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Deichstraße und Wende

1940 - Wilsterau zwischen Deichstraße und Helgenland

1940 Wilsterau zwischen Deichstraße und Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke am Rosengarten auf den zwischen Helgenland (links) und den Häusern (rechts) an der Deichstraße gelegenen Stadtarm der Wilsterau, welcher seinerzeit noch seine ursprüngliche Breite hatte.
Im Hintergrund ist die Einmündung des Stadtarmes (ursprünglicher Lauf der Wilsterau) in den Hauptarm zu erkennen. Die jenseits des Hauptarmes zu sehenden Gebäude stehen an der Hans-Prox-Straße, der seinerzeitigen "Hinter der Stadt".
Das Helgenland war in früherer Zeit Standort der Wilsteraner Werften.
Gegenwärtig ist das Gewässerbett des Stadtarmes der Wilsterau durch Vorverlegung des linksseitigen Ufers erheblich eingeengt. Überdies versperrt der an der Böschung unkontrolliert aufgewachsene ungepflegte Gehölzbewuchs den Blick auf das Gewässer, welches früher für die Handelsschifffahrt der Zugang zum historischen Wilsteraner Hafen am Rosengarten war. Der historische Begründungszusammenhang zwischen dem Gewässer und dem Entstehen der Stadt Wilster an ihm, läßt sich für den Betrachter nicht mehr nachvollziehen.
Auf dem Foto ist rechts der direkt an der Wilsterau stehende Speicher des Kaufmanns Hans Kloppenburg zu erkennen, dessen Geschäft (Eisenwaren und Kolonialwaren) sich an der Wende befand.
Am linken Ufer liegen mehrere Ruderboote, welche seinerzeit Wilsteraner Anglern und Sportfischern gehörten.

Zu dem abgebildeten Abschnitt der Wilsterau hat der Begründer der Heimatseite "mein-wilster", Peter J. von Holdt, eine ganz besondere emotionale Bindung. In seiner Grundschulzeit hatte er sich als Kleiner König der Wilsterau gefühlt, wenn er diese ausgehend von dem abgebildeten Gewässerabschnitt mit seinem eigenen kleinen Ruderboot - einem Dinghi - befuhr.
In der unten aufrufbaren Datei kann aus seinen Jugenderinnerungen der Abschnitt "Der Kleine König der Wilsterau" nachgelesen werden.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1948 - Wilsterau am Helgenland

ca. 1948 Stadtarm der Wilsterau am Helgenland
Blick von der Fußgängerbrücke (im Zuge des Verbindungsweges zwischen Deichstraße und Rosengarten) flußaufwärts.
Im Hintergrund sind Häuser an der Hans-Prox-Straße (vormalige Hinter der Stadt) zu erkennen;
davor verläuft der Hauptarm der Wilsterau (nach links Richtung Audeich und nach rechts Richtung Rumfleth).
Rechts die Rückansichten der Häuser an der Deichstraße in Höhe der Wende. Das unmittelbar an der Wilsterau stehende Fachwerkgebäude im Vordergrund ist der Speicher der Kolonialwaren und Eisenwaren Handlung von Hans Kloppenburg.
Links wird das Helgenland, der traditionsreiche Werftplatz der Stadt Wilster, als Gartenland genutzt. Am Ufer liegen die Ruderboote der Wilsteraner Angler und Freizeit-Fischer.
An der Spitze des Helgenlandes ist der kurz daruf gebaute Bootsschuppen des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt noch nicht errichtet.

