Alte Postkarten aus Wilster

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1968 Luftbild - Gebäude an Rumflether Straße und Landrecht

1968 Luftbild - Gebäude an Rumflether Straße und Landrecht in der Stadt Wilster

1968 Luftbild - Gebäude an Rumflether Straße und Landrecht
Rechts unten das Gebäude des Kinos "Adler Lichtspiele",
darüber das Gehöft Peemöller - Heinrich-Friedrich Peemöler ("Hein Pee") verkaufte zu der Zeit das Gebäude sowie die dahinter gelegenen zugehörigen Flächen an den Schulverband Wilstermarsch, welcher darauf die Gemeinschaftsschule errichten ließ.
Unten links das Anwesen der Firma Richard Sötje (Tankstelle und Mietwagen Betrieb) .
Zwischen dem Gebäude der Firma Sötje und dem Kino verlief die Zuwegung zu der hier die Wilsterau überquerenden Landrechter Brücke.
Jenseits der Rumflether Straße der umfangreiche Gebäudekompex einer vormaligen Lederfabrik; nachdem die Lederfabrik der Gebrüder Böhme hier 1903 abgebrannt war, bauten die Vachelederwerke Ballin GmbH die Fabrikationsstätte modernisiert wieder auf. Der hinten rechts erkennbare Stumpf des ursprünglich deutlich höheren Fabrik-Schlotes wurde erst um 1970 beseitigt.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.
In dem Bungalow links der Zufahrt waren die Büroräume der Sachfabrik untergebracht, die Eigentümer der Fabrik wohnten in dem Bungalow rechts der Einfahrt.
In dem linken Bungalow wohnte während seiner Amtszeit in Wilster Bürgermeister Armin March, bis er wegen mehrerer ihm im privaten Bereich unterlaufener gravierender Eskapaden sein Amt in Wilster verlor.
Die am oberen Bildrand erkennbare Baracke diente während des II.Weltkrieges als Unterkunft für Kriegsgefangene, welche tagsüber in wilsteraner Betrieben zur Arbeit verpflichtet waren. Nach dem Kriege diente die Baracke als Unterkunft für Heimatvertriebene.

Bildrechte: nicht bekannt

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Briefbogen
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt
1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik - Werbeblatt

1963 Friedrich Spies, Zelte- und Planenfabrik
Das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies etablierte sich Mitte der 1950er Jahre in den Gebäuden der vormaligen Ballin´schen Lederwerke an der Rumflether Straße.
Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.
Mit einem Faltblatt, von welchem hier 3 Seiten vorgestellt werden (Sh. Bilder 2 - 4), bewarb des Unternehmen seine bis zu 18,00 breiten und in Modulen von jeweils 5,00m Länge verlängerbaren Großraumzelte.

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte
ca. 1930 Gebäude der Lederfabrik Ballin - später genutzt von der Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte in Wilster

1948 Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte
Die Fabrikationsstätten der Firma waren in der ehemaligen Ballin´schen Lederfabrik an der Rumflether Straße 2 untergebracht (sh. Bild 2).
Etwa um 1952 wurde die Fabrik verlagert und gab ihren Standort in Wilster auf.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster

1930 Vachelederwerke Ballin, Wilsterau im Landrecht

1930 Vachelederwerke Ballin an der Rumflether Straße in Wilster

1930 Vachelederwerke Ballin, Wilsterau im Landrecht
Über die Zeitraum mehrerer Jahrzehnte war Wilster ein bedeutender Standort der Lederindustrie.
Die Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederwerke „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" an der Rumflether Straße bewirkten, dass Wilsters Bevölkerung in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner wuchs.
Die Lederwerke der Gebrüder Böhme brannten 1903 ab, wonach dann die dänischen "Vachelederwerke Ballin GmbH" im Jahr 1907 die zerstörten Gebäude modernisiert wieder aufbauen ließ und den Betrieb aufnahm.
Nach dem II. Weltkrieg und dem zuvor bereits eingetretenen Niedergang der wilsteraner Lederindustrie etablierte sich 1948 in den Gebäuden die Firma Wilhelm Krause GmbH - Fabrik für elektrische Heiz und Kochgeräte. Etwa um 1952 wurde die Fabrik verlagert und gab ihren Standort in Wilster auf.
In die Gebäude der Lederwerke zog Mitte der 1950er Jahre das zunächst in Wilster als Sack-Fabrik bezeichnete Unternehmen der Zelte- und Planenfabrik von Friedrich Spies ein. Die Firma besteht unter den Nachkommen des Begründers am Standort Wilster heute noch.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1970 Altenteilerhaus des Hofes Peemöller an der Straße Landrecht

