Alte Postkarten aus Wilster

Aktuelle Kategorie: Wilstermarsch Korn- und Schöpfmühlen

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1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle

1870 Hafen an der Wilsterau am Rosengarten, fünfflügelige Windmühle
Blick auf den Rosengarten, auf welchem größere Mengen an Holz – wohl Bauholz und Material für die Wilsteraner Werften auf dem Helgenland – gelagert werden.
Vom Rosengarten führt eine schmale Brücke über das Bäckerstraßenfleth zum Neumarkt, während eine breitere Brücke über dieses Gewässer von der Neustadt zum Neumarkt führt.
Auf der Fläche des Hauses in Bildmitte entstand später die Stellmacherei von Karstens, wobei die Einmündung des Fleths überbaut wurde.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme diente das Gebäude der Stellmacherei Sorgenfrey.
Auf einem Haus (offenbar in der Blumenstraße) ist eine kleine fünfflügelige Windmühle zu sehen.
Zwischen den beiden Brücken ist die Einmündung eines an der Rückseite der Häuser der Neustadt verlaufenden Flethes erkennbar.
Der Rosengarten und das Helgenland hatten somit praktisch eine Insellage zwischen den offenen Gewässern.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1880 Stadt Mühle an der nach ihr benannten Mühlenstraße

1880 Stadt Mühle an der nach ihr benannten Mühlenstraße in Wilster

1880 Stadt Mühle an der nach ihr benannten Mühlenstraße;
auch die Mühlen-Brücke über die Wilsterau ist nach ihr benannt, gleichfalls die heutige Straße Stadtmühlen Weg.
Die Stadt Mühle wurde im Jahre 1939 abgebrochen.
Die Stadt Mühle war 1545 aus der Stadt heraus an den Standort einer alten Mühlenwarft an der Mühlenstraße (im Bereich des Dodenkoper Rechts) vor die Stadt verlegt worden; vorher stand die Stadt Mühle in der Stadt an der Ecke Blumenstraße und Rathausstraße (vorher Lange Straße oder Bäckerstraße).
Die Stadt Mühle war eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel Beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!
Die Mühle ist nach ihrer Bauart ein sogenannter Galerie-Holländer.
Hier gibt es mehr Informationen zur Holländer Windmühle

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

1898 Brokdorf an der Elbe, Mühle auf dem Deich

1898 Brokdorf an der Elbe
Der Ort wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt.
oben links: lebhafter Schiffsverkehr auf der hier fast 4 km breiten Elbe.
oben mittig: Das Gebäude der St. Nikolaus Kirche stammt aus dem Jahre 1763.
oben rechts: Der auf dem Elbdeich stehende alte Leuchtturm wurde im Jahr 1911 beseitigt.
unten links: Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Galerie Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.

Bildrechte: Verlag von Carl Kuskop, Wilster

1898 Kasenort mit Gaststätten

1898 Kasenort mit Gasthäusern

1898 Kasenort mit Gaststätten "Zur Schleuse" und "Sommerlust", Stör, Wilsterau
Der Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet, war bereits vor einhundert Jahren ein beliebtes Ziel für Spaziergänge der Wilsteraner.
Am Kasenort existierten zwei Schankwirtschaften.
Es bestanden jeweils an beiden Seiten der Hodorfer Mäanderschleife sogenannt Kahn-Fähren zum Übersetzen über die Stör; „Holler´s Fähre“ oberhalb und „von Holdt´s Fähre“ unterhalb.
Am gegenüber liegenden Ufer in der markanten Hodorfer Mäanderschleife der Stör bestand seinerzeit eine Ziegelei, welche den hier anstehenden Mergel nutzte. Die vor 1850 gegründete Ziegelei wurde 1912 stillgelegt.
Die Karte zeigt:
oben links: Gastwirtschaft von Rudolf Rundt
oben mittig: die Stör mit dem Ufer links der Hodorfer Außendeich und auf dem Ufer rechts Kasenort
oben rechts: Last-Ewer auf der Wilsterau bei Bischof
links mittig: Last-Ewer vor der Schleuse
links unten: Meiforth´s Mühle mit der Gastwirtschaft "Sommerlust"
mitte: Fußweg in Bischof

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1898 Wilsterau, Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"

1898 Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"
1898 Kasenort und Meiforth´sche Mühle "Renata"

1898 Kasenort mit der Meiforth´schen Mühle "Renata"
Die 1883 erbaute Getreide-Mühle von H. Meifort (hier geschrieben: Maifort) am Kasenort (hier geschrieben: Kaasenort);
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
In Bildmitte der alte Mündungsarm der Wilsterau; über den Arm der Wilsterau führt eine Brücke, sie liegt in der Linienführung der heutigen Straße nach Kathen.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.
rechts im Hintergrund der Deich an der Stör.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in:
Brokdorf (die Mühle stand auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora)

(bei dem abgebildeten Objekt handelt es sich um das Foto einer alten Ansichtskarte)
Bildrechte: Ferd. Schlüter, Wilster
Verlag: Knackstedt & Näther, Hamburg
Anmerkung: die ergänzend vorgestellte originale Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1900 Mühle am Kasenort

