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Neu! 1644 Petschaft der Zunft der Leinenweber in der Stadt Wilster

1644  Petschaft der Zunft der Leinenweber in der Stadt Wilster.

Das alte Siegel zeigt umrahmt von 3 Weberschiffchen eine Darstellung der Flachspflanze. Diese blau blühende einjährige Pflanze mit dem lateinischen Namen Linum usitatissimum liefert aus den langen Fasern ihrer Stengel den Grundstoff für Leinen.

Die Umschrift des Siegels lautet:
DISES IS DER WILSTER LINENWEVER AMTESSEGEL und die Jahreszahl 1644.
Das aus Bronze gefertigte Siegel hat die Maße 43 mm x 30 mm und mit dem Schaft ist es 125 mm hoch.

Die Zunft der Leinenweber in der Stadt Wilster ist im Jahr 1642 gegründet worden; die sogenannte Amtsbeliebung dieser Zunft ist vollständig überliefert.
Die Zünfte wurden in Norddeutschland zumeist auch Ämter genannt.

In Wilster hatten mehrere Handwerkerberufe Zünfte begründet, so u.a. die bereits 1377 bezeugten Ämter der Fleischer, Krämer, Schuster und Schneider, zu welchen danach hinzu kamen u.a. die der Bäcker, Goldschmiede, Kürschner, Schmiede, Tischler und Weber.
Der Rat der Stadt hatte großen Einfluß auf die Zünfte. So setzte er bei der Genehmigung der Artikel des Amtes der Leineweber Zunft durch, dass "Erstlich werden zu aller und jederzeit zwey deputierte des rahts morgensprachsherrn sein". Vertreter des Rates waren also bei jeder Zusammenkunft des Zunft, der sogenannten Morgensprache, zugegen.

Die mittelalterlichen Handwerksmeister vieler Berufe schlossen sich insbesondere in den Städten zu Zünften zusammen, um die Interessen ihres Berufsstandes gemeinsam zu vertreten. Sie schrieben hinsichtlich der gefertigten Produkte ihren Mitgliedern auch nicht zu unterschreitende Qualitätsmerkmale vor. Nicht in den städtischen Zünften organisierte ländliche Handwerker wurden als "Böhnhasen" tituliert, deren "unzüftige" Produkte es abzuwehren galt.

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Neu! 1809 Warentransport über die Wilsterau - Holstenau zur Eider

1809 Warentransport über die Wilsterau - Holstenau zur Eider
Beim Blick auf vergangene und vor einem Jahrhundert und noch weiter zurück in unserer Region abgelaufene Geschehnisse wird bewußt, daß das enge Netz der größeren Gewässer unserer näheren Heimat früher die bevorzugten Verkehrswege bildete.
Die uns heute so schmal und unscheinbar erscheinenden Flüsse Wilsterau - Holstenau und Burger Au erfüllten nicht nur Funktionen für die Entwässerung, sondern ganz entscheidend die von Lebensadern für Handel und Verkehr. Die Wilsterau - Holstenau war etwa bis Schafstedt schiffbar, die Burger Au (Wolburgsau) bis in den Kuden See.
In einer Phase der Kontinentalsperre im Rahmen des Konfliktes zwischen Frankreich unter Napoleon einerseits und Großbritannien andererseits, erlangte der Warentransport von Gütern aus Hamburg und Altona über Elbe und Stör, sodann auf der Wilsterau - Holstenau aufwärts, eine besondere Bedeutung. Vermutlich wurden die Güter bis Dückerswisch transportiert, dort auf Fuhrwerke umgeschlagen und zur Eider befördert, von wo sie dann wiederum mit Lastkähnen nach Tönning, Friedrichstadt und Rendsburg weiter transportiert wurden. Eventuell erfolgte der Transport per Fuhrwerk sogar nur über die hier nur etwa 6 km breite Wasserscheide bis zur Gieselau südlich von Albersdorf, von wo über dieses Nebengewässer der Eider dieser gut schiffbare Fluß erreicht werden konnte

Transporteure aus der Stadt Wilster boten 1809 die genannte Wegestrecke für den Warentransport an und betonen dabei, dass diese Route schon "vormahls sehr berücksichtigt wurde."
In der
Staats- und Gelehrte Zeitung des Hamburgischen unpartheyischen CORRESPONDENTEN
vom 29. Juli 1809 heißt es:

