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1949 - Rolandreiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1949 Rolandreiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Neben dem auch heute noch in der Wilstermarsch betriebenen Ringreiten war dort früher auch das Rolandreiten ein beliebter Pferdesport.
Das Foto zeigt das Aufstellen des Roland (eine bemalte menschenähnliche Holzfigur), welcher drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und ihn so in eine Drehbewegung versetzen. Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche gefüllten Sack getroffen zu werden.
Leider wird das alte Brauchtum seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.

Bildrechte: Privatfoto Familie Dibbern, Honigfleth

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1941 - Fohlen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1941 Fohlen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bis Ende der 1950er Jahre wurden auf vielen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde gehalten; die meisten Bauern züchteten ihre Pferde selbst.
Bild 1: Franz Dibbern (er fiel 1944 im II. Weltkrieg) mit einem Hengst-Fohlen auf der Koppel hinter dem Gehöft. Im Hintergrund rechts sind Gebäude erkennbar, die zum Gasthof "Büchsenkathe" gehörten.
Bild 2: Stute und Fohlen auf der Weide. Im Hintergrund jenseits der damaligen Reichsstraße 5 (spätere B 5) das Gehöft Dibbern. Ganz rechts das Gasthaus "Büchsenkathe" an der Einmündung der von Krummendiek kommenden Chaussee (jetzige L 135)
Bild 3: Stute mit Fohlen auf der Koppel am Hof Dibbern in Honigfleth. Jenseits der von Krummendiek kommenden Landstraße ist der an deren Einmündung in die damalige Reichsstraße 5 (spätere B5) gelegene Gasthof "Büchsenkathe" zu erkennen.
Bild 4: Stute mit Fohlen auf der Weide gegenüber dem Hof Dibbern in Honigfleth. Im Hintergrund der Deich der Bekau sowie die Richtung Heiligenstedten führende Chaussee (damalige Reichsstraße 5, spätere B5).

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Ackerwagen und Kutschen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Ackerwagen und Kutschen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Im ersten Jahrzehnt nach Ende des II.Weltkrieges wurden auf praktisch allen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde als Arbeits-, Zug- und Reittiere gehalten. Die mit hölzernen Speichenrädern und schmiedeeisernen Ringen als Laufflächen versehenen Ackerwagen waren die einschlägigen Transportfahrzeuge. Daneben verfügten die Bauern auch über Kutschen für die feiertägliche Ausfahrt, manchmal sogar über Pferdeschlitten für den Winter sowie den sogenannten Schlöp oder Slöp (ein niedriges schlittenähnliches Gefährt, welches von Pferden über den Boden gezogen wurde).
Bild 1: Ackerwagen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 2: Einspännige Kutsche auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 3: Ausfahrt mit der einspännigen zweiachsigen Kutsche, einer Phaeton. Die hölzernen Speichenräder noch mit Eisenreifen für die Laufflächen versehen.
Bild 4: Ausfahrt mit der einspännigen Kutsche (in Form einer Gig); die hier angebrachte Luftbereifung sah wenig elegant aus, bot jedoch wohl einen besseren Fahrkomfort.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Pferde auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Pferde auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bis Ende der 1950er Jahre wurden auf vielen Bauernhöfen der Wilstermarsch noch Pferde als Arbeitstiere gehalten.
Sie wurden aber auch als Reitpferde oder Kutschpferde eingesetzt.
Bild 1: Ausfahrt mit der Pferdekutsche
Bild 2: Reiter auf der Bundesstraße 5 vor dem Hof Dibbern in Honigfleth
Bild 3: Bauernjunge versucht sich als Reiter
Bild 4: Reiter in Kostümen beim Dorffest in Krummendiek