1900 Kolorierte Karte
Mühle von H. Meifort am Kasenort,
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
im Vordergrund der alte Mündungsarm der Wilsterau;
links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der Schleuse verlegt; der Neubau war erforderlich geworden, weil 1920 in der alten Schleuse bei auflaufender Flut eine Segelschute stecken geblieben war, die Schleusentore nicht geschlossen werden konnten und daraufhin weite Teile der Marsch überschwemmt wurden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Mühle am Kasenort

1900 Mühle von Henning Meifort am Kasenort,
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
im Vordergrund der alte Mündungsarm der Wilsterau;
links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der Schleuse verlegt; der Neubau war erforderlich geworden, weil 1920 in der alten Schleuse bei auflaufender Flut eine Segelschute stecken geblieben war, die Schleusentore nicht geschlossen werden konnten und daraufhin weite Teile der Marsch überschwemmt wurden.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1900 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau

1900 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau in Wilster
1900 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau in Wilster
1900 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau in Wilster

1900 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau
Blick über die Wilsterau vom Audeich (auf diesem führt eine beliebte Wegeverbindung entlang; das Gewässer wurde zwischen Mühlenbrücke und Schottbrücke als „Sielwettern“ im Mittelalter künstlich gegraben) auf die Stadt Mühle und die benachbarte Meierei;
die Land-Zufahrt zu den Gebäuden erfolgte von der heute noch so bezeichneten Mühlenstraße, deren Bebauung rechts am Bildrand zu erkennen ist.
Die Stadt Mühle wurde als Windmühle und als Dampfmühle von Wilhelm Wulf betrieben. Dem Betrieb war neben einer Meierei und Fettkäserei auch eine Mästerei sowie eine Schlachterei und Wurstfabrik angegliedert.
Als besonderes Produkt fertigte der Betrieb den Wilstermarsch Käse.
Um 1920 übernahm Emil Bahmert den Betrieb, aus welchem er bald darauf die Mühle an August Hennings verkaufte.
Die Stadt Mühle - die Straße Stadtmühlen Weg erhielt später nach ihr den Namen - wurde 1939 abgebrochen. In den Gebäuden wurde danach von 1943 bis 1952 die Konservenfabrik VITAMO betrieben.
Die Stadt Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle. König Christian III. hat gemäß einer vom 10. März 1540 datierten und in Rendsburg ausgestellten Urkunde seinem Hofmeister, Amtmann zu Steinburg und Rat Johann Rantzau, Ritter, wegen des Mangels an Windmühlen in der Wilstermarsch je eine Windmühle im Kirchspiel St. Margarethen, im Kirchspiel beidenfleth und vor Wilster zu bauen gestattet. Gleichzeitig hat er verboten, neben diese Mühlen andere zu bauen, "dewile wy genanten dre molen gnediklik den wint vorgunnet hebben und de molengeste ehn nicht schollen vorbaden werden." Absolute Herrscher verfügten damals auch über den Wind!

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Version der Ansichtskarte aus einer externen Sammlung erschien mit dem identischen Foto ein Jahrzehnt später.

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Wilsterau in Rumfleth

1900 Eine typische Jugendstil Ansichtskarte
o.l. die im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke der Wilsterau von Rumfleth aus Richtung Goldbogen.
Die als Wasserweg (schiffbares gewässer I. Ordnung) gut ausgebaute Wilsterau verdeutlicht, daß in früheren Jahrhunderten der Verkehr auf dem Gewässer bis nach Burg in Dithmarschen und in die Burger Au und Holsten Au für die Region eine ganz erhebliche Bedeutung hatte.
o.r. die alte hölzerne Rumflether Brücke (nach Diekdorf);
l.u. die Schöpfmühlen prägten lange Zeit das Landschaftbild der Wilstermarsch, sie wurden im letzten Jahrhunderts durch moderne Schöpfwerke ersetzt.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1901 Krummendiek, Mühle in Krummendiek an der Bekau

1901 Krummendiek
Der Ort liegt als Straßendorf entlang dem rechten Ufer der Bekau; er gehört zu der sich auch auf die Geest erstreckenden Gemeinde Kleve.
Der Ort hat seinen Namen nach dem ehemaligen adligen Marsch Gut der Herren von Krummendieck (die Gutsgebäude wurden später nach Lütjenrade (Kleve) auf die Geest verlegt).
Der Name der Gaststätte „Zum alten Schlosse“ (später: „Zum alten Schloßberg“) erinnert an eine hier im 13. Jahrhundert errichtete Burg, welche 1657 von den Schweden zerstört wurde.
Die zuletzt von Müllermeister Hermann Martens in den Jahren von 1952 bis 1962 betriebene Mühle besteht seit den 1960er Jahren nicht mehr.
Die Mühle war nach 1864 neu errichtet worden, nachdem sie im selben Jahr abgebrannt war zu einer Zeit, als der mehrfache Mörder und Brandstifter Timm Thode dort das Müllerhandwerk erlernen wollte.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