1970 Altenteilerhaus des Hofes Peemöller an der Straße Landrecht in Wilster

ca. 1970 Altenteilerhaus des Hofes Peemöller an der Straße Landrecht.
Der alte Bauernhof - die Gebäude des Gehöfts bestanden aus dem als Wirtschaftsgebäude genutzten Haupthaus und dem daneben gelegenen Wohnhaus / Altenteilerhaus - lag an der Straße Landrecht.
Erstaunlicherweise ist das alte Gehöft in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" nicht mit aufgeführt.
Der Eigentümer Heinrich Friedrich Peemöller ("Hein Pee") hatte 1969 die hinter dem Anwesen gelegenen Flächen an den Schulverband Wilstermarsch verkauft, welcher hier das heute bestehende Schulzentrum errichten ließ - der Trakt für die Hauptschule wurde im Jahre 1972 fertig gestellt.
Das bis 1977 als Wohnhaus genutzte Altenteilerhaus brannte in dem genannten Jahr während der Zeit des Wilster Jahrmarktes ab.

Bildrechte: privat
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Anita Butterbrodt, Bad Gandersheim

1955 Sack- und Planfabrik Spies an der Rumflether Straße

ca. 1955 Sack- und Planfabrik Spies an der Rumflether Straße
In den Gebäuden der vormaligen Ballin´schen Lederfabrik an der Rumflether Straße etablierte sich in den 1950er Jahren die Sack- und Planfabrik Spies, welche seinerzeit und so wie heute noch auch Zelte fertigte.
Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Betriebes an der Rumflether Straße.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

1976 Blick von der Landrechter Brücke auf den Hof Peemöller

1976 Blick von der Landrechter Brücke auf den Hof Peemöller
Ausschnitt aus dem Stadtplan von 1775 der Stadt Wilster

1976 Blick von der Landrechter Brücke auf den Hof Peemöller an der Straße Landrecht.
Der alte Bauernhof - die Gebäude des Gehöfts bestanden zuletzt aus dem als Wirtschaftsgebäude genutzten Haupthaus und dem daneben gelegenen Wohnhaus / Altenteilerhaus - lag an der Straße Landrecht; ihm waren zuletzt nur wenige Hektar zugeordnet. Die Flächen erwarb der Schulverband Wilstermarsch von Heinrich Friedrich Peemöller ("Hein Pee") und errichtete auf ihnen das heute bestehende Schulzentrum.
Erstaunlicherweise ist das alte Gehöft in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" nicht mit aufgeführt.
Das bis 1977 als Wohnhaus genutzte Altenteilerhaus brannte in dem Jahr während der Zeit des Wilster Jahrmarktes ab.
Auf dem alten Stadtplan (Bild 2) der Stadt Wilster aus dem Jahr 1775 ist der Hof bereits eingezeichnet. Auf dem Plan sind sehr gut die Wilsterau, die sie überquerende Landrechter Brücke sowie die Straßen Landrecht und "Hinter der Stadt" (heutige "Hans-Prox-Straße") zu erkennen.
Rechts im Anschnitt auf dem Foto das Gebäude des Kinos "Adler - Lichtspiele", welches seinerzeit von Heinrich Hülsing (genannt "Hein Hü")betrieben wurde; in dem Gebäude befand sich auch eine Gaststätte. Durch die rechts erkennbare Klappe im Bürgersteig wurde das Faßbier für den darüber liegenden Schankraum in den Keller transportiert.

Bildrechte: Rüdiger Mengel, Wilster

1900 Wilsterau, Lederwerke, Straße Landrecht

1900 Wilsterau, Lederwerke, Straße Landrecht in der Stadt Wilster
1900 Wilsterau, Blick von der Landrechter Brücke
1900 Tabakwarengeschäft Fr. Siebcke an der Straße Landrecht in der Stadt Wilster

