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Wilstermarsch Schöpf- und Getreidemühlen

Neu! 1912 Mühlenbetrieb Steffens in Kleve

1912 Mühlenbetrieb Steffens in Kleve
Die Windmühle ist 1880 in Kleve errichtet worden. Sie stand zuvor in Dellstedt in Dithmarschen, wurde dort abgebaut und im Aufrage des Müllers Hans Ruge in Kleve am Geestkamp wieder aufgebaut.
Nach zwei weiteren Vorbesitzern erwarb 1903 Fritz Steffens den Mühlenbetrieb, um ihn bereits im Folgejahr an seinen Sohn Johannes Fritz Steffens abzugeben.
Das Foto zeigt Johannes Steffens mit seiner Ehefrau Margaretha geb. Claußen, vier iher sechs Kinder sowie ein Dienstmädchen.
Auf der Galerie der Mühle sind drei weitere Personen zu erkennen; ein Kutscher sitzt auf dem Kutschbock des mit Getreidesäcken vollbeladenen Gespanns vor dem Wohnhaus.
Leider ist im I. Weltkrieg bereits im Jahr 1915 der Müller Johannes Steffens bei Kampfhandlungen gefallen, wonach seine Witwe den Müllereibetrieb gemeinsam mit einem Hilfsmann bis 1925 weiter führte, um ihn dann zu verpachten.
Im Jahr 1930 wurde der Betrieb aufgegeben.
Die Mühle verfiel in der Folge. In den 1940er Jahren war das Oberteil mit den Flügeln bereits demontiert und der Mühlenstumpf wurde von der Wehrmacht als Spähturm für mit dem Ziel Hamburg aus England anfliegende Bomberstaffeln genutzt.

Bildrechte: nicht bekannt
Das alte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Schröder, Kleve

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Neu! 1935 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf

1935 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle (ein sogenannter Erd Holländer).
Aus Sicht der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unverstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches; die Windmühle wurde 1940 abgebrochen.

Bildrechte: Hans Elias, Itzehoe
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1882 - Spinnkopfmühle auf einem Hausdach in der Neustadt

1882 Spinnkopfmühle auf einem Hausdach in der Neustadt
Auf mehreren Häusern in Wilster fanden sich Ende des vorletzten Jahrhunderts zur Energiegewinnung genutzte Windmühlen. Diese waren zumeist sogenannte Spinnkopfmühlen - kleinere bauähnliche Varianten der Kokerwindmühle (z.B. Schöpfmühle Honigfleth). Die Spinnkopfmühlen verfügten über eine um den Mühlenkörper herumlaufende Galerie, von welcher aus mittels des Steert der Mühlenkopf mit den Flügeln in den Wind gedreht werden konnte.
Eine aus der Wilstermarsch stammende Spinnkopfmühle kann heute noch im Freilichtmuseum Molfsee bewundert werden; die aus Fockendorf stammende Mühle wurde hier 1966 restauriert und aufgebaut (Bild 3) und ist die einzige in Schleswig-Holstein erhaltene derartige Mühle. Ihre Konstruktion zeigt Bild 4.

Bildrechte:
Bilder 1 und 2: Hans-Peter Mohr, Wilster
Bild 3: Klaus Wätzel, Horst
Bild 4: Hans Finck, Kiel

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1892 - Getreidemühle RENATA am Kasenort

1892 Getreidemühle RENATA am Kasenort
Die 1883 erbauten Getreide-Mühle von H. Meifort am Kasenort war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle); die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Zu dem Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
In Bildmitte ein alter Mündungsarm der Wilsterau; über den Arm der Wilsterau führt eine Brücke, sie liegt in der Linienführung der heutigen Straße nach Kathen.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.
Links im Hintergrund ist der Deich an der Stör zu erkennen.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in:
Brokdorf (die Mühle stand auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora)

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Der lange Zeit einen Postkartenverlag in Wilster am Markt betreibende Carl Kuskop war seit 1892 als Photograph in Wilster aktiv.