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1942 - Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1942 Windkraftanlage - Windrotor auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.
Windrotoren dienten zur Stromerzeugung oder unmittelbar zum Antrieb von Schöpfeinrichtungen für die Entwässerung der Ländereien.
Die Windräder der Firmen Apel & Sachau, Wilster, und Köster, Heide, hatten in den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts viele der zuvor das Landschaftsbild der Wilstermarsch prägenden Schöpfmühlen, von denen eine bei Honigfleth als Baudenkmal erhalten wurde, abgelöst.
Geschöpft wurde auch bei den von Windrädern angetriebenen Schöpfmühlen weiterhin mit der bewährten Archimedischen Schnecke.
Die Abbildung zeigt ein Windrad auf den Ländereien des Landwirtes Henning Dibbern in Honigfleth.
Leider wurde in der Wilstermarsch nicht eines der bis weit in die 1950er Jahre vorhandenen Windräder erhalten. Dabei wurden in Wilster bei der 1909 gegründeten Maschinenfabrik Apel & Sachau diese Windrotoren sogar hergestellt.

Bildrechte: Privatfoto, Familie Dibbern

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1919 - Roland-Reiten am Deich der Elbe in St. Margarethen

1919 Roland-Reiten am Deich der Elbe in St. Margarethen
Neben dem auch heute noch in der Wilstermarsch betriebenen Ringreiten war dort früher auch das Rolandreiten ein beliebter Pferdesport.
In St. Margarethen wurde der sportliche Wettkampf der Reiter im Vorland unmittelbar vor dem Deich betrieben (Bild 1).
Der Roland war eine bemalte menschenähnliche Holzfigur, welcher drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und ihn so in eine Drehbewegung versetzen. Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er so schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche oder Kreide gefüllten Sack getroffen zu werden.
Leider wird das alte Brauchtum seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.
In den Jahren vor 1925 borgten sich die St. Margarethener einen Roland aus Eddelak, bis ihnen dann 1922 der Tischler Heinrich Alpen eine eigene Figur fertigte (Bild 2).
Leider verbrannte der noch zu Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch benutzte Roland bei dem Schadenfeuer, welches 1964 den Gasthof Franzenburg in St. Margarethen zerstörte. Bild 3 zeigt den Roland bei dem 1949 auf dem Hof Dibbern in Honigfleth veranstalteten reiterlichen Wettkampf. Die Kinder neben dem Roland geben einen Eindruck von der Größe der Figur.
Die Wettbewerbe der Reiter wurden nach dem Verlust des Roland nur noch in der Form des Ringreitens durchgeführt, bei welchem mit einer kurzen Lanze - dem Ringstecher - ein aufgesteckter Ring von der Stange oder einer Leine gestochen wird.
In St. Margarethen erfolgte das Ringreiten ebenfalls auf einer Fläche vor dem Elbedeich (Bild 4)

Bildrechte: Bild 1,2 und 4 nicht bekannt
Bild 3: Privatfoto Familie Dibbern, Honigfleth
Anmerkung: Die Bilder 1 und 2 wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dieter Sönnichsen, Burg

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1940 - Bauernhof Dibbern in Honigfleth im Winter

1940 Bauernhof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf, im Winter 1940
Das Gehöft des Landwirtes Henning Dibbern stand unmittelbar an der Chaussee, die von Wilster nach Itzehoe führt; die damalige Reichsstraße 5 und spätere Bundesstraße 5.
Es handelt sich um den Hof 238 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") sh. Bild 2
Das traditionelle alte Gehöft wurde durch einen Neubau ersetzt.
Auf Bild 4 ist rechts im Hintergrund der damalige Gasthof "Zur Büchsenkate" erkennbar, er lag an der Einmündung der aus Richtung Krummendiek kommenden Landstraße L 135 (heutige B 431).

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth
Bild 2: "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"

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1915 - Bauernhaus Dibbern in Honigfleth - Gemeinde Stördorf

1915 Bauernhof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf
Das Gehöft des Landwirtes Henning Dibbern stand unmittelbar an der Chaussee, die von Wilster nach Itzehoe führt - von Wilster kommend unmittelbar vor der Büchsenkate. Die Chaussee ist die damalige Reichsstraße 5 und spätere Bundesstraße 5.
Es handelt sich um den Hof 238 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"); vgl. Bild 2.
Das traditionelle alte Gehöft wurde durch einen Neubau ersetzt.

