Alte Postkarten aus Wilster

Vergleichbare Objekte

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1954 Tanzschule der Schwestern Buttgereit

1954 Die Tanzschule der Schwestern Emma und Minna Buttgereit
war in den 1950/1970er Jahren eine ganz besondere Institution in Wilster;
hier wurden zumeist auf dem Saal des Colosseum so manchem kurz behosten Jungen die ersten Tanzschritte beigebracht – manchmal hat´s sogar geholfen; bei den Mädchen war der Erfolg zumeist dauerhafter.
Wer von den damaligen Teilnehmern erinnert sich nicht an „Hacke, Spitze, ein – zwei – drei“ und "Wand zwei - drei, Mitte zwei - drei"; dabei herrschte ein durchaus rauer – jedoch nicht unfreundlicher Ton, und er bewirkte Disziplin.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde zur Verfügung gestellt von Holger A. Hansen, Mülheim a. d. Ruhr (er ist der fröhliche Junge, dritter von rechts)

1957 Tanzkurs der Tanzschule Zeppelin

1957 Tanzkurs der Tanzschule Zeppelin für Kinder und Schüler auf dem Saal des Gasthofes Zur Linde in Wilster
1957 Abschlussball der Tanzschule Zeppelin auf dem Saal des Gasthofes Zur Linde in Wilster
1957 Anita Pufahl und Peter von Holdt beim Abschlussball der Tanzschule Zeppelin auf dem Saal des Gasthofes Zur Linde in Wilster
1957 Peter von Holdt und Frauke Bauer beim Abschlussball der Tanzschule Zeppelin auf dem Saal des Gasthofes Zur Linde in Wilster

1957 Tanzkurs der Tanzschule Zeppelin
In den 1950er Jahren führte die seinerzet in Brunsbüttel wohnhafte Tanzlehrerin Zeppelin in Wilster mehrfach Tanzkurze für Schüler, Heranwachsende und Erwachsene durch.
Erlernt - mehr oder weniger - wurden Tänze wie Langsamer Walzer, Wiener Walzer, Foxtrott, Marsch, Tango, Cha-Cha und Rumba.
Die Kurse fanden allwöchentlich auf dem Saal des Gasthofes "Zur Linde" an der Straße Kohlmarkt (Standort des heutigen Verwaltungsgebäudes Amt Wilstermarsch) statt.
Bild 1 zeigt die Teilnehmer des Kurses für Schüler anläßlich des Abschlussballes im Jahr 1957.
Die meisten Namen der Teilnehmer sind bekannt; um Mithilfe bei den notwendigen Ergänzungen und Korrekturen zu den Namen wird gebeten!
Eine Bilddatei mit Durchnummerierung und Namenszuordnung für die abgebildeten Personen kann in der unten aufrufbaren Datei eingesehen werden.

Bild 2 zeigt den Einmarsch der Tanzschüler
von links
Rainer Golling mit NN Kroll (Tochter des Rektors der Mittelschule Wilster)
Carsten Köritz mit (verdeckt) Antje Looft
Rainer (?) Kliefoth mit (verdeckt) Elisabeth Nagel
Bernd Gottschalk mit NN
Peter von Holdt mit Antje Jansen
NN mit (verdeckt) Bärbel Hoppe
Fritz Schmidt mit (verdeckt) Marlene Stitterich
Bild 3 Die Tanzschüler Anita Pufahl und Peter von Holdt
Bild 4 Tanzschüler Frauke Bauer und Peter von Holdt

Bildrechte: nicht bekannt

Hier finden Sie noch weitere Informationen (als Datei)

1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster

1907 Gewerbliche und kaufmännische Fortbildungsschule der Stadt Wilster
Erst im Jahre 1869 waren durch die Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes bestimmte Vorschriften für die Ausbildung der Lehrlinge festgelegt worden; zuvor bestanden vielfältige örtliche Regelungen nach Ortsstatut.
Die der allgemeinen Schule entwachsenen jungen Leute erhielten Unterricht und Anleitung zur Fortbildung.
Aus der Pflichtfortbildung entstanden die Berufsschulen.
Auch in der Stadt Wilster bestand unter unterschiedlichen Namen lange Zeit eine derartige Schule.
Abbildung 1 zeigt das Zeugnis des Malerlehrlings Johannes Hoops aus dem Jahre 1907;
Abbildung 2 das Zeugnis des Tischlerlehrlings Heinrich von Holdt (Vater des Betreibers dieser Heimat-Seite) aus dem Jahre 1927

1951 Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt

Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt in der Stadt Wilster

1951 Gasthof „Zur Linde“ am Kohlmarkt
Der am unteren Kohlmarkt stehende Gasthof „Zur Linde“ von Peter Brandt (Nachfolger: Alfred Pech, bis 1974) war eine Versammlungsstätte für Vereine und Gesellschaften.
Auf dem Saal im Obergeschoß fanden regelmäßig Tanzveranstaltungen statt. Auf diesem Saal wurde vielen Jungen und Mädchen aus Wilster von der Tanzschule Zeppelin (Brunsbüttel) mit mehr oder weniger Erfolg das Tanzen beigebracht.
Der Gastwirt Peter Brandt betrieb auch den Wilsteraner Leichenwagen – bis ca. 1950 eine von Pferden gezogene Kutsche (von der leider bisher noch kein Bilddokument auf mein-wilster vorliegt) und danach einen Kraftwagen.
Auf dem Gelände des abgebrochenen Anwesens entstand später das Dienstgebäude „Amt Wilstermarsch“ (vorher Amt Wilster-Land).
Seit dem 01.07.2005 bilden das Amt Wilstermarsch und die Stadt Wilster eine Verwaltungsgemeinschaft. Die Stadt Wilster und die 14 amtsangehörigen Gemeinden der Wilstermarsch werden seit Mitte 2006 in dem entsprechend erweiterten Dienstgebäude unter einem Dach verwaltet; die Verwaltungsgemeinschaft ist zum 01.07.2005 begründet worden.

