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1990 - Etatsrat-Michaelsen-Straße, Landrecht, Deichstraße

1990 Etatsrat-Michaelsen-Straße, Landrecht, Deichstraße
Die Bilder zeigen die Einmündung der Etatsrat-Michaelsen-Straße in Deichstraße und Landrecht, wie sie vor dem Ausbau des Straßenverlaufs der Nordtangente genannten Verbindung vorhanden war. Im Rahmen des zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs in den Jahren 1992 bis 1997 vollendeten "Nordtangente" wurde die Etatsrat-Michaelsen-Straße bis zur Hans-Prox-Straße verlängert und hierfür eine Brücke über die Wilsterau gebaut, welche im Dezember 1994 eingeweiht wurde.
Bild 1: Zentral sind die seinerzeit vom Betrieb Bernd Nütz genutzten Gebäude der vormaligen Lebensmittel-Großhandlung Walter Mußfeldt zu sehen; diese Gebäude mußten im Rahmen des Brückenbaues beseitigt werden. Nach Fertigstellung der Brücke wurde auch der damalige Fußgängersteg beseitigt, welcher etwas unterhalb des Standortes der heutigen Brücke die Wilsterau überquerte; der Steg war eine beliebte fußläufige Verbindung zwischen Deichstraße und Hans-Prox-Straße.
In dem giebelständigen Gebäude betrieb lange Zeit der Fischhändler Heinrich Horn sein Ladengeschäft (Landrecht 3). In dem im Anschnitt rechts erkennbaren Gebäude (Landrecht 54) wohnte u.a. der Polizeibeamte Otto Hortian.
Bild 2: Blick vom Landrecht in die Deichstraße (rechts) und Etatsrat-Michaelsen-Straße (links). An der Ecke das vormalige Wohnhaus Mußfeld, eingerahmt vom Geschäftshaus der vormaligen Tischlerei Hans Güßfeldt (an der Deichstraße) und deren zugehörigen Werkstatt-Gebäude (an der Etatsrat-Michaelsen-Straße)
Bild 3: Gebäude der vormaligen Lebensmittel-Großhandlung Walter Mußfeldt am Übergang von Deichstraße und Landrecht in Wilster
Bild 4: Blick in die Etatsrat-Michaelsen-Straße mit ihren in den 1950er Jahren entstandenen Mehrfamilienhäusern.

Bildrechte: Ralf Steffens, Luzern (Schweiz)

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1900 - Wilsterau, Lederwerke, Straße Landrecht

1900 Wilsterau, Lederwerke, Straße Landrecht
links oben: Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Einer der ersten Standorte der Lederindustrie in Wilster waren die Gebäude der Lohgerberei Nicolaus Böhme rechts an der Brücke im Landrecht. Sie dienten danach der Getreide- und Kohlenhandlung W. Hansen als Wohn- und Lagergebäude.
links im Hintergrund die Lederwerke Falk & Schütt an der Rumflether Straße. Die Leder-Werke machten gemeinsam mit der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, der späteren Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, nach dem Jahre 1890 die Stadt Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie. Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet. Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).Die Fabriken verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.
rechts oben: Bahnübergang der Marschbahn an der Rumflether Straße.
Die Gebäude der Lederfabrik mit den markanten Ecktürmen wurden am 09. Dezember 1907 bei einem verheerenden Großfeuer zerstört; bei dem danach rasch wieder erfolgte Wiederaufbau der Gebäude erhielten die Gebäude bei nur noch zwei Vollgeschossen eine andere Dachform.
Unten und Bild 3: Geschäftshaus des Tabakwarengeschäfts Fr. Siebcke an der Straße Landrecht.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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Chronik Landrecht - Landrecht im Wandel der Zeit

Chronik - Landrecht im Wandel der Zeit
Eine angesichts der sehr geringen und keine 150 Personen zählenden Einwohnerzahl der kleinen Landgemeinde sehr interessante umfangreiche Chronik, die sich erlauben kann, auf die Geschichte aller im Gemeindegebiet liegenden Bauernhöfe mit vielen Details einzugehen.
Von besonderer Bedeutung ist das Kapitel über die enge Verflechtung der Geschichte und der Beziehungen zwischen der Gemeinde Landrecht und der Stadt Wilster.