Bildrechte: Privatfoto Familie Dibbern, Honigfleth

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1939 - Bauernhof Dibbern in Honigfleth - Gemeinde Stördorf

1939 Bauernhof Dibbern in Honigfleth
Das Gehöft des Landwirtes Henning Dibbern stand unmittelbar an der Chaussee, die von Wilster nach Itzehoe führt; die damalige Reichsstraße 5 und spätere Bundesstraße 5.
Es handelt sich um den Hof 238 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild") sh. Bild 2
Das traditionelle alte Gehöft wurde durch einen Neubau ersetzt.

Bildrechte: Privatfoto Familie Dibbern, Honigfleth
Bild 2: Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"

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1950 - Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Bergung des Getreides in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth
Das 1950 geschnittene Getreide wurde seinerzeit nach der auf dem Feld erfolgten Trocknung geborgen und zum Dreschen zu der zumeist auf dem Hofplatz eingesetzten Dreschmaschine transportiert. Das Zusammenrechen und Aufladen des Getreides war eine mühevolle Arbeit, an welcher sich auch die auf den Höfen wohnenden Frauen und halbwüchsigen Kinder beteiligten.
Die auf dem Ackerwagen aufgetürmten Halme wurden mit dem über die Ladung gelegten Gürtelbaum fixiert. Seinerzeit wurden auf fast allen Höfen der Wilstermarsch noch Pferde als Zugtiere eingesetzt.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Landwirtschaftliche Arbeit in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Landwirtschaftliche Arbeiten in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth
In den ersten Jahren nach dem II. Weltkrieg wurden auf den Bauernhöfen der Wilstermarsch in Ermangelung von Traktoren fast ausschließlich Pferde als Zug- und Arbeitstiere eingesetzt.
Bilder 1 und 2: Heuernte - das geschnittene, ausgebreitete und zu Heu trocknende Gras wurde mehrmals maschinell mit dem von Pferden gezogenen Heuwender umgeschichtet.
Bild 3: Die Pferde der Bauern wurden auch als Reitpferde genutzt - auch die Kinder der Bauern konnten von früher Jugend an reiten.
Bild 4: Pferde wurden als Zugpferde auch vor Ackerwagen gespannt, wenn die landwirtschaftlichen Flächen zur Vermeidung einer Versauerung der Böden und zur Erzielung einer optimalen Bodenreaktion gekalkt wurde. Diese Arbeit war eine schwere und unangenehme, da sie in Ermangelung geeigneter Gerätschaften in Handarbeit erfolgte.

Bildrechte: Privatfotos der Familie Dibbern, Honigfleth

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1952 - Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Bald nach der Währungsreform des Jahres 1949 und dem folgenden rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, welcher auch die Lage in der Landwirtschaft positiv beeinflußte, wurde auch dort die Mechanisierung voran getrieben. Diese vor dem Kriege bereits eingetretene Entwicklung war einige Jahre lang zum Stillstand gekommen. Viele Bauern erwarben kleine und nach heutigem Maßstab leistungsschwache Traktoren. Diese Schlepper lösten die Pferde als Zugtiere ab - Bilder 1 und 2 symbolisieren diesen Entwicklungssprung.
Vielfach blieben die herkömmlichen Ackerwagen weiterhin eine Zeit lang im Gebrauch (Bilder 3 und 4); nur die hölzernen und mit einem Reifen aus Eisen versehenen Räder wurden durch eine Gummibereifung ausgetauscht.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1952 - Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth b

1952 Traktoren lösen die Pferde als Zugtiere ab auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Bald nach der Währungsreform des Jahres 1949 und dem folgenden rasanten wirtschaftlichen Aufschwung, welcher auch die Lage in der Landwirtschaft positiv beeinflußte, wurde auch dort die Mechanisierung voran getrieben. Diese vor dem Kriege bereits eingetretene Entwicklung war einige Jahre lang zum Stillstand gekommen.
Viele Bauern erwarben ab Beginn der 1950er Jahre kleine - nach heutigem Maßstab leistungsschwache - Traktoren. Diese Schlepper lösten die Pferde als Zug- und Arbeitstiere ab.
Die Bilder zeigen Arbeiten bei der Heuernte.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Heuernte in der Wilstermarsch, Hof Dibbern in Honigfleth