Bildrechte: Walter Jappe, Lübeck
Reg. mein-wilster: 0956 AK

1909 Bahnhof St. Margarethen in Landscheide (Ex)

1909 Bahnhofs Hotel am Bahnhof St. Margarethen in Landscheide

1901 Landscheide, Bahnhof St. Margarethen.
Der Bahnhof des Kirchortes St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes an der Straße nach Flethsee in der Gemeinde Landscheide. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig).
Die Örtlichkeit in der Gemeinde Landscheide wurde lange Zeit zumeist "St. Margarethen Bahnhof" genannt.
Die Abbildung zeigt das seinerzeit von Christian Ketels betriebene Bahnhofs Hotel sowie die Wirtsleute, Gäste und Passanten.
Vor dem Gebäude verläuft ein augenscheinlich bereits damals schon nicht mehr genutztes Gleis.
Auch im Empfangsgebäude des Bahnhofs war eine Bahnhofs-Gaststätte vorhanden. Seinerzeit und bis in die 1960er Jahre waren diese Gaststätten in den Empfangsgebäuden der Bahnhöfe in heute nicht mehr nachvollziehbarer Weise mit Wartesälen unterschiedlicher Klassen ausgerüstet.
Nach Fertigstellung der ab 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führende Eisenbahnstrecke verlor die über den Bahnhof St. Margarethen führende Bahnstrecke an Bedeutung. Von dem Zeitpunkt an endete die von Wilster aus über den Bahnhof St. Margarethen führende Strecke in Brunsbüttel.
Ab Anfang der 1950er Jahre verkehrte ein Schienenbus auf der Strecke, auf welcher 1988 der Personenverkehr völlig eingestellt wurde.
Ein Bahnhof St. Margarethen besteht heute nicht mehr, doch hält der Name der Bahnhofstraße in Flethsee die Erinnerung an ihn wach.

Bildrechte: Emil Sander, Brunsbüttelkoog
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

1901 Landscheide, Bahnhof St. Margarethen - Repro AK

1901 Landscheide, Bahnhof St. Margarethen
1901 Landscheide, Bahnhof St. Margarethen

1901 Landscheide, Bahnhof St. Margarethen.
Der Bahnhof des Kirchortes St. Margarethen lag weit außerhalb des Dorfes bei Landscheide an der Straße nach Flethsee. Hier verlief die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig).
Der Ort in der Gemeinde Landscheide wurde lange Zeit zumeist St. Margarethen Bahnhof genannt.
Die Abbildung zeigt das Empfangsgebäude des Bahnhofes sowie Bahnpersonal und eine Lokomotive. Im Bahnhof war auch eine Bahnhofs-Gaststätte vorhanden; seinerzeit und bis in die 1960er Jahre waren diese Gaststätten in den Empfangsgebäuden der Bahnhöfe in heute nicht mehr nachvollziehbarer Weise mit Wartesälen unterschiedlicher Klassen ausgerüstet.
Nach Fertigstellung der ab 1920 über die Hochbrücke Hochdonn führende Eisenbahnstrecke verlor die über den Bahnhof St. Margarethen führende Bahnstrecke an Bedeutung. Von dem Zeitpunkt an endete die von Wilster aus über den Bahnhof St. Margarethen führende Strecke in Brunsbüttel. 
Ab Anfang der 1950er Jahre verkehrte ein Schienenbus auf der Strecke, auf welcher 1988 der Personenverkehr völlig eingestellt wurde.
Ein Bahnhof St. Margarethen besteht heute nicht mehr, doch hält der Name der Bahnhofstraße in Flethsee die Erinnerung an ihn wach.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1460 AK Repro