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1895 - Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen

1895 Getreidemühle im Bereich Landscheide / Neumühlen in der Gemeinde Beidenfleth.
An die heute nicht mehr vorhandene Mühle erinnert nur noch der Name der Straße Neumühlen.
Die von Fockendorf bzw. Mückendorf nach Dodenkopp bzw. zur Brokdorfer Landscheide führende Straße Neumühlen liegt auf der Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth. Die Straße Neumühlen folgt einem ehemaligen Deich, dem Döwerdiek ( dove = alt, daher: alter Deich).
Die Mühle stand auf einer Wurt auf Beidenflether Gebiet an der Stelle, wo die Grenzen der Gemeinden Beidenfleth, Wewelsfleth und Dammfleth zusammenstoßen und die Grenze zu Brokdorf nicht fern ist.
Eine Mühle an diesem Standort gab es seit dem 16. Jahrhundert, wobei es sich zunächst um eine Bockmühle handelte (sh. Zeichnung Bild 2). In den Jahren 1831/32 wurde die Bockmühle durch die abgebildete Holländer Mühle ersetzt und auch das zugehörige Wohnhaus errichtet. 1897 wurde die Mühle abgebrochen und nach Hochfeld verlegt.
Die Zeichnung Bild 4 zeigt die 1831 errichtete Holländer Mühle, deren Flügel zunächst mit Segeln bespannt waren; die Klappen in den Ruten wurden erst später eingebaut.
Das Wohnhaus (sh. Bild 3) zur vormaligen Kornwindmühle wurde noch in den 1950er Jahren genutzt; wann es beseitigt wurde, ist gegenwärtig noch nicht ermittelt.

Bildrechte:
Fotos: nicht bekannt
Zeichnungen: Johann Richard Peters, Wewelsfleth und Wilster; Marinemaler und Journalist

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1899 - Schöpf-Mühlen an der Moorhusener Wettern in der Wilstermarsch

1899 Schöpfmühlen an der Moorhusener Wettern in der Wilstermarsch
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Zumeist handelte es sich bie diesen Mühlen um Kokermühlen, welche heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannt werden.
Auch das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, ist keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Schriftleiter des Monatsheftes "Molenworeld" in den Niederlanden
Die letzte Schöpfmühle des Typs Kokermühle in der Wilstermarsch konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.
Bei den abgebildeten zehn Mühlen handelt es sich bis auf eine um solche vom Typ der Kokermühlen. Die zweite rechtseitig der Wettern stehende Mühle ist jedoch eine Achtkantmühle. Dieser auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau. Die Mühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte.
Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern.

Bildrechte Bild 1: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster
Bei dem ergänzend vorgestellten Foto handeltes sich um einen originalen alten Bildabzug, der ferundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde von Dieter Schröder, Kleve

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1900 - Brokdorf - Windmühle auf dem Deich der Elbe

1900 Windmühle auf dem Deich der Elbe bei Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle (ein sogenannter Erd Holländer).
Aus Sicht der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unverstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches; die Windmühle wurde 1940 abgebrochen.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder Fotos von den Originalnegativen erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1900 - Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1900 Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen
Bereits um 1540 war die erste Windmühle in St. Margarethen auf dem Standort "Auf dem Stuven" für Johann Rantzau (Herr auf Breitenburg) erbaut worden. Die Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!
Ende des 19ten Jahrhunderts gelangte die Mühle in den Besitz von Adalbert Siemen, danach der Firma A. Siemen Söhne (Das A steht für Albert, den Vater von Adalbert). Das Ehepaar Anne und Walter Siemen ließ die Mühle in einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks versetzen und auf dem ehemaligen Mühlenstandort für sich eine vom St. Margarethener Baumeister Johann Wiekhorst entworfene Villa errichten.
Das Foto zeigt die Arbeiten bei der Versetzung der Windmühle.
Bild 3 zeigt das Originalfoto; Bilder 1 und 2 sind bearbeitet.

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

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1910 - Dampf-Pumpwerk in Averfleth a

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth
Fototafel mit Darstellung eines einschneidenden Wandels in der Entwässerungstechnik der Wilstermarsch, welcher das Ende der so lange das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen einleitete.
Der heutige Sielverband Neuendorf-Sachsenbande ist 1906 als Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft gegründet worden. Es bestand die Absicht, das etwa 1.400 Hektar große Entwässerungsgebiet künftig mit modernen leistungsfähigen Schöpfwerken anstelle der ca. 50 vorhandenen Windmühlen (Wipp-Mühlen und Achtkant-Mühlen) zu entwässern.
Bereits im Herbst 1906 wurde mit dem Bau des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth begonnen, in dessen Kesselhaus mit dem hohen Schornstein zwei jeweils 40 PS aufweisende Dampfmaschinen aufgestellt wurden.
Die abgebildeten Fotografien wurden von dem damaligen Meliorations-Bausekretär Struve am 18. Mai 1910 gefertigt.
Bild 1: Fototafel frühere und "jetzige" Entwässerung.
Bild 2: Dampfschöpfwerk Averfleth
Bild 3: Erläuterungstafel
Bild 4: Rückseite der Fototafel mit Vervielfältigungsauftrag
Das Pumpwerk war ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb, bis es 1960 mit dem Bau des Hauptschöpfwerkes Averfleth stillgelegt wurde. Am Bau des neuen Schöpfwerkes wirkte 1960 Peter von Holdt - der Begründer der Heimatseite mein-wilster - als junger Maurerlehrling mit.