1950 Heuernte in der Wilstermarsch auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
In der Zeit nach dem II. Weltkrieg wurden auf den Bauernhöfen der Wilstermarsch fast ausschließlich Pferde zum Ziehen von Geräten eingesetzt.
Die Fotos zeigen Arbeiten bei der Heuernte.
Bild 1: Das geschnittene, ausgebreitete und zu Heu trocknende Gras wurde mehrmals maschinell mit dem von Pferden gezogenen Heuwender umgeschichtet.
Bilder 2 und 3: Das angetrocknete Gras wurde überlappend auf sogenannten Heureutern aufgeschichtet, um so den Trocknungsvorgang zu beschleunigen und eventuelles Regenwasser schnell abfließen zu lassen.
Bild 4: Das Heu wurde zu mächtigen Diemen (Heuhaufen) aufgetürmt, die zumeist in ihren oberen Bereichen mit Planen abgedeckt wurden.
Die zumeist dreimal pro Saison vorzunehmende Heu-Ernte war eine zeitaufwendige Arbeit, an der sich neben anderen Helfern regelmäßig auch die Frauen und halbwüchsigen Kinder des Hofes beteiligen mußten.

Bildrechte: Privatfotos der Familie Dibbern, Honigfleth

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1956 - Neueindecken des Reeth-Daches des Hofes Dibbern in Honigfleth

1956 Neueindecken des Reeth-Daches des Hofes Dibbern in Honigfleth in der Gemeinde Stördorf.
Mit Reeth (Reet, Riet, Schilfrohr) gedeckte Bauernhäuser waren früher in der Wilstermarsch die Regel. Die Dächer mußten alle 30 bis 50 Jahre erneuert bzw. repariert werden.
Das in geschnürten Bündeln geliefert Reeth wurde auf der Lattung verteilt und so verschoben, daß die unteren Enden des Bündels eine durchgehend geneigte Fläche bildeten. Sie wurde zumeist mit einer Drahtbindung oder starken Schnüren am Dach fixiert und dann mit dem Klopfbrett in Form gebracht. Lage für Lage wird das Reeth bis zum Erreichen des Dachfirsts aufgebracht. Das Foto (Bild 1) zeigt die Reeth- Dachdecker bei der Arbeit.
Bild 2 zeigt das Gehöft einige Jahre zuvor (ca. 1950) mit dem reparaturbedürftig werdenden Dach auf der Rückseite des Gehöfts. Davor auf dem Pferd sitzend der Sohn des Landwirtes. Zur damaligen Zeit wurden auf den Höfen der Wilstermarsch weitgehend noch Pferde als Zug- und Arbeitstiere gehalten.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Roland Reiten in der Wilstermarsch