1855 und 1865 Vaccinations-Attest

1855 Vaccinations-Attest
1865 Vaccinations-Attest

1855 und 1865 Vaccinations-Attest
Die vorherige Beibringung eines Vaccinations-Attest war seinerzeit obligatorisch für jede Person, welche z.B. eine Schule besuchen, in den Militärdienst eintreten, konfirmiert werden oder heiraten wollte.
Mit dem von einem Arzt auszustellenden Vaccinations-Attest wurde der jeweiligen Person bescheinigt, dass diese gegen Blattern geimpft sei und "die ächten Schutzblattern regelmäßig überstanden habe."
Abbildung 1: Das Vaccinations-Attest von 1855 für den Jacob Garms aus Schotten, Kirchspiel Wilster, zeigt das Emblem des Königs von Dänemark, Friedrich VII. Dieser war von 1848 bis 1863 König von Dänemark und Herzog von Schleswig und Holstein. Nach der gescheiterten Erhebung (1848-51) der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner war der dänische König wieder Landesherr über die Herzogtümer.
Abbildung 2: Das Vaccinations-Attest von 1865 für die Anne Helene Hellerich aus Goldbogen, Kirchspiel Wilster, zeigt den Preussischen Adler; dieser zeigt die Königswürde mit Reichsapfel und Zepter sowie die Krone des Königs in Preußen und die Initale FR (Fridericus Rex - Friedrich der Große).
Nach dem von Dänemark gegen Preußen und Österreich verlorenen Deutsch-Dänischen Krieg, waren 1865 die Herzogtümer ein Kondominium der Sieger geworden.
Unterzeichnet sind beide Atteste von dem in Wilster tätigen Sanitätsrat Dr. Wilhelm Mencke (* 01.07.1825 Itzehoe, + 27.02.1899 Wilster). Diesem verdankt die Stadt Wilster das Krankenhaus Mencke-Stift, welches gegen viele Widerstände gegründet und Anfang 1870 in Betrieb genommen wurde. Die für die Bewohner der Stadt Wilster und der Wilstermarsch segensreiche Einrichtung bestand gut 100 Jahre. Was Ärzte und Personal dieses kleinen Krankenhauses in den gut 100 Jahren seines Bestehens geleistet haben, verdient Anerkennung und Respekt. Das in den Jahren 1867/70 erbaute und mehrmals erweiterte Krankenhaus wurde bis 1978 betrieben.

1945/46 Flüchtlinge und Heimatvertriebene leiden Not

Anweisung vom 13. Oktober 1945 an die Bevölkerung in Wilster zur Ablieferung von Kleidung
Aufforderung vom 11. Januar 1946 an die Bevölkerung in Wilster zur Spende von wärmenden Wolldecken
1946 Am sonnabendlichen Badetag in einer Zinkwanne sich waschenden junge Mädchen

1946 Flüchtlinge und Heimatvertriebene leiden Not
In der Folge des II. Weltkrieges hatten sehr viele Flüchtlinge und Heimatvertriebene zunächst in Schleswig-Holstein Obdach gefunden. Mit Stand vom 01. Juni 1950 waren von den insgesamt 2.667.000 im Lande lebenden Menschen 916.000 Heimatvertriebene, also 34,3 % bzw. jeder Dritte.
In den Jahren zuvor war die Situation noch dramatischer.
In der kleinen Stadt Wilster lebten zeitweilig etwa 8.500 Menschen – also doppelt so viel wie gegenwärtig – denen nur halb so viel Wohnraum wie heute zur Verfügung stand.
Seitens der örtlichen Verwaltung wurde mit aller Kraft nicht nur mittels behördlicher Bewirtschaftung des Wohnraums dahingehend gewirkt, die Not dieser Menschen zu lindern. Die gesamte Bevölkerung wurde erfolgreich aufgefordert, mit Sachspenden zu helfen.
Als Beispiele dafür seien hier vorgestellt
- Anweisung vom 13. Oktober 1945 (Abbildung 1) zur Ablieferung von Kleidung.
- Aufforderung vom 11. Januar 1946 (Abbildung 2) zur Spende von wärmenden Wolldecken.
Vielen heutigen Wilsteranern ist nicht mehr bekannt, wie einfach und überaus provisorisch für viele Menschen seinerzeit ihre Gesamtsituation und Wohnverhältnisse waren. Ein Beispiel dafür zeigt das Foto (Bild 3) der am sonnabendlichen Badetag in einer Zinkwanne sich waschenden jungen Mädchen.
Über siebzig Jahre danach macht die Erinnerung an diese Zeit bescheiden und demütig, fördert das Verständnis für Beweggründe und Belange der heute in Deutschland um Obdacht und Hilfe bittenden vor Krieg und Verfolgung fliehenden Menschen.

Ansichtskarte 1987 Honigflether Windmühle im Abendlicht

1987 Gemälde - Schöpfmühle in der Wilstermarsch

1987 Ansichtskarte mit Abbildung des Ölgemäldes „Honigflether Windmühle im Abendlicht (1987)“ von Hans Bohns, Huje.
Im Jahr 1960 war aus Dwerfeld die letzte Schöpfmühle der Wilstermarsch als Kulturdenkmal nach Honigfleth versetzt worden.
Mit seiner ersten Arbeit als Maurerlehrling durfte der spätere Ingenieur für Wasserwirtschaft, Peter J. von Holdt hieran mitwirken.
Vor über 100 Jahren gab es in der Wilstermarsch zahlreiche von Windkraft getriebene Schöpfmühlen; sie schöpften mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.
Das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die "Bockmühle Honigfleth", ist jedoch keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer
Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.
Quelle: freundlicher Hinweis durch J.S. Bakker, Holland

Anmerkung: Das Gemälde fertigte Hans Bohns, Huje

Bildrechte für die Karte sind nicht verzeichnet
Reg. mein-wilster:

