Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Klosterhof, Mencke-Stift

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1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße

ca. 1865 Rathausstraße - die damalige Bäcker-Straße
Eine der ältesten Aufnahmen aus Wilster zeigt die seinerzeit noch sehr schmale Bäcker-Straße vor dem Neuen Rathaus, dessen Freitreppe rechts im Anschnitt erkennbar ist.
An der Freitreppe sind zwei große schräg aufrecht gesetzte Steine als Radabweiser angebracht.
Sowohl die Straße als auch der Bürgersteig sind noch mit unregelmäßigen Feldsteinen gepflastert.
Die Häuserzeile links mußte in den 1950er Jahren der platzartigen Straßenverbreiterung vor dem Neuen Rathaus weichen.
Im Hintergrund ist der zur Straße Klosterhof abfallende Verlauf der Straße zu erkennen, während nach links die Einmündung der Schmiedestraße (deren oberer Abschnitt hier zeitweilig Johannis-Straße hieß) zu erahnen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Das Foto stammt aus der von Robert Friedrichs betreuten Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1870 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof

1870 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof in Wilster

1870 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof
Das kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch segensreichen Einrichtung von hoher auch fachlicher Reputation. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (ab 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet.

Viele Jahrzehnte später veröffentlichte die Wilstersche Zeitung in den 1960/70er Jahren eine Artikel-Reihe "Alt-Wilster", in welcher auch das vormalige Aussehen der Straßen, Plätze und Gebäude in Erinnerung gerufen wurde (Bild 2).

Bildrechte: Hans Peter Mohr
Anmerkung: Der Zeitungsausschnitt wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Tanja Thode, Beldorf

1897 Klosterhof

1897 Klosterhof
Die Straße Klosterhof ist eine sehr alte der innerstädtischen Windung der Wilsterau folgende Straße auf der sogenannten Neuen Seite.
Das Kloster Neumünster hatte in früheren Zeiten Ländereien in und bei Wilster; offenbar auf der Neuen Seite lag ein zugehöriger landwirtschaftlicher Hof des Klosters, weshalb auch die zu ihm führende Straße ihren Namen erhielt.
In dem Gebäude vorne links nahe der Einmündung zur Schmiedestraße (deren oberer Bereich zeitweilig Johannis Straße hieß) war über viele Jahrzehnte eine Bäckerei etabliert; seinerzeit die Bäckerei Kiel - viele Wilsteraner werden sich noch an den Namen von Arnold Tödt als dem letzten Betreiber erinnern.
Im nachfolgenden Haus hatte der Schneider Franz Havlisek seine Schneiderei.
Die ehemals schmale und ruhige Straße wurde in den 1980er Jahren im interesse einer sinnvollen innerstädtischen Verkehrsführung verbreitert und ausgebaut - die gesamte rechte Häuserzeile mußte dem Ausbau geopfert werden.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1900 Königliches Amsgericht Wilster

1900 Königliches Amsgericht in der Stadt Wilster

1900 Gebäude Amt Wilstermarsch - Königliches Amtsgericht Wilster
Das sehr alte Gebäude, welches an der Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz stand, hat eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Dieses war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand als Amtsgericht bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Leider fiel das historische Gebäude 1996 dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer, obwohl bei geschickter Trassierung der Straße das Haus hätte erhalten werden können.
Das links im Anschnitt erkennbare Eckhaus - an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße - mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade war bereits ein Jahrzehnt zuvor im Rahmen der Stadtsanierung abgebrochen worden.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen. Wenn auch im Rahmen der Stadtsanierung bei der Planungsarbeit auf Leistungen auswärtiger Fachleute zurückgegriffen werden mußte, wäre doch wünschenswert gewesen, wenn Verwaltung und Rat der Stadt eine stärkere Gewichtung bei der Bewahrung und behutsamen Weiterentwicklung des überkommenen Stadtbildes bewirkt hätten!