1950 Roland Reiten in der Wilstermarsch
Die Werbe-Karte wurde von einem Düngemittel Hersteller herausgegeben.
Sie zeigt das in früheren Zeiten in Schleswig-Holstein vielerorts ausgeübte Roland-Reiten. Dieses war überwiegend eine Pferdesport-Veranstaltung der bäuerlichen Bevölkerung. Heute wird im gesamten Bundesland Schleswig-Holstein nur noch im Dithmarscher Windbergen Roland Reiten veranstaltet.
In der Wilstermarsch wurden früher nach bisherigem Kenntnisstand alljährlich Veranstaltungen mit dem Roland-Reiten vornehmlich am Deich der Elbe in St. Margarethen ausgetragen.
Leider verbrannte der noch zu Beginn der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts in der Wilstermarsch benutzte Roland bei dem Schadenfeuer, welches 1964 den Gasthof Franzenburg in St. Margarethen zerstörte.
Bild 3 zeigt den Roland bei dem im Jahre 1949 auf dem Hof Dibbern in Honigfleth veranstalteten reiterlichen Wettkampf. Die Kinder neben dem Roland geben einen Eindruck von der Größe der Figur.
Bild 4 zeigt einen Roland Reiter in Aktion.
Der Roland war eine bemalte menschenähnliche Holzfigur, welche drehbar auf einem Pflock befestigt ist.
Der nahe an der hölzernen Figur vorbei reitende Reiter mußte mit einer kurzen schweren Lanze den am rechten Arm des Roland befestigten Schild treffen und so die gesamte Figur des Roland in eine Drehbewegung versetzen. Die Anzahl der Umdrehungen der Figur bescherten dem Reiter Punkte für die Wertung.
Eine besondere Herausforderung für den Reiter war, daß er schnell reiten mußte, um nicht von dem am linken Arm des sich drehenden Roland befestigten und mit Asche oder Kreide gefüllten Sack getroffen zu werden.
In den Jahren vor 1925 borgten sich die St. Margarethener einen Roland aus Eddelak, bis ihnen dann 1922 der Tischler Heinrich Alpen eine eigene Figur fertigte.
Die Wettbewerbe der Reiter wurden nach dem Verlust des Roland nur noch in der Form des Ringreitens durchgeführt, bei welchem mit einer kurzen Lanze - dem Ringstecher - ein aufgesteckter Ring von der Stange oder einer Leine gestochen wird.
Leider wird das alte Brauchtum des Roland Reiten seit Jahrzehnten in der Wilstermarsch nicht mehr ausgeübt, obwohl es zumindest für die Zuschauer attraktiver als das Ringreiten ist.

Bildrechte:
Ansichtskarte: Superphosphat-Industrie G.m.b.H., Hamburg, Raboisen

Bild 3: Familie Dibbern, Honigfleth
Bild 4: nicht bekannt (das Foto befindet sich im Dithmarscher Landesmuseum)

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1951 - Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten

1951 Sattel-Schweine werden auf den Höfen der Wilstermarsch gehalten.
Die heutige Massenhaltung gab es noch nicht!
In den Jahren nach 1945 wurden von den landwirtschaftlichen Betrieben der Wilstermarsch die zu den sogenannten Fettschweinen gehörenden Angler Sattelschweine gehalten.
Es wurden auch Kreuzungen mit dem Edelschwein vorgenommen (Bild 1 zeigt einen entsprechenden Wurf).
Der Name der Sattelschweine bezieht sich auf die Färbung, denn während die vordere und hintere Körperhälfte jeweils schwarz sind, zieht sich ein weißer Gürtel oder Sattel über die Vorderhand.
Als großer Vorteil der robusten Sattelschweine galt, daß sie sehr anspruchslos in der Halteform sind, eine gute Weidefähigkeit haben und dort sogar ihre Ferkel aufzogen. Weil aber ab den 1960er Jahren von den Verbrauchern das fette Fleisch nicht mehr so nachgefragt war, stand die Rasse zeitweilig vor dem Aussterben. Auch heute noch gehört sie zu den gefährdeten Haustierrassen.
Die Bilder zeigen auf dem Hof Dibbern in Honigfleth eine Muttersau mit ihren Ferkeln (offenbar Kreuzung aus Edelschwein und Sattelschwein).

Bildrechte: Privatfotos, Familie Dibbern, Honigfleth

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1925 - Gehöft Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.

1925 Gehöft Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf.
Das Gebäude stand unmittelbar an der Chaussee, die von Wilster nach Itzehoe führt; die damalige Reichsstraße 5 und spätere Bundesstraße 5.
Der Standort liegt an der Einmündung der aus Richtung Krummendiek kommenden Landstraße L 135 (heutige B 431).
Es handelt sich um den Hof 238 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), vgl. Bild 2.
Das traditionelle alte Gehöft wurde durch einen Neubau ersetzt.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Wort LEONAR auf der Anschriftseite der Karte bezieht sich auf das Papier; aus [LEONAR] wurde 1964 Agfa.
Ein Teil der LEONAR-Werke befand sich (durch Reklame-AK belegt: um 1923) in Hamburg-Wandsbek.
(konkretisiert nach freundlichem Hinweis von Herrn Matthias Kohls, Harburg)