1900 Wilsterau, Lederwerke, Straße Landrecht.
links oben: Blick von der Landrechter Brücke in Richtung Rumfleth.
Einer der ersten Standorte der Lederindustrie in Wilster waren die Gebäude rechts an der Brücke im Landrecht. Sie dienten danach der Getreide- und Kohlenhandlung W. Hansen als Wohn- und Lagergebäude.
links im Hintergrund die Lederwerke Falk & Schütt an der Rumflether Straße. Die Leder-Werke machten gemeinsam mit der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, der späteren Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, nach dem Jahre 1890 die Stadt Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie. Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet. Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).Die Fabriken verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.
rechts oben: Bahnübergang der Marschbahn an der Rumflether Straße.
Die Gebäude der Lederfabrik mit den markanten Ecktürmen wurden am 09. Dezember 1907 bei einem verheerenden Großfeuer zerstört; bei dem danach rasch wieder erfolgte Wiederaufbau der Gebäude erhielten die Gebäude bei nur noch zwei Vollgeschossen eine andere Dachform.
Unten und Bild 3: Geschäftshaus des Tabakwarengeschäfts Fr. Siebcke an der Straße Landrecht.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 1638 AK

1965 Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung

Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung

ca. 1965 Wilster - Luftbild aus südwestlicher Richtung
Im Vordergrund links die Gehöfte von Stahl und Rademann an der Straße nach Diekdorf.
Rechts ist die Hans-Prox-Straße - die vormalige "Hinter der Stadt" - gut zu erkennen. Die rechts von ihr stehenden Häuser waren zu dem Zeitpunkt neu errichtet.
Gegenüber von den Gehöften Stahl und Rademann liegen jenseits der Wilsterau an der Rumflether Straße die Gebäude der vormaligen Ballin´schen Vacheleder-Fabrik mit dem Stumpf der ehemaligen hohen Esse. Die Gebäude werden seit Jahrzehnten von der Sack- und Planen Fabrik Spies genutzt.
Auf den darüber erkennbaren und zu der Zeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche steht heute das Schulzentrum Wilstermarsch.
Am linken Bildrand diagonal verläuft die Bahnstrecke von Wilster nach Brunsbüttel. Jenseits der Bahn sind die hellen Gebäude der FRIKA (Rockfabrik von Friedrich Kallweit) erkennbar, welche später vom Sönnichsen-Markt und danach vom Wandmaker-Markt genutzt wurden.
Dieseits der Bahn sind die ersten Wohnblocks an der Etatsrätin Doos Straße bereits errichtet.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt AG, Dortmund
Anmerkung: Bild 1 zeigt einen Ausschnitt aus dem gesamten im Original vorliegenden firmeninternen Abzug (vgl. Bilder 2 und 3)

1962 Wilsterau an der Landrechter Brücke

1962 Wilsterau an der Landrechter Brücke

1962 Wilsterau an der Landrechter Brücke
Aussicht von der Landrechter Brücke die Wilsterau aufwärts (der Standort der heutigen Brücke ist gegenüber dem seinerzeitigen Zustand infolge eines Neubaues verändert worden).
Die Gebäude rechts wurden seinerzeit von der Firma Richard Sötje (Kolonialwaren, Tankstelle, Mietwagen-Betrieb) genutzt.
Links das Husmannshus von Bauer Herbert Stahl.
Die Straße links führt Richtung Diekdorf.
Im Hintergrund der Gebäudekomplex der seinerzeitigen Mahl- und Trocknungswerke Günther & Co. (wurde bis 1966 betrieben).

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld,
welcher das Foto freundlicherweise zur Verfügung stellte.

1902 Rumflether Straße, Lederwerke Falk & Schütt

1902 Lederwerke Falk & Schütt an der Rumflether Straße in der Stadt Wilster

1902 Lederwerke Falk & Schütt an der Rumflether Straße.
Um die vorletzte Jahrhundertwende hatte Wilster mit Falk & Schütt in Rumfleth sowie der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, die zu der Zeit größten Europäischen Lederfabriken in seinen Mauern. Wilsters Bevölkerung stieg in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner.
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Die Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden nach Wilster eingemeindet. Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907). Die Lederwerke verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert in die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg. In den Gebäuden der ehemaligen Lederwerke waren nach dem Niedergang der Wilsteraner Lederindustrie die 1919 gegründete Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co. untergebracht (In den weiter stadtauswärts liegenden Gebäudeteilen wurde jedoch bis in die 1950er Jahre Lederfabrikation betrieben).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1090 AK

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte mit Firmenstempel

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte
1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme - Korrespondenzkarte