Bildrechte: unbekannt

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1949 - Deichstraße und Wende, Pferdekutsche

ca. 1949 Deichstraße und Wende, Pferdekutsche
Eine zweispännige Pferdekutsche in der mittleren Deichstraße.
In dem rechts erkennbaren kleinen Haus - es wurde wenige Jahre später abgebrochen - hatte zuvor der Zigarrenmacher Peter Haase sein Geschäft;
hinter dem Haus erweitert sich die Straße zur Wende (dem früheren Vorplatz vor dem ehemaligen Friedhof im heutigen Stadtpark).
Im Hintergrund das Wohn- und Geschäftshaus der Schlachterei von Heinrich Schlüter.
Links ist im Anschnitt die seinerzeitige Gastwirtschaft "Zur Wende" von Wilhelm Harders zu erahnen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1949 - Möbelgeschäft und Tischlerei Heinrich von Holdt in der Deichstraße

1949 Möbelgeschäft Heinrich von Holdt im Haus Deichstraße 18
Nachdem der zuvor leerstehende Laden für den Bau einer Segeljacht zweckentfremdet worden war, wurden in ihm wieder Möbel angeboten.
Der Eigentümer, Tischlermeister Heinrich von Holdt, betrieb gleichzeitig in der hinter dem Hause unmittelbar an der Wilsterau stehenden Werkstätte eine Tischlerei.
Einer der ersten in Wilster wohnhaften ausländischen Arbeiter - sie wurden seinerzeit als Gastarbeiter bezeichnet - war zu Beginn der 1960er Jahre der Spanier Joaquin Guzman. Bild 2 zeigt ihn zusammen mit Heinrich von Holdt in der Tischlerei.

Bildrechte: nicht bekannt

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1949 - Werft im Möbelladen in der Deichstraße a

1949 Möbelladen in der Deichstraße zur Werft umfunktioniert.
Kompliziertes "Ausdocken" der Segeljacht JOHANNA.
Der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute im Jahre 1949 in dem zu der Zeit leer stehenden Möbelladen im Hause Deichstraße 18 eine große Segeljacht für Albert Bergner; dieser war Revierförster im Schierenwald bei Lockstedt.
Viele fleißige Seglerkameraden und Nachbarn halfen unter den wachsamen Augen eines Polizisten beim "Ausdocken" der JOHANNA.
Bild 3 zeigt im Vordergrund vor dem Bug der Jacht den Erbauer Heinrich von Holdt, der sorgsam die Arbeit leitete, damit Schiff und Haus keinen Schaden nahmen; ihm assistiert dabei Hans Suck, der sorgsam den Abstand zwischen der Segeljacht und dem Mauerwerk kontrolliert.
Die Jacht, ein Kielschwert Kreuzer, wurde auf einem Bootswagen durch die Deichstraße zum Landrecht gezogen, wo sie in rustikaler Art zu Wasser gelassen wurde.
Zum Zwecke des Innenausbaues machte sie danach am Rosengarten hinter der Tischlerwerkstatt von Holdt fest, wo noch andere Segeljachten fertig gestellt wurden.
Der gesamte Bericht zu dem Vorgang findet sich unter: Werft im Möbelladen

Bildrechte: Heinz Sinn, Wilster

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1949 - Werft im Möbelladen in der Deichstraße b Landrecht, Hafen Rosengarten

