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1920 - Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße

1920 Büttel - Festumzug der Ringreiter durch die Deichstraße
Nach dem alljährlichen Wettkampf geleitet der Festumzug der Ringreiter den dabei ermittelten Sieger, den Ringreiter-König, durch die Deichstraße in Büttel. Neben zahlreichen Zuschauern begleiten drei Kutschen und etwa dreißig Reiter ihren König.
Der "König" ist als solcher gekennzeichnet durch eine über die Brust gespannte Schärpe sowie durch eine pompöse Kopfbedeckung.
Alle auf dem Foto abgebildeten männlichen Personen, Reiter, Honoratioren, Kutscher, Zuschauer und Knaben tragen Kopfbedeckungen, Reiterkappen, Mützen, Hüte und der Kutscher sogar einen Zylinderhut.
Links ist der Falkenhof zu erkennen, im Hintergrund das Gebäude der Bäckerei Stapelfeldt sowie dahinter das Geländer der vor dem Deichsiel über den Kanal führenden Brücke.
Das Foto wurde wurde offenbar vom Balkon der am Deich stehenden Gastwirtschaft "Zur Schleuse" aufgenommen.
Ein ähnliches Foto von einer derartigen Veranstaltung ist in dem Buch „Büttel an der Elbe“ (erschienen 1989 im Verlag Ubres, München) auf Seite 240 wie folgt beschrieben: “ Festzug mit dem Ringreiterkönig Hermann Ewers im Jahre 1919, links der Falckenhof, dahinter Haus Stapelfeld, dahinter Brückengeländer über die Schleuse, rechts davon das Haus von Klaus Schmidt am Deich“. (sh. Bild 3)
Interessant ist, dass die vorgestellte Karte zu Bauer Feil auf dem Ostermoor geschickt wurde, wo am Ostermoorweg der Feil Hof lag, auf dem die Empfängerin vermutlich in Stellung war.

Bildrechte: nicht bekannt (vermutlich Amandus Dohrn, Büttel)

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1973 - Schulgebäude der Gemeinde Büttel

1973 Schulgebäude der Gemeinde Büttel
kurz vor der in der Folge der Industrieansiedlung im Raum Büttel und Brunsbüttel erfolgten Räumung des Dorfes und dem Abbruch nahezu aller Gebäude. Von ursprünglich 200 Häusern wurden alle bis auf 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt.
In der Wilstermarsch Gemeinde Büttel war bereits im Jahr 1812 ein erstes Schulhaus errichtet worden; ein separates Lehrerwohnhaus wurde 1893 gebaut.
Im Jahr 1902 erfolgte auf einem Grundstück an der Kastanienallee (der späteren Bundesstraße B5) der Neubau des abgebildeten Schulgebäudes. Dieses wurde bis zum 31. Juli 1972 für diesen Zweck genutzt.
Nachdem zum 01. Dezember 1966 die Gemeinden Büttel und St. Margarethen einen gemeinsamen Schulverband gegründet hatten, wurden die Grundschüler aus diesen Orten sowie aus Kudensee und Brokdorf in St. Margarethen beschult. Der dortige Bürgermeister Werner Ibs (FDP) hatte die Weitsicht gehabt, die zentrale Lage seines Dorfes für den Erhalt einer örtlichen Grundschule zu nutzen, dafür ließ er neben dem baulich nicht ausreichenden vorhandenen alten Schulgebäude Mobilklassenräume (Container) aufstellen. Erst ab 1995 wurde ein zuvor neu gebautes Schulgebäude genutzt.

Bildrechte: Hermann Schmidt, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Maren Hayenga, Wilster

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1907 - Hafen von Büttel (Elbe)

1907 Hafen von Büttel (Elbe)
Blick von der gedeckten Deichschleuse (Sielschleuse) auf den Hafen von Büttel, wo mehrere Ewer in Winterruhe liegen.
Ganz im Hintergrund ist die 1902 erbaute Brücke im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Chaussee zu erkennen.
Im Vordergrund liegt am rechten Ufer ein Räumboot; es wurde eingesetzt, um mittels seines mit dem Hebebalken absenkbaren Schildes (wie bei einer Planierraupe) den Schlick aus dem Bütteler Außenpriel heraus zu drücken. Als Antrieb nutzt man bei ablaufendem Wasser den Wasserdruck.
Die Schiffe sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Der Hafen hatte über die Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.
Über den Burg-Kudensee-Kanal fuhren bis in die 1930er Jahre sehr viele mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne; der Torf stammte aus der Abtorfung des ehemaligen Grenzmoores (die vom Kudensee ausgehende sogenannte "Seebank" reichte ursprünglich bis zur Elbe und galt aus Verteidigungsgründen als auch aus Gründen des Sturmflutschutzes lange Zeit als unantastbar) zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Der alte historische Ort Büttel hat zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem wegen der Industrieansiedlung seit Mitte der 1970er Jahre bis auf 17 von ursprünglich 200 Häusern alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Wilhelm Döring, Brunsbüttelhafen

