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1819 - - 1903 Wappen Schleswig, Holstein und Lauenburg im Wappen Dänemarks

1819 - 1903 Wappen Schleswig, Holstein, Lauenburg, Dithmarschen und Stormarn im Wappen Dänemarks.
Während seit 1959 das Staatswappen Dänemarks nur noch die drei blauen gekrönten Löwen und 9 rote Herzen auf goldenem Schild führt, zeigte das ursprüngliche dynastische Große Wappen im Verlaufe der Geschichte mehrfach unterschiedliche Heroldsbilder.
Das vorgestellte auch zur Zeit der im Jahr 1848 erfolgten Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark von diesem geführte Wappen verdeutlicht dessen seinerzeitige territorialen Ansprüche. So bekräftigte das von 1819 - 1903 gebräuchliche Wappen die dynastischen Ansprüche Dänemarks auf die Herrschaft auch über die Herzogtümer Schleswig, Holstein, Lauenburg, Dithmarschen und Stormarn.
Das erste Feld zeigt drei gekrönte blaue Löwen und neun rote Herzen.
Im zweiten Feld befindet sich das Wappen von Schleswig mit den beiden nicht gekrönten Löwen.
Die drei Kronen im dritten Feld stehen für die Kalmarer Union und entsprechen dem Wappen Schwedens. Für Island steht der gekrönte Stockfisch auf rotem Grund, daneben in Silber auf Blau der Widder der Färöer und der Eisbär Grönlands.
Im vierten Feld stehen Heroldsbilder für historische Titel der Dänischen Herrscher als König der Goten (oben) und der Wenden (unten).
Der Schild in der Mitte (sh. Bild 3) zeigt die Wappen Holsteins, Stormarns, Dithmarschens und Lauenburgs.
Der Herzschild ist gespalten und zeigt die Wappen von Oldenburg und Delmenhorst (Stammländer der Dänischen Könige).

Bildrechte: nicht verzeichnet

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1920 - Plebiszit / Plebiscite - Abstimmungsgebiete in Schleswig

1920 Plebiszit / Plebiscite - Abstimmungsgebiete in Schleswig.
Mit der Volksabstimmung am 10.Februar und 14. März 1920 wurde die Staatsgrenze zwischen Dänemark und Deutschland neu festgelegt - das ehemalige Herzogtum Schleswig wurde geteilt mit der Folge, dass die Staatsgrenze seither nördlich von Flensburg verläuft.
In der Zeit der Schleswig-Holsteinischen Erhebung der Jahre 1848 - 1852 war Schleswig Teil des sich von Dänemark losgesagt habenden Staates Schleswig-Holstein. Nach dem Sieg Dänemarks wurden gemäß dem von den damaligen Großmächten geschlossenen "Londoner Protokoll" v. 08.Mai 1852 die Herzogtümer Schleswig und Holstein in Personalunion als Dänemark zugehörig bestimmt, wobei Schleswig nicht stärker als Holstein an den dänischen Gesamtstaat angebunden werden sollte.
In der Folge des mit der Niederlage Dänemarks endenden Deutsch-Dänischen Krieg von 01.02. bis 30.10.1864 (mit Dänemark auf der einen, sowie Preussen und Österreich auf der anderen Seite) sowie dem anschließenden preußisch-österreichischen Krieg ("Deutscher Krieg") von 1866 wurde Schleswig-Holstein preussische Provinz. Die Grenze zu Dänemark verlief südlich von Kolding.
Nach dem von Deutschland verlorenen I. Weltkrieg wurde gemäß Artikel 109 des Friedensvertrages eine Volksabstimmung zur Festlegung der Grenze festgelegt; die Abgrenzung der beiden Abstimmungszonen gab dabei den Verlauf der späteren Grenze bereits vor - die nördliche 1. Zone (Nord-Schleswig) fiel an Dänemark, die südliche 2. Zone (Mittel-Schleswig) an Deutschland; auf eine zunächst vorgesehene 3. Zone im anschließenden südlichen Schleswig wurde verzichtet.
Die Einteilung der Zonen und die Art der Abstimmung berücksichtigte die Wünsche Dänemarks. In der nördlichen Zone 1 wurde am 10.02.1920 en bloc abgestimmt, damit bei der erwarteten dänischen Gesamtmehrheit grenznahe Mehrheiten für Deutschland keine Berücksichtigung finden konnten. So blieb es auch ohne Folgen, dass in den Städten Tondern, Apenrade und Sonderburg eine Mehrheit für Deutschland stimmte.
In den Gemeinden der südlichen Zone 2, wo eine deutsche Mehrheit erwartet wurde, erfolgte die Abstimmung einen Monat später am 14.03.1920 gemeindeweise, um die Möglichkeit zu nutzen, einzelne Gemeinden mit einer dänischen Mehrheit Dänemark zuzuschlagen.

Bildrechte: Landkartenhandlung Dietrich Reimer (Ernst Vohsen), Berlin

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Gefecht in der Eckernförder Bucht - g

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 05.04.1849 Vernichtung dänischer Schiffe.
Die Ansichtskarte erschien zur Erinnerung an das für die Schleswig-Holsteiner siegreiche Gefecht in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks.
Dieses Ereignis wurde bei den Kämpfen im Zuge der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark als besonders eindrucksvoll wahrgenommen, obwohl es für den Ausgang der kriegerischen Auseinandersetzung nicht entscheidend war.
Am 5. April 1849 war in die von den Schleswig-Holsteinern mit zwei Küstenbatterien gedeckte Bucht ein mit überlegener Feuerkraft ausgerüstetes Geschwader der Marine Dänemarks eingedrungen. Offenbar sollten mit einem Landungsunternehmen dänische Truppen in den Rücken der bei Flensburg stationierten deutschen Truppen gebracht werden.
Das Geschwader bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern.
Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen standen nur 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber.
Die Dänen erlitten dennoch – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel in die Hände der Sieger (und wurde von diesen unter dem Namen ECKERNFÖRDE in Dienst gestellt).
Die Sieger hatten 4 Gefallene und 14 Verletzte zu beklagen.
oben links: Das unter Beschuss liegende dänische Geschwader in der Förde.
oben rechts (Bild 2): Die erbeutete Fregatte GEFION an der Schiffsbrücke.
unten links (Bild 3): Hauptmann Eduard Julius Jungmann, der Kommandeur der Festungsbatterie in Eckernförde.