Bekanntmachung.
Bey der jetzt abermals eingetretenen Sperre der directen Fahrt von der Elbe über die Wadden nach der Eider haben Unterzeichnete die Ehre, das geehrte commercirende Publicum auf die beste, sicherste und wohlfeilste Art der Güter Beförderung von Hamburg und Altona über die Wilster (Wilsterau) nach Tönning, Friedrichstadt und Rendsburg aufmerksam zu machen.
Von diesem Wege, der schon vormahls sehr berücksichtigt wurde, hat die Erfahrung gelehrt, daß solcher jedem anderen vorzuziehen ist.
Wir übernehmen den ganzen Transport und die Herren Kaufleute, welche sich dieses Weges bedienen wollen, werden ersucht, sich dieserwegen directe an uns selbst, oder auch an den Herrn Ernst Flügge (?) Große Elbstraße No. 72 in Altona, der die Verladung der Güter besorgen wird, gefälligst zu wenden, wo die nähern Bedingungen zu erfahren sind.

Wilster, den 25sten Julit 1809
Joh. et Hinr. Meyer


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Neu! 1919 Auf dem Bahnhof Wilster wurde eine Eiersendung beschlagnahmt

1919 Auf dem Bahnhof Wilster wurde eine Eiersendung beschlagnahmt
In der heutigen Zeit mit übervollen Supermärkten ist es kaum vorstellbar, dass die Beschaffung von Lebensmitteln in Perioden der Vergangenheit für viele Menschen schwierig und problematisch war.
Der vorgestellte kurze Zeitungsbericht mutet daher aus heutiger Sicht eher amüsant an.
Die Dithmarscher Landeszeitung schrieb:

Burg, 09. Juli 1919 - Eine Eiersendung beschlagnahmt.
Auf Veranlassung eines hiesigen Einwohners wurde die Beschlagnahmung größerer Eiersendungen veranlaßt.
Die Sendungen sollten nach Mannheim und Wandsbek gehen, wurden aber im Bahnhof Wilster nicht zugelassen. Von Wilster aus erfuhr der betr. Einwohner von der Sache und konnte zur rechten Zeit die Beschlagnahmung veranlassen.
Die Eier kommen hier zur Verteilung. Es sind höchst bedauerliche Zustände, wenn man bedenkt, dass wöchentlich eine große Menge Eier zu Wucherpreisen unerlaubt von hier ausgeführt werden und die Einwohner schon seit Wochen kein einziges Ei zugewiesen erhalten haben.

Anmerkung: Den alten Zeitungsausschnitt erhielten wir freundlicherweise von Nils Paustian, Brickeln

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Neu! 1920 Wilstermarschkäse - eine weit bekannte Spezialität aus der Wilstermarsch

1920 Wilstermarschkäse - eine weit bekannte Spezialität aus der Wilstermarsch
In der Dithmarscher Landeszeitung wurde für die aus der benachbarten Wilstermarsch stammende Käse-Spezialität geworben. Die Werbung hat vermutlich ein in Heide ansässiger Händler geschaltet.
Deutschlandweit ist der Käse mit der Markenbezeichnung Wilstermarschkäse noch einhundert Jahre später weithin bekannt, auch wenn er nicht mehr in seiner Ursprungsregion gefertigt wird.

Bemerkung: Die alte Annonce wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Nils Paustian, Brickeln
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Neu! 1923 -Bienenwirtschaftlicher Verein Wilstermarsch mit 66 organisierten Imkern

Vor einhundert Jahren gab es in der Wilstermarsch 66 Imker, welche sich im Bienenwirtschaftliche Verein für die Wilstermarsch organisiert hatten.

1923 berichtete die Dithmarscher Landeszeitung über die Mitgliederversammlung des Vereins

Wilster, 4. April 1923
Der bienenwirtschaftliche Verein für die Wilstermarsch
hat in seiner ordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, die Nachtragsumlage des Landesvereins gestaffelt in Höhe von 800, 1200 und 1400 Mark zu hebenund den Vereinsbeitrag um 100 Mark zu erhöhen.
Dem Verein gehörten bis Jahresschluß 62 Mitglieder mit rund 1240 Völkern an.
Neu eingetreten sind vier Imker.
Empfohlen wurde, bei Verkauf von Honig den zur Zeit der bezahlung gültigen Preis zu nehmen.
Der hohe Zuckerpreis drückt stark auf die Großimker. Für manche ist es in Zukunft unmöglich, sich den für die Einwinterung erforderlichen Honig zu beschaffen, und man muß wieder auf die Honigauffütterung der alten Zeit zurückgreifen.
In den Vorstand wurde als Kassenführer Postsekretär Rönnau gewählt.