1888 Lederfabrik Gebrüder Böhme.
Firmenpost wurde seinerzeit vielfach auf offenen Postkarten abgewickelt.
So erging mit vorgestellter Postkarte am 09. März 1888 ein Angebot der Lederfabrik Gebrüder Böhme an die Firma P. Cohn & Co. in Altona an der Große Freiheit mit der Mitteilung:
"Es sammeln sich jetzt mehr Kalbfelle an; sagen sie uns welchen Preis sie heute anlegen."
Gemeinsam mit den Lederwerken „Falk & Schütt“ war die Lederfabrik der „Gebrüder Böhme“ der erste Industriebetrieb in Wilster.
Die Fabrik ist hervorgegangen aus der bereits 1850 von Nicolaus Böhme an der Landrechter Straße gegründeten Lohgerberei, welche anfangs 4 Gesellen beschäftigte. Nachdem die beiden Söhne Johann und Heinrich in den Betrieb eintraten und ihn Anfang der 1870er Jahre übernahmen, firmierte der Betrieb unter dem Namen Lederfabrik „Gebrüder Böhme“.
Der Betrieb wuchs in der Folge rasch und zählte 1878 bereits 20 Beschäftigte, 1880 arbeiteten dort 30 Personen.
Ende der 1880er Jahre – also zur Zeit der vorgestellten Postkarte - hatte die Fabrik enorm expandiert und zählte fast 100 Beschäftigte und kurz vor der Jahrhundertwende sogar 350.
Neue Maschinen waren angeschafft, dazu neue Fertigungsgebäude und ein Maschinenhaus mit einem hohen Schornstein errichtet worden.
Der Schuldendienst für die rasche Expansion führte in der Folge dazu, dass der Hamburger Gläubiger Eigentümer des Betriebes wurde, der danach unter „Gebr. Böhme Co.“ firmierte.
1903 zerstörte ein Schadenfeuer die Fabrik, deren Reste 1907 verkauft wurden an einen dänischen Betreiber aus Kopenhagen, welcher sie in Teilen wieder errichtete und mit etwa 40 Beschäftigten die „Vachelederwerke Ballin GmbH“ betrieb.
Ende des Jahres 1940 wurde der Betrieb in Wilster endgültig eingestellt.

Reg. mein-wilster: 1479 PK

1963 Blick von Diekdorf über die Wilsterau auf die Windmühle AURORA und die Stemag

1963 Blick von Diekdorf über die Wilsterau auf die Windmühle AURORA und die Stemag

1963 Blick von Diekdorf über die Wilsterau auf die Windmühle AURORA und die Stemag (Steatit-Magnesia AG)
In den Jahren 1960 bis 1962 waren die an der Rumflether Straße stehenden Gebäude der vormaligen Lederwerke Falk & Schütt von der Steatit-Magnesia GmbH (Stemag) aus Porz bei Köln modernisiert und durch einen Neubau ergänzt worden.
Der Betreiber von mein-wilster wirkte seinerzeit als Maurer-Lehrling beim Bau des Neubaues mit.
Seit der Aufgabe der Produktion durch die Stemag wird das Anwesen ab etwa 1975 von der Firma Montblanc-Simplo GmbH genutzt.
Links die Windmühle AURORA - ein Galerie-Holländer - welche heute unter Denkmalschutz steht und vorbildlich erhalten ist.
Zwischen der Mühle und den Gebäuden der Stemag befindet sich ein kurzer Sticharm der Wilsterau, welcher seinerzeit von der CHRISTINA, einem im Eigentum des Müllers Delf Martens stehenden kleinen Frachtewers angefahren wurde und Produkte des Müllereibetriebes transportierte.

Bildrechte: Anita Butterbrodt, Bad Gandersheim

1916 Gehöft Peemöller in Wilster (SF)

1916 Gehöft Peemöller in Wilster

1916 Gehöft Peemöller in Wilster
Der alte Bauernhof - die Gebäude des Gehöfts bestanden aus dem als Wirtschaftsgebäude genutzten Haupthaus und dem daneben gelegenen Wohnhaus / Altenteilerhaus - lag an der Straße Landrecht.
Erstaunlicherweise ist das alte Gehöft in dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild" nicht mit aufgeführt.
Der Eigentümer Heinrich Friedrich Peemöller ("Hein Pee") hat ein halbes Jahrhundert später, 1969 die hinter dem Anwesen gelegenen Flächen an den Schulverband Wilstermarsch verkauft, welcher hier das heute bestehende Schulzentrum errichten ließ - der Trakt für die Hauptschule wurde im Jahre 1972 fertig gestellt. Auf dem Gelände des zuvor schon abgebrochenen Wirtschaftsgebäude wurde ein Parkplatz eingerichtet.
Das bis 1977 als Wohnhaus genutzte Altenteilerhaus brannte in dem genannten Jahr während der Zeit des Wilster Jahrmarktes ab.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