Bildrechte: Verlag Georg Haltermann, Eckernförde

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Gefecht in der Eckernförder Bucht - b

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. Vernichtung dänischer Schiffe
Erinnerung an das bei den Kämpfen der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark siegreiche Gefecht in der Eckernförder Bucht gegen die Marine Dänemarks.
Am 5. April 1849 war in die von zwei Küstenbatterien gedeckte Bucht ein mit überlegener Feuerkraft ausgerüstetes Geschwader der Marine Dänemarks eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern.
Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen standen 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber.
Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel in die Hände der Sieger (und wurde von diesen unter dem Namen ECKERNFÖRDE in Dienst gestellt), welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.

Bildrechte: Verlag C. Heldt, Eckernförde

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Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1946 - Anstecknadel

Anstecknadel mit dem Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig-Holstein
Das Wappen Schleswig- Holsteins ist gespalten; es ist ein Allianzwappen und es lehnt sich hinsichtlich der Schildfiguren an das Wappen der vormaligen Preussischen Provinz Schleswig-Holstein an.
Im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) befinden sich auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswigschen Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist.
Dabei wurden die Löwen gedreht. Das hat folgende Ursache: Üblicherweise schreiten Wappenfiguren nach rechts (heraldisch betrachtet, also vom Schildträger aus gesehen). Das hat seinen Grund darin, daß der Schild üblicherweise mit dem linken Arm - also auf der Herzseite des Trägers - getragen wurde. Die für den Träger nach rechts gewandte Wappenfigur schritt vom Herzen weg, also vorwärts, sie war somit ein Symbol für Tapferkeit. Eine nach links - also zum Herzen hin - sich wendende Figur symbolisierte Flucht, stand daher für Feigheit.
Weil aber bei zusammengesetzten Wappen (bei Allianzwappen) das Abwenden von der anderen Wappenfigur als unhöflich gilt, schreiten die Löwen auf dem Schleswig-Holsteiner Landeswappen nach links. Dieses regelte beim Schleswig-Holstein Wappen sogar der Deutsche Kaiser Wilhelm II, indem er am 28. September 1891 eine Kabinettsorder (die sogenannte Allianzwappenorder) erließ, die den Löwen eine andere Richtung verordnete - dieses jedoch nur im Allianzwappen und nicht, wenn das Wappen mit den Löwen allein steht.
Im heraldisch linken Feld befindet sich das Holsteinische Nesselblatt,ein altes Symbol, das auch schon von den Schauenburger Landesherren übernommen wurde (Grafen von Schauenburg) – es findet sich auch im Wappen des niedersächsischen Landkreises Grafschaft Schaumburg). Dieses Nesselblatt ist weiß auf rotem Grund.
Die ergänzend vorgestellte Anstecknadel zeigt eine sehr überraschende Form eines Allianzwappens der Herzogtümer Schleswig und Holstein. Das Schleswiger Wappen ist im Holsteiner Nesselblatt plaziert - der Anlaß zur Herausgabe der Nadel mit der gewählten sehr ungewöhnlichen Darstellung konnte bisher nicht ermittelt werden. Bekannt allerdings ist, daß die alte Gottorfer Seeflagge von 1696 das weiße Nesselblatt auf rotem Grund, darin die beiden blauen Schleswiger Löwen auf Gelb zeigte. 1843 hatte es beim Volksfest in Apenrade den Versuch gegeben, dieses Wappen für die beiden Herzogtümer einzuführen.

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. - Gefecht in der Eckernförder Bucht

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1849.04.05. - Gefecht in der Eckernförder Bucht
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 erhoben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark.
Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat, der sich militärisch mit Dänemark auseinandersetzte.
Am 5. April 1849 war in die von zwei Schlewig-Holsteinischen Küstenbatterien gedeckte Eckernförder Bucht ein überlegene Feuerkraft aufweisendes Dänisches Geschwader eingedrungen. Es bestand aus 6 Seglern (davon 3 Segler mit Landungscorps) und 3 Dampfern. Das Linienschiff CHRISTIAN VIII führte 84 Geschütze, die Fregatte GEFION 48 Geschütze.
Den insgesamt 148 Schiffsgeschützen der Dänen standen lediglich 10 Geschütze der festen Landbatterien sowie 6 Geschütze einer Feldbatterie gegenüber. Die Dänen erlitten – nicht zuletzt wegen einer falschen Einschätzung der Manövrierfähigkeit ihrer Schiffe - eine verheerende Niederlage; 224 Dänen fanden den Tod, 86 wurden schwer verletzt und 900 gerieten in Gefangenschaft.
Das dänische Linienschiff wurde vernichtet, die Fregatte fiel den Siegern in die Hände, welche 4 Tote und 14 Verletzte zu beklagen hatten.
Wenn das für die Schleswig-Holsteiner siegreiche Gefecht auch hohe Symbolkraft hatte, so unterlagen sie letztendlich doch in der Auseinandersetzung mit Dänemark. Die bei ihrer Erhebung gegen Dänemark zunächst von Preußen und dem Deutschen Bund unterstützten Schleswig-Holsteiner waren nämlich von ihren Verbündeten auf Druck Europäischer Großmächte im Stich gelassen worden. Sie wurden überdies durch den Abzug von Offizieren auch in ihrer militärischen Führung nachhaltig geschwächt.
Die Abbildung zeigt über dem gefallenen Danebrog (der Nationalflagge Dänemarks) eine von einem mittelalterlichen Krieger gehaltene Standarte. Diese zeigt in diagonaler Anordnung die Farben schwarz, weiß und rot des Norddeutschen Bundes sowie den rot bewehrten schwarzen Reichsadler auf goldenem Feld. Dazu das vereinigte Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein sowie ein Wappen mit drei blauen Türmen und einem springenden Eichhörnchen, offenbar die Stadt Eckernförde symbolisierend.

Bildrechte: Verlag Heinrich Heldt

Anmerkung: Angesichts der damaligen tragischen Ereignisse, denen in den nächsten Jahrzehnten noch folgenschwerere folgten, ist es großartig, wie heute in gut nachbarschaftlicher Weise Dänemark und Deutschland miteinander umgehen - beispielgebend für ein friedliches und partnerschaftliches Europa.