von Dagmar Krause
293 Seiten
herausgegeben von der Gemeinde Landrecht, 25554 Landrecht
2017 Druck: Glückstädter Werkstätten - DwerWerk-, Itzehoe
keine ISBN

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1962 - Wilsterau - Häuser an der Straße Landrecht

1962 Wilsterau, Häuser an der Straße Landrecht
Blick von der Hans-Prox-Straße über die Wilsterau auf Häuser in Landrecht. Die Häuser an der Straße Landrecht und an der Deichstraße standen - so wie heute noch - vielfach mit ihren Rückseiten unmittelbar oder sehr nahe an der Wilsterau.
Die abgebildeten Gebäude gehören zu den Häusern 21 bis 25 an der Straße Landrecht.
Die Wilsterau, ein schiffbares Gewässer I. Ordnung, wurde seinerzeit noch von kleinen Frachtschiffen befahren, welche die Lederwerke und die Futtermittelfabrik an der Rumflether Straße bedienten. Daher hatte das schmale Gewässer in seiner gesamten Breite eine erhebliche Sohltiefe (ca. 2,00 Wassertiefe), weshalb anstelle natürlicher Uferböschungen das seitliche Gewässerbett von Uferverbauen - den sogenannten Vorsetzen - begrenzt war. Sehr häufig befanden sich diese Uferverbaue in einem wenig Vertrauen erweckenden Zustand.
Nach dem Ende der Frachtschifffahrt auf der Wilsterau ist die Gewässersohle zunehmend aufgeschlickt, da die Sedimente nicht mehr von den Schiffsschrauben aufgewühlt und sodann von der Strömung abgeführt werden. Hinzu kommt, dass seither ein gleichmäßigerer Wasserstand in der Wilsterau gehalten wird und nicht mehr so wie in früheren Zeiten der Ebbstrom in Verbindung mit der Schifffahrt zur Räumung des Gewässers genutzt wird.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld

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1901 - Lederfabrik, Vereinsstraße, Landrecht

1901 Lederfabrik, Vereinsstraße, Landrecht
Mehrbildkarte
oben links: Lederfabrik in Rumfleth; Wilster war um 1900 einer der bedeutendsten Plätze der europäischen Lederindustrie;
unten links: Blick von der ehemaligen Landrechter Brücke; einer der ersten Standorte der Lederindustrie waren die Gebäude rechts an der Brücke im Landrecht;
mittig links: auf Nortorfer Gebiet entstanden in der neu angelegten Vereinsstraße ein Arbeiterquartier für die Lederarbeiter;
oben mittig: auch in der Straße Landrecht (in Verlängerung der Deichstraße) wohnten sehr viele Arbeiter;
mittig rechts: Stückers Gastwirtschaft stand unmittelbar an der (zwischenzeitlich abgebrochenen) Brücke im Landrecht auf dem Platz, auf dem später die „Adler-Lichtspiele“ (Scheel, danach Hülsing) entstanden.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Photograph, Wilster

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1949 - Wilsterau im Bereich Landrecht

1949 Wilsterau, Häuser an der Straße Landrecht
Blick von der Straße Hinter der Stadt (der späteren Hans-Prox-Straße) flußabwärts auf die Wilsterau.
Links sind die Rückseiten einiger an der Straße Landrecht stehender Häuser zu erkennen, während recht der Bürgersteig der Straße Hinter der Stadt und weiter im Hintergund an dieser stehende Gebäude zu erkennen sind.
Die Häuser an der Straße Landrecht standen - so wie heute noch - vielfach mit ihren Rückseiten unmittelbar oder sehr nahe an der Wilsterau.
Die Wilsterau, ein schiffbares Gewässer I. Ordnung, wurde seinerzeit noch von kleinen Frachtschiffen befahren, welche die Lederwerke und die Futtermittelfabrik an der Rumflether Straße bedienten. Daher hatte das schmale Gewässer in seiner gesamten Breite eine erhebliche Sohltiefe (ca. 2,00 Wassertiefe), weshalb anstelle natürlicher Uferböschungen das seitliche Gewässerbett von Uferverbauen - den sogenannten Vorsetzen - begrenzt war. Sehr häufig befanden sich diese Uferverbaue in einem wenig Vertrauen erweckenden Zustand.
Nach dem Ende der Frachtschifffahrt auf der Wilsterau ist die Gewässersohle bis heute zunehmend aufgeschlickt, da die Sedimente nicht mehr von den Schiffsschrauben aufgewühlt und sodann von der Strömung abgeführt werden. Hinzu kommt, dass seither ein gleichmäßigerer Wasserstand in der Wilsterau gehalten wird und nicht mehr so wie in früheren Zeiten der Ebbstrom in Verbindung mit der Schifffahrt zur Räumung des Gewässers genutzt wird.