Bildrechte: Struve, Meliorations-Bausekretär

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1910 - Dampf-Pumpwerk in Averfleth b

1910 Dampf-Pumpwerk in Averfleth
Fotos mit Darstellung eines einschneidenden Wandels in der Entwässerungstechnik der Wilstermarsch, welcher das Ende der so lange das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen einleitete.
Der heutige Sielverband Neuendorf-Sachsenbande ist 1906 als Neuendorf-Sachsenbander Entwässerungsgenossenschaft gegründet worden. Es bestand die Absicht, das etwa 1.400 Hektar große Entwässerungsgebiet künftig mit modernen leistungsfähigen Schöpfwerken anstelle der ca. 50 vorhandenen Windmühlen (Wipp-Mühlen und Achtkant-Mühlen) zu entwässern.
Bereits im Herbst 1906 wurde mit dem Bau des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth begonnen, in dessen Kesselhaus mit dem hohen Schornstein zwei jeweils 40 PS aufweisende Dampfmaschinen aufgestellt wurden.
Die abgebildeten Fotografien wurden von dem damaligen Meliorations-Bausekretär Struve am 18. Mai 1910 gefertigt.
Bild 1: Innenansicht vom Maschinenhaus des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth
Bild 2: Innenansicht vom Maschinenhaus des Dampf-Pumpwerkes in Averfleth
Bild 3: Schöpfmühle - eine sogenannte Wipp- oder Kokermühle (in der Wilstermarsch vielfach fälschlich Bock-Mühle genannt).
Bild 4: Schöpfmühle - eine Achtkantmühle.
Das Pumpwerk war ein halbes Jahrhundert lang in Betrieb, bis es 1960 mit dem Bau des Hauptschöpfwerkes Averfleth stillgelegt wurde. Am Bau des neuen Schöpfwerkes wirkte 1960 Peter von Holdt - der Begründer der Heimatseite mein-wilster - als junger Maurerlehrling mit.

Bildrechte: Struve, Meliorations-Bausekretär

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1911 - Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth
Eigenwillige Konstruktion eines Schornsteins.
Die offenkundig auf einem alten Mühlenstandort (sh. Bild 3) unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Im Hintergrund ist der ihrer Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen, während vorne das Maschinenhaus am Ufer der Wilsterau steht. Die Umrüstung auf den Dampfbetrieb wird, wie das Foto Dokumentiert, gerade durchgeführt. Durch den großen Mauerdurchbruch wurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wird auf dem Dach des Gebäudes montiert, auf dem mehrere Personen zu erkennen sind (Bild 1).
Nachdem nur noch der Mauerdurchbruch des Maschinenhauses wieder zu verschließen ist, posieren Eigner und Handwerker nach verrichteter Arbeit (Bild 2).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1912 - Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE in St. Margarethen

1912 Villa Siemen und Windmühle DIE ERNTE am Standort Auf dem Stuven in St. Margarethen.
Die im Vordergrund stehende und nach Plänen des St. Margarethener Baumeisters Johann Wiekhorst geplante Villa war auf dem vorherigen Standort der Mühle "Die Ernte" erbaut worden. Bauherren waren das Ehepaar Walter und Anne Siemen, welche zuvor ihre Mühle auf einen rückwärtigen Bereich des Grundstücks hatten versetzen lassen.
Die Villa erhielt im Jahr 1912 an ihrer rechten Frontseite einen Turm, welcher den repräsentativen Eindruck des Gebäudes weiter verstärkte.
Das Gewässer im Vordergrund ist der Nortorf-Neuenhafener Kanal.
Das Vergleichsfoto (Bild 2) zeigt die Villa noch vor der Errichtung des Turmes.
Die Mühle "Die Ernte" war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: nicht bekannt; evtl. Amandus Dohrn, Büttel
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Tord Siemen, Wilster, einem Urenkel der Bauherren.