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1950 - Sägearbeiten mit der Zweimann-Schrotsäge

1950 Sägearbeiten mit der Zugsäge.
Sägearbeiten auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Die heute üblichen vielfältigen kleinen von Motoren angetriebenen Handwerksgeräte gab es seinerzeit noch nicht.
Dicke Balken und Stämme wurden gesägt mit der Schrotsäge, einer Zugsäge mit einem etwa 1,50 m bis 2,00 m langen bauchförmigen Blatt.
Die Säge wurde von zwei Personen bedient. Dabei mußte die Bewegung der Arbeiter gut auf einander abgestimmt sein, da sie die Säge jeweils nur zu sich heran zogen und keinen Druck beim Ausführen der Gegenbewegung ausübten.
Für den Zweck des jeweils durch Zug bewirkten Schnittes waren die Sägezähne der Schrotsäge auch beidseitig geschliffen.
Erst ab Beginn der 1960er Jahre kamen die von einer Person zu bedienenden und von einem Motor angetriebenen Kettensägen in Gebrauch.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1941 - dreispänniges Pflügen und Aussaat aus der Hand

1941 dreispänniges Pflügen und Aussaat aus der Hand.
Der in der Wilstermarsch anstehende schwere Boden - der sogenannte Klei - machte es vielfach erforderlich, mehrspännig zu pflügen.
Das Foto (Bild 1) zeigt die Arbeit des Pflügens auf dem Hof Dibbern in Honigfleth, Gemeinde Stördorf. Drei Pferde sind vor den Pflug gespannt. Im Hintergrund ist die Chaussee (heutige L 327) zwischen der Büchsenkate und Krummendiek erkennbar.
Der Klei der Wilstermarsch ist ein bindiger und aus ehemaligen Schlicksedimenten entstandener sehr fruchtbarer, aber schwer zu bearbeitender Boden. Dieser Umstand wird schon aus seiner Bezeichnung deutlich, denn Klei kommt von "kleben", was jeder nur bestätigen kann, der in der Wilstermarsch schon einmal über ein frisch gepflügtes Feld gelaufen ist.
Der Kleiboden ist ein sogenannter Minutenboden, bei welchem die Schritte zur Bearbeitung je nach Abtrocknung nur in einem engen Zeitfenster möglich ist.
Bilder 2 und 3 zeigen die Aussaat von Hand, wie sie seinerzeit zumeist vorgenommen wurde. Der mit gleichmäßigen Schritten über das Feld schreitende Sämann warf die Saatkörner mit der Hand breitwürfig aus. Neben einer gleichmäßigen Kornmenge pro Wurf waren auch gleichmäßige Wurfbreite und Schrittlänge des Sämannes Voraussetzung für die optimale Ausbringung der Saat.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeinde Stördorf

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1950 - Pferdeschlitten für den Personentransport

1950 Pferdeschlitten für den Personentransport
Bei ausreichender Schneelage wurden früher von Pferden gezogene Schlitten in der Wilstermarsch in geringem Umfang auch in der Landwirtschaft eingesetzt. Fast jedes Gehöft verfügte hingegen über einen kleineren Pferdeschlitten für den Personentransport.
Die Bilder 1 und 2 zeigen im Winter 1949/50 einen derartigen Pferdeschlitten auf dem Hof Dibbern (Bild 3) in Honigfleth, Gemeinde Stördorf bei der feiertäglichen Ausfahrt.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeinde Stördorf

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1951 - Transport der Milchkannen

