurde 1869 auf dem ehemaligen Schlachtfeld eingeweiht. Bei der am 25. Juli 1850 geschlagenen Schlacht trafen die 26.000 Mann zählende schleswig-holsteinische Armee auf die die dänische Arme mit 37.000 Soldaten. In der Schlacht starben 1.455 Menschen, mehr als 5.000 wurden verwundet oder verstümmelt. Das Dorf Idstedt brannte fast vollständig nieder. Die Schlacht entschied letztlich das Scheitern der Schleswig-Holsteinischen Erhebung; sie war seit Menschengedenken die größte Schlacht nördlich der Elbe.
- Denkmal Königshügel bei Schleswig.
Auf dem aus der Wikingerzeit stammenden Könighügel am Ortseingang von Selk ist die Gedenkstätte eingerichtet für die bei dem Gefecht am 03. Februar 1864 dort gefallenen österreichischen Soldaten im Schleswig-Holsteinischen Krieg von 1864 zwischen Preussen und Österreich gegen Dänemark von 1864.

Bildrechte: Phot. u. Verlag G. J. Koch, Hofphotograph, Schleswig

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1976 Wewelsfleth - Polizei sichert die Stöpe am Zugang zur Peters Werft

1976 Wewelsfleth - Polizei sichert die Stöpe am Zugang zur Peters Werft
Am 30. Oktober 1976, nur vier Tage nach der von den Kritikern eines Kernkraftwerkes Brokdorf als "Nacht- und Nebelaktion" bezeichneten und vom damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Stoltenberg angeordneten Sofortigen Vollzugs, sicherten Polizisten an der Zuwegung zur Peters Werft das Deichschart im Stör-Deich gegen Demonstranten.
Etwa 6.000 Demonstranten zogen an dem Tag von Wewelsfleth aus am Deich der Elbe entlang nach Brokdorf.
Bei der am 13. November 1976 folgenden Demonstration mit etwa 30.000 Teilnehmern kam es am  Bauplatz in Brokdorf zu Übergriffen gewalttätiger Demonstranten, zugleich richtete sich ein überzogenes und völlig ungerechtfertigtes Vorgehen der Polizei gegen die große Mehrzahl der friedlichen und ihr Demonstrationsrecht ausübenden Demonstranten. So wurde auch der Begründer dieser Heimat-Seite gemeinsam mit seiner Ehefrau und weiteren Demonstranten in einer Entfernung von 200 m vom gewalttätigen Geschehen von tieffliegenden Polizei-Hubschraubern mit Tränengas beschossen.

Bildrechte: nicht bekannt

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1913 - Brokdorf an der Elbe - maritime Szenen a (SF)

1913 Brokdorf an der Elbe.
Die alte Ansichtskarte zeigt verschiedene maritime Szenen auf und an der Elbe bei Brokdorf.
oben links: Das zu der Zeit größte Schiff der Welt, der Dampfer IMPERATOR der HAPAG , auf der Elbe auf Reede liegend. Der auf der Hamburger Vulkanwerft gebaute Dampfer IMPERATOR der HAPAG war bei seinem Stapellauf am 23. Mai 1912 mit 52.117 BRT das damals größte Schiff der Welt und Flaggschiff der nach ihm benannten Schiffsklasse.
oben mittig: Der 18 m hohe Leuchtturm Hollerwettern wurde als Unterfeuer zum Oberfeuer Brokdorf im Jahre 1911 in Betrieb genommen.
Nach Inbetriebnahme eines Neubaus im Jahr 1982 verlor das Gebäude seine Funktion; es wird seither als Wohnhaus genutzt.
rechts: Das Richtfeuer in Brokdorf ist 1889 eingerichtet worden; das Oberfeuer zunächst als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus. 1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt; der Turm für das Oberfeuer war ein Neubau mit Gitterkonstruktion, der von 1911 bis 1982 in Betrieb war.
links: Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf. Sie stand bis in das Jahr 1940 auf der Krone des Deiches, danach wurde sie beseitigt. Aus Gründen der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unvorstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde. Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
linke Miniatur: ein alter Fahrensmann;
der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf einer dieser Karten namentlich bezeichnet als: Fritz Langbehn.
rechte Miniatur: ein Toppsegelschoner.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1978 - Luftbild von Wilster