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1898 - Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Die Feier der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Erhebung wurde 1898 begangen.
Die Karte zeigt:
- die Losung "Up ewig ungedeelt" entsprechend der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 und des dem Dänischen König abverlangten Schwurs.
- die Flagge Schleswig-Holsteins.
Die Flagge ist 1848 zur Zeit der Erhebung unter Verwendung der Farben aus den Wappen der Herzogtümer als Trikolore gestaltet; dieses unter Verzicht auf das Gold (gelb) des Herzogtums Schleswig.
- den goldenen Prägedruck eines Wappen.
Es handelt sich um das Wappen des Hauses Schleswig-Holstein-Gottorf aus den Jahren um 1616 - 1659
Blasonierung (heraldische Beschreibung, Seitenbezeichnung aus der Sicht des Schildträgers.
Oben rechts: Norwegen
Auf rotem Feld ein nach links steigender goldener gekrönter Löwe mit angehobener Tatze und ausgestreckter Zunge, der in den Vordertatzen eine angehobene Streitaxt mit goldenem Schaft und einem Blatt aus Silber hält- über dem Schild eine königliche Krone.
(Anmerkung: der Löwe im norwegischen Wappen schreitet nach rechts)
Oben links: Schleswig
Auf goldenem Feld zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen.
Anmerkung: Die Schleswigschen Löwen sind dem Dänischen Wappen mit den drei Löwen und 9 roten Herzen entnommen, wobei für das Herzogtum eine Reduzierung auf zwei Löwen vorgenommen wurde
Mittig rechts: Holstein
Auf rotem Feld ein silbernes Nesselblatt
Mittig links: Stormarn
Auf rotem Feld ein nach rechts schreitender silberner Schwan mit erhobenen Flügeln und einer goldenen Krone um den Hals.
Unten: Dithmarschen
Auf rotem Feld auf silbernem galoppierenden Pferd mit goldenem Sattel, goldenem Zaumzeug und blauer Satteldecke ein golden gerüsteter, ein silbernes Schwert über dem Kopf schwingender Reiter mit silbernem Helmbusch.
Herzschild: Großherzogtum Oldenburg
Gevierter Schild; 1 und 4 in Gold zwei rote waagerechte Balken; 2 und 3 in Blau ein goldenes Nagelspitzkreuz

Es handelt sich um das Wappen der Herzöge von Gottorf (aus der Zeit Friedrichs III.; dieser war von 1616 bis 1659 Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf). Friedrich III war somit Landesherr verschiedener über das heutige Schleswig-Holstein verteilter Territorien – Wilster und die Wilstermarsch gehörten nicht dazu.
Das Wappen entspricht in seiner Zusammensetzung dem Titel des Herzogs:
Erbe zu Norwegen [Löwe], Herzog zu Schleswig [zwei Löwen], Holstein [Nesselblatt], Stormarn [Schwan] und der Dithmarschen [Reiter], Graf zu Oldenburg und Delmenhorst [Herzschild mit Balken und Kreuz]

Bildrechte: nicht bekannt


Anmerkung: Für einen Liberalen - wie Peter von Holdt als Begründer dieser Heimat-Seite - war es amüsant zu lesen, was der englischsprachige Absender der Karte schreibt über die Meinung eines strammen Konservativen zu den Liberalen insgesamt. Da hat sich, so scheint es, in den vergangenen einhundertzwanzig Jahren nicht viel verändert.

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02 Unvergessene Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 gegen Dänemark

Unvergessene Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung im Jahr 1848 gegen Dänemark.
2008 - Ein Denkmal am Mississippi erinnert an das Geschehen - neu aufgestellter Gedenkstein


Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein gewesen. Am 24. März 1848 erhoben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“, dem Anspruch einer untrennbaren Zusammengehörigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein. Als nach dem Tode des letzten Schauenburgers es zur Wahl König Christians I. von Dänemark zum Landesherrn von Schleswig und Holstein gekommen war, hatte sich dieser in dem Ripener Freiheitsbrief mit den genannte Worten für sich und seine Erben verpflichten müssen, die Unteilbarkeit beider Landesteile anzuerkennen.
Es heißt dort: Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt 1460
(in heutiger Schreibweise: Wir geloben daß Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt.)
Als dieses von Dänemark in Frage gestellt wurde, bewirkte das im Jahr 1848 die Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner. Die sogenanten Eiderdänen hatten am 11. März 1848 in Kopenhagen die Einverleibung Schleswigs in den dänischen Staat verlangt, wodurch sich der Gegensatz der deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner zu Dänemark verschärfte. Es kam zur Erhebung!
Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Den bald von Truppen des Deutschen Bundes unterstützen Schleswig-Holsteinern waren zunächst erhebliche militärische Erfolge gelungen. Doch auf Druck der damaligen europäischen Großmächte zogen Preußen und der Deutsche Bund ihre Truppen wieder ab und veranlaßten sogar in der Schleswig-Holsteinischen Armee dienende Offiziere, ihren Dienst zu quittieren. Ein schändliches Geschehen! Preußen hatte am 10. Juli 1849 einen Waffenstillstand und im Namen des Deutschen Bundes am 2. Juli 1850 einen Sonderfrieden mit Dänemark geschlossen - die Truppen rückten wieder ab. In der Folge konnten die im Stich gelassenen und auf sich selbst gestellten Schleswig-Holsteiner den militärisch überlegenen Dänen nicht stand halten. Die Herzogtümer gelangten wieder unter dänische Kontrolle.
Die gescheiterte Erhebung hatte zur Folge, dass an der Erhebung beteiligte Personen als Rebellen und Aufrührer verfolgt wurden und viele daher ihre Heimat verlassen mußten. Viele Veteranen wanderten in die Vereinigten Staaten von Nordamerika aus. Bei ihnen blieb die Erinnerung an das tragische Geschehen und an die verlassene Heimat unvergessen.
Die Feier der fünfzigsten Wiederkehr des Tages der Erhebung konnte 1898 auch in Schleswig-Holstein begangen werden; dieses war möglich geworden, nachdem in der Folge des Krieges von 1865 zwischen Dänemark, Preußen und Österreich die preußische Provinz Schleswig-Holstein entstanden war, welche danach Teil des Deutschen Reiches wurde.
An sehr vielen Orten Schleswig-Holsteins wurden in einer Welle vaterländischer Gefühle Denkmale zur Erinnerung an die Erhebung errichtet und Doppeleichen als Symbol für die Zusammengehörigkeit der Landesteile gepflanzt.
Die Mehrzahl der alten Denkmale wurden in dem Jahrzehnt nach dem II. Weltkrieg dem herrschenden Zeitgeist entsprechend wieder beseitigt. Patriotismus war vielen Menschen obsolet. Auch in Wilster wurde das in der Mitte des Friedhofs in Bischof stehende Denkmal in den 1950er Jahren beseitigt. Dieser Schritt missachtete die Geschichte des eigenen Bundeslandes und verleugnete ein herausragendes Ereignis seiner Historie.