1951 Transport der Milchkannen
Vor der Ende der 1950er Jahre auch in der Wilstermarsch eintretenden Einführung der Melkmaschinen wurden die Milch-Kühe zweimal täglich von Hand gemolken.
Die in großen Milchkannen gesammelte Milch wurde zeitnah von sogenannten Milchwagen - zunächst von Pferden gezogene Wagen - abgeholt und zur Meierei befördert.
Damit der Transport der Milch möglichst schnell erfolgen konnte, wurden die großen schweren Kannen an die befahrbare Straße gestellt. Die Beförderung dorthin erfolgte vielfach mit speziellen Karren (Bild 1), so wie auf dem Hof Dibbern in Honigfleth.
Nachdem ab den 1950er Jahren die Landwirte sich Trecker zulegten, erfolgte die Beförderung der Kannen auch mittels an den Trecker gekoppelter niedrigbordiger Anhänger (Bild 2).
Die Milchtransporter brachten von den Meiereien häufig mit Molke (entrahmte Milch) gefüllte Kannen zu den Höfen zurück. Mit der Molke wurden die Kälber gefüttert (Bild 3).
Schon zehnjährige Kinder konnten Trecker bedienen, so wie hier beim Transport der Milchkannen (Bild 4).

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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1950 - Getreideernte mit einem von Pferden gezogenen Bindemäher

1950 Getreideernte mit dem von Pferden gezogenen Bindemäher
In den Jahren nach dem II. Weltkrieg waren bis in die 1960er Jahre bei der Getreideernte Bindemäher im Gebrauch - in der Zeit danach wurden sie durch Mähdrescher ersetzt.
Der Mähbinder oder Bindemäher schnitt nicht nur das Getreide, sondern führte auch das Bündeln und Binden der Getreidehalme zu Garben durch. Die Garben (Bündel aus Getreidehalmen, bei denen die Ähren allesamt nach einem Ende ausgerichtet sind) legte die von Pferden oder einem Traktor gezogene Maschine auf dem Feld ab. Pferde wurden noch in den 1950er Jahren als Zugtiere eingesetzt.
Auf allen Bauernhöfen in der Wilstermarsch wurden in der Zeit bis zu Beginn der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts Pferde gehalten. Je nach Größe des Betriebes konnten das ein bis acht Pferde sein. Häufig genug mußten die landwirtschaftlichen Geräte beim Pflügen oder Ernten vierspännig gezogen werden.
Bild 1: Vier Arbeits-Pferde des Hofes Dibbern, Honigfleth, bereit zum Einschirren vor den Mähbinder.
Bild 2: von vier Pferden gezogener Mähbinder bei der Getreideernte
Bild 3: von vier Pferden gezogener Mähbinder bei der Getreideernte
Bild 4: von zwei Pferden gezogener Ackerwagen holt die Garben zum Dreschen auf die Hofstelle.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeide Stördorf

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1957 - Strohbergung mit einem Schlöp

1957 Strohbergung mit einem Schlöp auf den Ländereien des Hofes Dibbern, Honigfleth
Das auf dem Feld ausgedroschene Stroh wurde in Handarbeit geschichtet auf ein hölzernes Gestell (sogenannter Reuter), welches auf einem Schlöp bzw. Slöp montiert war.
Der Schlöp - ein flacher Schlitten mit über die Kufen genagelten Brettern - wurde von einem Trecker gezogen. Auf Bild 2 sind die Kufen des Schlöp gut erkennbar.
Bei der Bergung der Ernte mußten auch die Frauen und halbwüchsigen Kinder des Hofes helfen.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth, Gemeide Stördorf

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1955 - Bergen, Laden und Einfahren von Stroh mit dem Heulader / Strohlader

1955 Bergen, Laden und Einfahren Stroh in der Wilstermarsch
Ab Mitte der 1950er Jahre hatte sich auch auf den Höfen der Wilstermarsch eine rasante Mechanisierung der Landwirtschaft vollzogen.
Nach der mit Mähdreschern vorgenommenen Ernte des Getreides mußte in einem weiteren Arbeitsgang das ausgedroschene Stroh geborgen und eingefahren werden.
Das maschinell zusammengekehrte Stroh wurde mit einem Heulader / Stohlader aufgenommen und auf landwirtschaftliche Anhänger befördert, mit denen es dann zum Gehöft transportiert wurde.
Die Bilder zeigen diese Arbeiten auf den Ländereien des Hofes Dibbern, Honigfleth.

Bildrechte: Privatfotos Familie Dibbern, Honigfleth

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