ca. 1978 Luftbild von Wilster
Das sehr große Foto wird hier vorgestellt unter Aufteilung in seine vier Quadranten.
Sehr beeindruckend ist im zentralen Teil der Stadt Wilster am Verlauf der Straßen der ehemalige Flusslauf der Wilsterau zu erkennen, welche im engen Begründungszusammenhang mit dem Entstehen des Ortes steht.
oberer linker Quadrant Bild 1: Nördlich der Vereinsstraße im Gebiet der Gemeinde Nortorf ist das Gebiet Hoher Kamp bereits weitgehend bebaut; in den Bereichen "Am Wasserlauf" und "An der Ziegelei" gibt es diesbezüglich noch keine Aktivitäten.
Es ist nur zu erahnen, dass im Mittelalter die Wilsterau zwischen den beiden Straßenzügen Vereinsstraße und Rumflether Deich verlief, weshalb letztere Straße heute noch ihren Namen trägt.
Das gesamte Gebiet - seinerzeit als Hohler Zahn bezeichnet - südöstlich der Neue Burger Straße ist noch unbebaut.
Das 1976 eingeweihte Wilstermarsch Stadion besteht schon.
oberer rechter Quadrant Bild 2: Der Güterbahnhof mit der Ladestaße, der Viehrampe und mehreren Bahngleisen besteht noch, so wie auch die Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen.
Das heute vom Wilster Einkaufzentrum eingenommene Firmengelände der seinerzeitigen Tiefbaufirma Friedrich Dethlefs besteht noch.
unterer linker Quadrant Bild 3: Das Helgenland und der Rosengarten sind noch unbebaut, auf letzterem ist angrenzend an die Neustadt lediglich eine Rasenfläche angelegt.
Die in das Sanierungsausweichgelände führende Straße An der Au ist gut zu erkennen. Das kleine Bebauungsgebiet "Im Winkel" ist voll bebaut, doch die große Halle der Metallbaufirma Werner von Osten besteht noch nicht.
unterer rechter Quadrant Bild 4: Das zweite der für Wilster so unpassenden Hochhäuser an der Straße Am Fleet ist bereits vorhanden.
Das Bäckerstraßenfleth ist weitgehend verfüllt, doch das Neubaugebiet auf dem Billerbekschen Land rund um die heutige Heinrich Schulz Straße besteht noch nicht.
Östlich des Altlaufes der Wilsterau ist das Klärwerk noch vorhanden.
Auf dem Gelände der vormaligen Müllkippe südlich des Friedhofes ist das erste Wohnhaus erbaut.

Aufmerksame Beobachter werden noch weitere seither eingetretene Veränderungen entdecken können.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1932 - maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen (SF)

1932 maritime Motive an der Elbe bei Brokdorf und St. Margarethen
Die 1932 gelaufene Ansichtskarte zeigt z.T. viele Jahre ältere maritime Motive.
oben: Lotsenhaus (um 1900) auf der Bösch im unbedeichten Vorland vor St. Margarethen.
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut. Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, war bereits 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt worden, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (vgl. Bild 3).
mittig:
- Dreimast-Toppsegel-Schoner, Spaziergänger auf dem Deich, Stack, Peilbake
- alter Fahrensmann; der auch auf Ansichtskarten mit Motiven aus St. Margarethen oder Wewelsfleth dargestellte alte Fahrensmann mit Öljacke und Südwester, mit weißhaariger Schifferkrause und eine kurze Pfeife rauchend, ist handschriftlich auf einer dieser Karten namentlich bezeichnet mit: Fritz Langbehn.
- Leuchtturm Brokdorf (Oberfeuer des Richtfeuers Brokdorf), Stack, Schiffe
unten: Leuchtturm Hollerwettern; am Elbdeich stehendes Unterfeuer des Brokdorfer Leuchtturmes.
Das für die Schifffahrt auf der Elbe eingerichtete Richtfeuer Brokdorf bestand aus dem höheren Oberfeuer in Brokdorf und dem niedrigeren Unterfeuer in Hollerwettern.
Wenn das gelbe Licht beider Türme sich für den Schiffer übereinander – also „Feuer in Linie“ – befand, steuerte er den richtigen Kurs im Fahrwasser (vgl. Bild 4).
Das Richtfeuer in Brokdorf wurde 1889 errichtet; das Oberfeuer als runder Eisenturm, das Unterfeuer als hölzernes Leuchthaus.
1911 wurden beide Anlagen durch Neubauten ersetzt, die bis 1982 im Dienst waren.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Karl Kautz, Brokdorf