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1914 - Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich

1914 Umbau der Mühle EMANUEL in Ecklak-Austrich
vom Erd-Holländer zum Galerie-Holländer
Im Ortsteil Ecklak-Austrich der Gemeinde Ecklak bestand seit etwa Hälfte des vorletzten Jahrhunderts eine Kornwindmühle.
Die unmittelbar an der Wilsterau stehende Mühle - ein auf einem aufgeschütteten Hügel stehender sogenannter Erd-Holländer - mußte durch Menschenkraft in den Wind gestellt werden. Erst im Jahre 1914 baute der Wilsteraner Mühlenbauer Johann Meyer die Mühle völlig um, wobei das Bauwerk eine Galerie und auch eine Windrose erhielt, um sich selbsttätig in den Wind zu stellen.
In einer atemberaubenden Aktion wurde der Hügel unter der Mühle abgetragen, das Mühlenbauwerk aufgeständert und sodann das tragende Untergeschoss errichtet.
Um 1940 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Mühle wurde in den 1950er Jahren abgebrochen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Fotos 1 bis 3 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von dem versierten Mühlenfachmann Uwe Karstens, welcher sie auch in seinem aktuellen Buch Die Wind- und Wassermühlen in Schleswig-Holstein und Hamburg vorstellt und in welchem auch Fotos aus mein-wilster Verwendung finden.

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1920 - Rumflether Mühle AURORA

1920 Rumflether Mühle AURORA
Die Mühle - einer der letzten Galerie-Holländer im Kreis Steinburg - ist heute noch mit Leben erfüllt. Zwar wird nicht mehr Korn gemahlen, doch lädt die Familie Martens zu vielfältigen Aktivitäten und Anlässen in die vorbildlich erhaltene und sanierte Mühle ein.
Im Jahre 1981 unter Denkmalschutz gestellt, verschönt sie seit ihrer Erbauung im Jahre 1872 in wundervoll ästhetischer Weise die Silhouette der Marschenstadt Wilster. Die AURORA überdauerte glücklicherweise das große Mühlensterben, welches ab 1957 mit dem Mühlenstilllegungsgesetz eintrat. Ein mit staatlichen Prämien finanzierter Anreiz zur Aufgabe der Kornwindmühlen bewirkte in der damaligen Bundesrepublik Deutschland das Verschwinden der großen Mehrzahl dieser so beeindruckenden technischen Anlagen.
In der schönen "Aurora" aber läßt sich heute noch die alte Mühlentechnik bewundern, so wie die Übertragung der Windkraft über Flügelwelle, Königswelle, Kamm- Stock- und Stirnräder bis in die Mahlgänge.
Bis in das Jahr 1953 hinein nutzte die Rumflether Mühle die Windkraft. Dann wurde die Windmühle stillgelegt, von ihren Eigentümern aus der Müller-Familie Martens jedoch weiterhin tatkräftig unterhalten. Der Mühlenbetrieb selbst wurde als Motormühle bis 1991 von dem Müllermeister Hansdelf Martens geführt, welcher die Mühle von seinem Vater Detlef Martens (+ 21.01.1963) übernommen hatte.
Wer mehr wissen oder sogar die Mühle besuchen möchte - und ein Besuch lohnt sich - wird in der Rumflether Mühle Informationen finden.

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1920 - Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf

1920 Spinnkopf-Mühle aus Fockendorf in der Gemeinde Beidenfleth
Spinnkopfmühle aus der Wilstermarsch im Freilichtmuseum Molfsee
Spinnkopf-Mühlen wurden als Schöpfmühlen, aber auch als Getreidemühlen verwendet.
Die kleine Spinnkopf-Mühle stand früher auf einem Gehöft in Fockendorf bei Beidenfleth. Sie wurde dort nach Aufhebung der Mahlbezirke für die privilegierten Getreidemühlen als Senfmühle und zum Mahlen und Schroten von Getreide verwendet; der Mühlenzwang in Schleswig-Holstein ist 1853 aufgehoben worden.
Die um 1850 erbaute Mühle wurde im Jahre 1966 abgebaut, restauriert und im Freilichtmuseum Molfsee wieder aufgebaut.
Spinnkopf-Mühlen sind kleine Varianten (7 bis 12 m Flügelraddurchmesser) der Koker-Windmühle (Köcherwindmühle, kurz Kokermühle); auch Wippmühle oder Holländische Jungfer genannt.