Hinweis: Die Höhe der genannten Geldbeträge sowie die geschilderten Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Zucker verdeutlichen die Zeit der deutschen Inflation von 1914 bis November 1923

Bemerkung: Den alten Zeitungsartikel erhielten wir freundlicherweise von Nils Paustian, Brickeln

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Neu! 1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachfolger - Inhaber Albert Wilde

1923 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens Nachfolger
Das Geschäft von H. Martens Nachf. - Inhaber Albert Wilde - firmierte im Gebäude Markt 10 und 11 in Wilster, wobei in dem Ladengeschäft außer dem Handel mit Kolonialwaren, Eisenwaren, Stoffen, Kurzwaren, Tabak, Zigarren auch eine Agentur betrieben wurde. Die Geschäftsbeziehungen der Firma reichten offenbar weit über die Wilstermarsch hinaus.
Die Firma H. Martens Nachfolger (Inhaber Albert Wilde) bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, dann Sparkasse Westholstein) ein.
Abgesehen von der die Inflationszeit in Deutschland ausweisenden Frankatur ist bemerkenswert, dass auf dieser offenen Korrespondenz-Karte auch finanzielle Dinge an Geschäftspartner übermittelt wurden.
Überdies ist erstaunlich, dass die Mitteilung unterzeichnet wurde mit der Unterschrift "Martens Nachf."
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1873 - Klempnermeister August Carlsen in Wilster

1873 Brief aus Wewelsfleth an den Klempnermeister August Carlsen in Wilster
August Carlsen in Wilster ist als Klempner aufgeführt im 1872 erschienenen ADRESSBUCH der Kaufleute, Fabrikanten und Gewerbsleute sowie der Hof- & Guts-Besitzer.
Die Straße ist nicht verzeichnet; der genaue Standort des Betriebes konnte noch nicht festgestellt werden

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1876 - Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens in Wilster

1876 Kolonialwaren und Eisenwarenhandlung H. Martens
Correspondenz-Carte
Nachdem Heinrich Stephan, der Generalpostdirektor des Norddeutschen Bundes, im Jahre 1870 die Postkarte eingeführt hatte, wurde diese gegenüber der Briefpost kostengünstigere Alternative vielfach auch für geschäftliche Korrespondenz von Wilsteraner Firmen genutzt.
Das Geschäft von H. Martens firmierte im Haus Markt 10 und 11 in Wilster, wobei in dem Ladengeschäft außer dem Handel mit Kolonialwaren, Eisenwaren, Stoffen, Kurzwaren, Tabak, Zigarren auch eine Agentur betrieben wurde. Die Geschäftsbeziehungen der Firma reichten offenbar weit über die Wilstermarsch hinaus, denn die Karte ist an die Fürstlich Schwarzenbergischen Resonanzholzfabriken in Maderhäuser bei Winterberg (heutiges Vimperk) in Böhmen adressiert. Resonanzholz wurde für die Herstellung von Musikinstrumenten verwendet. In der Mitteilung wird darum gebeten, eine Summe von sechsundzwanzig Gulden und 23 Kreuzer an Ignaz Flandorffer in Oedenburg, Ungarn, auskehren zu wollen. Bei Ignaz Flandorffer handelte es sich um eine herausragende Persönlichkeit, über welche in der unten aufrufbaren Datei mehr nachgelesen werden kann.
Die Firma H. Martens Nachfolger (Inhaber A. Wilde) bestand noch in den 1930er Jahren; in das Gebäude zog später die „Wilstermarsch Sparkasse“ (spätere Verbandssparkasse, jetzt Sparkasse Westholstein) ein.

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1876 - Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung
Bestellung von Baumaterialien bei der Holzhandlung Rehder in Lübeck durch den wilsteraner Zimmermeister Reimer Griese, welcher auf dem Helgenland an der Wilsterau in Wilster auch den Bau von hölzernen Fracht-Ewern betrieb.
Reimer Griese ist dort bereits für das Jahr 1861 als Erbauer eines hölzernen Ewers genannt.