Insbesondere bei den Nachkommen der aus ihrer Heimat vertriebenen Veteranen der Erhebung – der 48er - blieb dieses Ereignis jedoch im Gedächtnis.
Am 30. März 2008 wurde in der im US amerikanischen Staat Iowa am Mississippi gelegenen Stadt Davenport ein Denkmal an die unvergessenen „48er – Freiheitskämpfer“ gesetzt.
Quelle: HIER Onlinemagazin für Lübeck und Umgebung am 24. März 2008
Dort wird zitiert aus dem Holsteinbuch (USA) Dr. Reppmann:
„Das Ziel war damals: Dem dänischen Despotismus in Bezug auf den jahrelangen Konflikt um die staatliche Zugehörigkeit der damaligen Elbherzogtümer Schleswig und Holstein zu entkommen. Wie festgestellt – ohne Erfolg. Viele dieser „48er“ von Schleswig-Holstein wanderten ins Exil und machten die Mississippistadt Davenport (Iowa, USA) – westlich von Chicago – zu ihrer neuen Wahlheimat. Zum 160. Jahrestag der demokratischen Revolution von 1848 wird dort am 30. März 2008 nun ein großes Denkmal eingeweiht.
Bereits am 24. März 1898 wurde der 50. Jahrestag der Eroberung der dänischen Festungsanlagen im schleswig-holsteinischen Rendsburg gefeiert. Auch im nordamerikanischen Davenport zogen damals rund 1200 Menschen durch die Straßen, um anschließend an der Einweihung eines Gedenksteins teilzunehmen.
Zwei sich kreuzende Eichenzweige umrahmten die in Stein gemeißelte Inschrift:
„Schleswig-Holstein Kampfgenossen 1848 – 49 – 50.
This stone was erected march 24.1898" (Dieser Stein wurde am 24. März 1898 aufgestellt).
Dieses Denkmal sollte einst die ewige Verbindung zwischen Schleswig und Holstein symbolisieren.
Anfang des 20. Jahrhunderts galt Davenport als „deutscheste Stadt“ im gesamten Mittleren Westen. Nur knapp 20 Jahre später, mit Amerikas Beteiligung am Ersten Weltkrieg, wendete sich das Blatt. In der anti-deutschen Hysterie des Krieges wurde der Stein gelb angemalt, umgestoßen und verschwand eines Tages spurlos auf Nimmerwiedersehen, – wahrscheinlich im Mississippi.
Am Sonntag, 30. März 2008, wird zu Ehren der nie vergessenen „48er - Freiheitskämpfer“ in Davenport ein neues Denkmal gesetzt. Den Festvortrag der feierlichen Zeremonie hält der 1848er-Forscher Dr. Joachim Reppmann.
„Mit der Denkmalseinweihung geht für mich ein Traum in Erfüllung“, sagt der Historiker, der in Flensburg und Northfield, Minnesota (USA) lebt.
Initiatoren der Denkmalssetzung sind die „American/Schleswig-Holstein Heritage Society“ und die „Davenport Schützenpark Gilde“

Ein im Jahr 1898 in einem zeitgenössischen Journal erschienener Artikel (sh. Bild 3) über die Aufstellung des 1898 aufgestellten Denkstein in Davenport kann in der unten aufrufbaren Datei nachgelesen werden.

Bildrechte Bild 4: Dr. Reppmann, Flensburg

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Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr

Wappen von Schleswig-Holstein – Ärmelabzeichen der Bundeswehr
Die vorgestellten Ärmelabzeichen zeigen eine überraschende Form der zusammengesetzten Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Das Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig- Holsteins ist bekanntlich ein Allianzwappen im gespaltenen Schild; hinsichtlich der Schildfiguren lehnt es sich an das Wappen der vormaligen Preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Es zeigt im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswiger Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist. Dabei wurden die Löwen gedreht.
In den vorgestellten Abzeichen (Abbildungen 1 und 2) ist das Schleswiger Wappen im Holsteiner Nesselblatt plaziert. Es handelt sich um das Abzeichen der 6.Panzergrenadierdivision der Bundeswehr. Die am 30. September 1997 aufgelöste Division hatte ihren Sitz in Neumünster, die Truppenteile des Verbandes waren hauptsächlich in Schleswig-Holstein und Hamburg stationiert. Die Begründung für die Wahl des Emblems liegt offenkundig im regionalen Bezug des Verbandes.
Bei den vorgestellten leicht voneinander abweichenden Ärmelabzeichen handelt es sich um solche von Mannschafts- und von Offiziersdienstgraden. Die Umrandung beider Abzeichen wird als Silber (schwarz durchwirkt) angegeben.

Bei den beiden Abzeichen (Abbildungen 3 und 4) handelt es sich um die der Heimatschutz-Brigade 51 (HSchBrig51) - früher Heimatschutz-Kommando 13 (HSchKdo 13; Aufstellung im April 1970). ab April 1981 dann Heimatschutz-Brigade 51
Die Abzeichen zeigen die Farben blau weiß rot der Flagge des Landes Schleswig-Holstein, diese mit dem oben beschriebenen Wappen belegt.
Das Abzeichen mit der roten Umrandung wurde geführt von Angehörigen der Artillerie, das mit der grünen Umrandung von der Jägertruppe.
Der Stab der zum 30. September 1992 aufgelösten Brigade war zuletzt in Eutin und Flensburg-Weiche stationiert.

Die ungewöhnliche Darstellung des Wappens erinnert an die alte Gottorfer Seeflagge von 1696, welche das weiße Nesselblatt auf rotem Grund, darin die beiden blauen Schleswiger Löwen auf Gelb zeigte. 1843 hatte es beim Volksfest in Apenrade den Versuch gegeben, dieses Wappen für die beiden Herzogtümer einzuführen.