1900 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth, Wilsterau in Diekdorf

1900 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth, Wilsterau in Diekdorf

1900 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth, Wilsterau in Diekdorf.
Blick von Diekdorf über die Wilsterau auf die Lederwerke und die Mühle "Aurora".
Die Leder-Werke machten gemeinsam mit der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, der späteren Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, nach dem Jahre 1890 die Stadt Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie. Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas. Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner; es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet. Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).Die Fabriken verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.
In den rechts befindlichen Gebäuden der ehemaligen Lederwerke waren nach dem Niedergang der Wilsteraner Lederindustrie die 1919 gegründete Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co. untergebracht (in den links liegenden Gebäudeteilen wurde jedoch bis in die 1950er Jahre Lederfabrikation betrieben). Im Jahr 1967 zog in die Gebäude der Trocknungswerke die Möbelgroßhandlung Grünhagen ein, nachdem bereits 1960 die Firma Steatit Magnesia die links liegenden Gebäude erweitert und bezogen hatte.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg.
Reg. mein-wilster: 1127 AK

1992 Möbelmarkt Grünhagen, Rumflether Straße, Mühle AURORA, Marschbahn, Wilsterau

1992 Möbelmarkt Grünhagen, Rumflether Straße, Mühle AURORA, Marschbahn, Wilsterau
1992 Möbelmarkt Grünhagen, Rumflether Straße, Mühle AURORA, Marschbahn, Wilsterau

1992 Möbelmarkt Grünhagen, Rumflether Straße, Mühle AURORA, Marschbahn, Wilsterau
Mit der das Luftbild zeigenden Karte hat 1993 Günther Grünhagen seine Kunden aus Anlaß des 25 Geschäftsjubiläums seines Möbelmarktes eingeladen.
Der Möbelmarkt war 1967 in die Gebäude der Futtermittelfabrik (Firma Schleswig-Holsteinische Trocknungs- und Mahlwerke Günther & Co.) an der Rumflether Straße eingezogen und 1968 eröffnet worden. Die Firma ist 2010 erloschen.
Am 14 Oktober 1987 waren die Gebäude durch ein verheerendes Schadensfeuer zerstört worden, wonach dann ein Wiederaufbau erfolgte.
Vor 1919 gehörten die seinerzeitigen und danach mehrfach umgestalteten Gebäude zu den vormaligen Lederwerken Falk & Schütt.
Am Bildrand links und oben ist der Verlauf der Wilsterau erkennbar, die hier von der Eisenbahnstrecke Wilster - Brunsbüttel (die Trasse ist Teil der alten Marschbahn) mit einer Brücke gekreuzt wird.
Oberhalb des kompakten Gebäudekomplexes ist die Rumflether Mühle AURORA zu erkennen, von welcher ein Sticharm nach links zur Wilsterau führt.

Bildrechte. nicht bekannt, wahrscheinlich Möbelmarkt Grünhagen

1956 Rumfleth - Lederwerke, Mahl- und Trocknungswerke, Mühle AURORA

1956 Rumfleth - Lederwerke, Mahl- und Trocknungswerke, Mühle AURORA

1956 Rumfleth - Lederwerke, Mahl- und Trocknungswerke, Mühle AURORA
Luftbild aus nordöstlicher Richtung auf die Rumflether Mühle „Aurora“ und den ausgedehnten Gebäudekomplex der ehemaligen Lederwerke „Falk & Schütt“, wobei zu der Zeit der gesamte östliche Teil der Gebäude von den Schleswig-Holsteinischen Mahl- und Trocknungswerken „Günther & Co.“ (Futtermittelfabrik) genutzt wurde.
Quer durch das Bild verläuft die Wilsterau, von welcher ein Sticharm zur Rumflether Mühle führt; hier bestand ein Quai, an welchem kleine Frachtschiffe mit Produkten der Mühle beladen werden konnten.
Jenseits der Wilsterau ist das an die Straße Diekdorf grenzende Gelände noch weitgehend frei von den heute dort vorhandenen Wohnhäusern. Diagonal durch die Fläche verläuft dort die nach Brunsbüttel führende Bahnstrecke - die ursprüngliche Linienführung der Marschbahn.
Links unten die Wiesen, welche heute zum Bebauungsgebiet Rumflether Feld gehören.
Rechts unten am Bildrand ist die Straße Rumflether Deich erkennbar. An den älteren der links dieser Straße stehenden Häuser wird deutlich, dass diese mit ihren ursprünglichen Frontseiten nach links ausgerichtet waren, denn auf der Krone des Deiches verlief früher ein Weg (der eigentliche Rumflether Deich). Ein Rest dieses Weges ist ausgehend von dem zur Rumflether Mühle zugehörigen Wohnhaus heute noch vorhanden. Dieser Restteil des Weges ist jetzt integriert in einen Rad- und Fußweg, welcher vom heutigen Baugebiet Rumflether Feld zur Rumflether Straße führt - der Begründer dieser Heimat-Seite machte die Herstellung dieses Weges im Jahr 2008 möglich, als er der Stadt Wilster die Flächen hierfür unentgeltlich aus dem in seinem Grundeigentum stehenden Gartenland übereignete.