Bildrechte: vermutlich Ludwig Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1914 Klosterhof

1914 Straße Klosterhof in Wilster
1914 Straße Klosterhof in Wilster

1914 Klosterhof
Blick von der Ecke Schmiedestraße/Rathausstraße in den Klosterhof.
Die ehemals schmale und ruhige Straße wurde in den 1980er Jahren im Interesse einer sinnvollen innerstädtischen Verkehrsführung verbreitert und ausgebaut - die gesamte rechte Häuserzeile wurde dem Ausbau geopfert.
Die Straße Klosterhof ist eine sehr alte der innerstädtischen Windung der Wilsterau folgende Straße auf der sogenannten Neuen Seite.
An der Straße Klosterhof hat zu keiner Zeit ein Kloster gestanden. Das Kloster Neumünster hatte in früheren Zeiten Ländereien in und bei Wilster; offenbar auf der Neuen Seite lag ein zugehöriger landwirtschaftlicher Hof des Klosters, weshalb auch die zu ihm führende Straße ihren Namen erhielt.
Das links im Anschnitt erkennbare Eckhaus mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel der Stadtsanierung zum Opfer, so wie auch das gegenüber auf der anderen Straßenseite stehende im Anschnitt erkennbare Gebäude. Dieses hatte eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad). In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
In dem Gebäude hinten links war über viele Jahrzehnte eine Bäckerei etabliert; seinerzeit die Bäckerei Kiel - viele ältere Wilsteraner werden sich noch an den Namen von Arnold Tödt als dem letzten Betreiber der Bäckerei erinnern.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1916 Klosterhof

1916 Straße Klosterhof in Wilster

1916 Klosterhof
An der Straße Klosterhof hat zu keiner Zeit ein Kloster gestanden. Hier besaß jedoch im Mittelalter das Kloster Neumünster Ländereien und ein zugehöriges Gehöft, nach welchem die Straße ihren Namen erhielt.
In dem dritten Gebäude von rechts war die Schlachterei von Nikolaus von Holdt untergebracht, welcher zu einer seit 350 Jahren (ab 1666) in Wilster ansässigen Familie zählt. Seine Familie führte den Schlachterei-Betrieb in der sechsten Generation, bis die gesamte rechte Häuserzeile im Zuge der Verbreiterung der Straße zur "Südtangente" in den 1980er Jahren abgebrochen wurde. Die Stadt konnte dem Firmeninhaber der Schlachterei kein geeignetes Gelände anbieten, weshalb der Betrieb nach Itzehoe Wellenkamp ausweichen musste.
Zwischen den Häusern links führt der den ehemaligen Stadtarm der Wilsterau querende Fußweg zum Kohlmarkt.

Bildrechte: Photograph F. Schlüter, Wilster

1941 Schlachterei von Holdt am Klosterhof

1941 Schlachterei von Holdt am Klosterhof
1941 Schlachterei von Holdt am Klosterhof
1941 Schlachterei von Holdt am Klosterhof
1950 Schlachterei von Holdt am Klosterhof

1941 Geschäftshaus der Schlachterei von Holdt am Klosterhof.
Das Gebäude sollte kurz darauf durch einen Neubau ersetzt werden. Vor dem Gebäude stehen von links: der Architekt Johannes von Holdt, H. Levezow, Nikolaus von Holdt sen. und Nikolaus von Holdt jun. (Bild 1).
Das Foto (Bild 4) mit dem neuen Gebäude entstand etwa 1950; das an der Wand lehnende Motorrad ist eine 98ccm Miele.
Vor dem Gebäude (Bild 3) stehen Nikolaus von Holdt jun. und Nikolaus von Holdt sen., H. Gripp und H. Levezow.
Die Familie ist seit fast 350 Jahren (ab 1666) in Wilster ansässig gewesen und führte den Schlachterei-Betrieb in der sechsten Generation, als infolge des Ausbaues der Straße Klosterhof im Jahre 1985 die Gebäude des Betriebes abgebrochen wurden.
Der Betrieb mußte nach Itzehoe-Wellenkamp ausweichen, weil es der Stadt Wilster nicht gelang, ein geeignetes Grundstück auszuweisen.

Bildrechte: nicht bekannt;
die Fotos wurden zur Verfügung gestellt von:
Nikolaus von Holdt, Wellenkamp

1944 Kriegsschäden am Krankenhaus Mencke-Stift

1944 Kriegsschäden am Krankenhaus Mencke-Stift

1944 Am 15. Juni 1944 wurde Wilster von einem Bombenangriff betroffen.
Bei dem Terror-Angriff eines anglo-amerikanischen Bombergeschwaders auf die Wohnbevölkerung
wurden 51 Menschen umgebracht und hunderte verletzt, 35 Wohnhäuser wurden zerstört und über hundert Gebäude unbewohnbar gemacht;
der Mühlenbetrieb Lumpe wurde völlig zerstört;
Bomben richteten in der Kirche und dem Wilstermarschhaus und auch im Krankenhaus Mencke-Stift (am Klosterhof) große Zerstörungen an. Die Köchin des Krankenhauses sowie vier Patienten wurden getötet, der Westflügel sowie die Leichenhalle zerstört.