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Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1946

Wappen des 1946 gebildeten Landes Schleswig-Holstein
Das Wappen Schleswig- Holsteins ist gespalten; es ist ein Allianzwappen und es lehnt sich hinsichtlich der Schildfiguren an das Wappen der vormaligen Preussischen Provinz Schleswig-Holstein an.
Im heraldisch rechten Feld (also für den Betrachter links) befinden sich auf goldenem Grund zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen. Die Schleswigschen Löwen sind dem dänischen Wappen entnommen, wobei eine Reduzierung von drei auf zwei Löwen vorgenommen ist.
Dabei wurden die Löwen gedreht.
Üblicherweise schreiten Wappenfiguren nach rechts (heraldisch betrachtet, also vom Schildträger aus gesehen). Das hat seinen Grund darin, daß der Schild üblicherweise mit dem linken Arm - also auf der Herzseite des Trägers - getragen wurde. Die für den Träger nach rechts gewandte Wappenfigur schritt vom Herzen weg, also vorwärts, sie war somit ein Symbol für Tapferkeit. Eine nach links - also zum Herzen hin - sich wendende Figur symbolisierte Flucht, stand daher für Feigheit.
Weil aber bei zusammengesetzten Wappen (bei Allianzwappen) das Abwenden von der anderen Wappenfigur als unhöflich gilt, schreiten die Löwen auf dem Schleswig-Holsteiner Landeswappen nach links. Dieses regelte beim Schleswig-Holstein Wappen sogar der Deutsche Kaiser Wilhelm II, indem er am 28. September 1891 eine Kabinettsorder (die sogenannte Allianzwappenorder) erließ, die den Löwen eine andere Richtung verordnete - dieses jedoch nur im Allianzwappen und nicht, wenn das Wappen mit den Löwen allein steht.
Im heraldisch linken Feld befindet sich das Holsteinische Nesselblatt,ein altes Symbol, das auch schon von den Schauenburger Landesherren übernommen wurde (Grafen von Schauenburg) – es findet sich auch im Wappen des niedersächsischen Landkreises Grafschaft Schaumburg). Dieses Nesselblatt ist weiß auf rotem Grund.
Der Schild des abgebildeten Wappen weist im Gegensatz zu dem als offizielles Hoheitszeichen des Landes verwendeten eine unten runde Form auf, während die amtliche Version eine unten auslaufende Spitze aufweist; die Schleswiger Löwen weisen zudem entgegen der hier dargestellten Abbbildung in der offiziellen Version einen geteilten Schweif auf.

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Provisorische Regierung b

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung.
Schleswig-Holstein wurde 1848 für kurze Zeit ein selbständiger Staat!
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat. Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung – zunächst erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
In der Nacht vom 23. März auf den 24. März 1848 wurde in Kiel eine provisorische Regierung für die Herzogtümer gebildet. Die Regierung bestand aus sechs führenden Persönlichkeiten der schleswig-holsteinischen Bewegung; sie sollte die Bildung eines selbständigen Staates Schleswig-Holsteins mit eigener demokratische Verfassung bewirken. Die Mitglieder der Regierung sind mittig auf der Karte abgebildet.
In der Regierung waren Exponenten verschiedener politischen Richtungen vertreten: Die beiden Rechtanwälte Wilhelm Beseler und Jürgen Bremer vertraten die nationalliberale schleswig-holsteinische Bewegung. Der konservative Graf Reventlow-Preetz vertrat den Adel und wandte sich gegen liberale Reformen, so wie auch der als Prinz von Noer bekannte Prinz Frederik von Augustenburg. Letzterer war der jüngere Bruder des Herzogs von Augustenburg und galt als militärischer Fachmann der Regierung.
Martin Thorsen Schmidt war ein Liberaler; er stand der Bürgerbewegung in Kiel vor.
Der links abgebildete Uwe Jens Lornsen, er wurde 1830 Landvogt auf Sylt, hatte durch seine Schrift "Über das Verfassungswerk in Schleswigholstein" den Anstoß gegeben für das Bestreben für ein vereintes und von Dänemark weniger abhängiges Schleswig-Holstein.
Mit den rechts abgebildeten Porträts werden die Schöpfer des „Schleswig-Holstein Liedes“ geehrt. Komponist des Liedes, welches erstmals am 24. Juli 1844 auf dem Schleswiger Sängerfest gesungen wurde, war der Schleswiger Kantor Carl Gottlieb Bellmann; Dichter des Liedertextes war der Jurist Matthäus Friedrich Chemnitz. Das Lied war Ausdruck des Bestrebens nach einem unabhängigen deutschen Vaterland, womit aber nicht das gesamte Deutschland, sondern die Herzogtümer Schleswig und Holstein gemeint waren.
Das unten abgebildete Denkmal bei Idstedt erinnert an die dortige Schlacht am 25.07.1850, welche die Auseinandersetzung zu Gunsten von Dänemark wendete. Die zunächst von Preußen und dem Deutschen Bund unterstützten Schleswig-Holsteiner waren von ihren Verbündeten auf Druck Europäischer Großmächte im Stich gelassen worden. Sie wurden überdies durch den Abzug von Offizieren auch in ihrer militärischen Führung nachhaltig geschwächt.

Bildrechte: Verlag G.J. Koch, Schleswig; Druck Knackstedt & Näther, Hamburg

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1858 - Dänische 4 Skilling Briefmarke in Wilster abgestempelt

1858 Dänische 4 Skilling Briefmarke in Wilster abgestempelt.
Die rotbraune dänische 4 Skilling Marke ist mit dem Nummernstempel 147 Wilster abgestempelt. Da fragt sich heute mancher, wie das möglich war.
Wilster gehörte seinerzeit zum dänischen Gesamtstaat!
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein, wobei er für letzteres zugleich Deutscher Reichsfürst war.
Grundlage dafür war der Vertrag von Ripen aus dem Jahre 1460, in welchem der Dänische König den beiden Landesteilen allerdings versprach:
Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt
(Wir geloben dass Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt).
Als jedoch die Dänen die Eider zur Grenze Dänemarks machen wollten, erhoben sich am 24. März 1848 die deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner in einer Revolution. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Ein an die Erhebung erinnerndes und lange Zeit auf dem Friedhof in Wilster stehende Denkmal wurde leider Ende der 1950er Jahre beseitigt.
Am 25. Juli 1850 kam es bei Idstedt zur entscheidenden Niederlage der auf Druck der damaligen Europäischen Großmächte von Truppen des deutschen Bundes im Stich gelassenen Schleswig-Holsteinischen Armee. Die kurze Zeit, in der ein unabhängiges Schleswig-Holstein eigene Briefmarken herausgab ( sogenannte Post-Schillinge im Wert von 1 und 2 Schilling, herausgegeben am 15. November 1850) war nach sehr kurzer Zeit wieder vorbei - es galten wieder die dänischen Briefmarken.
So beispielsweise die vorgestellte und mit dem Oktober 1950 eingeführten dänischen Dreiring-Nummernstempel 147 Wilster abgestempelte rotbraune 4 Skilling Marke, welche 1858 herausgegeben wurde (als Ersatz für Michel Nr. 4, welche von 1854 bis Mai 1857 gültig war).
Erst in der Folge des Krieges von 1865 zwischen Dänemark, Preußen und Österreich entstand die preußische Provinz Schleswig-Holstein, welche somit Teil des Deutschen Reiches wurde.