1904 Mühlenstraße mit der Stadt Mühle, Mühlen-Brücke

1904 Mühlenstraße mit der Stadt-Mühle und Mühlen-Brücke

1904 Mühlenstraße mit der Stadt Mühle und der Mühlen-Brücke über die Wilsterau.
Die Mühlenbrücke im Zuge der Mühlenstraße an der Strecke von Wilster nach Dammfleth überquert die 1483 im Mittelalter gegrabene Sielwettern – den heutigen Hauptarm der Wilsterau.
Links steht die Stadt Mühle, welche im Jahre 1939 abgebrochen wurde.
Rechts im Vordergrund ist das ehemalige Galgenland noch unbebaut.
Jenseits der Straße stehen bereits die in ihrer heutigen Gestalt noch deutlich wiedererkennbaren Häuser an der Mühlenstraße.
Die Stadt Mühle war 1545 aus der Stadt heraus an den Standort einer alten Mühlenwarft an der Mühlenstraße (im Bereich des Dodenkoper Rechts) vor die Stadt verleg worden; davor stand die Stadt Mühle in der Stadt an der Ecke Blumenstraße und Rathausstraße (vorher Lange Straße oder Bäckerstraße)

Bildrechte: Verlag C. Kuskop Nachf. Inh. L. Behning

1904 St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Mühlen

St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Mühlen

1904 St. Margarethen Bahnhof - die 3 Altendammer Mühlen
Die drei Schöpfmühlen standen nahe beieinander südwestlich vom Bahnhof St. Margarethen (dieser lag in Flethsee in der Gemeinde Landscheide) am Altendamm bzw. Uhlendamm (diese Örtlichkeitsbezeichnung ist heute nicht mehr existent).
Die Mühlen waren von den damaligen und nach 1800 entstandenen drei kleinen Flethseeer Entwässerungsverbänden erbaut und betrieben worden.
Die Entwässerungsmühlen wurden um 1910 beseitigt, nachdem an der Schleuse ein Dampfschöpfwerk errichtet wurde

Bildrechte: Bahnhofswirtschaft C. G. Petersen, Landscheide

1904 Szene aus der Marsch

ca. 1904 Szene aus der Marsch
Weit, eben und annähernd baumlos dehnt sich die Marsch.
Bei der abgebildeten Mühle könnte es sich um eine Kornmühle handeln – es wurden seinerzeit jedoch neben den bekannten Koker- oder Wipp-Mühlen auch sogenannte Achtkant-Mühlen zur Entwässerung genutzt.
Die dargestellte und für die Wilstermarsch typische Situation mit dem breiten unbedeichten Hauptentwässerungsgraben konnte noch nicht lokalisiert werden. Möglich wäre der Bereich von Vaalermoor am Moorkanal.
Rechts liegen Bündel von geschnittenem Reeth für den Abtransport bereit.

Bildrechte: Verlag M. Glückstadt & Münden, Hamburg

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth a

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth. Die links im Hintergrund erkennbare und der Straße den Namen gebende Kornwindmühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre. Heute trägt die frühere Mühlenstraße den Namen Humsterdorf nach dem früheren Ort, an dessen Stelle das frühere in der Elbe versunkene „Weuelesflethe“ um 1500 verlegt worden war.
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste. Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in: Büttel und Brokdorf (die Mühlen standen jeweils auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1905 Mühlenstraße und Kornwindmühle in Wewelsfleth b

1905 Wewelsfleth - Kornwindmühle

1905 Wewelsfleth - Kornwindmühle
In früheren Zeiten gab es in Wilster und der Wilstermarsch eine größere Anzahl Windmühlen mit Mahlgängen für das Getreide. Sie waren königlich privilegiert und ihr räumlicher Zuständigkeitsbereich amtlich festgesetzt. Die Landwirte in den zugeordneten Mahlbezirken waren Zwangsgäste.
Bekannt sind in der Wilstermarsch folgende Korn Windmühlen mit Standorten in: Büttel und Brokdorf (die Mühlen standen jeweils auf dem Deich der Elbe), Kasenort (eine Graupenmühle), Krummendiek, Neumühlen, Uhrendorf, Büttel, "auf dem Stuven", Ecklak, Dammfleth, Averfleth, Rumfleth (die Mühle Aurora).
Die Mühle - eine Holländer Mühle ohne Galerie - in Wewelsfleth bestand bis in die 1930er Jahre.

Bildrechte: Graphische Industrie, Berlin

1906 Achtkant-Schöpfmühle

ca. 1906 Achtkant-Schöpfmühle - Holländer-Mühle (in Binnenwegsepolder in der niederländischen Gemeinde Bleiswijk (nördlich von Rotterdam))
1939 Achtkant-Schöpfmühle in Neufeld-Rehweg
1907 Achtkant-Schöpfmühle in Averfleth