Anmerkung: Es handelt sich um eine der ältesten gelaufenen und auf dieser Heimat-Seite vorgestellten Postkarten.
Hinweis: Eine Leseabschrift der mit der Postkarte vorgenommenen Bestellung kann unten aufgerufen werden.

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1887 - Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt

1887 Postkarte der Lederwerke Falk & Schütt,
welche um die vorletzte Jahrhundertwende eine Zeit lang die größten in Europa waren.
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Mit der offenen Karte kündigten die Lederwerke einer Spedition in Hamburg die Lieferung einer Kiste mit Leder im Wert von 1.100 Mark an mit der Bitte, diese an eine Adresse in London, Großbritannien, weiter zu befördern „via Harwich“. Ein Beleg für die internationalen Verbindungen der Wilsteraner Leder-Industrie.

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1888 - Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte mit Firmenstempel

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme.
Firmenpost wurde seinerzeit vielfach auf offenen Postkarten abgewickelt.
So erging mit vorgestellter Postkarte am 09. März 1888 ein Angebot der Lederfabrik Gebrüder Böhme an die Firma P. Cohn & Co. in Altona an der Große Freiheit mit der Mitteilung:
"Es sammeln sich jetzt mehr Kalbfelle an; sagen sie uns welchen Preis sie heute anlegen."
Gemeinsam mit den Lederwerken „Falk & Schütt“ war die Lederfabrik der „Gebrüder Böhme“ der erste Industriebetrieb in Wilster.
Die Fabrik ist hervorgegangen aus der bereits 1850 von Nicolaus Böhme an der Landrechter Straße gegründeten Lohgerberei, welche anfangs 4 Gesellen beschäftigte. Nachdem die beiden Söhne Johann und Heinrich in den Betrieb eintraten und ihn Anfang der 1870er Jahre übernahmen, firmierte der Betrieb unter dem Namen Lederfabrik „Gebrüder Böhme“.
Der Betrieb wuchs in der Folge rasch und zählte 1878 bereits 20 Beschäftigte, 1880 arbeiteten dort 30 Personen.
Ende der 1880er Jahre – also zur Zeit der vorgestellten Postkarte - hatte die Fabrik enorm expandiert und zählte fast 100 Beschäftigte und kurz vor der Jahrhundertwende sogar 350.
Neue Maschinen waren angeschafft, dazu neue Fertigungsgebäude und ein Maschinenhaus mit einem hohen Schornstein errichtet worden.
Der Schuldendienst für die rasche Expansion führte in der Folge dazu, dass der Hamburger Gläubiger Eigentümer des Betriebes wurde, der danach unter „Gebr. Böhme Co.“ firmierte.
1903 zerstörte ein Schadenfeuer die Fabrik, deren Reste 1907 verkauft wurden an einen dänischen Betreiber aus Kopenhagen, welcher sie in Teilen wieder errichtete und mit etwa 40 Beschäftigten die „Vachelederwerke Ballin GmbH“ betrieb.
Ende des Jahres 1940 wurde der Betrieb in Wilster endgültig eingestellt.

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1899 - Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster - Brief an Provinzial Irrenanstalt Schleswig

1899 Rechtsanwalt und Notar H. Harten in Wilster
Mit seinem Faltbrief v. 23.12.1899 schrieb der Wilsteraner Notar und Rechtsanwalt H. Harten die Provinzial - Irrenanstalt zu Schleswig an, wo der Brief am Heiligen Abend eintraf.
Wo in der Stadt Wilster der RA Harten seine Kanzlei hatte, konnte noch nicht geklärt werden. Im Adressbuch von 1872 ist er noch nicht, im Adressbuch von 1926 nicht mehr aufgeführt.
Aus heutiger Sicht erscheint es befremdlich, mit welchen Begriffen in früherer Zeit Einrichtungen für psychisch kranke Menschen bezeichnet wurden. Dabei war die bereits im Jahr 1820 gegründete „Irrenanstalt bei Schleswig“ zu damaliger Zeit ein überaus fortschrittlicher Ansatz bei der Behandlung und der Unterbringung derart beeinträchtigter Menschen.
Im Laufe der Zeit erhielt die Einrichtung immer wieder eine andere Bezeichnung, u.a. „Provinzial-Irren-, Heil- und Pflegeanstalt“, „Provinzial-Heil- und Pflegeanstalt“, „Landesheilanstalt“, „Landeskrankenhaus“.
Mehr zu der Anstalt findet sich hier auf einer privaten Website.