Anmerkung: Die kleine und im Original nur etwa 20mm x 20mm große geschnitte (da ohne Zähnung) Briefmarke ist auf der vorgestellten Abbildung stark vergrößert.

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1858 - General-Karte von den Herzogthümern Schleswig, Holstein und Lauenburg

1858 General-Karte von den Herzogthümern Schleswig, Holstein und Lauenburg,
den Fürstenthümern Lübek und Ratzeburg,
und den Freien und Hansestädten Hamburg und Lübek
Entworfen und herausgegeben von Hauptmann Geerz 1858
Nachdruck

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1855 - Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg

Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg, des Fürstenthums Lübeck und des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck
Erster Band. Allgemeiner Theil A - H
von Johannes v. Schröder und Herm. Biernatzki
646 Seiten und Anhang
Verlag von E. Fränkel, Oldenburg (in Holstein)

Nachdruck bei: Hain-Druck GmbH; Meisenheim, Glan
ISBN 3-921361-28-1

Anm.: Der die Stadt Wilster betreffende Abschnitt kann in der nachfolgenden Datei aufgerufen werden.

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1852 - Holstein mit Lauenburg, Hamburg und Lübeck

Holstein mit Lauenburg, Hamburg und Lübeck
Stahlstichkarte, altkoloriert
Entwurf und gezeichnet von Major Radefeld
1852; Revidiert 1857
aus: Neues Conversations Lexicon

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1855 - „Topographie der Herzogthümer Holstein u. Lauenburg, ...

Transkript
aus
„Topographie der Herzogthümer Holstein und Lauenburg,
des Fürstenthums Lübeck und des Gebiets der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübeck“
zweiter Band; Repertorium I - Z
von Johannes v. Schröder und Herm. Biernatzki; 1855
Abschnitt Wilster Seiten 598 - 601

In alter Lexika und anderen alten Nachschlagewerken finden sich vielfach interessante Informationen über die Stadt Wilster und die Wilstermarsch.
Wenn auch manche der alten Informationen neueren Erkenntnissen nicht Stand halten, bergen sie durchweg doch eine wertvolle Datenquelle.
Da alte Bücher zumeist in Schrifttypen gedruckt wurden, die vielen der heutigen Leser nicht vertraut sind, habe ich aus den mir zur Verfügung stehenden Werken zu den die Stadt Wilster und ihr Umland betreffenden Abschnitten Leseabschriften gefertigt, die hier vorgestellt werden.

Das gesamte die Informationen über die Stadt Wilster und ihr Umland enthaltende Transkript kann nachfolgend unten als pdf-Datei aufgerufen werden.

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Wappen b

1898 Erinnerung an die Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Schleswig Holsteinisches Wappen
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Am 24. März 1848 hatten sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben. Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.
Die Herzogtümer führten das abgebildete Wappen.
Blasonierung:
Über dem Wappen zwei sich fassende Hände, darüber eine Großherzogskrone (oder Königskrone).
Das Wappen geviert, darin ein geteilter Herzschild.
Oben links: Das holsteinische Nesselblatt mit drei Nägeln.
Oben rechts: Zwei nach außen schreitende Löwen.
Unten links: Der Dithmarscher Reiter.
Unten rechts: Der nach außen blickende Stormarner Schwan.
Das geteilte (gespaltene) Herzschild steht für das Großherzogtum Oldenburg
rechts (heraldisch): Ein Ankersteckkreuz oder Tatzenkreuz (Herrschaft Delmenhorst).
links (heraldisch): In Gold zwei rote Querbalken (Grafschaft Oldenburg).
In späteren Versionen des Wappens – so auch im aktuellen Schleswig-Holsteinischen Landeswappen – wurden aus heraldischen Gründen der Höflichkeit bei zusammengesetzten (Allianz-) Wappen die Figuren so angeordnet, daß sie einander anblicken (die Löwen also nach links schreiten - heraldisch vom Schildträger aus gesehen).
Auf dem unter dem Wappen befindlichen geschwungenen Spruchband findet sich der Satz:
Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt 1460
In heutiger Schreibweise: Wir geloben daß Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt.
Als nach dem Tode des letzten Schauenburgers es zur Wahl König Christians I. von Dänemark zum Landesherrn von Schleswig und Holstein kam, hatte sich dieser in dem Ripener Freiheitsbrief mit den genannte Worten für sich und seine Erben verpflichten müssen, die Unteilbarkeit beider Landesteile anzuerkennen. Als dieses von Dänemark in Frage gestellt wurde, bewirkte das 1848 die Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner.