Bildrechte: Wilhelm Steinhauer, Krempe

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1928 - Bahnhof, Bahnhofstraße, Schmiedestraße, Schule, Landrecht Adler-Lichtspiele, Mühlenstraße

1928 Bahnhof, Banhofstraße, Schmiedestraße, Schule, Landrecht Adler-Lichtspiele, Mühlenstraße
Mehrbildkarte
- links oben: Die dem Bahnsteig zugewandte Seite des 1920 errichteten Empfangsgebäudes (1959 wieder abgebrochen) des Bahnhofs von Wilster; Blick vom Bahnsteig der über Burg / Dithmarschen nach Westerland führenden Strecke.
- rechts oben: Die Schmiede Straße mit dem 1596 errichteten Hudemannsche Haus mit seinem 1927 im unteren Teil erneuerten wunderschönen Backstein-Giebel.
mittig: die 1939 abgebrochene Stadt Mühle an der Mühlenstraße; Blick über die Wilsterau von der Mühlenbrücke / Audeich.
- links unten: Das Gebäude der 1913 errichteten Knabenschule (später gemeinsam mit der vorherigen Mädchenschule Teil der Volksschule) im Landrecht.
- rechts unten. Das 1911 eröffnete Kino Adler - Lichtspiele im vormaligen Hotel von Stücker in der Straße Landrecht; rechts vor dem Gebäude quert die zur Straße "Hinter der Stadt" (jetzige Hans-Prox-Straße) führende Brücke die Wilsterau.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster


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1906 - Lederwerke in Landrecht und Rumfleth, Vereinsstraße; Großfeuer bei Falk & Schütt

1906 Lederwerke in Landrecht und Rumfleth, Vereinsstraße; Großfeuer bei Falk & Schütt
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Das am 09. Dezember 1907 wütende Schadensfeuer bei Falk & Schütt zeigt die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Die ergänzend vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen


Anmerkung: In Bd. 16 der vierten Auflage von Meyers Konservationslexikon lesen wir über Wilster:
Wilster, Stadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, Kreis Steinburg, an der Wilsterau, in der fruchtbaren Wilstermarsch und an der Linie Elmshorn-Heide der Holsteinischen Marschbahn, hat eine evang. Kirche, ein schönes Rathaus, ein Amtsgericht, bedeutende Gerberei, Essig- und Tabaksfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Viehzucht und Viehmärkte und (1885) 2539 fast nur evang. Einwohner.

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1904 - Straße Landrecht

1904 Straße Landrecht
Blick in die Straße Landrecht stadteinwärts.
Die Straße Landrecht führt in Verlängerung der Deichstraße auf dem alten Deich der Wilsterau Richtung Rumfleth, wo im Zuge des Wachstums der Wilsteraner Lederindustrie Ende des vorletzten Jahrhunderts Arbeiterquartiere entstanden, die erst 1896 in die Stadt Wilster eingemeindet wurden.
Im Vordergrund rechts das Kolonialwaren-Geschäft von Martin Bruhn (sein Sohn Oswald führte das Geschäft bis in die 1970er Jahre weiter).

Bildrechte: C. Kuskop Nachf., Inh. L. Behning

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1914 - Volksschule im Landrecht (SF)