1949 Möbelladen in der Deichstraße zur Werft umfunktioniert.
Der Wilsteraner Tischlermeister Heinrich von Holdt erbaute im Jahre 1949 in dem zu der Zeit leer stehenden Möbelladen im Hause Deichstraße 18 eine große Segeljacht für Albert Bergner; dieser war Revierförster im Schierenwald bei Lockstedt.
Die Jacht wurde auf einem Bootswagen durch die Deichstraße zum Landrecht gezogen, wo sie getauft und danach in rustikaler Art zu Wasser gelassen wurde.
Auf Bild 1 sind einige der fleißigen Helfer zu erkennen, von denen einige namentlich genannt werden können. In Bildmitte sich abwendend Heino Looft (Textilhändler in Wilster), links (mit Hut) Rolf Hencke (Tabakwarenhändler), hinter ihm (mit Mütze) Oswald Bruhn (Kolonialwarenhändler), mit der Hand am Bug der Jacht Heinrich Horn (Fischhändler), rechts mit der Schulter die Segeljacht stützend Ferdinand Büttner (Malermeister), hinter diesem Hans Suck (Werkleiter der Stadtwerke Wilster), der Junge im Vordergrund links ist sein Sohn Dieter Suck.
Bild 2 zeigt den Sektkuss bei der Taufe der JOHANNA, wobei Ferdinand Büttner der Taufpatin Johanna Bergner, Tochter des Eigners, behilflich ist.
Zu den interessierten Zuschauern zählt auch der Begründer dieser Heimatseite, welcher als kleiner Junge auf dem Arm seines Vater Heinrich von Holdt neugierig das Geschehen verfolgt; neben ihm seine Mutter Annemarie von Holdt.
Zum Zwecke des Innenausbaues machte die JOHANNA nach geglücktem Stapellauf am Rosengarten hinter der Tischlerwerkstatt Heinrich von Holdt fest, wo noch andere Segeljachten fertig gestellt wurden. So liegen hier die SUSEWIND von Detlef Kruse und die TORDALK von Hans Suck im "Werfthafen".
Der gesamte Bericht zu dem Vorgang findet sich unter: Werft im Möbelladen

Bildrechte: Heinz Sinn, Wilster

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1950 - Wilsterau am Helgenland; Rückseiten der Häuser an der Deichstraße

1950 Wilsterau zwischen dem Helgenland und den Grundstücken an der Deichstraße.
Blick von der Brücke am Rosengarten nach Norden auf den Stadtarm der Wilsterau und seine Einmündung in den Hauptarm am Helgenland, auf dem früher die Wilsteraner Werften lagen.
Das Helgenland wurde 1950 überwiegend für Nutzgärten verwendet; es gehörte zu der Zeit zur Kohlenhandlung von Martin Krumm am Rosengarten.
Links liegen Ruderboote Wilsteraner Freizeitfischer, hinten schwimmende Dalben;
rechts die Rückseiten der Häuser an der mittleren Deichstraße mit vorne rechts dem Lagerhaus von Hans Kloppenburg (Kolonial- und Eisenwaren).

Bildrechte: Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung die Aufnahme stammt

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1951 - Deichstraße und Wende

ca. 1951 Blick auf Häuser in die mittlere Deichstraße und auf die Wende.
Das leerstehende Fachwerkhaus, in welchem bis vor dem II. Weltkrieg der Zigarrendreher Peter Haase wohnte, wurde danach Anfang der 1950er abgebrochen; zuletzt wohnte hier die allein erziehende Anne Mikolajczyk mit ihren Kindern. Ihr zweitältester Sohn Uwe steht hier links von dem kleinen Jungen mit dem Roller;
links schaut sein Spielkamerad Peter J. von Holdt neugierig um die Ecke.
Rechts die Gaststätte „Zur Wende“ von Wilhelm Harders, links daneben das Kolonialwarengeschäft von Adolf Bergholz;
in dem Haus links (im Anschnitt) an der Wende das Geschäft der Hutmacherin Tamara Siebeneicher.

Bildrechte: Urheberrecht ist nicht verzeichnet; den Abzug erhielt ich von Werner Behning, Wilster, aus dessen Sammlung er auch stammt

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1951 - Deichstraße, Haus Nr. 4

1951 Deichstraße, Haus Nr. 4
Zentral das Haus Nr. 4 in der oberen Deichstraße; es wurde in den 1950er Jahren von dem Textil-Kaufmann Hermann Looft erworben, welcher es für seine Zwecke - Ladengeschäft und Wohnung - umbauen ließ. Seine Nachfolger betreiben das immer wieder modernisierte Haus bis heute - gegenwärtig unter dem Namen Petra Looft Mode.
Im Anschnitt rechts das Geschäftshaus des Uhrmachers Schade.
In dem Gebäude weiter zum Markt hin im rechten Teil Kaiser´s Kaffee Geschäft sowie links die Drogerie Behmer.