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1907 - Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster

1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster
Erst im Jahre 1869 waren durch die Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes bestimmte Vorschriften für die Ausbildung der Lehrlinge festgelegt worden; zuvor bestanden vielfältige örtliche Regelungen nach Ortsstatut.
Die der allgemeinen Schule entwachsenen jungen Leute erhielten Unterricht und Anleitung zur Fortbildung.
Aus der Pflichtfortbildung entstanden die Berufsschulen.
Auch in der Stadt Wilster bestand unter unterschiedlichen Namen lange Zeit eine derartige Schule.
Abbildung 1 zeigt das Zeugnis des Malerlehrlings Johannes Hoops aus dem Jahre 1907;
Abbildung 2 das Zeugnis des Tischlerlehrlings Heinrich von Holdt (Vater des Betreibers dieser Heimat-Seite) aus dem Jahre 1927

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1907 - Zuchtviehgeschäft Johannes Ruge in Wilster

1907 Zuchtviehgeschäft Johannes Ruge.
Der Viehhändler Johannes Ruge betrieb in Wilster auch den Gasthof „Zur Börse“ (heute gehört das Gebäude zu Textil Reese) am Markt und hatte am Bartholomäus-Gang als Stallungen genutzte Gebäude – u.a. auch eine Hengst Deckstation.
Zu dem Betrieb gehörte auch ein Bauernhof in Possfeld (Hof 535 gemäß dem Buch „ Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) sowie eine bäuerliche Kate am Audeich (Hof 209a gem. dem Buch „ Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Das am Markt stehende Wohnhaus mit der bald nach dem II. Weltkrieg nicht mehr betriebenen Gaststätte „Zur Börse“ wurde 1956 an die Firma Reese verkauft, die Gebäude der am Bartholomäusgang und Stadtpark gelegenen Stallungen wurden danach von der Stadt Wilster zeitweilig als Bauhof genutzt.

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1909 - Apel & Sachau, Maschinenfabrik

1909 Apel & Sachau, Maschinenfabrik in Wilster
Die Maschinenfabrik von Apel und Sachau fertigte u.a. Heizkörper und Windräder.
Auf einem der an der Straße Am Steindamm gelegenen Betriebsgebäuden der Firma war zur Gewinnung von Energie für den Maschinenantrieb ein Windrad montiert.
Die Montage des Windrades konnte erst nach Überwindung von der Obrigkeit gesehener Befürchtungen realisiert werden; es mußte ein ausreichender Abstand zum Steindamm eingehalten werden, um das Scheuen der Kutsch-Pferde auf der Straße zu verhindern.
Sowohl der Briefkopf (Bild 1) der Firma als auch der Bauplan (Bild 2 u. 3 (Umkehrfarben)) für die Betriebsgebäude zeigen das Windrad.
Von der Firma Apel & Sachau wurden Windrotoren gebaut, die in der Wilstermarsch eine Vielzahl der ursprüngliche Schöpfmühlen ersetzten.
Auf dem Gelände der Firma etablierte sich später der Kfz.-Reparatur und Omnibus Betrieb W. Langbehn.

Hinweis: Die Bilddateien und Informationen wurden freundlicherweise bereitgestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

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1911 - Postkarte Getreidehandlung und Mühlenbetrieb Gustav Lumpe

1911 Postkarte Getreidehandlung und Motor-Mühlenbetrieb Gustav Lumpe an der Straße Lange Reihe.
Die Mühle hatte im Ortsnetz von Wilster die Fernsprechnummer 2 .
Mit der Postkarte offerierte die Firma Lumpe einem in Friedrichstadt ansässigen Geschäftskunden verschiedene Produkte.
Bei dem im II. Weltkrieg am 15. Juni 1944 erfolgten Bombenangriff eines anglo-amerikanischen Bombergeschwaders auf die Stadt Wilster wurde der Mühlenbetrieb Lumpe wurde völlig zerstört und danach nicht wieder aufgebaut.