1914 Volksschule im Landrecht
Blick auf die Rückseite des im Jahre 1913 errichteten und 1914 bezogenen Gebäudes der Volksschule an der Straße Landrecht.
In dem Jahr wurden die Mädchenschule und die Knabenschule zusammen gelegt.
Der Vorgänger der Schule war die am späteren Stadtpark bereits im Jahre 1885 neu gebaute private Knaben- und Mädchenschule.
Rechts am Bildrand ist das 1898 errichtete Gebäude der vormaligen Mädchenschule zu erkennen. Mädchen und Knaben wurden vor einhundert Jahren getrennt von einander in unterschiedlichen Schulen unterrichtet.
Nach dem Umzug der Knabenschule in die neue Schule am Landrecht im Jahre 1914 zog in das Gebäude am Stadtpark die am 03.04.1913 neu gegründete Mittelschule Wilster ein.
Das vor dem Gebäude befindliche große freie und als Schulhof genutzte Areal war im ersten Jahrzehnt nach dem II. Weltkrieg in seiner gesamten Ausdehnung als Fläche für Kleingärten genutzt worden. Die große Zahl der aus ihrer ursprünglichen Heimat vertriebenen und nach Wilster verschlagenen Menschen - die Stadt Wilster zählte zeitweilig etwa 8.500 Menschen, dieses bei gegenüber heute ganz wesentlich geringerem Wohnraum - wurde vielfach durch Eigenversorgung sichergestellt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1927 - Landrecht

1927 Landrecht
Vorrangig im Zusammenhang mit dem Aufschwung der Wilsteraner Lederindustrie Ende des vorletzten Jahrhunderts hatte die Straße Landrecht eine durchgehend geschlossene Bebauung erhalten. Sie wies seinerzeit mehrere Einzelhandelgeschäfte auf. So rechts den Kolonialwaren-Laden (mit der Schrifttafel an der Fassade) von Martin Bruhn (danach dessen Sohn Oswald).
Links ist die Reklame "Haar & Bartpflege" des Friseurs Conrad Block erkennbar; davor die Reklame "Konfitüre, Cigarren, Kurzwaren" des Händlers Johannes Hover.
Wie alle Straßen in Wilster war auch die Straße Landrecht mit großformatigen Granitsteinen gepflastert, während die mit einem Bordstein höher gelegten Bürgersteige durchgehend mit Ziegelsteinen gepflastert waren.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1915 - Wohnhaus des Rektors Plagmann an der Straße Landrecht

1915 Wohnhaus des Rektors Plagmann an der Straße Landrecht
Es handelt sich um das damalige Wohnhaus von Johannes Carl Plagmann (*19.07.1851 in Lilienthal in der Probstei , + 24.08.1919 Wilster), der lange Zeit Rektor der damaligen Mädchenschule im Landrecht war.
Der Eigentümer (links) steht mit seiner Familie vor dem Gebäude.
Neben ihm seine Tochter Henny, welche ihm den Haushalt führte, nachdem seine Ehefrau Elise, geb. Möller, im Alter von nur 37 Jahren bereits am 16.09.1894 verstorben war. Henny Plagmann war als 18 Jahre junge Frau aus Berlin, wo sie in Stellung war, nach Wilster zurück gekehrt; sie blieb unverheiratet.
Rechts von ihr stehen ihre aus Tondern stammende Schwägerin Christine Detlefsen und der mit dieser verheiratete Bruder Hans Plagmann mit deren jüngeren Sohn Christian (* 1912). Der etwas ältere Sohn Johannes war im November 1914 im Alter von nur vier Jahren gestorben.
Im weißen Kleid die jüngere Tochter Klara Plagmann (* 08.05.1884 Wilster, + 02.07.1938 Büsum) mit ihrem Ehemann, den Fischer Karl Harnack (*03.12.1787 Passarge in Westpreußen), welchen sie am 05.04.1915 in Büsum geheiratet hatte.
Bild 2 zeigt die Familie offenbar am selben Tag im Garten vor der Rückseite des Wohnhauses.
Bild 3 zeigt die Bildseite einer Ansichtskarte auf welcher die Straße Landrecht und ganz links das Wohnhaus Plagmann erkennbar ist (Die Karte ist 1906 von Klara Plagmann an ihre spätere Schwägerin Christine Detlefsen geschrieben worden, wobei sie auf der Bildseite der Karte das Haus kennzeichnete).
Bild 4 wurde um 1895 aufgenommen. Es zeigt Rektor Johannes Carl Plagmann als „alleinerziehenden Vater“ mit seinem Sohn Hans Plagmann (19.07.1882 Wilster). Das Photo ist auch deshalb etwas ganz besonderes, als es sich um eine Ferrotypie handelt; vermutlich wurde das Bild auf dem Jahrmarkt in Wilster mit einem sogenannten Bosco-Automaten aufgenommen (mehr dazu ist aus der unten aufrufbaren Datei zu erfahren).