ca. 1906 Achtkant-Schöpfmühle.
Neben der Vielzahl der früher in der Wilstermarsch zu hunderten vorhandenen und als Schöpfmühlen verwendeten Kokermühlen wurden auch einige Holländerwindmühlen für diesen Zweck eingesetzt. Der auch Kappenwindmühle genannte Typ war bereits um 1500 in den Niederlanden entwickelt worden. Es handelt sich zumeist um eine hölzerne achteckige Konstruktion auf einem niedrigen festen Unterbau. Die Mühle war sehr leistungsfähig, da die Flügel im Vergleich zur Kokermühle größer waren und zudem die Drehebene höher lag.
Die obere bewegliche Kappe mit den Flügeln konnte mittels des Steert in den Wind gedreht werden. Über die Flügelwelle und die senkrechte Königswelle wurde die gewonnene Energie zum Unterbau des Gebäudes geleitet, wo bei den Schöpfmühlen über Getrieberäder eine Übertragung auf die Archimedische Schnecke erfolgte.
Aus diesem Mühlentyp entstanden die noch höheren Galerie-Holländer, die durchweg als Getreidemühlen eingesetzt wurden – so wie die heute noch bestehende schöne Rumflether Mühle AURORA
Im Gegensatz dazu wurden die Mühlen des abgebildeten Typs auch als Erdholländer bezeichnet. Da im Gegensatz zu den Koker-Mühlen (z.B. Schöpfmühle Honigfleth) die Baukosten für die Holländer-Mühlen recht hoch waren, bestanden in der Wilstermarsch nur wenige derartige Mühlen.
In der Wilstermarsch befanden sich zu Schöpfzwecken eingesetzte Achtkantmühlen u.a. in Neufeld (Bild 2) und in Averfleth (Bild 3).
Der Standort der vorgestellten Schöpfmühle (Bild 1) ist nicht in der Wilstermarsch(*); die Mühle ähnelt sehr dem mit Bild 3 vorgestellten Typ.

(*) Anmerkung zu Bild 1: Es handelt sich um eine Mühle mit Standort in Binnenwegsepolder in der niederländischen Gemeinde Bleiswijk (nördlich von Rotterdam)
Weitere Informationen sind auf der sehr informativen Seite molendatabase abrufbar. Dort in das Suchfeld den Begriff "Binnenwegsepolder" eingeben und dann in den Ergenissen unter Nr. 9 schauen. Dort finden sich eine nicht kolorierte Fassung der Ansichtskarte sowie technische Details zu der Mühle.
Freundlicher Hinweis durch Paul van den Berg, Niederlande

Bildrechte:
Bild 1: nicht bekannt
Bild 2: Ludwig Behning, Wilster
Bild 3: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Achtkant Entwässerungsmühle in Averfleth

Die Achtkantmühlen waren vor einhundert Jahren neben den Koker-Mühlen (Wipp-Mühlen) die vorherrschenden Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch. Die abgebildete Achtkant-Mühle stand an dem Verbindungsgewässer zwischen Hackeboer Wettern und Wilsterau. Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern.

1907 Achtkant Entwässerungsmühle in Averfleth
Die Achtkantmühlen waren vor einhundert Jahren neben den Koker-Mühlen (Wipp-Mühlen) die vorherrschenden Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch.
Die abgebildete Achtkant-Mühle stand an dem Verbindungsgewässer zwischen Hackeboer Wettern und Wilsterau.
Derartige Mühlen reichten aus, um eine etwa 40 Hektar große Fläche zu entwässern.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort

1907 Fracht-Ewer auf der Stör und die Mühle "Renata" am Kasenort

1907 Frachtewer auf der Stör und die Graupen-Mühle "Renata" von H. Meifort am Kasenort;
zu dem Anwesen gehörte eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben, während die 1883 erbaute Mühle bereits in den 1920er Jahren beseitigt wurde.
Im Vordergrund die Wilsterau.
Die über den Deich der Stör hinaus ragenden Segel der Fracht-Ewer sind vom Photographen in die Abbildung hinein retuschiert worden, gleichwohl gibt das Bild einen Eindruck von der Bedeutung von Stör und Wilsterau vor hundert Jahren als Verkehrsweg.
Die Takelage der Frachtsegler entspricht dem der Ewer von der Elbe.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

1907 Mühle am Kasenort, Gastwirtschaft "Sommerlust"

1907 Mühle "Renata" am Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von Henning Meifort

1907 Mühle "Renata" am Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von Henning Meifort (danach Friedrich Meier).
Zu dem Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft "Sommerlust", die bis in die 1950er Jahre bestand; 1929 hatte ein Schadensfeuer ganz erhebliche Schäden an dem Gebäude verursacht.
Die 1883 erbaute Mühle "Renata" war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle); die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Oben links im Hintergrund ist der Schornstein der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk (er wurde aus Muschelkalk gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau.
Das Bild unten ist vom Deich der Stör aus fotografiert.

Bildrechte: nicht bekannt

1909 Schöpfmühlen an einer Wettern in der Wilstermarsch

1909 Schöpfmühlen an einer Wettern in der Wilstermarsch
1909 Schöpfmühlen an einer Wettern in der Wilstermarsch

ca 1909 Wie Perlen an der Schnur stehen die Entwässerungs-Mühlen an den Wettern.
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte derartige Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Diese vom Wind angetriebenen und nach ihrer Bauform Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt) genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken. Die letzte ihrer Art steht in Honigfleth. Das auf der 1961 gelaufenen Ansichtskarte abgebildete Motiv ist etwa 50 Jahre früher aufgenommen worden.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch ab 1772 etablierte.
Doch bestanden bereits schon zuvor seit zweihundert Jahren vom Wind betriebene Schöpfmühlen anderer Bauart in der Wilstermarsch. Sie waren mit Schaufelrädern ausgestattet; die erste ihrer Art ist 1571 in Ecklak errichtet worden.