Bildrechte: nicht bekannt

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1952 - Deichstraße - Gasthof Zur Wende

1952 Deichstraße - Gasthof Zur Wende
Die Gaststätte wurde betrieben von dem Ehepaar Wilhelm und Tine Harders bis Mitte der 1950er Jahre.
Das Foto (Bild 1) zeigt die Wirtin Tine Harders in der Haustür der Gaststätte.
Zur damaligen Zeit gab es in Wilster eine Vielzahl kleinerer Gaststätten - allein in der Deichstraße bestanden: "Konzerthaus Jacobs", "Zur Wende", Gaststätte von Max Brandt; zuvor hatten an der Einmündung zum Markt das "Wilstermarsch-Haus" und an der Wende die "Waffenhalle" bestanden.
In der kleinen sehr behaglichen Gaststätte "Zur Wende" trafen sich unterschiedliche Gruppen regelmäßig zum Abendschoppen.
sh. hierzu einen Auszug aus den Jugenderinnerungen des Begründers von "mein-wilster" aus der Zeit um 1953:
"In der an der Wende gelegenen Gaststätte „Zur Wende“ des Gastwirts Harders trafen sich einmal pro Woche einige Handwerksmeister zu einem kurzen Abendschoppen. Meine Mutter bat mich, meinem auch dort weilenden Vater zu sagen, daß es Zeit für das Abendbrot sei. Ich hatte an diesem Tag wieder eine Ladung der von mir gezüchteten Meerschweinchen abgeliefert, weshalb nach meinem Eintreffen mein Vater mich fragte, „Na, watt häst du för dien Swien kregen“ (Na, wieviel [Erlös] hast du für Deine Schweine bekommen?). Ein auf der Ofenbank bei einem Grog sitzender Bauer fuhr mit einem Ruck und mit der Frage „Watt, wo?“ auf, als ich mit „eins fünfunddreißig“ (1,35 DM) antwortete. Für Schlachtschweine lag damals der gute Preis für ein Kilogramm Lebendgewicht bei 1,28 DM. Da wäre der Erlös von 1,35 DM natürlich für jeden Bauern geradezu traumhaft gewesen. Mit einem enttäuschten „Ach so“ nahm der Bauer wieder Platz auf der Ofenbank, als er über den tatsächlichen Sachverhalt aufgeklärt wurde. Er mußte sich aber das Gelächter und den freundlichen Spott der anwesenden Handwerksmeister anhören."
Bild 2 zeigt das Gebäude der Gaststätte und die angrenzenden Häuser. Der ganz links vorsichtig um die Ecke schauende kleine Junge ist Peter J. von Holdt, der Begründer von mein-wilster.

Bildrechte:
Bild 1: Familie Witt; das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Herrn Jörn Witt, Glückstadt, welcher ein Enkel des Wirtspaares ist.
Bild 2: vermutlich Werner Behning, Wilster

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1952 - Deichstraße, Gaststätte "Konzerthaus" Jacobs

1952 mittlere Deichstraße, Blickrichtung Landrecht
Rechts die Gaststätte "Konzerthaus" von Dora und Heinrich Jacobs, deren jüngster Sohn Heino es sich auf den Stufen des Einganges bequem gemacht hat.
Links im Anschnitt das Haus von Tischlermeister Paul Schulz (später Wilma Stitterich) mit der noch unveränderten stimmig gegliederten Fassade.
Das anschließende Haus von Malermeister Werner Wulf wurde wenige Jahre später (1954) durch einen Neubau ersetzt.
Im folgenden Haus hatte der Herren-Friseur Emil Breihahn seinen Friseursalon.
Der goldene Kringel über dem Eingang des folgenden Hauses macht auf die Bäckerei von Otto Ruge aufmerksam.
In dem folgenden größeren Haus wechselte in den Geschäftsräumen des Erdgeschosses seinerzeit häufiger die Nutzung - so wurde dort u.a. eine Wäscherei betrieben.
Danach folgt ein kleiner Gang - ursprünglich angelegt als sogenannter Wassergang als Zuwegung zur Wilsterau für die Bewohner der Häuser auf der gegenüber liegenden Seite der Straße.
In dem kleinen folgenden Haus wurde vom Ehepaar Gerdau eine Leihbücherei und Lotto-Annahmestelle betrieben.
Dann das Frucht- und Gemüse-Geschäft von Gerhard Hübner, dessen freundliche und sehr herzliche Ehefrau Hilda jedes dort einkaufende Kind mit den Worten "Na mein Süßen, möchtest Du einen Süßen haben" mit Bonbon bedachte - eine wundervolle Kindheitserinnerung.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1953 - Deichstraße im Bereich der Wende