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Fotos und Informationen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Silke Brenner, Freiburg

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1906 - Lederwerke in Landrecht und Rumfleth, Vereinsstraße (SF)

1906 Lederwerke in Landrecht und Rumfleth, Vereinsstraße
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, machten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die vorgestellte schwarz-weiß Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1910 - Gemälde Straße Landrecht

1910 Gemälde - Straße Landrecht in Wilster
Blick stadteinwärts in die Straße Landrecht in Wilster.
Links das damalige Wohnhaus von Johannes Carl Plagmann, der lange Zeit Rektor der damaligen Mädchenschule im Landrecht war.
Das Gemälde wurde augenscheinlich nach Vorlage der abgebildeten Ansichtskarte (Bild 3) gefertigt.
Das Bild ist mit "J. Stademann" signiert; näheres zu dieser Person konnte noch nicht ermittelt werden.
Es ist zu vermuten, daß der Künstler in Beziehung zu der Familie des Rektors Plagmann stand, denn er fertigte auch ein Bild des Trichter, wobei zu bemerken ist, daß die Ehefrau Elise (geb. Möller) des Rektors Plagmann eine Tochter des vormaligen Wirtes des Colosseum und des Trichter war.

Anmerkung: Die Abbildung des Werkes wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Silke Brenner, Freiburg

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1980 - Wilsterau im Landrecht

1980 Wilsterau im Landrecht
Geradezu pittoresk stellt sich die unmittelbar bis an die Wilsterau heran reichende Bebauung der an der Straße Landrecht liegenden Hausgrundstücke dem Beschauer dar.
Die sehr kleinen Grundstücke wurden von Beginn der Bebauung an intensiv genutzt. Die Häuser grenzen unmittelbar aneinander; nur in wenigen Fällen waren sogenannte Wassergänge zwischen den Häusern angelegt, um den Bewohnern der auf der gegenüber gelegenen Straßenseite stehenden Häuser den Zugang zum Wasser zu ermöglichen.
Die unmittelbar an der Wilsterau stehenden Gebäude dienten in früheren Zeiten für vielfältige Zwecke als Speicher, die mit Schiffen und Booten von der Wilsterau aus beschickt wurden. Dieses ist sehr gut an der zum Wasser führenden Türöffnung erkennbar; noch in den 1950er Jahren führte hier eine bis unter den Wasserspiegel reichende Treppe in das Gebäude.
Kleine Freizeitboote, so wie sie hier am rechten Ufer der Wilsterau zu sehen sind, konnten zu Zeiten der bis in die 1960er Jahre in erheblichem Umfang die Wisterau noch befahrenden Berufsschifffahrt (zur Futtermittelfabrik Günther & Co. in der Rumflether Straße) dort nicht liegen.

Bildrechte: nicht bekannt

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Neu! 1909 Brücke über die Wilsterau in Landrecht, Bauernhaus

1909 Brücke über die Wilsterau in Landrecht, Bauernhaus
Die Landrechter Brücke über das Gewässer verband die Straßen Landrecht und "Hinter der Stadt"; letztere wurde nach 1945 umbenannt in "Hans-Prox-Straße" in Erinnerung an den von den Nationalsozialisten verfolgten Sozialdemokraten, der infolge seiner erlittenen mörderischen Drangsalierungen am 03. Februar 1945 im Konzentrationslager Neuengamme den Tod fand.
Die Brücke querte die Wilsterau neben dem damaligen Hotel von Stücker, in welchem wenige Jahre später (1911) das Kino Adler - Lichtspiele eröffnet wurde. Die Brücke besteht heute an dieser Stelle nicht mehr; der Standort für eine neue Brücke wurde etwa 150 m flußaufwärts verlegt.
Das auf der gegenüberliegenden Seite der Wilsterau gelegene stattliche Kreuzhaus, ein Husmannshus mit gestuften Brettergiebeln, besteht leider auch nicht mehr.
Das 1714 erbaute beeindruckende Gebäude mit dem mächtigen Dach war ein Husmannshus mit mittlerer Einfahrt und zentraler großer Diele. Es handelte sich um den Hof 212 (Gerd Rademann) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Das Hausgrundstück des Hofes Rademann hatte in seinem rückwärtigen Bereich einen sehr breiten Hofgraben, welcher von schädlichen Sickerwasserzuflüssen frei war, weshalb aus ihm jeweils in den Wintern der Jahre von 1933 bis Mitte der 1950er Natureis für die Wilsteraner Niederlage der Bavaria & St. Pauli Brauerei gewonnen wurde. In den an der Deichstraße gelegenen Eiskellern war immer soviel Eis vorhanden, um über einen Zeitraum von zwei Jahren die Wilsteraner Wirte zum Kühlen ihrer Getränke damit versorgen zu können. Erst mit dem Aufkommen elektrischer Kühlaggregate wurde Mitte der 1950er Jahre die Gewinnung von Natureis eingestellt.