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1912 - Hafen von Büttel (Elbe) Winterruhe im Hafen (SF)

ca. 1912 Hafen von Büttel (Elbe)
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe.
Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen. Über den Burg-Kudensee-Kanal fuhren bis in die 1930er Jahre sehr viele mit Torf für Hamburg beladene Lastkähne; der Torf stammte aus der Abtorfung des ehemaligen Grenzmoores (die vom Kudensee ausgehende sogenannte "Seebank" reichte ursprünglich bis zur Elbe und galt aus Verteidigungsgründen als auch aus Gründen des Sturmflutschutzes lange Zeit als unantastbar) zwischen Dithmarschen und Steinburg.
Der alte historische Ort Büttel hat zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem wegen der Industrieansiedlung seit Mitte der 1970er Jahre bis auf 17 von ursprünglich 200 Häusern alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

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1934 - Schüler der Schule Büttel vor dem Schulhaus

1934 Schüler der Schule Büttel vor dem Schulhaus
In der Wilstermarsch Gemeinde Büttel war bereits im Jahr 1812 ein erstes Schulhaus errichtet worden; ein separates Lehrerwohnhaus wurde 1893 gebaut.
Im Jahr 1902 erfolgte auf einem Grundstück an der Kastanienallee (der späteren Bundesstraße B5) der Neubau eines Schulgebäudes. Dieses wurde bis zum 31. Juli 1972 für diesen Zweck genutzt.
Im Zuge der Industrieansiedlung im Raum Büttel und Brunsbüttel wurde das Dorf Büttel weitgehend geräumt - auch die Schulgebäude wurden abgebrochen.

Bildrechte: vermutlich Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Maren Hayenga, Wilster

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1974 - Gebäude der vormaligen Genossenschafts Meierei Büttel

1974 Gebäude der vormaligen Genossenschafts Meierei Büttel
Das heute nicht mehr vorhandene Gebäude der Genossenschafts-Meierei war 1902 nahe dem Umschlagsplatz am Bütteler Kanal errichtet worden; sein Standort lag neben dem heute dort noch bestehenden Gasthof "Elbkrug Büttel".
Es gab in damaliger Zeit mehrere kleine Meiereien in den Orten der Wilstermarsch.
Zum Einzugsgebiet der 1973 geschlossenen Meierei Büttel gehörte Büttel mit Kuhlen, Altenkoog, Ostermoor und Brunsbüttel-Süd, Kudensee, Landscheide und Flethsee, St. Margarethen mit Osterbünge und Heideducht.

Bildrechte: Familie Schmidt, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Maren Hayenga, Wilster

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1910 - Büttel (Elbe) - Frachtkähne auf dem Bütteler Kanal

1910 Büttel und Bütteler Kanal
Frachtkähne auf dem Bütteler Kanal vor der 1902 erbauten Brücke im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Chaussee.
Kleine Frachtkähne konnten seinerzeit von Büttel aus über den genannten Kanal, den Kudensee, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster fahren und am Kasenort in die Stör und wieder zur Elbe gelangen, so wie sie auch von Büttel aus durch die Deichschleuse direkt auf die Elbe gelangen konnten. Befördert wurde vielfach aus der Abtorfung des Moores stammender Torf, der als Heizungsmaterial überwiegend nach Hamburg transportiert wurde.
Auf der Ansichtskarte ist die dritte Strophe des Bütteler Heimatliedes abgedruckt; sie lautet:
Kiek di mal in´n Sommer denn Butendick an,
Wi winkt di dat Grön entgegen;
Dar wogt so dat Gras as in´t Water de Well
Un Blomen, de blöht allerwegen.
De Hab´n treckt sik dörch Land
As sülvern Band;
De Schipper süht em froh, de Schipper süht em froh
Seilt he na "Büttel", de Heimat to.


Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

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1914 - Büttel - Gehöft in Altenkoog

1914 Büttel - Gehöft in Altenkoog.
Der abgebildete Hof wurde Anfang der 1970er Jahre an die Entwicklungsgesellschaft des Landes Schleswig-Holstein verkauft, um Platz für das Industriegebiet Brunsbüttel zu schaffen.
Der Bütteler Altenkoog bildete mit Tütermoor, Büttel Dorf, Kuhlen und Nordbüttel die Gemeinde Büttel. Heute erinnert kaum noch etwas an die früher vorhanden gewesene Situation der Landschaft nach der von der Industrieansiedlung bewirkten Überformung. Von dieser wurden das in Dithmarschen gelegene Brusbüttel-Süd und Ostermoor sowie Teile der im Kreis Steinburg gelegenen Gemeinde Büttel betroffen.
Auch das abgebildete Bauernhaus ist heute nicht mehr vorhanden; es handelte sich dabei um den Hof Nr. 35 Anhang (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher seinerzeit im Eigentum des Bauern Hermann Siemen stand. Dessen Tochter Albertine (* 1895) schrieb die Karte.
Einige Namen und Örtlichkeiten ehemaliger Bütteler Gemeindebezirke sind in neuzeitlichen Kartenwerken nicht mehr auffindbar. Es gereicht der Stadt Wilster zur Ehre, dass sie in ihrem Neubaugebiet an der Neuen Burgerstraße mehrere Wohnstraßen nach den ehemaligen Bütteler Gemeindbezirken benannte - so führen dort Straßen den Namen Altenkoog, Büttel, Ostermoor, Lütt Dörp und Tütermoor.

Bildrechte: nicht bekannt (sogen. Private Postkarte)

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1922 - Büttel - Bütteler Kanal

1922 Büttel - Bütteler Kanal
Blick von der gedeckten Deichschleuse auf den Bütteler Kanal, der im Bereich der Ortslage auch als Hafen genutzt wurde.
Rechts das Wohnhaus Ramm.
Im Vordergrund liegen am Ufer des Kanals drei Kähne, wobei es sich bei dem hinteren um ein Räumboot (sh. Detailvergrößerung Bild 2) handelt; dieses wurde eingesetzt, um mittels seines mit dem Hebebalken absenkbaren Schildes (wie bei einer Planierraupe) den Schlick aus dem Bütteler Außenpriel heraus zu drücken. Als Antrieb nutzt man bei ablaufendem Wasser den Wasserdruck.
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung. Der Hafen hatte über die Deichschleuse Zugang zur Elbe.
Vor dem Bau des Nord- Ostsee Kanal war es sogar möglich gewesen, von Büttel aus direkt über den Burg Kudensee-Kanal in die Burger Au zu gelangen.
Der alte historische Ort Büttel hat zwischenzeitlich aufgehört zu existieren, nachdem wegen der Industrieansiedlung seit Mitte der 1970er Jahre bis auf 17 von ursprünglich 200 Häusern alle abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden. Die ursprüngliche Situation ist heute in der Örtlichkeit kaum noch wieder zu erkennen.

Bildrechte: nicht bekannt (sogen. Private Postkarte)
Anmerkung: Die Schreiberin der Karte berichtet einem in Berlin wohnenden Freund mit erfrischender Offenheit eines lebenslustigen jungen Menschen u.a.: "Aus Büttel fidele Grüße. Seit Donnerstag bin ich bei Annemarie (Ramm). Gestern waren wir bis um 5 (Uhr) morgens auf dem Ball.  ...... Ich bin schon 3 mal zu Ball gewesen u. morgen geht´s wieder los. Vom 3. Jan. an besuche ich in Heide die Handelsschule u. soll danach meinem Vater die Bücher führen."

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1906 - Büttel Deichstraße

1906 Deichstraße in Büttel.
Blick vom hohen Deich der Elbe auf die landseitig an seinem Fuß verlaufende Deichstraße mit Wohnhäusern und Gärten.
Die Deichstraße verläuft heute noch am Fuß des seither ertüchtigten Deiches, doch von den idyllisch in den zugehörigen Gärten gelegenen Häusern ist keines mehr vorhanden, nachdem ab Mitte der 1970er Jahre wegen der beabsichtigten Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle, bis auf 17 Gebäude, abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.
Die frühere Situation ist heute in der Örtlichkeit kaum noch wiedererkennbar.
Das ergänzend vorgestellte und gegenüber der alten Ansichtskarte etwa 3 Jahrzehnte jüngere Foto zeigt in einem nahezu identischen Bildausschnitt nur geringe Veränderungen.
Der Reim auf der Karte kündet vom Stolz der Einwohner auf ihren schönen Ort:
Büttel an de Elv, hest Du dar mal vun hört,
Tomern in de Masch gelegen,
De stattlichen Höf' un de saubern Hüs
Vertellt Di vun Riekdom un Segen,


Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

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1915 - Büttel an der Elbe - Deichstraße, Chaussee Brücke, Dampfmühle

1915 Büttel an der Elbe.
Der an der Elbe gelegene Ort Büttel war über Jahrhunderte eine von der Schifffahrt und von der Landwirtschaft geprägte Siedlung. Das Ortszentrum bildete der Hafen am Bütteler Kanal.
oben: Unmittelbar am Hafen des Bütteler Kanals vor dessen Zugang zur Elbe lagen die Häuser der Schiffer und der diese versorgenden Wirte und Händler, so wie das abgebildete Haus von Wilhelm Eggers an der Deichstraße. 
mittig (Bild 2): Die im Zuge der von Wilster nach Brunsbüttel führenden Chaussee den Bütteler Kanal überquerende Brücke wurde 1902 erbaut.
unten (Bild 3): Blick vom Elbe-Deich auf die Deichstraße; im Hintergrund ist das Gebäude der Dampfmühle der Müllerei-Genossenschaft Büttel zu erkennen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1940 - Büttel an der Elbe - Deichstraße am Fuß des Elbdeiches

1940 Büttel an der Elbe - Deichstraße am Fuß des Elbdeiches
Deichstraße mit den Wohn- und Geschäftsgebäuden Haack, Kolonialwaren Prüß, Dohrn-Mehlert und von Malermeister Baumann.
Der historische Ort Büttel (an der Elbe) wurde in den 1970er Jahren der im Wirtschaftsraum Brunsbüttel initiierten Industrieansiedlung geopfert. Von seinem am Bütteler Kanal gelegenen Hafen, dem diesen mit der Elbe verbindenden Siel, den zahlreichen Gehöften, den alten Wohnhäusern, den alten Gebäuden der gewerblichen Infrastruktur wie Meierei, Warengenossenschaft, Korn-Windmühle, Gastwirtschaft blieb fast nichts. Die meisten Bewohner wurden umgesiedelt.
Wohl gibt es noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl (Karl) Kuskop, Wilster

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1912 - Alter Moordeich - Ohlendiek - bei Büttel Altenkoog Tütermoor

1912 Alter Moordeich - Ohlendiek - bei Büttel Altenkoog Tütermoor
Die Reste des aus der Zeit vor 1428 stammenden Alten Moordeiches wurden 1936 in einem Arbeitseinsatz des nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienstes RAD, abgegraben.
Die Reste des alten Deiches befanden sich hinter dem damaligen Gehöft Wilhelm Knudsen (Hof 30 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch") in Büttel Altenkoog. Der Deich hatte ursprünglich den vormaligen und 1574 gebauten Elbdeich (auf seiner Trasse verläuft heute die Hauptstraße/Fährstraße von Büttel nach Brunsbüttel) mit der "Seebank" verbunden. Die "Seebank" war das seit jeher die Landschaften Dithmarschen und Wilstermarsch trennende Grenzmoor, welches vom Kudensee bis zur Elbe reichte; es galt sehr lange Zeit sowohl aus Verteidigungsgründen als auch aus Gründen des Sturmflutschutzes als unantastbar.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel, Nachf. Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem ausscheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1912 - Schloten - Aufreinigen eines Grabens in Tütermoor