Bildrechte: Carl Kuskop; Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte Variation der Ansichtskarte mit der beeindruckende Reihe der Schöpfmühlen befindet sich in einer externen Sammlung.

1909 Schöpfmühlen in der Wilstermarsch

ca 1909 Hunderte von Schöpfmühlen bestimmten vor 100 Jahren das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Diese vom Wind angetriebenen Schöpfmühlen - es waren Kokermühlen und keine Bockmühlen - schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Die letzte ihrer Art steht in Honigfleth, wohin sie als Baudenkmal von ihrem ursprünglichen Standort in Dwerfeld versetzt wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die kolorierte Fassung der Karte, nach welcher auch die Datierung vorgenommen wurde, befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1909 Vaalermoor - am Vaalermoor Kanal, Schöpfmühle, Pferdegespann

1909 Vaalermoor - am Vaalermoor Kanal, Schöpfmühle, Pferdegespann
1909 Vaalermoor - am Vaalermoor Kanal, Schöpfmühle, Pferdegespann

ca. 1909 am Vaalermoor Kanal - Schöpfmühle, Pferdegespann
Die 1942 gelaufene Ansichtskarte verwendet auf ihrer Bildseite ein Motiv, welches 1909 oder kurz zuvor aufgenommen wurde. Das Motiv wurde für verschiedene Variationen und nur in ihrer Aufmachung voneinander abweichende Ansichtskarten genutzt.
Das Vaalermoor ist die als letzte kolonisierte Landschaft der Wilstermarsch. Geprägt von den hohen Wasserständen in Nachbarschaft des Geestrandes und der durch die höher aufgeschlickten Marsch verhinderten Entwässerung waren hier in den letzten Jahrtausenden Moorböden entstanden, die verbunden mit den Grundwasserverhältnissen den Kolonisten ganz erhebliche Widerstände entgegen stellten.
Erst Mitte des 19ten Jahrhunderts war zielgerichtet mit der Urbarmachung der Böden begonnen worden.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Noch 1959 wurden Ansichtskarten mit Verwendung des Fotos ausgegeben (sh. Bild 3)

1909 Vaalermoor, Moor Kanal, Schöpf-Mühlen, Schulhaus, Moor Weg

ca 1909 Vaalermoor
Das Vaalermoor ist die Landschaft der Wilstermarsch, die erst sehr spät und als letzte kolonisiert wurde.
Geprägt von den hohen Wasserständen in Nachbarschaft des Geestrandes waren hier in den letzten Jahrtausenden Moorböden entstanden, die verbunden mit den Grundwasserverhältnissen den Kolonisten ganz erhebliche Widerstände entgegen stellten. Erst Mitte des 19ten Jahrhunderts war zielgerichtet mit der Urbarmachung der Böden begonnen worden.
Die Gemeinde Vaalermoor kam erst im Jahre 1970 im Zuge einer Kreisreform vom Kreis Rendsburg zum Kreis Steinburg.
Der durch die Gemeinde führende Moorkanal entwässert das Gebiet und führt das von der benachbarten Geest kommende Druckwasser ab.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1910 Schöpfmühlen in der Wilstermarsch

ca. 1910 Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte von Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch. Im Jahre 1866 hatte es in der Wilstermarsch 284 Schöpfmühlen gegeben, wovon im Jahre 1921 immer noch 107 vorhanden waren.
Diese vom Wind angetriebenen und heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken.
Allerdings ist das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die Bockmühle Honigfleth, keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Holland
Die letzte ihrer Art konnte erhalten werden und hat in Honigfleth einen Standort gefunden, wohin sie 1960 versetzt wurde.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau
Die auf einem alten Mühlenstandort unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Hinter der eigenwilligen Konstruktion des Schornsteins auf dem Maschinenhaus ist der seiner Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen.
Die Umrüstung der Mühle auf den Dampfbetrieb wurde, wie das Foto dokumentiert, gerade durchgeführt.
Durch den großen Mauerdurchbruch des umittelbar an der Wilsterau stehenden Maschinenhauseswurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wird auf dem Dach des Gebäudes montiert, auf dem mehrere Personen zu erkennen sind.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: die Ansichtskarte wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau SF

1911 Dampfmühle Averfleth an der Wilsterau

ca. 1911 Dampfmühle Averfleth
Eigenwillige Konstruktion eines Schornsteins.
Die offenkundig auf einem alten Mühlenstandort unmittelbar an der Wilsterau in Neuendorf-Sachsenbande vorhanden gewesene Mühle ist seinerzeit von Windkraft auf Motorkraft (Dampfmaschine) umgerüstet worden.
Im Hintergrund ist der ihrer Flügel bereits beraubte Torso der alten Windmühle zu erkennen, während vorne das Maschinenhaus am Ufer der Wilsterau steht. Die Umrüstung auf den Dampfbetrieb wird, wie das Foto Dokumentiert, gerade durchgeführt. Durch den großen Mauerdurchbruch wurde offenbar die Maschinenanlage in das Gebäude geschafft. Der hohe und mit einer Gitterkonstruktion sowie Abspannungen gesicherte hohe Schornstein wurde auf dem Dach des Gebäudes montiert.
Nachdem nur noch der Mauerdurchbruch des Maschinenhauses wieder zu verschließen ist, posieren Eigner und Handwerker nach verrichteter Arbeit vor dem Bauwerk am Ufer der Wilsterau.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