1989 Die Marschbahn von Altona nach Westerland

1989 Eine Fotochronik der Baugeschichte " Die Marschbahn" von Altona nach Westerland

1989 Eine Fotochronik der Baugeschichte " Die Marschbahn" von Altona nach Westerland
von Hans Bock
erschienen bei: Westholsteinische Verlagsanstalt Boyens & Co., Heide
ISBN 3-8042-0458-9
Auf 175 Seiten mit vielen Illustrationen und erläuternden profunden Texten stellt der Autor die höchst interessante Baugeschichte der Marschbahn vor.
Eigentliche Endpunkte der Marschbahn waren Elmshorn (an der Strecke zwischen Altona und Kiel) sowie Hviding an der Grenze von Nordschleswig zu Dänemark.
Der Bau der Strecke wurde ab 1845 auf Veranlassung Dänemarks (Schleswig-Holstein gehörte seinerzeit zum Dänischen Gesamtstaat) von Elmshorn ausgehend vorgenommen. Die Schleswig-Holsteinische Erhebung im Jahre 1848 verzögerte das Projekt; so erhielt Itzehoe 1857 seinen Bahnhof.
Erst zwanzig Jahre später in 1878 wurde die weiterführende Strecke über Wilster nach Heide in Betrieb genommen. Sie verlief im Raum Wilster über die Bahnhöfe und Haltepunkte Bekdorf, Wilster, Flethsee (St. Margarethen Bahnhof), Taterpfahl nach St. Michaelisdonn (vgl. Abbildung 2).
Der Bau des Kaiser-Wilhlem-Kanals machte 1893 bis 1895 die Errichtung einer Eisenbahn-Drehbrücke bei Taterpfahl erforderlich. Die spätere und bereits 1908 begonnene Kanalerweiterung führte dann zur Verlegung der Marschbahn auf die Strecke über Hochdonn, da die Bodenverhältnisse in der Wilstermarsch mit den damaligen Möglichkeiten den Bau einer Hochbrücke bei Taterpfahl nicht zuließen.
Nur ganz entschiedene Interventionen der Gremien der Stadt Wilster gegenüber den Preußischen Ministerien konnte verhindern, dass die neue Strecke nicht gradlinig von Itzehoe nach Hochdonn projektioniert wurde (vgl. Abbildung 3), sondern den gewundenen Verlauf über Wilster erhielt. Einfluß auf die Entscheidung hatte der Umstand, dass die Stadt Wilster ursprünglich erheblich zur Finanzierung der Marschbahnstrecke beigetragen hatte.

1952 Besatzung des Kielschwerters TORDALK

1952 Siegfried Rau, Inge Suck und Otto Andresen auf dem Kielschwerkreuzer TORDALK
1950 Führerschen A (Binnenfahrt) im Deutschen Seglerverband

1952 Besatzung des Kielschwerters TORDALK
Bei den gut gelaunten jungen Menschen, die im Frühjahr 1952 die Besatzung der TORDALK bildeten, handelt es sich um (von vorne) Siegfried Rau, Inge Suck und Otto Andresen.
Eigner der 1948/49 gebauten TORDALK war Hans Suck, Werkleiter der Stadtwerke Wilster. Er verunglückte leider am 19.07.1952 bei Einfeld auf einer Dienstfahrt nach Kiel tödlich bei einem Verkehrsunfall; er war fünf Jahre als Werkleiter der Stadtwerke Wilster tätig gewesen.
Seine Tochter Inge war eine der ersten Personen, welche in der SVW ihren offiziellen Führerschein gemacht hatte und somit das Boot führen durfte; sie war zum Zeitpunkt des Erwerbs 17 Jahre alt.
Im Protokollbuch der SVW über die Jahreshauptversammlung am 05. Januar 1949 heißt es u.a.: „Kam. v. Holdt gibt bekannt, dass von der Militärregierung der Führerscheinzwang eingeführt worden ist. Der Zwang kann uns nicht mehr treffen, da schon im Frühjahr die Seglerkameraden die Prüfung zum Elbepatent abgelegt u. somit den Führerschein A. (Binnenfahrt) erworben haben. Kam. von Holdt erklärt sich bereit, einen zweiten Kursus zum Erwerb des Führerscheins B (Küstenfahrt) abzuhalten. Die Teilnehmerzahl soll 10 betragen, die auch sofort voll erreicht wurde. Beginn des Kursus Mitte Januar, Ende im April."
Die notwendigen Patente zur Durchführung des Kurses hatte Heinrich von Holdt im Jahr 1943 auf der Steuermannsschule der damaligen Kriegsmarine in Gotenhafen (heutiges Gdingen) erworben.
Inge Suck gehörte zu den erfolgreichen Absolventen des Kursus. Sie erhielt am 24. September 1950 den Führerschen A (Binnenfahrt) im Deutschen Seglerverband unter der Eintragungsnummer II der Seglervereinigung Wilster (sh. Abbildung 2)

Bildrechte: Familie Suck
Anmerkung: Das Foto und die Abbildung des Segelscheins wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Effinger, geb. Suck.

1917 Kanalmeisterei Hochdonn, Verlegung der Marschbahn (SF)

1917 Kanalmeisterei Hochdonn, Verlegung der Marschbahn
1917 Kaiser-Wilhelm-Kanal - Kanalmeisterei Hochdonn
1917 Verlegung der Marschbahn bei Hochdonn - Aufschütten des Bahndammes vor der Hochbrücke