Bildrechte: Klaus Wätzel

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1921 - Schöpfmühle in Wetterndorf, Gemeinde Landscheide

1921 Schöpfmühle in Wetterndorf, Gemeinde Landscheide
Die Kokermühle stand an der Vierstieghufener Wettern, in welche sie das Wasser aus dem Rhinschlot mittels einer Archimedischen Schnecke schöpfte. Die weitere Vorflut erfolgte weiter über den Vierstieghufener Kanal zum Sielbauwerk im Elbdeich bei Arentsee in die Elbe.

Bildrechte: Amandus Dohrn, Büttel

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1923 - Kornwindmühle in Ecklak-Austrich

1923 Kornwindmühle in Ecklak-Austrich
In der erst 1867 gebildeten Wilstermarsch Gemeinde Ecklak bestand im Ortsteil Ecklak-Austrich seit etwa Hälfte des vorletzten Jahrhunderts eine Kornwindmühle. Die unmittelbar an der Wilsterau stehende Mühle mußte durch Menschenkraft in den Wind gestellt werden. Erst im Jahre 1914 baute der Wilsteraner Mühlenbauer Johann Meyer die Mühle völlig um, wobei das Bauwerk eine Galerie und auch eine Windrose erhielt, um sich selbsttätig in den Wind zu stellen.
Um 1940 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Mühle wurde in den 1950er Jahren abgebrochen.

Bildrechte: nicht bekannt

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1923 - Schöpfmühlen - Windrotor/Windrad und Kokermühle

1923 Schöpfmühlen - Windrotor/Windrad und Kokermühle
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, hatten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen (Koker-Mühlen und Achtkant-Mühlen), von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, abgelöst.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke. Eine solche befand sich in dem vor der rechts abgebildeten Kokermühle erkennbaren Trog, welcher zum Entwässerungsgraben/Rhinschloot herunter reicht.
Die abgebildeten in Neuendorf-Sachsenbande stehenden Schöpfmühlen schöpften auf die höher gelegene und mit niedrigen Wällen beuferte Wettern, welche das Wasser zur Wilsterau in Averfleth führte. Dort wurde das Wasser abermals mit einer Pumpe gehoben und von der Wilsterau abgeleitet. Noch heute ist in der in weiten Teilen unter dem Meeresspiegel gelegenen Wilstermarsch eine zweistufige Entwässerung erforderlich.
Neben der Kokermühle ist rechts am Horizont der Schornstein der damaligen Meierei Sachsenbande zu erkennen.
Leider ist in der Wilstermarsch keines der dort vor einhundert Jahren vorhanden gewesenen Windrotoren erhalten geblieben; eine Kokermühle hingegen wurde erhalten und als Kulturdenkmal in Honigfleth aufgestellt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1924 - Gehöft mit Windmühle in Osterbünge

1924 Gehöft mit Windmühle in Osterbünge
Bei dem abgebildeten eindrucksvollen Anwesen handelt es sich vermutlich um Hof 629 (gem. dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild") welcher seinerzeit im Eigentum von Siemon Krey (* 1868 + 1952) stand. Dessen Ehefrau Cäcie (Caecilie geb. Siemen) war von 1926 bis 1966 Vorsitzende des Landfrauenvereins Wilstermarsch; sie hat diesen 1946 nach dem während der nationalsozialistischen Diktatur zwangsweise eingetretenen Stillstand wiederbegründet. Sie wurde für ihren Einsatz mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
So wie bei dem abgebildeten Hof, befanden sich zur damaligen Zeit bei verschiedenen Bauernhäuser in der Wilstermarsch kleinere Windmühlen. Hierbei handelte es sich nicht um Schöpfmühlen, sondern um solche zur Kraftgewinnung zum Mahlen und Schroten für den Betriebsbedarf des jeweiligen Gehöfts.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1925 - Hochfeld - Mühle FORTUNA

1925 Mühle "Fortuna" von Detlef Trede in Hochfeld
Die Mühle "Fortuna" im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch Gemeinde Dammfleth ist im Jahre 1971 abgebrannt. Zu der Zeit erbaute der Begründer (Peter J. von Holdt als Ingenieur des DHSV) dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.
Das abgebildete Foto (Bild 1) stammt aus der leider undatierten Festzeitung (Bild 2) zur Silberhochzeit des Mühlenbetreibers Detlef Trede und dessen Ehefrau Emma geb. Schröder.
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden.
Bild 3 zeigt die Mühle zu einem einige Jahre späteren Zeitpunkt (erkennbar an den umgestalteten Nebengebäuden) sowie die damalige zahlreiche Belegschaft (Bild 4) des Betriebes, zu welchem auch eine Schweinemästerei gehörte.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Festzeitung befindet sich im Eigentum von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

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