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1976 - Protest gegen Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf b

1976 Protest gegen den Bau des Kernkraftwerkes Brokdorf.
Der beabsichtigte Bau eines Kernkraftwerkes bei Brokdorf führte seinerzeit zu scharfen Auseinandersetzungen sowohl in der Öffentlichkeit als auch in und zwischen den politischen Parteien. In der Region bewirkte insbesondere neben der grundsätzlichen Ablehnung der Kernkraft die seitens der damaligen Landesregierung kurzfristig vorgenommene Änderung des Landsraumordnungsplanes (Sonderfunktion Kraftwerksstandort Brokdorf anstelle „nur“ Wohnen, Erholung, Landwirtschaft) und die handstreichartige Besetzung des Baugeländes erhebliche Empörung.
Die Diskussionen um das Kernkraftwerk Brokdorf spaltete seinerzeit die Bevölkerung der Wilstermarsch in Gegner und Befürworter - kaum jemand hatte keine eigene Position zu dem Thema.
Bei Demonstrationen vor dem Baugelände in Brokdorf blieb es leider nicht friedlich. Insbesondere die Teilnahme gewalttätiger linksradikaler und den Staat ablehnender Chaoten sowie das unsensible Vorgehen der Polizei gegen jede Form von Protest und unterscheidungslos gegen alle Demonstranten, führte zu einer Eskalation der Gewalt.

Bildrechte: Bremer Bürgerinitiative gegen Atomenergieanlagen (BBA)
Reg. mein-wilster: 1736.1 AK
Reg. mein-wilster: 1736.2 AK

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1925 - obere Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße

1925 Schmiedestraße, Amtsgericht an der Rathausstraße.
Eine wunderschöne Häuserzeile - leider lange schon Geschichte!
Das zwischen den Straßen Rathausstraße und Op de Göten (frühere Marktstraße) gelegene kurze Stück der heutigen Schmiedestraße führte vor über einhundert Jahren eine Zeit lang den Namen Johannisstraße.
Ganz links ist im Anschnitt an der Einmündung der heutigen Op de Göten (frühere Markt Straße) das schöne Alte Balkenhaus mit seiner vorkragenden Ecke erkennbar.
An der gegenüber liegenden Seite der Einmündung steht das Geschäftshaus des Uhrmachermeisters Johannes Mohr;
dahinter folgen die Gebäude der Schlachterei Schlüter sowie Lübbe´s Gasthaus.
In dem vormaligen Gebäude von Lübbe´s Gasthaus war von Mitte der 1950er Jahre bis Ende der 1960er Jahre das vom Ehepaar Schmidt betriebene Kino Central Theater untergebracht, welches 180 Plätze faßte.
Dahinter folgt an der Ecke zum Klosterhof ein großes Mehrfamilienhaus mit schöner reich gegliederter Fassade.
Das Gebäude des Amtsgerichts Wilster (früher Königliches Amtsgericht) lag gegenüber bereits an der Rathausstraße.
Das Amtsgericht war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein.
Das vorspringende Haus rechts ist das Textilwaren-Geschäft von Wilhelm Ehlert.
Im Anschnitt rechts ist das Gebäude der Schleswig-Holsteinischen Westbank erkennbar.
Mit Ausnahme des letztgenannten sind sämtliche auf dem Foto abgebildeten Gebäude der Stadtsanierung zum Opfer gefallen. Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Mahner wurden als sich dem Fortschritt verwehrende unverbesserliche Nostalgiker abqualifiziert - das Wort auswärtiger Fachleute wog mehr!
Die Situation in 2010 stellt Bild 2 dar.

Bildrechte:
Bild 1: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster
Bild 2: Andreas Reinke, Wilster

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