1911 Ecklak, Korn-Windmühle, Brandt´s Gastwirtschaft, Fähre in Kudensee

1911 Ecklak, Korn-Windmühle, Brandt´s Gastwirtschaft, Fähre in Kudensee

1911 Ecklak, Korn-Windmühle, Brandt´s Gastwirtschaft, Fähre in Kudensee.
In der erst 1867 gebildeten Wilstermarsch Gemeinde Ecklak bestand im Ortsteil Ecklak-Austrich seit etwa Hälfte des vorletzten Jahrhunderts eine Kornwindmühle. Die unmittelbar an der Wilsterau stehende Mühle mußte durch Menschenkraft in den Wind gestellt werden. Erst im Jahre 1914 baute der Wilsteraner Mühlenbauer Johann Meyer die Mühle völlig um, wobei das Bauwerk eine Galerie und auch eine Windrose (auf der Abbildung noch nicht vorhanden) erhielt, um sich selbsttätig in den Wind zu stellen.
Um 1940 wurde der Mühlenbetrieb eingestellt; die Mühle wurde in den 1950er jahren abgebrochen.
Der Ecklaker Dorfkrug war 1905 für H. Brandt erbaut worden, der den Gasthof bis 1910 betrieb; nächster Wirt war Johannes Kruse. Ihm folgte 1919 bis 1937 Nikolaus Völker; danach führten die dort ab 1937 tätigen Wirtsleute Alfred und Anne Völker in dem Gebäude auch einen Hökerladen; die Gastwirtschaft wurde bis 1965 betrieben.
Die untere Abbildung zeigt eine Szene am Kaiser-Wilhelm-Kanal (Nord- Ostsee Kanal), wobei der vom Photographen in das Bild hinein kopierte kleine Schlepper von der Größenordnung her ziemlich mißlungen ist. Die Fähre Kudensee befindet sich bereits in der benachbarten gleichnamigen Gemeinde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort a

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort
1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort

1911 Mühle von H. Meifort am Kasenort,
die 1883 erbaute ehemalige königlich privilegierte Kornwindmühle RENATA - eine Graupenmühle - wurde in den 1920er Jahren wieder beseitigt;
im Vordergrund ein alter Mündungsarm der Wilsterau;
ganz links im Hintergrund der Deich an der Stör.
Die Mündung der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der heute noch bestehenden Schleuse verlegt.
Hinter der Mühle sind die hohen Schornsteine der früher dort existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Grundmaterial war Muschel-Schill – also Muschelschalen.

Bildrechte: C.M. Hencke´s Buchhandlung, Wilster
Anmerkung: Die ergänzend vorgestellte und erst 1943 gelaufene Version (Wolken, Schwäne verändert) der Karte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort b

1911 Wilsterau, Mühle RENATA am Kasenort

1911 Wilsterau, Mühle am Kasenort.
Die 1883 erbaute Mühle RENATA war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle AURORA) und bestand bis in die 1920er Jahre. Sie gehörte zum Anwesen der Gastwirtschaft "Sommerlust" von H. Meifort.
Rechts neben der Mühle sind im Hintergrund Schornsteine der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk (er wurde aus Muschelkalk / Muschelschill gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau, die im Vordergrund verläuft. Die von Kathen kommende Straße zum Kasenort quert über die Brücke den alten Mündungsarm.

Bildrechte: Verlag Carl Hencke, Buchdruckerei, Burgerstraße, Wilster
Anmerkung: Das Foto mit dem interessanten Motiv wurde mehrfach für in Farbgebung, Beschriftung und den hineingezeichneten Schwänen unterschiedlich variierende Ansichtskarten verwendet. Bei der vorgestellten Version ist die die Farbe des Himmels bearbeitet, die Wasserfläche sogar farblich metallisch glänzend.

1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch SF

1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch

ca. 1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch
Entwässerungs-Mühlen an den Wettern; die Mühlen förderten das Wasser aus den tiefer gelegenen Entwässerungsgräben in die hoch gelegten Wettern, welche das Wasser dann zu den Sielen an Wilsterau, Stör oder Elbe transportierten.
Noch nach der vorletzten Jahrhundertwende bestimmten Hunderte derartige Schöpfmühlen das Landschaftsbild der Wilstermarsch.
Diese vom Wind angetriebenen und nach ihrer Bauform Koker-Mühlen (in der Wilstermarsch fälschlich Bock-Mühlen genannt) genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken. Die letzte ihrer Art steht in Honigfleth.
Das Prinzip der archimedischen Schnecke war von dem am 28. November 1745 in Holler´s Fährhaus in Hodorf geborenen Johann Holler in die Wilstermarsch gebracht worden. Johann Holler hatte als Zimmermann in den Niederlanden gearbeitet und dort entsprechende berufliche Erfahrungen gesammelt. Im Jahre 1770 gründete er am Kohlmarkt in Wilster eine Zimmerei, wo die ersten archimedischen Schnecken für die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hergestellt wurden. Holler war es wohl auch, der die Bauform der Koker-Mühle in der Wilstermarsch etablierte.
Doch bestanden bereits schon zuvor seit zweihundert Jahren vom Wind betriebene Schöpfmühlen anderer Bauart in der Wilstermarsch. Sie waren mit Schaufelrädern ausgestattet; die erste dieser Mühlen ist 1571 in Ecklak errichtet worden.