Das Foto von den Schäden am Krankenhaus wurde zwei Tage nach dem Angriff gemacht.

Bildrechte: A. Zachger, Itzehoe

1953 Verfüllung der Stadtstrecke der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof

1953 Verfüllung der Stadtstrecke der Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof in Wilster

1953 Verfüllung der Stadtstrecke Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof
Nachdem bereits im Jahre 1925 der Burggraben verfüllt wurde, folgte in 1953 die Verrohrung des durch die Stadt führenden ursprünglichen Verlaufes der Wilsterau; zwanzig Jahre später erfolgte die Verrohrung des Bäckerstraßenfleth - einschneidende Veränderungen des Stadtbildes
Das Foto wurde im Herbst 1953 aufgenommen, als Sandmassen für die Verfüllung der Wilsterau auf einem unbebauten Grundstück am Klosterhof zwischendeponiert wurden. Das Grundstück war seinerzeit nach der Zerstörung des darauf vorhanden gewesenen Gebäudes beim am 15. Juni 1944 erfolgten Bombenangriff nicht wieder bebaut worden.
Die Kinder nutzten den Sandberg für ihre Künste mit dem Fahrrad - wie eine frühe Variante einer Bahn für BMX-Fahrräder.
Die abgebildeten Gebäude befinden sich an der Straße Kohlmarkt; bei dem Gebäude rechts handelt es sich um das seinerzeitige Wirtshaus "Krug zum grünen Kranze" von Magda Busch.

Bildrechte: Familie Bockelmann, Krefeld
Anmerkung: Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Walter Bockelmann, Krefeld

1960 Haus 31 - zu den Stadtwerken gehöriges Wohnhaus

1960 Haus Klosterhof 31 - zu den Stadtwerken gehöriges Wohnhaus
1960 Rückseite Haus Klosterhof 31 - zu den Stadtwerken gehöriges Wohnhaus
1960 Rückseite Haus Klosterhof 31 - zu den Stadtwerken gehöriges Wohnhaus

1960 Haus 31 - zu den Stadtwerken gehöriges Wohnhaus
In dem zu den Liegenschaften der Stadtwerke gehörigen Wohnhaus wohnte lange Zeit deren Leiter.
Das Gebäude wurde um 1980 abgebrochen im Zusammenhang mit der im Rahmen der Stadtsanierung vorgenommenen Umgestaltung der Straße Klosterhof.

Bildrechte: Familie Bockelmann
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Wolfgang Bockelmann, Krefeld

1960 Klosterhof - stadteinwärts gesehen

1960 Straße Klosterhof in Wilster - stadteinwärts gesehen

1960 Klosterhof - stadteinwärts gesehen
An der Straße Klosterhof hat zu keiner Zeit ein Kloster gestanden; sie hat ihren Namen aus dem Umstand, dass hier im Mittelalter dem Kloster Neumünster gehörende Ländereien und ein zugehöriger Hof angrenzten.
Die Straße Klosterhof war vor ihrem aus Gründen der innerstädtischen Verkehrsführung erfolgten Ausbau eine schmale und sehr ruhige Wohnstraße mit nur sehr wenigen Einzelhandel-Geschäften.
Die gesamte Häuserzeile links wurde im Zuge der Verbreiterung der Straße in den 1980er Jahren 1985 abgebrochen.
Hinter dem großen Gebäude rechts führt zum Teil auf der Trasse des vormaligen Burggrabens ein Fußweg vom Klosterhof zum Kohlmarkt.
Vorne links im Anschnitt ein Gebäude, welches zum städtischen Betrieb der Stadtwerke gehörte und welches als Wohnhaus für den Leiter dieser Einrichtung genutzt wurde. Über die Dauer mehrerer Jahrzehnte hatte der büroleitende Beamte im Wilsteraner Rathaus, Stadtoberinspektor Walter Bauch, gleichfalls eine Wohnung in dem Gebäude.