1912 Schloten - Aufreinigen eines Grabens in Tütermoor in der Gemeinde Büttel
In früheren Zeiten und vor Einführung des Maschineneinsatzes war das Aufreinigen, Schloten und Kleien der Gräben und Grüppen in der Wilstermarsch eine arbeitsintensive und körperlich anstrengende Handarbeit.
Das Foto zeigt einen Bauern im Tütermoor beim Aufreinigen eines Entwässerungsgrabens.
Das Tütermoor in der Gemeinde Büttel war erst in den Jahren nach der Sturmflut des Jahres 1717 kultiviert worden. Es bildete mit den weiteren Bezirken Altenkoog, Büttel Dorf, Kuhlen und Nordbüttel die Gemeinde Büttel und in ihm bestanden nur eine Handvoll kleiner Landstellen. Heute erinnert in der von der Industrieansiedlung überformten Landschaft kaum noch etwas an die früher vorhanden gewesene Situation. Namen und Örtlichkeit der ehemaligen Gemeindebezirke sind in neuzeitlichen Kartenwerken nicht mehr auffindbar. Es gereicht der Stadt Wilster zur Ehre, dass sie in ihrem Neubaugebiet an der Neuen Burgerstraße mehrere Wohnstraßen nach den ehemaligen Bütteler Gemeindbezirken benannte - so führt eine der Straßen den Namen Tütermoor.
Als "kleien" oder "schloten" wurde die Arbeit des Aushebens von Erde und schlammigen Sediment aus den Gräben und Grüppen bezeichnet. Dieses geschah mit Spaten und Leit (gebogene bzw. abgewinkelte Grabenschaufel).
Beim Aufreinigen der Gräben wurde der Bewuchs aus den Gewässern entfernt. Der Bewuchs wurde mit der abgewinkelten Grabenforke aus den Gräben befördert. Zuvor wurde häufig der an den Böschungen überwachsende Bewuchs mit dem Grabenmesser (einem schwertähnlichen langen Messer mit langem Griff) abgeschnitten.
Die Abbildung zeigt anschaulich, wie besonders arbeitsaufwendig und mühevoll noch vor wenigen Jahrzehnten die in Handarbeit vorzunehmende Unterhaltung und Aufreinigung der Entwässerungseinrichtungen der Wilstermarsch war.
Dort, wo heute noch Grüppen vorhanden sind, werden diese nahezu ausschließlich durch den Einsatz von Maschinen (Tellerrandfräse, Schneckenfräse) aufgereinigt. Es liegt auf der Hand, dass diese - aus ökonomischen Zwängen notwendige - Art der Gewässerunterhaltung große Nachteile für Flora und Fauna in der Marsch hat. So haben z.B. die dramatischen Rückgänge bei Leitarten wie dem Weißstorch hierin eine ihrer entscheidenden Ursachen.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

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1964 - Bauernhaus in Kuhlen in der Gemeinde Büttel

1964 Bauernhaus in Kuhlen in der Gemeinde Büttel.
Das an der Straße Kuhlen im Zuge des seinerzeitigen Verlaufs der Landstraße (L 276) von Landscheide nach Kudensee gelegene Anwesen war 1962 von dem Landwirt Hermann Schmidt erworben worden. Dieser hatte zuvor sein in Nordbüttel gelegenes Gebäude veräußert, welches danach als Wohnhaus genutzt wurde.
Es handelt sich um Hof 20 Anhang (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
In dem Gebäude hatte bis 1927 der Land-Gasthof „Zur Eiche“ von Johannes Schütt bestanden. In genanntem Jahr erwarb der Zimmerermeister Hans Gloyer das Anwesen und richtete in dem Gebäude seine Zimmerei ein, bis dann 1962 der Landwirt Hermann Schmidt das Gebäude kaufte und hierher seinen zuvor in Nordbüttel ansässigen Betrieb verlegte und hier bis 1974 bewirtschaftete.
Das Gebäude wurde im Rahmen der für die Industrieansiedlung im Raum Büttel und Brunsbüttel in den 1970er Jahren erfolgten weitgehenden Räumung des Dorfes Büttel beseitigt.

Bildrechte: Hermann Schmidt, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Maren Hayenga, Wilster

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2017 - Blaumerlen in Büttel - eine kleine ornithologische Sensation

19. Juli 2017 2017 Blaumerlen in Büttel gesichtet - eine überraschende kleine ornithologische Sensation!
Dem in Büttel an der Elbe wohnenden Dennis Schäfer gelang dort die mit eigenen Fotos belegte Beobachtung eines Trupps Blaumerlen (Monticola solitarius).
Diese Vogelart, bei welcher das Männchen ein sehr auffälliges blaues Gefieder hat, kommt in Deutschland normalerweise allenfalls im Alpengebiet vor. Entsprechend der beigefügten Karte (aus Pareys Vogelbuch) liegt in Europa ihr übliches Verbreitungsgebiet (Brutgebiet in grün, Sommergebiet in gelb, Wintergebiet in blau) rund um das Mittelmeer.
Die zur Familie der Drosseln gehörende Blaumerle hat in etwa die Größe der heimischen Schwarzdrossel.
Da die Blaumerlen in Büttel in einem größeren Trupp auftraten, wird es sich bei ihnen wahrscheinlich nicht um geflüchtete Volierenvögel gehandelt haben.
Bild 1 zeigt eines von den lebhaft blau gefärbten Männchen,
Bild 2 insgesamt drei von den einheitlich braun gefärbt Weibchen, deren Unterseite hell erscheint und eine braune Bänderung aufweist.
Bild 3 zeigt zum Vergleich eine Abbildung aus Pareys Vogelbuch
Bild 4 das Verbreitungsgebiet der Blaumerlen (gleichfalls aus Pareys Vogelbuch).