Bildrechte: Hamburger Aero – Lloyd GmbH, Hamburg - Flughafen
Reg. mein-wilster: 1304 AK

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße (Ex)

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße

1909 Hafenbetrieb auf der Wilsterau an der Rumflether Straße
Vier Fracht-Ewer liegen am Quai der Getreide- und Kohlenhandlung W. Hansen an der Wilsterau unmittelbar oberhalb der Landrechter Brücke. Massengüter wurden seinerzeit nahezu ausschließlich mit unzähligen kleinen Frachtschiffen über die schiffbaren Gewässer (Wilsterau, Burger Au, Bütteler Kanal, Stör, Elbe) der Region befördert.
Hinten rechts ist das damalige Hotel von Stücker an der Straße Landrecht zu erkennen, in welchem wenige Jahre später (1911) das Kino Adler - Lichtspiele eröffnet wurde. Vor dem Gebäude quert die zur Straße "Hinter der Stadt" (jetzige Hans-Prox-Straße) führende Brücke die Wilsterau; die Brücke besteht heute nicht mehr.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1974 Bau der Gebäude für die Realschule in Wilster a

1974 Bau der Gebäude für die Realschule in Wilster - Blick über das Baufeld
1974 Bau der Gebäude für die Realschule in Wilster - Blick über das Baufeld
1974 Bau der Gebäude für die Realschule in Wilster - Blick über das Baufeld
1974 Bau der Gebäude für die Realschule in Wilster - Rammen der Pfähle für die Tiefgründung

1974 Bau der Gebäude für die Realschule Wilster
Die im Jahre 1969 erfolgte Gründung des Schulverbandes Wilstermarsch hatte das Ende der vielen in den Ortschaften der Wilstermarsch vorhandenen Dorfschulen eingeleitet.
In der Stadt Wilster wurde in der Folge ein neues Schulzentrum gebaut.
Der Trakt für die Hauptschule wurde im Jahre 1972 fertig gestellt, danach wurde 1974 der Trakt für die Realschule baulich angegangen.
Heute sind die Schulen zur Gesamtschule Wilster verbunden.
Die Bilder zeigen den Beginn der Arbeiten für den Bau der Gebäude für die Realschule.
Bild 1: Baugelände. Rechts das Gebäude der Hauptschule. Im Hintergrund hinter dem Omnibus Gebäude der vormaligen Volksschule; ganz links ein Wohnblock an der Etatsrätin Doos Straße.
Bild 2: Blick von der Rumflether Straße über das Areal des späteren Wilstermarsch-Stadion auf das Baugelände. Im Hintergrund vier Wohnblocks an der Etatsrätin Doos Straße; dahinter zu erkennen sind der Turm der St. Bartholomäus-Kirche und das Türmchen der Villa Schütt. Ganz links hinten die Gebäude der Genossenschaftsmeierei Wilster mit dem hohen Schornstein. Rechts davon das Hallenbad Wilster und davor die ehemalige Wehrmachtsbaracke, welche nach 1945 viele Jahre für Schlichtunterkünfte diente.
Bild 3: Blick von der Rumflether Straße über das Areal des späteren Wilstermarsch-Stadion auf das Baugelände. Im Hintergrund Wohnblocks an der Etatsrätin Doos Straße; dahinter zu erkennen sind der Turm der St. Bartholomäus-Kirche und das Türmchen der Villa Schütt. Ganz rechts Gebäude der vormaligen Ballin´schen Lederfabrik, welche zu der Zeit bereits von der Spies GmbH (Zelte, Planen) genutzt wurden.
Bild 4: Rammen der Gründungspfähle für die Fundamente - die Tiefgründung ist erforderlich, weil im gesamten Baubereich unter einer ca. 2 m dicken Kleischicht torfige Böden (Darg) in einer Mächtigkeit von ca. 10 m ansteht und der tragfähige Untergrund erst 12 m unter Flur erreicht wird.
Ganz im Hintergrund Häuser an der Straße Rumflether Deich.