Bildrechte: Familie Bockelmann, Krefeld
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Walter Bockelmann, Krefeld

1962 Fußweg und ehemalige Brücke über die Wilsterau zwischen Kohlmarkt und Klosterhof

1962 Fußweg zwischen Kohlmarkt und Klosterhof
Der Blick auf den Durchgang zwischen Kohlmarkt und Klosterhof verdeutlicht, daß hier zuvor eine kleine Brücke vor der im Jahre 1953 vorgenommenen Verrohrung der Wilsterau dieses Gewässer überquerte.
Von den historischen Anfängen Wilsters an hatte die Wilsterau in einer heute noch im Grundriß der Stadt deutlich erkennbaren großen Mäanderschleife diese durchquert. Der Fluß bildete als Verkehrsweg über viele Jahrhunderte für Wilster den Anschluß des Ortes aus seiner abgeschiedenen Lage in die Welt.

Bildrechte: Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr

1965 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof

Krankenhaus Mencke Stift
Kindertagesstätte im Jahre 2010

ca. 1965 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof
Nachdem im April 2008 die Gebäude des ehemaligen Wilsteraner Krankenhauses abgebrochen wurden, erinnert in der Stadt nichts mehr an diese für Wilster lange Zeit so wichtige Einrichtung.
Rechts neben der Zufahrt steht der Krankenwagen, welcher lange Zeit gefahren wurde von Emil Wilkens, der zugleich auch die Funktion eines Hausmeisters ausübte.
Das kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch überaus segensreichen Einrichtung. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Es wäre angemessen, wenn in Wilster künftig in geeigneter Weise und öffentlich wahrnehmbar an das Krankenhaus und seinen Gründer erinnert würde!
Das Krankenhaus Mencke-Stift wurde in den Jahren 1867/70 erbaut und bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (von 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) betrieben.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte (Bild 2), zu dessen architektonischer Gestaltung man kritisch etwas anmerken könnte.

Bildrechte: Stramm Verlag, St. Michaelisdonn
Anmerkung: das als Originalabzug vorliegende Foto ist ein Probeabzug für eine Ansichtskarte

1968 Giebelhaus mit Giebelverbretterung am Klosterhof

1968 Giebelhaus mit Giebelverbretterung am Klosterhof in Wilster
1968 Giebelhaus mit Giebelverbretterung am Klosterhof in Wilster

1968 Giebelhaus mit Giebelverbretterung am Klosterhof
Das sehr alte und heute noch so vorhandene eingeschossige Haus Klosterhof 4 gehört zu den positiven Beispielen, in denen das alte äußere Erscheinungsbild erhalten wurde.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof in Wilster

1974 Krankenhaus Mencke Stift am Klosterhof
Dieses kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch segensreichen Einrichtung von hoher auch fachlicher Reputation. Was Ärzte und Personal diese kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (ab 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster

1974 Luftbild - Klosterhof, Stadtwerke Wilster
Seinerzeit wurde die Gasversorgung der Haushalte in Wilster noch direkt von den Stadtwerken Wilster vorgenommen. Das Gasometer als auch die Kessel für das Stadtgas sind heute nicht mehr vorhanden.
Zwischen der Häuserreihe des Klosterhofs und den am oberen Bildrand erkennbaren am Kohlmarkt stehenden Häusern verlief bis 1951 die Wilsterau, welche im genannten Jahr verfüllt wurde. Der alte Lauf der Wilsterau gab vielen alten Straßen der Stadt deren Linienführung vor, was heute noch deutlich am Grundriß von Wilster erkennbar ist.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Klosterhof, verfüllte Wilsterau

1974 Luftbild - Klosterhof, verfüllte Wilsterau

1974 Luftbild - Klosterhof
Zwischen der linksseitigen Häuserreihe des Klosterhofs und den links erkennbaren am Kohlmarkt stehenden Häusern verlief bis 1951 die Wilsterau, welche im genannten Jahr verfüllt wurde. Der alte Lauf ist auf dem Foto als grünes Band erkenbar. Die Wilsterau gab vielen alten Straßen der Stadt deren Linienführung vor, was heute noch deutlich am Grundriß von Wilster erkennbar ist.
Zwischen den beiden Häusern im Vordergrund verläuft nach links der zum Kohlmarkt führende fußläufige Verbindungsweg, welcher vor 1951 mit einem Steg die Wilsterau querte.