ca. 1953 Deichstraße im Bereich der Wende
Die schmalen Straßen der Stadt sind seinerzeit, so wie die Deichstraße, noch mit Granitpflaster befestigt. Die schmalen Bürgersteige sind mit Klinkern gepflastert, sehr schmal und in einigen Bereichen kaum begehbar.
Das "Waffenhalle" genannte Gebäude springt mit einer Ecke weit aus der Flucht der übrigen Häuser hervor. In der „Waffenhalle" war in früheren Zeiten eine Zollstation untergebracht und danach die gleichnamige Gaststätte von Andreas Moser; der Name rührt von einer im Gastraum ausgestellten Waffensammlung des Wirtes her. Das Gebäude wurde in den 1950er Jahren von dem benachbarten Kaufmann Hermann Kloppenburg bzw. dessen Sohn Hans Kloppenburg als Lager- und Ausstellungsraum genutzt.
In dem mittleren Gebäude wurde die Tabakwarenhandlung von Rolf und Lotti Hencke betrieben. Der Begründer (Peter J. von Holdt) dieser Heimatseite erinnerte sich noch gut an die seinerzeit gängigen Zigarettenmarken wie Golddollar, Juno, Astor, Senussi, Eckstein, Ernte 23 und Sioux (eine Viererpackung für 30 Pfennig).
Rechts daneben die Buchdruckerei und Schreibwarenhandlung von Rudolf Hencke (danach dessen Sohn Karl-Heinz Hencke). In dem Haus praktizierte auch die Hebamme Helene Eckard.
Die Deichstraße war seinerzeit kaum von Kraftfahrzeugen frequentiert (die Kaufleute Kloppenburg und Haltermann waren die einzigen Anlieger, welche jeweils einen PKW besaßen), so dass Kinder ungefährdet in der Straße Treibball spielen konnten.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1955 - Blick vom Kirchturm auf die Op de Göten

1955 Blick vom Kirchturm auf die Op de Göten und die Einmündung der Deichstraße in den Marktplatz
Das am 15. Juni 1944 bei dem Luftangriff auf Wilster erheblich beschädigte "Wilstermarsch-Haus" - es war das größte Hotel in Wilster - wurde 1952 abgebrochen, nachdem es einige Jahre noch als Wohnraum genutzt worden war.
Auf dem Bauplatz ließ der Kaufmann Albert Gutsche in den Jahren 1956/57 ein Wohn- und Geschäftshaus errichten (Lebensmittel, Feinkost, Spirituosen, Kaffee-Rösterei). Das Gebäude wurde später für Reese´s Junior genutzt, danach dann von Karins Futterkrippe.
Vor dem Lastkraftwagen fährt ein Fahrzeug der seinerzeitigen in der Deichstraße ansässigen Niederlage der Hamburger Bavaria & St. Pauli Brauerei; es handelt sich um ein dreirädriges Fahrzeug der Marke "Goliath" von Borgward. Aus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, daß die Kapazität des kleinen Fahrzeuges ausreichte, die Gaststätten in Wilster und den Orten der Wilstermarsch mit Getränken zu beliefern. Gefahren wurde der "Goliath" von Erich Weiher.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
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1955 - Deichstraße in adventlichem Lichterglanz