Bildrechte: Carl Kuskop; Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch SF

1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch

ca. 1913 Entwässerungsmühlen in der Wilstermarsch
Diese vom Wind angetriebenen und nach ihrer Bauform Koker-Mühlen genannten Schöpfmühlen schöpften mittels einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Entwässerungsgräben in die höher gelegenen Wettern. Sie hielten die unter dem Meeresspiegel liegende Marsch trocken. Die letzte ihrer Art steht in Honigfleth.

Bildrechte: Carl Kuskop; Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort

1913 Getreide-Mühle "Renata" an der Wilsterau am Kasenort
Mühle in Kasenort mit der Gastwirtschaft "Sommerlust" von H. Meifort.
Die 1883 erbaute Mühle war ein sogenannter Galerie-Holländer (so wie die heute noch in Rumfleth vorhandene Mühle).
Rechts neben der Mühle ist im Hintergrund der Schornstein der hier früher existierenden Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk ( er wurde aus Muschelkalk / Muschelschill gewonnen) zu erkennen.
Hinter der Mühle verlief früher ein Mündungsarm der Wilsterau, die im Vordergrund zu erkennen ist.

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

1913 Mühle "Fortuna" in Hochfeld

1913 Mühle "Fortuna" in Hochfeld
1913 Mühle "Fortuna" in Hochfeld

1913 Mühle "Fortuna" von Detlef Trede in Hochfeld.
Die Müller und weitere Beschäftige des Betriebes sowie die Familie des Eigners haben sich auf der Galerie der Mühle, der Veranda des Wohnhauses sowie mit Fuhrwerken auf der Zufahrtsstraße zum Fototermin aufgestellt (sh. Detailausschnitt Bild 2).
Interessant ist der Umstand, dass die Ansichtskarte von dem Eigentümer des Betriebes für die Geschäftspost verwendet wurde.
Er schreibt an einen Geschäftspartner in Dorfmark bei Bad Fallingbostel:
"Hochfeld, 20.4.13
Ich habe gegen Ende dieser Woche Verwendung für ca. 100 - 150 Ferkel pro 35 - 40 Pfund.
Wie teuer sind solche heute nach Gewicht pro Pfund ab dort.
Bitte umgehende Antwort.
Hochachtungsvoll
Detlef Trede"
Dazu ist anzumerken, dass der weitsichtige Firmeninhaber für seinen Betrieb sehr früh ein weiteres Standbein mit der Mästung von Schweinen etabliert hatte.
Die im Ortsteil Hochfeld der Wilstermarsch-Gemeinde Dammfleth stehende Mühle "Fortuna" ist im Jahre 1971 abgebrannt. Zu der Zeit erbaute der Betreiber dieser Heimat-Seite das Unterschöpfwerk Klein Kampen; er war Augenzeuge des bedrückend schaurig schönen Anblicks, als sich das brennende Mühlenkreuz noch einmal drehte und dann in einem Schwall von Funken und Rauch in sich zusammenstürzte.
Die Mühle "Fortuna" trug die Jahreszahl 1897 - in genanntem Jahr war sie von ihrem vorherigen Standort in Neumühlen nach Hochfeld versetzt worden; die Straße auf der Grenze zwischen den Gemeinden Beidenfleth und Dammfleth trägt noch heute nach ihr den Namen "Neumühlen".

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1913 Mühle am Kasenort a

1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort
1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau;
die ehemals könglich privilegierte Kornwindmühle wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.

Bildrechte: C. K. W. Nr. 170

Anmerkung: Im Gegensatz zu der nachträglich kolorierten Karte mit den hinein retuschierten Schwänen fehlen diese bei der älteren schwarz-weiß Ausgabe der zum Vergleich vorgestellten Karte; diese befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

1913 Mühle am Kasenort, Wilsterau b

1913 Mühle RENATA an der Wilsterau am Kasenort

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau
Die ehemals königlich privilegierte Kornwindmühle von Johannes Meifort am Kasenort wurde in den 1920er Jahren beseitigt;
links im Hintergrund der Deich an der Stör;
hinter der Mühle bei dem hohen Schornstein existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Ausgangsstoff für den Kalk war Muschel-Schill.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.

Bildrechte: C. K. W. Nr. 170
Anmerkung: Im Gegensatz zu einer anderen Version der nachträglich kolorierten Karte wurden hier keine Schwäne in das Bild retouschiert.