Bildrechte: nicht bekannt

1974 Luftbild - Marquardstraße, Kohlmarkt, Klosterhof, Mencke Stift

1974 Luftbild - Marquardstraße, Mencke Stift in Wilster

1974 Luftbild - Marquardstraße, Kohlmarkt, Klosterhof, Mencke Stift
Die Marquardstraße bildete seinerzeit den Anschluß der Straße Klosterhof (hinten) an den Kohlmarkt (vorne). Im Rahmen der innerstädtischen Umgehung wurde später der Kohlmarkt als Teil der L136 zum Steindamm verlängert; die Marquardstraße ist heute nur noch eine ruhige Nebenstraße.
Der Name der Straße erfolgte nach Marquardus de Wilstria und führt zu den Anfängen der Stadtgeschichte zurück. Als das damalige Dorf Wilster mit Urkunde vom 8. August 1282 vom damaligen Landesherrn, dem Grafen Gerhard von Holstein und Schauenburg, zur Stadt erhoben wurde, hat "Marquardus de Wilstria" die Urkunde als erster Zeuge unterschrieben.
Dieses kleine Krankenhaus Mencke-Stift (oben links zu erkennen besteht heute nicht mehr Es war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben. Nach 1978 wurde in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet.
Danach diente die Gebäude unterschiedlichen sozialen Einrichtungen. Heute befindet sich auf dem Areal der Neubau einer Kindertagesstätte.

Bildrechte: nicht bekannt

1975 Personal des Krankenhauses Mencke Stift

Personal des Krankenhauses Mencke Stift im Jahre 1975
Personal des Krankenhauses Mencke Stift im Jahre 1975 1 Erika Auhage (OP Schwester), 2 Annemarie Scheel (Stationsschwester), 3 Frieda Gripp (Schwesternhelferin), 4 Frieda Tobias (Schwesternhelferin), 5 Gerda Nagel (Röntgen Assistentin), 6 Anneliese Claussen (Küchenleiterin), 7 Emil Wilkens (Krankenwagenfahrer und Hausmeister), 8 Margrit Kuhlmann (OP Schwesternhelferin), 9 Elke Schmidt (Sekretärin), 10 Dr. Gayer (Assistenzarzt), 11 Renate Andresen (Schwesternhelferin), 12 Werner Harfst (Krankenwagenfahrer), 13 Jutta Karmeier (Laborantin), 14 Dr. Jost Steppeler (Chefarzt und Chirurg), 15 Ruth Rühmann (Küchenhilfe)

1975 Personal des Krankenhauses Mencke Stift
Das Personal des kleinen Wilsteraner Krankenhauses hat sich vor dessen Eingang aufgestellt.
Die abgebildeten Personen sind namentlich bekannt:
1 Erika Auhage (OP Schwester), 2 Annemarie Scheel (Stationsschwester), 3 Frieda Gripp (Schwesternhelferin), 4 Frieda Tobias (Schwesternhelferin), 5 Gerda Nagel (Röntgen Assistentin), 6 Anneliese Claussen (Küchenleiterin), 7 Emil Wilkens (Krankenwagenfahrer und Hausmeister), 8 Margrit Kuhlmann (OP Schwesternhelferin), 9 Elke Schmidt (Sekretärin), 10 Dr. Gayer (Assistenzarzt), 11 Renate Andresen (Schwesternhelferin), 12 Werner Harfst (Krankenwagenfahrer), 13 Jutta Karmeier (Laborantin), 14 Dr. Jost Steppeler (Chefarzt und Chirurg), 15 Ruth Rühmann (Küchenhilfe).
Nach 105 Jahren seines segensreichen Bestehens wurde es kurz nach Fertigung des Fotos mit Wirkung vom 31.12.1975 geschlossen.
Zuletzt hatte das Krankenhaus 50 Betten, von denen im Mittel 40 belegt waren - angesichts des
geringen Personalstandes kann man auch im nachhinein dem damaligen Personal nur höchsten Respekt zollen! Nebenbei, der letzte Pflegesatz betrug in der Normalklasse 81,20 DM.
Das Haus wurde nach 1975 kurze Zeit von den Drs. Jost und Maya Steppeler als privates Krankenhaus und nach 1978 als Pflegestation (bis 1982) betrieben.

Bildrechte: nicht bekannt

1980 Ecke Schmiedestraße / Klosterhof

1980 Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße.
Das Gebäude mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel bald darauf der Stadtsanierung zum Opfer.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Sehr zu begrüßen ist, daß diesbezüglich seit längerem auch in Wilster ein Bewußtseinswandel eingetreten ist.

bearbeiteter Abzug Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1980 Einmündung Klosterhof in Schmiedestraße und Rathausstraße; Bubenstreich