1955 Deichstraße in adventlichem Lichterglanz.
Die Deichstraße war vor fünfzig Jahren die Hauptgeschäftsstraße der Stadt Wilster. Beginnend vom Markt bis etwa zum Standort der damaligen Gaststätte "Konzerthaus" von Heinrich und Dora Jacobs befand sich bis auf eine Ausnahme in jedem Gebäude ein kleines Einzelhandel-Geschäft.
In der Adventszeit strahlte die Straße in ihrer weihnachtlichen Beleuchtung.
An den großen Fenstern des hell erleuchteten Geschäftshauses der Firma Behrens & Haltermann (später zeitweilig Drogeriemarkt Schlecker) im Hintergrund drückten sich die Kinder die Nasen platt, denn dort warteten die schönsten Spielsachen auf ihre Aufnahme in die Wunschzettel.
Nachdem zuvor - wie auch gegenwärtig - die Einbahnsstraßen-Regelung den Verkehr vom Markt zum Landrecht führte, galt in den 1950er Jahren eine entgegen gesetzte Fahrtregelung.
In der rechten Haushälfte des die Drogerie und Parfümerie Behmer beherbergenden Geschäftshauses hatte seinerzeit das Kaffee Geschäft Kaiser (Kaiser´s Kaffee) eine Filiale.

Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1955 - Kiosk an der Deichstraße

1955 Kiosk an der Deichstraße
In den 1950er Jahren bestanden in der Stadt Wilster insgesamt drei Kioske; sie hatten folgende Standorte:
- Untere Burgerstraße (etwa vor der Haus Nr. 30)
- Mühlenstraße; neben der Mühlenbrücke und gegenüber dem Fußweg Audeich
- Deichstraße (neben dem Haus Nr. 44) auf dem heute noch freien Platz im Bereich des Zuganges zur sogenannten Hofstelle, welche heute baulich völlig verändert ist. Es handelt sich hierbei um den abgebildeten Kiosk.
Neben Zeitschriften, Tabakwaren und Süßigkeiten bot der Inhaber auch Kinderroller zur Ausleihe an; er hielt 2 oder 3 sogenannte Ballonroller (wg. der Art der Bereifung) vor, welche halbstundenweise für 2 Groschen von Kindern gemietet werden konnten.
In dem Gebäude rechts hatte in der ersten Nachkriegszeit die Stör-Apotheke des Apothekers Herter bestanden, nach ihm war einige Jahre das Schuhgeschäft (Marke Salamander) von Willy Reimers (später in der oberen Deichstraße Haus 83) in dem Haus untergebracht, danach das Café und Ladengeschäft für Süßigkeiten und Schulbedarf von Kurt Reetz, welchem das Ehepaar Hänsel als Inhaber folgte.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster

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1957 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Deichstraße