1913 Mühle am Kasenort, Wilsterau c

1913 Mühle RENATA am Kasenort, Wilsterau

1913 Mühle am Kasenort, im Vordergrund die Wilsterau. Die ehemals königlich privilegierte und 1883 gebaute Kornwindmühle RENATA von Johannes Meifort am Kasenort wurde in den 1920er Jahren beseitigt.
Zu dem danach von Henning Meifort (danach Friedrich Meier) betriebenen Anwesen gehörte auch eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn – die Gastwirtschaft „Sommerlust“ wurde bis Anfang der 1950er Jahre betrieben.
Links im Hintergrund ist der Deich an der Stör zu erkennen;
rechts hinter der Mühle, bei dem hohen Schornstein, existierte früher eine Kalkbrennerei zur Herstellung von Branntkalk. Ausgangsstoff für den Kalk war Muschel-Schill.
Direkt an der Wilsterau ist eine Anlegestelle mit Dalben und Feldbahngleisen erkennbar. Dahinter zweigt ein ehemaliger Mündungsarm der Wilsterau ab, er mündete etwa bei der Kalkbrennerei in die Stör.
Die im Vordergrund verlaufende Mündungsstrecke der Wilsterau wurde 1925 im Zusammenhang mit der Errichtung der neuen Schleuse verlegt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1915 Vaalermoor, Gehöfte, Schöpfmühle, Gasthof, Denkmal

1915 Mehrbildkarte aus Vaalermoor.
oben: ländliche Szene am Vaalermoor Kanal;
mit Hilfe der Schöpfmühlen wurde das Wasser in den Kanal gefördert.
mittig: Das im Jahre 1905 neben der Schule errichtete Denkmal zur Erinnerung an den Deutsch/Französischen Krieg von 1870/71; Inschrift: Dem tapferen Heere.
unten: Das Gebäude der Gastwirtschaft am Vaalermoor Kanal wurde im Jahre 1969 durch Feuer vernichtet und nicht wieder aufgebaut.

Bildrechte: Karl Kuskop, Wilster

1916 Landwirtschaft in der Wilstermarsch

ca 1916 Landwirtschaft in der Wilstermarsch
Die zu Hunderten an den Wettern stehenden zur Entwässerung der Wilstermarsch eingesetzten Schöpfmühlen gaben früher der Wilstermarsch ein ganz besonderes Gepräge.
Die zumeist dreimalige Heu Ernte im Jahr war mit erheblichem Arbeitsaufwand für die Bauern verbunden. Das Gras wurde geschnitten, zur Unterstützung seiner Trocknung in Wind und Sonne mehrfach gewendet, zusammengeharkt, in schnurgerade aufgestellten Hümpen aufgestellt und dann als Heu mittels Muskelkraft auf dem Ackerwagen aufgehäuft und in der Scheune oder auf dem Heuboden gelagert. Über das hoch aufgetürmte Heu auf dem Wagen wurde zu seiner Fixierung der Gürtelbaum gelegt (wer kennt diesen Ausdruck noch?).
Die für die Wilstermarsch typischen rot-bunten Rinder waren im Sommerhalbjahr Farbpunkte in der weiten baumlosen Landschaft. Bäume säumten nur die Höfe.
Der herbe Charme der Landschaft – der Himmel war damals unverstellt höher als heute – war noch nicht durch Windräder, Strommasten, Baumalleen und hoch gelegte Straßen für immer verändert.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

1917 Achtkant-Schöpfmühle in der Störmarsch

1917 Achtkant-Schöpfmühle in der Störmarsch

1917 Achtkant Schöpfmühle in der Störmarsch
Die Störmarsch oberhalb von Itzehoe im Bereich der Ortschaften Kronsmoor, Kollmoor und Breitenberg.
Das Bild ist hier aufgenommen als Beispiel für den abgebildeten Typ einer Turmwindmühle, wie er vor Einführung der Koker- bzw. Wipp-Mühle (vielfach fälschlich auch Bock-Mühle genannt) vorrangig bei der Entwässerung der Niederungsgebiete Verwendung fand.
Die abgebildete Schöpfmühle ist eine nach ihrer Ständerkonstruktion sogenannte Achtkant-Mühle.
Oberhalb von Itzehoe standen noch bis Anfang der 1950er Jahre mehrere Mühlen dieser Art am Deich der Stör.

Bildrechte: Detlev Vahlendick, Kellinghusen

1917 Stadt Mühle und Meierei an der Wilsterau (Ex)

1917 Stadt Mühle und Meierei an der Wilsterau

1917 Stadt-Mühle und Meierei an der Wilsterau
Blick von der Mühlenbrücke flußaufwärts auf die Wilsterau und die seinerzeitige Stadt Mühle und die benachbarte Meierei.
Von der Mühlenstraße erfolgte die Land-Zufahrt zu dem Betrieb.
Die Stadt Mühle wurde seinerzeit von Wilhelm Wulf als Windmühle und als Dampfmühle betrieben. Dem Betrieb war neben einer Meierei und Fettkäserei auch eine Mästerei sowie eine Schlachterei und Wurstfabrik angegliedert.
Als besonderes Produkt fertigte der Betrieb den Wilstermarsch Käse.
Um 1920 übernahm Emil Bahmert den Betrieb, aus welchem er bald darauf die Mühle an August Hennings verkaufte.
Die Stadt Mühle - die Straße Stadtmühlen Weg erhielt später nach ihr den Namen - wurde 1939 abgebrochen. In den Gebäuden wurde danach von 1943 bis 1952 die Konservenfabrik VITAMO betrieben.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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