1917 Kanalmeisterei Hochdonn, Verlegung der Marschbahn
Der Kaiser Wilhelm Kanal ( Nord- Ostsee Kanal) wurde in den Jahren von 1887 bis 1895 gebaut. Nach seiner Fertigstellung war der Kanal 67 m breit und 9 m tief. Bereits in den Jahren von 1907 bis 1914 wurde der Kanal auf 102 m Breite und 11 m Tiefe ausgebaut. In Hochdonn bestand eine Kanalmeisterei - auf der Abbildung ist deren Gebäude als Kanalmeistergewese bezeichnet (sh. Abbildung 2).
Durch den Bau des Kanals waren zahlreiche bestehende Verkehrswege durchschnitten worden, deren Verbindung mittels Fähren und Brücken – letztere vorzugsweise für die Eisenbahn – wieder hergestellt werden mußte. Zu diesen gehörte auch die am 01.11.1878 eröffnete ursprüngliche Strecke der Marschbahn zwischen Wilster und Heide (Strecke von Altona nach Riepen / Ribe in Nord-Schleswig), für welche bei Taterpfahl in den Jahren 1893 bis 1895 eine Drehbrücke gebaut worden war. Bereits im Jahre 1920 wurde die Drehbrücke wieder demontiert, da der Kanal verbreitert und zuvor (von 1913 bis 1920) die Hochbrücke bei Hochdonn errichtet worden war. Die Marschbahn erhielt zwischen Wilster und St. Michaelisdonn einen neuen Verlauf, wodurch auch der Ort Burg in Dithmarschen einen Bahnanschluß erhielt. Die Abbildung (Bild 3) zeigt eine Szene von der Marschbahnverlegung bei Burg. Der ausgebaggerte Geestsand wurde mit der Lorenbahn auf den bis 40 m vor der Hochbrücke ansteigenden Bahndamm gebracht.

Bildrechte: Verlag Otto Hinrichs, Burg
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich bei Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide, Marschbahn
1917 ehemalige Kirchspielsvogtei St. Margarethen
1917 Bahnhof Landscheide an der Marschbahn

1917 St. Margarethen, Büttel, Landscheide.
Die Mehrbildkarte zeigt Motive aus beiden Orten sowie auch den in Flethsee (Gemeinde Landscheide) an der damaligen Marschbahn (Strecke Altona – Wilster – Hvidding in Nordschleswig) gelegenen Bahnhof St. Margarethen.
Neben dem Wappen des Landes Schleswig-Holstein ist auch die erste Strophe des Schleswig-Holstein-Liedes abgedruckt; seinerzeit war vielen Menschen noch nachhaltig in Erinnerung, mit welchen Opfern die Loslösung der beiden Herzogtümer von Dänemark bei den Auseinandersetzungen in den Jahren 1848 bis 1851 und 1864 bis 1866 verbunden war.
Die Abbildung rechts zeigt Szenen aus Büttel und den dortigen Hafen; die Abbildung rechts unten zeigt gleichfalls den Hafen in Büttel.
Die Abbildung links unten zeigt die ehemalige Kirchspielsvogtei (Bild 2) in St. Margarethen.
Die Abbildung unten mittig zeigt den "Bahnhof St. Margarethen" (Bild3), welcher jedoch in dem zur Gemeinde Landscheide gehörenden Ort Flethsee stand.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Reg. mein-wilster: 0968 AK

Krempe - Bahnhof an der Marschbahn 1901

1901 Krempe - Bahnhof an der Marschbahn
1901 Krempe - Bahnhof an der Marschbahn
1901 Krempe - Bahnhofstraße

Krempe - Bahnhof an der Marschbahn 1901
Der Bahnhof in Krempe, der Nachbarstadt von Wilster, liegt gleichfalls an der Marschbahn. Diese zweigt in Elmshorn von der Bahnstrecke Hamburg-Altona – Kiel ab. Über Glückstadt und Krempe führt sie nach Itzehoe und weiter nach Wilster. Von dort verläuft die Marschbahn über die Hochbrücke Hochdonn auf die Dithmarscher Geest und weiter bis Westerland. Ursprünglich führte die Marschbahn bis Riepen / Ribe in Nord-Schleswig.
Besonders interessant ist die leichte Draisine auf dem Gleisen (sh. Abbildung 2).

Bildrechte: Verlag H. Struck, Krempe
Reg. mein-wilster: 1403 AK

1912 Rosengarten - Wohnhaus Ketels

1912 Wohnhaus Ketels am Rosengarten in der Stadt Wilster
1912 Wohnhaus Ketels am Rosengarten in der Stadt Wilster

1912 Das kleine Häuschen des Schuhmachers Hermann Ketels grenzte mit seiner Straßenfront an die Straße Neustadt und mit der hier dargestellten Rückfront an den Rosengarten.
Das Häuschen fiel in den 1960er Jahren der Flächensanierung zum Opfer.
Kurz vor dem Abbruch des Gebäudes fand Peter J. von Holdt in einer Abseite des Dachbodens des geräumten Hauses zwei alte Ansichtskarten-Alben (aus der Zeit um 1910) der Geschwister Ketels, ein Bruder und zwei Schwestern, die einander liebevoll zugetan waren und sich sehr häufig Ansichtskarten schrieben; mit Zustimmung des letzten Grundeigentümers durfte der Finder die Alben in sein Eigentum übernehmen.
Die Ansichtskarten aus den Alben der Geschwister Ketels bilden Anlaß und Basis für die Begründung der Heimat-Seite mein-wilster.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 0147 AK