1957 Festumzug der Kinder-Gilde marschiert durch die Deichstraße.
Bild 1: Kleine Jungs in kurzen Hosen (Jeans waren völlig unbekannt) und weißen Kniestrümpfen marschieren mit ihren Fähnchen über das mit unzähligen Blumen geschmückte Pflaster. Die Lehrerin Anne-Marthe Schöne kümmert sich um ihre kleinen Schützlinge. Vorne links marschiert Manfred Boll. Im Hintergrund das Schuhhaus von Willi Reimers mit dem im Eingang stehenden Inhaber; rechts daneben die Weinhandlung von Ewald Kragge.
Bild 2: Nahezu jeder Junge trägt eine mit Blumen geschmückte blau-weiß-rote Flagge des Landes Schleswig-Holstein oder eine schwarz-rot-goldene Flagge der Bundesrepublik Deutschland.
Bild 3: Im Hintergrund rechts die Annahmestelle der Glückstädter Reinigung mit der Inhaberin Ilse Petersen in der offenen Tür.
Bild 4: Neun bis zehnjährige Knaben vor Kaisers Kaffee Geschäft und Textil Looft. In der vorderen Reihe rechts Hans-Joachim Kruse, neben ihm in langer Hose Uwe Gehrken; dahinter halb verdeckt Klaus Engel und auf dem Bürgersteig Anke Behrens; in der Mitte mit "Fliege" Norbert Harbst sowie hinten in der grauen Jacke Boie Hencke. . . . Wer kennt weitere Namen?
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. "Colosseum", "Holsteinisches Haus", "Konzerthaus", "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus", "Dithmarscher Hof") Tanzveranstaltungen.
Es war ein wundervolles Fest für die Kinder!
Die alle Wilsteraner Schüler zusammen führenden Feste der Kinder-Gilde sind unvergessen; sie wurden möglich durch das bewundernswerte Engagement der Lehrer. Viele der damaligen Lehrer engagierten sich weit über den durch das Gehalt bezahlten Bereich hinaus!

Bildrechte: Helmut Petersen, Wilster

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1962 - Festumzug der Kinder-Gilde marschiert von der Deichstraße in den Markt

ca. 1962 Der Festumzug der Kinder-Gilde marschiert von der Deichstraße in den Markt.
Links das Geschäftshaus von Blumen Moser.
Abgebildet sind die damaligen Abschlußjahrgänge (9 bzw. 10 Klasse) der Mädchen. Die Schülerin Renate Horstmann (rechts) setzt zum "Überholen" an, während hinten die Lehrerin Fräulein (so sagte man seinerzeit noch zu unverheirateten Frauen) Madré (mit Schirm) ein wachtsames Auge auf die Gruppe hat. Ganz vorne links ist die damalige Schülerin Traute Kampmeier zu erkennen - wer kennt weitere Namen?
Das Fest der Kindergilde war für die Schüler der Wilsteraner Schulen viele Jahrzehnte lang der unbestrittene Höhepunkt eines jeden Schuljahres.
Die einzelnen Jahrgänge führten unabhängig von der Schulform gemeinsame Wettspiele durch und ermittelten dabei jeweils ihre mit Kronen und Schärpen inthronisierten Majestäten. Gestaffelt nach der jeweils erreichten Plazierung erhielt jedes Kind ein Geschenk.
Der nachmittägliche Festumzug der Schüler führte durch die überwiegend mit Landesflaggen festlich geschmückten Straßen, deren Belag vielfach mit unzähligen Blumen bestreut war. Danach gab es auf den Sälen der Gaststätten (u.a. Colosseum, "Holsteinisches Haus", Konzerthaus, "Krug zum grünen Kranze", "Zur Linde", "Lübbe´s Gasthaus") Tanzveranstaltungen.
Die alle Wilsteraner Schüler zusammen führenden Feste der Kinder-Gilde sind unvergessen; sie wurden möglich durch das bewundernswerte Engagement der Lehrer. Viele der damaligen Lehrer engagierten sich weit über den durch das Gehalt bezahlten Bereich hinaus! Mit dem Dienstantritt der 68er Lehrer-Generation war das Engagement der Lehrerschaft für diese Veranstaltungen leider vorbei.

Bildrechte: Werner Behning, Wilster
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1962 - Wilsterau am Rosengarten - Alter Hafen, Fußgängersteg, Fachwerk-Speicher