Bildrechte: C. Günther, Wilster. Das Emblem auf der Anschriftseite der Karte entspricht dem des Verlages (Abraham) A. Sternberg, Mühlenstraße 50, Hamburg 3

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1962 - Wilsterau in Landrecht

1962 Wilsterau in Landrecht
Blick von der Hans-Prox-Straße über die Wilsterau auf die rückwärtigen Ansichten der Häuser an der Straße Landrecht.
Gut erkennbar ist die in dem älteren Teilen der Stadt Wilster vorherrschende geschlossene Bebauung, unterbrochen nur von schmalen Gängen, die früher den Bewohnern der vom Gewässer abgewandten Straßenseite den Zugang zur Au ermöglichte (Wasser-Gänge).
Die Ufer sind mit steilen Vorsetzen gegen die hier 2,00m tiefe Au gesichert.

Bildrechte: Photo u. Verlag Hans Andres, Hamburg

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1909 - Wilsterau in Landrecht

1909 Partie an der Wilsterau in Landrecht.
Aufgenommen etwa in Höhe der Haackstraße (gegenüber dem ehemaligen Kino Adler-LichtspieIe von Scheel, später Hülsing) mit Blick die Au abwärts in Richtung Neustadt.
Links die Hinterfronten und die Hausgärten der Gebäude an der Straße Landrecht.
Rechts grenzen die Gärten der Häuser an der Hans-Prox-Straße (damals hieß die Straße „Hinter der Stadt“) an die Wilster Au. Auch hier ist hinten ein Speicher erkennbar.

Bildrechte: C. Günther, Wilster

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1933 - Rumflether Straße, Landrecht, Wilsterau, Vereinsstraße

1933 Rumflether Straße, Landrecht, Wilsterau, Vereinsstrasse
Mehrbildkarte
oben links: In der Zeit des Nationalsozialismus führte die Vereinsstraße den Namen Horst-Wessel-Straße; an einem Haus ist die Flagge mit dem Hakenkreuz erkennbar.
oben rechts, mittig, unten links: An der Rumflether Straße standen die Fabrikgebäude der Lederfabrik, deren vorderer Teil zu der Zeit und bis weit in die 1960er Jahre von den Trocknungs- und Futtermittel Werken Günther & Co. genutzt wurden; ein Großteil der Produkte wurde über den Wasserweg durch zahlreiche Last-Ewer transportiert, von denen damals eine große Anzahl in Wilster beheimatet war.
unten rechts: Die in der Straße Landrecht im vormaligen Hotel Stücker 1911 eingerichteten Adler-Lichtspiele von Wilhelm Scheel wurden später von Heinrich Hülsing bis Anfang der 1980er Jahre weiter geführt, wonach sie dann unter verschiedenen Betreibern mehr schlecht als recht bis 1985 existierten.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1900 - Wilsterau in Landrecht

1900 Wilsterau in Landrecht bei der Landrechter Brücke
Blick von der Straße „Hinter der Stadt“ (spätere Hans-Prox-Straße), die zu der Zeit noch unbefestigt ist und nur einen gepflasterten Gehweg aufweist, auf die Brücke in Landrecht und ganz im Hintergrund die Lederwerke an der Rumflether Straße.
Vor dem Lagerschuppen hinter der Brücke haben mehrere Ewer festgemacht, um hier Ladung zu löschen oder aufzunehmen.
Die Person rechts auf der Brücke hat über den Schultern ein sogenanntes Tracht (Tragejoch), an welchem die in dem Moment abgesetzten Eimer getragen werden; dasTragjoch wurde auch Dracht genannt.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

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