1950 Wilster Jahrmarkt auf dem Markt Platz

1950 Jahrmarkt auf dem Markt Platz der Stadt Wilster

1950 Wilster Jahrmarkt auf dem Markt Platz
Bereits in der wirtschaftlich schwierigen Zeit nach dem II. Weltkrieg wurde alljährlich der traditionsreiche Wilster Jahrmarkt gefeiert. Die seinerzeitigen Fahrgeschäfte waren deutlich bescheidener als die gegenwärtigen - und die Menschen waren es auch.
Das Foto zeigt in spätabendlicher Stimmung ein Karussel, offenbar einen Kettenflieger, vor den Gebäuden des Gasthofes "Zur Börse" und des Textilgeschäfts Reese.
Der Wilster Jahrmarkt hat eine weit zurück reichende Tradition. Über den Zeitraum eines Jahrhunderts, nämlich ab 1901 wurde der Jahrmarkt jeweils am ersten Wochenende im August begangen.
Der auf dem Colosseum Platz und dem Marktplatz gefeierte Jahrmarkt hatte in früheren Jahrzehnten zu Zeiten seltenerer Vergnügungsmöglichkeiten einen enormen Besuch und stellte im Jahresablauf der Stadt einen ganz besonderen Höhepunkt dar.
Nachdem in den letzten Jahren allgemein für derartige Jahrmärkte die Resonanz deutlich geringer geworden ist, muss auch in Wilster diesem Umstand Rechnung getragen werden. So ist zum einen der Zeitpunkt vorgezogen worden, um Terminüberschneidungen mit anderen Festivitäten zu vermeiden. Zum anderen wird der Erkenntnis Rechnung zu tragen sein, in einer kleinen Stadt wie Wilster den Jahrmarkt zielgerichtet umzubauen zu einem Stadtfest, in welchem sich unterschiedliche örtliche Vereine und Gruppierungen mit eigenen Aktivitäten einbringen können.
Der Start des Festes erfolgt jedoch weiterhin mit dem Einläuten, welches in festlicher Weise am Freitag stattfindet.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das alte Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Hans-Rainer Meister, Lemwerder.

1958 Fest der Kinder-Gilde - Spielmannszug der Volksschule

1958 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule Wilster
1 Wolfgang Heesch, 2 (Tambour) Dieter Holmer, 3 Peter Bürger, 4 und 5 nicht bekannt, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Werner Klüver, 9 NN, 10 Manfred Behnert, 11 NN, 12 Holger Mikolajczyk
1958 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule Wilster

ca. 1958 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen. Einen ganz besonderen Stellenwert hatte von diesen der Spielmannszug der Volksschule. Der Wilsteraner Richard Horstmann hat über viele Jahre mit großem Engagement ehrenamtlich die Ausbildung immer wieder neuer Jahrgänge der jungen Musikanten geleitet.
Das Foto zeigt den von der Deichstraße kommenden und auf den Marktplatz marschierenden Spielmannszug.
Bild 2: Einigen der jungen Musikanten konnten bereits Namen zugeordnet werden (um Mithilfe bei den fehlenden Namen wird gebeten)
1 Wolfgang Heesch, 2 (Tambour) Dieter Hollmer, 3 Peter Bürger, 4 und 5 nicht bekannt, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Werner Klüver, 9 NN, 10 Manfred Behnert, 11 NN, 12 Holger Mikolajczyk

Bildrechte: nicht bekannt
Bild 1: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster
Bild 3: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Holger Mikolajczyk, Wilster

1912 Wewelsfleth, Bakenstecher-Fahrzeug MÖVE auf der Stör

1912 Wewelsfleth, Bakenstecher-Fahrzeug MÖVE auf der Stör
Dienstflagge Tonnen- und Bakenamt Bremen (1877 bis 1921)

1912 Wewelsfleth, Bakenstecher-Fahrzeug MÖVE.
Entgegen des auf der alten Ansichtskarte für den Kutter gedruckten Namens "MÖVE" könnte eine andere Schreibweise, nämlich "MÖWE", auch zutreffend sein (Dieses läßt die Betrachtung der Karte mittels einer Lupe vermuten).
Offenbar zeigt die Abbildung die Auslieferung des Neubaus der Schiffswerft Johann Junge an den Auftraggeber, das Tonnen- und Bakenamt Bremen. An Bord befinden sich neben den Schiffbauern und Seeleuten auch Personen in offiziell wirkender Kleidung.
Das genannte Amt war in der Zeit von 1877 bis 1921 eine gemeinsame Dienststelle der an die Weser angrenzenden damaligen deutschen Staaten. Diese waren das Großherzogtum Oldenburg, das Königreich Preußen und die Freie Hansestadt Bremen.
Dem Tonnen- und Bakenamt Bremen unterstand die Aufsicht und Zuständigkeit für die festen und schwimmenden Seezeichen an der Unter- und Außenweser. Seine Aufgaben wurden nach 1921 auf das Reichsverkehrsministerium verlagert. Am Tonnenhof in Bremerhaven zieren heute noch die Wappen Bremens, Oldenburgs und Preußens den Giebel des überkommenen Gebäudes der Tonnenhalle.
Das auf der Werft von Johann Junge in Wewelsfleth erbaute Bakenstecher-Fahrzeug war für Kontrollfahrten und zum Setzen kleinerer Seezeichen vorgesehen.
Die zum Setzen von Baken, Schifffahrtszeichen an Land, eingesetzten Personen wurden Bakenstecher genannt.
Auf der Abbildung führt das Schiff bereits die Dienstflagge (sh. Bild 2); diese entspricht der preußischen Dienstflagge für Staatsfahrzeuge der Seeschifffahrt, nur dass sie in der Gösch anstelle des preussischen Adlers das Bremer Wappen (gekrönter schräger Schlüssel im roten Schild) im weißen Viereck führt. Vergleichbare Dienststellen für die Schifffahrt in den damaligen Ländern Oldenburg, Hamburg, Lübeck und Mecklenburg-Schwerin führten ähnliche Dienstflaggen, bei den jeweils das eigene Landeswappen in der Gösch gezeigt wurde.