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1913 - Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt

1913 Antiquitäten- und Mobilienhändler Peter Markus Detlef von Holdt
Nachdem er als junger Mann zunächst in Wilster in der seinerzeit dort prosperierenden Lederindustrie den Beruf des Gerbers erlernt hatte, verlegte Peter Markus Detlef von Holdt (* 26.02.1876 Wilster, + 10.12.1930) seine berufliche Tätigkeit auf den eines erfolgreichen und selbständigen Antiquitäten- und Mobilienhändlers.
Als solcher belieferte er mehrere Museen - u.a. das Thaulow Museum in Kiel und das Städtische Museum Altona (Spätere Altonaer Museum) - mit verschiedenen kunst- und kulturgeschichtlichen Objekten aus der Wilstermarsch.
Er pflegte jedoch auch geschäftlichen Beziehungen zu Kunden im Ausland. So liegen Korrespondenzen mit Geschäftspartnern in Dänemark, Großbritannien, Russland (u.a. bis Jekatarinenburg), Ägypten und den Vereinigten Staaten vor.
Sein Geschäft betrieb er zunächst im Haus Deichstraße 17 und danach nach dessen Erwerb im Haus Deichstraße 18 in Wilster.
Sein früher Tod setzte dem Geschäftsbetrieb ein Ende.

Anmerkung: Peter Markus Detlef von Holdt ist der Großvater des Betreibers dieser Heimat Seite

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1919 - Wilhelm Wulf, Stadt-Mühle und Meierei

1919 Der Betrieb von Wilhelm Wulf lag an der Wilsterau und der Mühlenstraße.
Die Namen der Mühlenstraße und des heutigen Stadtmühlenweges erinnern an die ehemalige Stadt-Mühle, welche zu dem Betrieb von Wilhelm Wulf gehörte.
Neben der Dampf- und der Windmühle gehörten zu dem Betrieb eine Mästerei, eine Schlachterei und Wurstfabrik sowie eine Meierei und Fettkäserei.
So warb Wilhelm Wulf für seine Spezialität: Reiner Wilstermarsch-Bauern-Käse

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1920 - Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster

1920 Schmiedemeister Hinrich Hartwig in Wilster.
Der Schmiedemeister Hinrich Hartwig hatte seinen Betrieb unter der Anschrift Rathausstraße 15 (heute wird das Areal von der Firma Wilckens GmbH genutzt).
Wie lange die Firma existierte, konnte noch nicht ermittelt werden.
Nachweislich der Karte hielt der Schmiedemeister Hinrich Hartwig ein Lager landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte vor. Mit der Postkarte forderte er entsprechend von der Firma Lanz – Wery AG in Zweibrücken die neuesten Preislisten für Erntemaschinen und Ersatzteile an. Die Lanz – Wery AG war in Deutschland seinerzeit ein führender Hersteller von Grasmähern, Getreidemähern, Garbenbindern und ähnlichen Gerätschaften für die Landwirtschaft.

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1922 - Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne

1922 Geschäftspost der Firma J.P.T. Andersen Söhne.
Es ist aus heutiger Sicht erstaunlich, wie schlicht vor einhundert Jahren Firmen ihre Geschäftspost erledigten. Mit der offenen Postkarte teilt die Firma Andersen ihrem Geschäftspartner, einer im sächsischen Hartha ansässigen Woll-Spinnerei, eine mit deren Vertreter geschlossene Vereinbarung mit. Es geht dabei um eine Bestellung und im Gegenzug um die Lieferung von Stricklumpen und gegebenenfalls auch Kehrwolle als Ausgangsmaterial für die Wiederverwertung (Recyclingmaterial) in der Woll-Spinnerei.
Eine Transkription des Kartentextes kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.
Gemäß dem Logo auf der Anschriftsseite der Karte war die Firma J.P.T. Andersen Söhne seinerzeit dem Einkaufsverband Norden angeschlossen.
Im Jahr 1882 hatte sich die bereits Jahrzehnte zuvor schon in Wilster ansässig gewesene Firma Andersen an der Einmündung der Marktstraße (heutige Op de Göten) in den Markt ein Geschäftshaus errichten lassen, sie firmierte seinerzeit als Färberei & Handlung J.P.T. Andersen Söhne; das Gebäude wurde 1912 abgebrochen und an seiner Stelle 1912/13 das noch heute bestehende imposante Gebäude errichtet.

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