Bildrechte: Verlag nicht verzeichnet

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Wappen a

1898 Wappen Schleswig-Holstein.
Blasonierung: Über dem Wappen zwei sich fassende Hände, darüber eine Großherzogskrone (oder Königskrone).
Das Wappen geviert, darin ein geteilter Herzschild.
Oben links: In Rot das silberne holsteinische Nesselblatt mit drei silbernen Nägeln.
Oben rechts: In Gold übereinander zwei nach außen schreitende rot bewehrte blaue Löwen.
Unten links: In Rot der silberne geharnischte Dithmarscher Reiter (Holsten-Reiter).
Unten rechts: In Rot der nach außen blickende silberne Stormarner Schwan mit goldener Halskrone.
Der geteilte (gespaltene) Herzschild steht für das Großherzogtum Oldenburg;
rechts (heraldisch): Auf Blau ein Ankersteckkreuz oder Tatzenkreuz (Herrschaft Delmenhorst).
links (heraldisch): Auf Gold zwei rote Querbalken (Grafschaft Oldenburg).
In späteren Versionen des Wappens – so auch im aktuellen Schleswig-Holsteinischen Landeswappen – wurden aus heraldischen Gründen der Höflichkeit bei zusammengesetzten (Allianz-) Wappen die Figuren so angeordnet, daß sie einander anblicken (die Löwen also nach links schreiten - heraldisch vom Schildträger aus gesehen).
Auf dem unter dem Wappen befindlichen geschwungenen Spruchband findet sich der Satz:
Wy lawen dat Schleswigk u. Holsten bliewen ewich tosamende ungedelt 1460
In heutiger Schreibweise:
Wir geloben, dass Schleswig und Holstein bleiben ewig zusammen ungeteilt.
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Als nach dem Tode des letzten Schauenburgers es zur Wahl König Christians I. von Dänemark zum Landesherrn von Schleswig und Holstein kam, hatte sich dieser in dem Ripener Freiheitsbrief mit den genannte Worten für sich und seine Erben verpflichten müssen, die Unteilbarkeit beider Landesteile anzuerkennen. Als dieses von Dänemark in Frage gestellt wurde, bewirkte das 1848 die Erhebung der deutsch gesinnten Schleswig-Holsteiner.
Am 24. März 1848 haben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark erhoben.
Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat.

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Wappen von Schleswig-Holstein aus den Jahren um 1616 - 1659

Blechschild mit dem Wappen von Schleswig-Holstein-Gottorf aus den Jahren um 1616 - 1659
Blasonierung (heraldische Beschreibung, Seitenbezeichnung aus der Sicht des Schildträgers.
Oben rechts: Norwegen
Auf rotem Feld ein nach links steigender goldener gekrönter Löwe mit angehobener Tatze und ausgestreckter Zunge, der in den Vordertatzen eine angehobene Streitaxt mit goldenem Schaft und einem Blatt aus Silber hält- über dem Schild eine königliche Krone.
(Anmerkung: der Löwe im norwegischen Wappen schreitet nach rechts)
Oben links: Schleswig
Auf goldenem Feld zwei blaue, nach innen gewandte, rot bewehrte, übereinander schreitende Löwen.
Anmerkung: Die Schleswigschen Löwen sind dem Dänischen Wappen mit den drei Löwen und 9 roten Herzen entnommen, wobei für das Herzogtum eine Reduzierung auf zwei Löwen vorgenommen wurde
Mittig rechts: Holstein
Auf rotem Feld ein silbernes Nesselblatt
Mittig links: Stormarn
Auf rotem Feld ein nach rechts schreitender silberner Schwan mit erhobenen Flügeln und einer goldenen Krone um den Hals.
Unten: Dithmarschen
Auf rotem Feld auf silbernem galoppierenden Pferd mit goldenem Sattel, goldenem Zaumzeug und blauer Satteldecke ein golden gerüsteter, ein silbernes Schwert über dem Kopf schwingender Reiter mit silbernem Helmbusch.
Herzschild: Großherzogtum Oldenburg
Gevierter Schild; 1 und 4 in Gold zwei rote waagerechte Balken; 2 und 3 in Blau ein goldenes Nagelspitzkreuz

Es handelt sich um das Wappen der Herzöge von Gottorf (aus der Zeit Friedrichs III.; dieser war von 1616 bis 1659 Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf). Friedrich III war somit Landesherr verschiedener über das heutige Schleswig-Holstein verteilter Territorien – Wilster und die Wilstermarsch gehörten nicht dazu.
Das Wappen entspricht in seiner Zusammensetzung dem Titel des Herzogs:
Erbe zu Norwegen [Löwe], Herzog zu Schleswig [zwei Löwen], Holstein [Nesselblatt], Stormarn [Schwan] und der Dithmarschen [Reiter], Graf zu Oldenburg und Delmenhorst [Herzschild mit Balken und Kreuz]

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1902 - Wappen Schleswig-Holstein

1902 Wappen Schleswig-Holstein.
Die prächtige Prägekarte, auf welcher die Tinkturen in Gold und Silber des Großen Wappenbildes metallisch glänzend dargestellt sind, zeigt das von Schildhaltern – einen Wilden Mann und einen Ritter im Harnisch – gestützte Wappen Schleswig Holsteins.
Nachdem mit der Unterbrechung während der Schleswig-Holsteinischen Erhebung der Jahre 1848 bis 1851 das Land bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1864 zum dänischen Gesamtstaat gehörte, wurde es nach dem Deutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen 1866 zur preußischen Provinz Schleswig-Holstein. Dieser Umstand wird in der Darstellung durch den Schildträger Wilder Mann dokumentiert, welcher in seiner Rechten eine Standarte mit dem Preußischen Adler hält. Der andere Schildträger hält in seiner Linken eine Standarte mit den beiden Wappen der Herzogtümer Schleswig und Holstein.
Das eigentliche Wappen ist als Allianzwappen gestaltet und zeigt im gespaltenen Schild jeweils die Heroldsbilder der Herzogtümer; zwei schreitende blaue Löwen in Gold für Schleswig, ein silbernes Nesselblatt in Rot für Holstein. Bei der Darstellung der Löwen fällt hier auf, dass der obere der Löwen schreitend, der untere hingegen steigend dargestellt ist. Der Helmschmuck zeigt beiderseits drei Bündeln Pfauenfedern jeweils zwei Banner mit dem Wappen Holsteins in Rot.