Bildrechte: nicht bekannt
Reg. mein-wilster: 1699 AK

1912 Haus Deichstraße 32 - die Schmiede des Peter von Holdt

1912 eine Schmiede im Hause Deichstraße 32
Der Wilsteraner Hufschmied Johann von Holdt (* 23.12.1828, † 06.08.1889) betrieb zuerst die Schmiede und gab sie später an seinen Sohn Peter Nicolaus von Holdt (* 05.02.1860, † 08.11.1929) ab. Dessen ebenfalls den Beruf eines Schmiedes ausübender Sohn Carl Adolf Theodor von Holdt führte die Schmiede jedoch nicht weiter, sondern wanderte in die USA aus.
Einer seiner Brüder war der langjährige Wilsteraner Ratsherr Theodor Willy von Holdt (* 15.01.1901, † 17.11.1974); er ist der zu der Zeit elfjährige Junge im Matrosenanzug auf dem Foto neben seinen Eltern; seine Mutter Johanna Margaretha geb. Kruse, sein Vater Peter Nicolaus von Holdt.

Bildrechte: nicht bekannt
das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Gerd Heutmann, Nutteln

1977 Schöpfmühle Honigfleth

1977 Schöpfmühle Honigfleth - die letzte ihrer Art

1977 Schöpfmühle Honigfleth
Die alte Schöpfmühle ist 1960 als Kulturdenkmal von ihrem ursprünglichen Standort in Dwerfeld nach Honigfleth versetzt worden; sie ist die letzte Schöpfmühle der Wilstermarsch. Mit seiner ersten Arbeit als damaliger Maurerlehrling durfte der Begründer dieser Heimat-Seite, der spätere Ingenieur Peter J. von Holdt, hieran mitwirken.
Heute grüßt die alte Mühle die Reisenden auf der Bundesstraße 5.
Vor über 100 Jahren gab es in der Wilstermarsch zahlreiche von Windkraft getriebene Schöpfmühlen; Hunderte dieser heute in der Wilstermarsch fälschlich Bockmühlen genannten Mühlen schöpften mit einer archimedischen Schnecke das Wasser aus den Gräben in die höher gelegenen bedeichten Wettern.
Allerdings ist das Wahrzeichen der Wilstermarsch, die "Bockmühle Honigfleth", keine Bockmühle, sondern entsprechend ihrer Bauart eine Köcherwindmühle bzw. Kokerwindmühle, auch kurz Kokermühle genannt; vielfach wurde diese Mühlenart auch Wippmühle genannt.
Bockmühlen sind fast ausnahmslos immer Getreidemühlen und können bautechnisch nie Wasserschöpfmühlen sein. Die Schöpfmühlen der Wilstermarsch hatten anstelle des Bockes einen Koker bzw. Köcher, sie waren Kokermühlen.

Bildrechte: Familie Weyh, Moorhusen

Flagge der Stadt Wilster

Die Flagge der Stadt Wilster (150 cm x 90 cm)
zeigt neben den Landesfarben blau, weiß (silber) und rot das in seinen Grundbestandteilen uralte Wappen der Stadt Wilster.
Die Blasonierung des Wappens lautet:
Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch.

Leider ist die Flagge nur in einer sehr kleinen Stückzahl gefertigt worden, da seitens der Kommunalaufsicht des Kreises Steinburg aus kaum nachvollziehbaren Gründen der Stadt Wilster untersagt wurde, diese Flagge gegen Zahlung des Selbstkostenpreises an Interessenten abzugeben.
Um so schöner ist es, wenn aus Anlaß besonderer Wilsteraner Festlichkeiten oder einem anstehenden Besuch aus Wilster diese Flagge bei Peter von Holdt in Tungeln an dem Flaggenmast bei seinem Hause aufgezogen wird.
Den Wilsteranern und Buten-Wilsteranern ist zu wünschen, daß auch sie Gelegenheit erhalten, diese schöne Flagge zu erwerben um sie dann in Heimatverbundenheit zu zeigen!

Wappenrecht: Stadt Wilster

1901 Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Heiligenstedten, Großsegler auf der Stör

1901 Die Stör bei Heiligenstedten.
Ein Schleppverband, bestehend aus zwei Motor-Schleppern und einem Großsegler hat stromaufwärts fahrend die Klappbrücke in Heiligenstedten passiert.
In der engen und mäanderreichen Stör konnte ein Großsegler – hier ein Dreimast-Marssegelschoner – nicht ohne Motorkraft manövrieren; die großen Fracht-Segler hatten vor hundert Jahren noch keine Hilfsmaschine. Der Segler ist offenbar auf der Elbe vor Störort auf den Haken genommen worden.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 0509 AK

1901 Allee Richtung Bischof - Brooker Allee a

1901 Straße Allee, damalige Brooker Allee in der Stadt Wilster
1901 Straße Allee, damalige Brooker Allee in der Stadt Wilster