Bildrechte Fotos 1 und 2: Dennis Schäfer, Büttel

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1907 - Büttel an der Elbe - Hafenpriel, Vorland, Bösch

1907 Büttel an der Elbe - Bösch, Hafenpriel, Vorland
Im unbedeichten Vorland weiden Rinder am Bütteler Hafen-Priel.
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung. Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, über den Burg Kudensee-Kana, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.
Das Foto mit der Gruppe der Rinder findet sich auf vielen alten Ansichtskarten aus der Wilstermarsch; häufig wurde die Gruppe in Bilder hinein gearbeitet.
Wohl gibt es heute noch die Gemeinde Büttel an der Elbe, jedoch der alte historische Ort hat aufgehört zu existieren, nachdem seit Mitte der 1970er wegen der Industrieansiedlung von ursprünglich 200 Häusern alle bis 17 abgebrochen und die Bewohner umgesiedelt wurden.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1907 - Hafen von Büttel (Elbe)

1907 Hafen von Büttel (Elbe)
Büttel war seinerzeit eine typische Schiffer-Siedlung.
Im Hafen von Büttel liegen viele Ewer in Winterruhe. Die Fracht-Ewer sind im Eis eingefroren; dieses geschah fast alljährlich und bot Gelegenheit zu manchem Eisvergnügen.
Der Hafen hatte über eine gedeckte Deichschleuse Zugang zur Elbe. Früher war es ebenfalls möglich, von Büttel aus über den Burg Kudensee-Kanal, die Burger Au und die Holstenau/Wilsterau bis nach Wilster zu fahren und am Kasenort in die Stör zu gelangen.

Bildrechte: Verlagsanstalt Julius Simonsen, Oldenburg in Holstein

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1910 - Büttel - Kastanienallee Hauptstraße/Fährstraße - Heimatgedicht

Büttel - Kastanienallee Hauptstraße/Fährstraße - Heimatgedicht
Blick durch die von blühenden Kastanienbäumen gesäumte heutige Hauptstraße/Fährstraße von Büttel nach Brunsbüttel.
Bis zum Bau der Straßenhochbrücke Brunsbüttel und der neuen Trasse der Bundesstraße 5 hatte hier deren Verlauf gelegen. Sie wurde seinerzeit als Reichsstraße 5 bezeichnet, welche von der Dänischen Grenze in Nordfriesland über Berlin und Frankfurt (Oder) bis nach Beuthen in Oberschlesien führte.
An der Straße waren seinerzeit beidseitig weiß gestrichene Begrenzungssteine (Naturstein) mit den Kilometer-Angaben in regelmäßigen Abständen platziert.
Auf der Bildseite ist ein Text aus der zweite Teil der 1.Strophe des in plattdeutscher Sprache verfaßten Heimatliedes der Gemeinde Büttel abgedruckt.
Er lautet:
Un denn in´n Mai, wi lacht in Fröhjohrspracht,
Di an de smuck Allee,
Di an de smuck Allee
Mit Blöm´n as Lichter, so witt as Snee


Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

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1908 - Büttel (Elbe), Kate bzw. Heuerhaus an der Deichstraße

1908 Kate oder Heuer-Haus in Büttel an der Elbe
Der abgebildete kleine Bauernhof stand an der Deichstraße in Büttel an der Elbe.
Es scheint sich bei dem Gebäude auch mehr um eine Katenstelle oder ein Heuer-Haus zu handeln, zu welchem der von der Arbeit heimkommende Schnitter mit der geschulterten Sense heimkehrt.
Die Szene gibt einen Eindruck von den körperlichen Anstrengungen der Feldarbeit.
Bei der Person mit der geschulterten Sense handelt es sich um Peter Hönck, welcher zu der Zeit Eigentümer der Kate war.

Bildrechte: Verlag C.K.W. (wohl Carl Kuskop, Wilster)
es liegt nahe, dass die Aufnahme von dem in Büttel wohnhaft gewesenen Fotografen Amandus Dohrn gefertigt wurde.

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