Bildrechte: Paul Seyfert, Luxuskarten-Fabrik, Dresden

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Wappen von Schleswig-Holstein aus dem Jahre 1866 Preußische Provinz

Schleswig Holsteinisches Wappen von 1866 Preußische Provinz
Die in den 1920/1930er Jahren vom Bilderdienst der Berliner Cigaretten-Fabrik Abdulla & Co. herausgegebene Abbildung des Wappens der Preußischen Provinz Schleswig-Holstein ist sehr ungewöhnlich. In dem Wappen sind entgegen allen bekannten historischen und offiziellen Variationen das Holsteinische Nesselblatt rechts (heraldisch aus der Sicht des Schildträgers) und die Schleswiger Löwen links angeordnet.
Der Vorteil dieser Darstellung der Wappenfiguren ist, daß die Schleswiger Löwen, so wie auch in dem allein stehenden Schleswiger Wappen, nach rechts schreiten und somit hier das Nesselblatt anschauen. Ob diese Anordnung der Wappenfiguren jemals in dieser Weise offiziell so vorgenommen wurde, ist mir nicht bekannt.
Die preußische Provinz Schleswig-Holstein war nach dem Deutschen Krieg 1866 (zwischen Preußen und Österreich) aus dem beiden vormaligen Herzogtümern Schleswig und Holstein zum 12.01.1867 gebildet worden.
Dabei ist das alte Wappen – die Zusammenstellung der beiden Wappenfiguren erschien erstmals 1386 im Wappen von Gerhard VI Graf von Holstein und Herzog von Schleswig – übernommen worden.
Dagegen wurde für die Provinz die in den 1830er Jahren im Zuge der sich gegen die dänische Vorherrschaft wendenden Deutschen Bewegung entstandene Trikolore Blau-Weiß-Rot nicht offiziell übernommen; gleichwohl zeigten die Schleswig-Holsteiner zumeist diese Flagge.

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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848 Theures Land, du Doppeleiche

Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848
Theures Land, du Doppeleiche
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner hatten sich zuvor 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat erhoben. Entzündet hatte sich die Erhebung an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Entsprechend der damals entstandenen Hymne Schleswig-Holsteins, wo es u.a. heißt: „Ob auch wild die Brandung tose“, wird der unverbrüchliche Zusammenhalt der als Doppel-Eiche dargestellten Herzogtümer auf der Abbildung dargestellt.
Hier gibt es weitere Informationen zum Schleswig-Holstein Lied
Mit der Flagge Schwarz-Rot-Gold des Deutschen Bundes und der neu kreierten Flagge Blau-Weiß-Rot der Herzogtümer stellen sich Männer der drohenden und Spaltung bergenden Gefahr.
50 Jahre nach Beginn der Erhebung wurde dieses Ereignis festlich begangen; so schreibt der Absender der Karte: „… vom heutigen Jubiläumstage Schleswig-Holsteins herzliche Grüße; selbiges wird hier großartig gefeiert.“

Bildrechte: Verlagsanstalt Richter, Hamburg


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1898 - Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee - b

1898 Schleswig-Holsteinische Erhebung 1848.03.24. Schleswig-Holsteinische Armee
Erinnerungen an die Schleswig-Holsteinische Armee.
In den Jahren von 1848 bis 1851 war Schleswig-Holstein ein eigenständiger Staat mit eigener Armee.
Zuvor und auch danach (bis 1865) gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg zum dänischen Gesamtstaat.
Die deutschsprachigen Schleswig-Holsteiner erhoben sich 1848 in einem Bürgerkrieg – der Schleswig-Holsteinischen Erhebung - erfolglos gegen den dänischen Gesamtstaat.
Am 25. Juli 1850 kam es bei Idstedt zur entscheidenden Niederlage der auf Druck der damaligen Europäischen Großmächte von Truppen des deutschen Bundes im Stich gelassenen Schleswig-Holsteinischen Armee.

Bildrechte: Verlag Th. Thomsen, Flensburg

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1888 - Kampfgenossen Verein von 1848 - 51 in Wilster

ca. 1888 Kampfgenossen Verein von 1848 - 51 in Wilster.
Die Veteranen aus dem Befreiungskampf der Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark sind mit ihrem Banner auf dem Marktplatz vor der Kirche angetreten.
Über Jahrhunderte hinweg war der dänische König Landesherr über die Herzogtümer Schleswig und Holstein gewesen. Am 24. März 1848 erhoben sich die deutsch sprechenden Schleswig-Holsteiner gegen Dänemark.
Über die Dauer von annähernd drei Jahren - in der Zeit von 24.03.1848 bis zum Ende der Erhebung am 01.02.1851 – war Schleswig-Holstein ein selbständiger Staat, der sich militärisch mit Dänemark auseinandersetzte.
Am 24. März 1848 kam es zur Ausrufung der provisorischen Regierung in Kiel und der Loslösung von Dänemark. Eine kriegerische Auseinandersetzung war die Folge.
Entzündet hatte sich die Erhebung der Schleswig-Holsteiner an dem Sprachenstreit und der Interpretation des Vertrages von Ripen 1460 „Op ewich ungedeelt“.
Nach dem Scheitern der Erhebung infolge der vom Deutschen Bund auf Druck der europäischen Großmächte eingestellten Unterstützung gehörten Schleswig, Holstein und Lauenburg wieder zum dänischen Gesamtstaat. Erst in der Folge des preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 wurde Schleswig-Holstein preußische Provinz.
Danach schlossen sich in vielen Dörfern und Städten die Veteranen der Erhebung zu Kampfgenossen Vereinen zusammen und pflegten die patriotische Erinnerung an das Geschehen.
So wie auch in Wilster wurden vielerorts Denkmale zur Erinnerung an die Erhebung aufgestellt; das wilsteraner Denkmal (Bild 3) stand in der Mitte des Friedhofs in Bischof bis in die 1950er Jahre. Danach wurde es leider beseitigt. Das Bild zeigt die letzten Kampfgenossen offenbar im Jahre 1908.

Bildrechte:
Bild 1 bzw. 2: nicht bekannt
Bild 3: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Das Foto mit den angetretenen Kampfgenossen wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ingrid Kautz, Elmshorn

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1914 - Deutsches National-Denkmal auf dem Knivsberg

1914 Deutsches National-Denkmal auf dem Knivsberg
Bis zum preußisch-österreichisch-dänischen Krieg von 1865 waren die Herzogtümer Schleswig und Holstein Teil des dänischen Gesamtstaats.
Nach der Niederlage Dänemarks gehörte auch Nordschleswig - als Teil der preußischen Provinz Schleswig-Holstein - zum Deutschen Reich.
Auf dem von der gleichnamigen Gesellschaft gekauften 97 m hohen Knivsberg bei Apenrade wurde ein 1901 eingeweihtes Bismark-Nationaldenkmal (46 m hoch) errichtet; es wurde bereits am 13.05.1919 im Vorgriff auf das Ergebnis des Plebiszits von 1920 wieder abgebaut. Die Reste wurden nach dem II. WK von dänischen Widerstandskämpfern gesprengt.

Bildrechte: Verlag A. Wohlenberg, Apenrade

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