1901 Brooker Allee
Die Straße Allee, Blickrichtung Bischof.
Die von der Rathausstraße über die Schweinsbrücke nach Bischof und weiter zum Kasenort führende Straße „Allee“ entsprach früher in ihrem Erscheinungsbild völlig ihrem Namen.
Links an die Straße angrenzend wurde später der Sportplatz „Am Brook“ des 1904 gegründeten Fußballvereins Alemannia Wilster angelegt, während auf der rechten zum „Großen Brook“ gehörenden Seite eine durchgehende Bebauung mit kleinen Siedlungshäusern entstand.
Vor über einhundert Jahren wurde die Straße als "Brooker Allee" bezeichnet.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Reg. mein-wilster: 1143 AK
Reg. mein-wilster: 1805 AK
Anmerkung: Das Motiv wurde nach 1905 für eine Ansichtskarte genutzt, bei welcher das identische Foto die gesamte Bildseite der Karte einnimmt. Bis 1905 durfte nur die Bildseite der Karten für Mitteilungen genutzt werden, während die Anschriftenseite ausschließlich für diese zur Verfügung stand.

1957 Baugeschäft Rudolf Wittrock

1962 Maurer-Geselle Hermann Horstmann beim Aufmauern des Schornsteinkopfes des mit Reeth gedeckten Bauernhauses Markus Lucht in Schotten bei Wilster

Baugeschäft Rudolf Wittrock
Das Baugeschäft des Maurermeisters und Architekten Rudolf Wittrock war seinerzeit eines von mehreren in Wilster ansässigen Bauunternehmen - daneben u.a. die Betriebe von Heinrich Stammer und von Arthur Lindemann.
Die Firma Rudolf Wittrock zählte in guten Zeiten etwa 20 Beschäftigte. Sie war für die Erbringung guter handwerklicher Qualität bekannt - die erbrachten architektonischen Leistungen waren eher bieder. Der Firmengelände war eben außerhalb der Stadtgrenze am Steindamm gelegen.
Der Begründer dieser Heimat-Seite, Peter J. von Holdt, späterer Dipl. Ingenieur für Bauwesen, erlernte bei der Firma Wittrock in den Jahren 1960 bis 1963 das Maurer Handwerk. Er hatte dabei das Glück, mit den Gesellen Werner Jahn, Hollerwettern, und Hermann Horstmann, Wilster, von zwei menschlich und fachlich ganz herausragenden Ausbildern in das Handwerk eingewiesen zu werden. Beide hatten im Gegensatz zum Lehrherrn großes Verständnis dafür, dass ihr Lehrling an drei Tagen in der Woche pünktlich Feierabend machte, um in Itzehoe an der Abendschule zusätzlich die Fachschulreife zu erwerben. Seinerzeit wurden bei der Firma Wittrock, so wie die Lehrlinge in vielen anderen Betrieben, auch nach dem offiziellen Feierabend noch für diverse zusätzliche Arbeitseinsätze herangezogen.
Das ergänzende Foto zeigt Hermann Horstmann 1962 beim Aufmauern des Schornsteinkopfes auf dem First des Bauernhauses Markus Lucht in Schotten.

Anmerkung: Der Briefbogen wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Uwe Wolter, Ahrensburg, einem Neffen des Firmeninhabers.

1959 Fest der Kinder-Gilde - Spielmannszug der Volksschule

ca. 1957 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule
1 Holger Mikolajczyk, 2 und 3 NN, 4 Heinrich van der Rheydt, 5 Uwe Holler, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Dieter Hollmer, 9 Manfred Behnert, 10 Klaus-Dieter Wurch, 11 Peter Bürger, 12 Werner Klüver, 13 Bodo Winkler, 14 (Tambour) Ingo Lamberty

ca. 1959 Fest der Kindergilde - Spielmannszug der Volksschule
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen ein ganz herausragendes Ereignis eines jeden Schuljahres.
Es wurden Wettspiele veranstaltet, Majestäten gekürt und jedes Kind erhielt einen Gewinn.
Am Nachmittag führte ein festlicher Umzug der Kinder durch die sich im Fahnenschmuck zeigenden Straßen der Stadt; anschließend fanden auf den Sälen Tanzvergnügungen statt.
Der Festumzug wurde begleitet von mehreren marschierenden Musikkapellen. Einen ganz besonderen Stellenwert hatte von diesen der Spielmannszug der Volksschule. Der Wilsteraner Richard Horstmann hat über viele Jahre mit großem Engagement ehrenamtlich die Ausbildung immer wieder neuer Jahrgänge der jungen Musikanten geleitet.
Das Foto zeigt den in der Rathausstraße vor dem Neuen Rathaus marschierenden Spielmannszug.
Bild 2: Einigen der jungen Musikanten konnten bereits Namen zugeordnet werden (um Mithilfe bei den fehlenden Namen wird gebeten)
1 Holger Mikolajczyk, 2 und 3 NN, 4 Heinrich van der Rheydt, 5 Uwe Holler, 6 Heiner Appel, 7 NN, 8 Dieter Hollmer, 9 Manfred Behnert, 10 Klaus-Dieter Wurch, 11 Peter Bürger, 12 Werner Klüver, 13 Bodo Winkler, 14 (Tambour) Ingo Lamberty

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Udo Urban, Wilster

 

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