Bildrechte: nicht bekannt

1904 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth

1904 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth in der Stadt Wilster
1904 Lederfabrik Falk & Schütt in Rumfleth in der Stadt Wilster
1904 Gehöft an der Rumflether Straße in Wilster

1904 Lederwerke Falk & Schütt in Rumfleth
Das Foto wurde offenbar vom Schornstein der Ballin´schen Lederfabrik (später u.a. Sackfabrik) aus aufgenommen. Es verdeutlicht die Größe der Lederfabrik Falk & Schütt (sh. auch Detailvergrößerung Bild 2).
Gut zu erkennen sind die Kreuzungen der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel mit der Rumflether Straße (mittig), der Wilsterau (links) und der Straße nach Diekdorf (links der Wilsterau), dessen Häuser und Bäume hinter den Fabriken erkennbar sind.
Der Bauernhof (sh. auch Detailvergrößerung Bild 3) im Vordergrund wurde um 1965 beseitigt.
Die Flächen zwischen dem Gehöft und der Bahnstrecke werden heute vom Wilstermarsch-Stadion eingenommen; zuvor standen dort Baracken, die während des II. Weltkrieges als Unterkunft für Gefangene und danach als Behelfsheime dienten.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Reg. mein-wilster: 1130 AK

1904 Lederfabrik Falk & Schütt in Rumfleth

1904 Lederfabrik Falk & Schütt in Rumfleth in der Stadt Wilster
Rumflether Straße 2007
1904 Lederfabrik Falk & Schütt in Rumfleth in der Stadt Wilster

1904 Lederfabrik in Rumfleth
Dieses Foto wurde offenbar vom Schornstein der Lederfabrik Gebrüder Böhme (später Ballin´sche Vachel-Lederfabrik, danach u.a. Sackfabrik) aus aufgenommen.
Es verdeutlicht die Größe der Lederfabriken.
Gut zu erkennen die Kreuzungen der Bahnstrecke Wilster-Brunsbüttel mit der Rumflether Straße (rechts), der Wilsterau (links) und der Straße nach Diekdorf (links der Wilsterau), dessen Häuser und Bäume hinter den Fabriken erkennbar sind.
Bild 4 zeigt in einer Reklame-Zeichnung die Größe der Fabrik, welche in ihren besten Zeiten fast 600 Arbeiter beschäftigte.

Bildrechte: Verlag L. Behning, Wilster
Reg. mein-wilster: 0187 AK

1907 Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth, Wilsterau

1907 Lederwerke von Falk & Schütt an der Rumflether Straße in der Stadt Wilster

1907 Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth.
Mit dem etwas überhöht dargestellten zeichnerischen Schaubild seiner Betriebsanlagen warb die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts sehr erfolgreiche Wilsteraner Lederfabrik für sich und ihre Produkte.
Neben den beeindruckenden Betriebsgebäuden ist sowohl auf der Rumflether Straße lebhafter Verkehr durch Spannwerke als auch auf der im Hintergrund verlaufenden Wilsterau ein starkes Aufkommen kleiner Frachtschiffe dargestellt
"Falk & Schütt" sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht.
Wilsters Bevölkerung war in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner gewachsen (mehr also als gegenwärtig!).
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße, deren Eingemeindung seinerzeit von Wilsters Stadtverordneten abgelehnt worden war.
Andere Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden hingegen eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt und für die beschäftigten waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und bei Falk & Schütt (1907).