1980 Einmündung des Klosterhof in die Schmiedestraße und Rathausstraße
Bubenstreich am Amt Wilstermarsch

1980 Einmündung des Klosterhof in den Rathausplatz
Das Eckhaus an der Einmündung der Straße Klosterhof in die Rathausstraße und Schmiedestraße mit seiner schönen harmonisch gegliederten Fassade fiel bald darauf der Stadtsanierung zum Opfer.
Das gegenüber auf der anderen Straßenseite stehende Gebäude hatte eine ganz besondere Geschichte - in ihm war das "Königliche Amtsgericht Wilster" untergebracht. Es war 1867 (nachdem Holstein preußische Provinz geworden war, nach vorheriger Loslösung von Dänemark 1864) eingerichtet worden und bestand bis 1975 (an anderem Standort an der unteren Rathausstraße, im vormaligen Diana-Bad).
In das hier abgebildete Gebäude zog im Jahre 1970 die Verwaltung für das zu dem Zeitpunkt neu gegründete Amt Wilstermarsch ein (es ist 1970 aus den Ämtern Wilster-Land, St. Margarethen und Wewelsfleth gebildet worden).
Bei einem 1976 erfolgten Bubenstreich - über den man schmunzeln kann, oder auch nicht - wurde ein Buchstabe des Schriftzuges an der Fassade mit weißer Farbe übermalt (sh. Bild 2). Die offenbar von Kernkraftgegnern vorgenommene Aktion erfolgte, nachdem für das Kernkraftwerk Brokdorf die erste Teilerrichtungs-Genehmigung erteilt worden war. Ein Foto von dem insofern "verzierten" Gebäude war in der letzten "pardon" (einer Satire Zeitschrift) abgebildet. Die Ermittlungen der Polizei waren erfolglos.
Leider fielen beide Gebäude - bei geschickter Trassierung der Straße hätte zumindest eines von beiden erhalten werden können - dem Ausbau des Klosterhof als innerörtliche Umgehungsstraße zum Opfer. Im Hintergrund rechts ist erkennbar, dass weitere Gebäude am Klosterhof zu dem Zeitpunkt bereits abgebrochen waren.
Die in anderen Städten bereits Einzug gehaltene Sensibilität für die Bewahrung alter Bausubstanz (zumindest aber die Erhaltung schöner alter Fassaden) war in Wilster noch nicht angekommen.
Die Balance zwischen Bewahren und behutsamer Weiterentwicklung ist der Stadt Wilster leider nicht immer gelungen. Sehr zu begrüßen ist, daß diesbezüglich seit längerem auch in Wilster ein Bewußtseinswandel eingetreten ist.

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Rüdiger Mengel, Wilster

2008 Abbruch der Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Mencke-Stift a

2008 Abbruch der Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Mencke-Stift in Wilster
2008 Abbruch der Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Mencke-Stift in Wilster
2008 Abbruch der Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Mencke-Stift in Wilster
Bericht der Wochenzeitung

2008 Abbruch der Gebäude des ehemaligen Krankenhauses Mencke-Stift.
Mit dem Abbruch der Gebäude wurde auch optisch das Ende einer Epoche besiegelt, in welcher Wilster mit dem Krankenhaus Mencke-Stift für seine Bürger und diejenigen der umliegenden Marsch über eine ganz besondere Einrichtung der medizinischen Daseinvorsorge verfügte.
Das kleine Krankenhaus war auf Veranlassung des Sanitätsrats Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster) gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen worden. Es entwickelte sich sich zu einer für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch segensreichen Einrichtung von hoher auch fachlicher Reputation. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt.
Das in den Jahren 1867/70 erbaute und danach mehrfach erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben; es wurden alle anfallenden Krankheiten behandelt – es gab nur einen Arzt, (ab 1930 bis 1966 den Chirurgen Dr. Günther) dem bei Operationen in Wilster niedergelassene Ärzte assistierten. Nach 1978 wurde von den Drs. Steppeler in den Gebäuden eine Pflegestation (bis 1982) eingerichtet. Danach diente das Gebäude unterschiedlichen Sozialen Einrichtungen.
Die am 17.04.2008 aufgenommenen Fotos (Bilder 1 bis 3) zeigen die Abbrucharbeiten am Ostflügel und am Mitteltrakt. Bereits am 11. Aprill hatte die Wilsteraner Wochenzeitung "Dat Keesblatt ut Wilster" über den Beginn der Abbrucharbeiten berichtet (Bild 4).
Der Westflügel des Gebäudes blieb noch einige Zeit bestehen, um bis zur Fertigstellung eines Neubaues dem Städtischen Kindergartens als Domizil zu dienen.

Bildrechte Fotos 1 - 3: Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

 

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