1962 Wilsterau am Rosengarten - Alter Hafen, Fußgängersteg, Fachwerk-Speicher, Rückseiten von Häusern an der Deichstraße.
Verwaist liegt der alte Hafen der Stadt Wilster.
Vor einhundert Jahren herrschte hier regelmäßig lebhafter Schiffsverkehr am alten wilsteraner Hafen am Rosengarten. Der Name „Rosengarten“ ist sehr alt: im Mittelalter hatte fast jede Stadt in Norddeutschland mit dem Rosengarten ihren Platz, auf dem die Gilden (mittelalterliche Versicherungen auf Gegenseitigkeit) ihre Feste feierten. Mit der Armbrust wurde dabei nach dem Papagoyen geschossen (der Brauch lebt heute als Vogelschießen der Bürger-Schützengilde fort).
Rechts ist der unmittelbar an der Wilsterau stehende hohe Speicher der Bäckerei von August Kühl zu erkennen, über dessen oberer Luke ein Flaschenzug an die vormalige Funktion erinnert.
Es ist zutiefst zu bedauern, dass aus Gründen des Denkmalschutzes und des Ortsbildes die Erhaltung dieses schönen und prägenden Gebäudes nicht gelang, nicht einmal versucht wurde!
Die Verfüllung des Gewässers am Rosengarten konnte in der Zeit um 1980 auf Initiative des Betreibers dieser Heimat-Seite gegen viele Widerstände und unter Inkaufnahme von erheblichen Anfeindungen verhindert werden. Nur deshalb erinnert heute noch visuell erlebbar das zwar erheblich verengte Gewässer und die in Klinkerbauweise – senkrechte preußische Kappen – errichtete Quaimauer mit ihren schmiedeeisernen Festmacherringen an die Geschichte der Stadt Wilster als Schiffer- und Handelsort.

Bildrechte: Wolfgang Bockelmann, Krefeld

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1966 - Ladengeschäft Elektro Gilde

1966 Ladengeschäft Elektro Gilde an der Deichstraße
Die Firma des Elektromeisters Willi Gilde (* 1923, + 2015) war von diesem 1950 gegründet worden; 1954 wurde im Haus Deichstraße 8 eine Werkstatt und das Ladengeschäft eingerichtet.
Die heute (2016) unter dem Namen Gilde & Witt noch bestehende Firma ist im Haus Deichstraße 9 untergebracht.
Der Firmengründer Willi Gilde hat sich in vielfältiger Weise in das soziale Leben seiner Heimatstadt Wilster eingebracht. So war er 40 Jahre Kirchenältester und davon 25 Jahre Vorsitzender des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Wilster. Die Seglervereinigung Wilster führte er als deren Vorsitzender von 1975 bis 1993.
Im Jahr 1995 initiierte er die Gründung des "Förderverein Wilsterau und Schleuse", dessen Vorsitzender er bis 2008 war.

Bildrechte: nicht bekannt

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1968 - Bartholomäus-Gang, Stadtpark, Wende

1968 Bartholomäus-Gang, Stadtpark
Blick vom Turm der St. Bartholomäus Kirche in südwestliche Richtung.
Rechts sind Bäume und Wege des Stadtparks zu erkennen. Der Park war von 1604 bis 1859 - in Einzelfällen auch länger - der Friedhof des Kirchspiels Wilster; vorher lag der Friedhof um die Kirche herum.
Der links erkennbare Bartholomäus-Gang bildete die direkte Wegeverbindung von der Kirche zu Friedhof.
In Bildmitte links ist noch das Gebäude des Eiskellers sowie der zugehörige Turm des Elevators der früheren Niederlage Wilster der Hamburger St.Pauli & Bavaria Brauerei an der Deichstraße zu erkennen sowie das heute nicht mehr vorhandene Wohn- und Geschäftshaus der Schlachterei Schlüter (danach Schlachter Huster, dann Filiale von Tade Magnussen) an der Wende.
Davor das ehemalige Anwesen des Bauern Walter Ruge, welches zu der Zeit von der Stadt Wilster für ihren Bauhof genutzt wurde.
Oben links verläuft am Krumwehl die Chaussee - die damalige B5 - von Wilster in Richtung St. Margarethen.

Bildrechte: Verlag der Wilsterschen Zeitung
Anmerkung: Das Foto stammt aus der 1990 erschienenen Jubiläums-Ausgabe der Zeitung

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