Bildrechte: Lederfabrik Falk & Schütt
Als Ansichtskarte vervielfältigt von Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1573 AK

1940 Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße

1940 Lederfabrik Falk & Schütt an der Rumflether Straße
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth machte gemeinsam mit der Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, der späteren Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, nach dem Jahre 1890 die Stadt Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie. Um 1900 waren die Wilsteraner Lederwerke die größten Europas.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner;
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße.
Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Die Arbeiter mußten 60 Stunden die Woche arbeiten; 1889 kam es wegen des Lohnes und der Arbeitsbedingungen zu einem 24 Wochen dauernden Streik; Ursache war auch der zur Schau gestellte protzige Lebensstil der Inhaber.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Die Fabriken verloren danach rasch an Bedeutung und die Fabrik von Falk & Schütt ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Die Lederfabrikation überdauerte unter einem anderen Betreiber, wenn auch stark verkleinert, die Zeit bis nach dem II. Weltkrieg.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweise ich auf die Seite Alt-Wilster

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt nach der Brandkatastrophe a

1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster nach der Brandkatastrophe
1907 Ruinen der Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster nach der Brandkatastrophe
1955 Gebäude der ehemaligen Lederfabrik Falk & Schütt in der Stadt Wilster

1907 Ruinen der Lederfabrik "Falk & Schütt" nach der Brandkatastrophe.
Die Lederfabrik von Falk & Schütt in Rumfleth sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vachelleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach einer seit dem Jahr 1870 einsetzenden stürmischen Entwicklung Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht.
Wilsters Bevölkerung wuchs in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner. Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße. Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und Falk & Schütt (1907).
Letztere war zeitweilig die größte Lederfabrik in Europa gewesen.
Die vorgestellte Ansichtskarte zeigt die Ruinen der am 09. Dezember 1907 durch ein verheerendes Schadensfeuer zerstörten Lederwerke Falk & Schütt.
Die Fabrik hatte fast 500 Arbeiter beschäftigt, für diese und ihre Familien war der Verlust der Arbeit katastrophal! Sehr viele Familien waren zum Fortzug aus Wilster gezwungen.
Schon ein Jahr später ging der Betrieb nach einem Teilwiederaufbau mit jedoch nur noch 140 Arbeitern wieder in Produktion. Die Fabrik erreichte jedoch nicht annähernd wieder ihre vorherige Bedeutung, sie ging Mitte der 1930er Jahre in Konkurs. Unter einem anderen Betreiber überdauerte die Lederfabrikation stark verkleinert bis in die Zeit nach dem II. Weltkrieg.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1907 AK

1975 Am Steindamm mit dem Areal des heutigen Wilster Einkaufzentrums WEZ

ca. 1975 Blick auf den Bereich, der heute größtenteils vom WEZ Wilster Einkaufzentrum eingenommen wird.
Bild 1: Diesseits der Straße Am Steindamm ist das Betriebsgelände der damaligen Wilsteraner Tiefbaufirma Friedrich Dethlefs erkennbar.
Vor dem villenähnlichen Gebäude etwa in Bildmitte verläuft der Fußweg von Am Steindamm zur damaligen Fußgängerbrücke über die Bahnanlagen. Die links im Anschnitt erkennbare Brücke überquerte die Bahnstrecke nach Brunsbüttel und führte zum Bahnhof.
Jenseits der Straße Am Steindamm liegt der Betrieb von Ford Bandholz (Kfz-Reparatur und Verkauf), während ganz oben rechts das Gebäude des Vulkanisier-Betriebes von Albert Ebbecke, danach Naujokat, erkennbar ist.
Oben links ist der Anfang der 1960er Jahre eingerichtete Betrieb (Kfz-Reparatur und Verkauf) von Gustav Pazewitsch zu sehen, welcher mit AUDI und NSU Fahrzeugen handelte.
Bild 2: zentral im unteren Bereich das Betriebsgelände der Firma Ford Bandholz sowie Busse der Firma von Helmut Pott; der Vater des letzteren hatte hier vom 01. April 1950 bis zu seinem Tode im Jahre 1963 eine Kfz-Reparatur Werkstatt betrieben, welche von seinem Sohn bis zum 30.09.1973 weiter geführt wurde.
Der unbefestigte Weg jenseits der Straße führte zur damaligen Fußgängerbrücke über die Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel; links von dem Weg ist später das WEZ Wilster Einkaufzentrum entstanden.
Bild 3: zentral das Betriebsgelände der Firma Erich Bandholz (Ford Kfz-Handel und Reparatur).
Jenseits der Straße Am Steindamm das Gelände des heutigen WEZ.
An der Straße steht noch das Anwesen des Betriebes von Horst Wolter; hier wurde in den 1950er Jahren die Produktion von Margarine betrieben.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Heidi und Heinz Steinbrecher, Wilster

 

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