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1989 - Altes Rathaus - Sitzungszimmer, Gilde Zimmer

1989 Altes Rathaus - Sitzungszimmer, Gilde Zimmer
Die Räume im Alten Rathaus wurden im Laufe der Zeit immer wieder einmal unterschiedlich genutzt und entsprechend benannt.
Bilder 1 und 2: Sitzungszimmer Wilstermarsch Stube
Mit der 1965 im Erdgeschoß des Alten Rathauses eingebauten prächtigen Wilstermarschstube konnte ein beeindruckendes Beispiel bäuerlicher Wohnkultur der Wilstermarsch erhalten werden, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet. Sie sind Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen. All das ist zu sehen in der im Alten Rathaus verwahrten Wilstermarschstube.
Die aus dem heute nicht mehr vorhandenen Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt (heutige Hans-Prox-Straße) stammende Stube konnte so nahe ihres ehemaligen Standortes in der Region erhalten werden.
Die an ihrem jetzigen Standort im Alten Rathaus zur Verfügung stehende geringere Raumhöhe machte es leider erforderlich, einzelne Teile etwas einzukürzen, was aber den Gesamteindruck nicht nachteilig veränderte.
Bilder 3 und 4: Gilde Zimmer
Eine Stube - die frühere Kämmerei Stube - im Obergeschoß des Alten Rathaus wird genutzt von der Bürger Schützen Gilde Wilster, die hier ihre Utensilien verwahrt.
Die Bürger-Schützen-Gilde in Wilster ist eine der ältesten Gilden in Schleswig-Holstein. Sie führt sich zurück auf die "broderscopp des Hilghen Lichnames der schutten", welche bereits im Jahre 1380 genannt wurde. Gilden waren früher in der Art von Versicherungen freiwillige Vereinigungen der Bürger zum gegenseitigen Schutz; sie pflegten auch die Geselligkeit untereinander sowie Belange der Tradition. In letzteren bestehen heute noch Anspruch und Aufgabe der Bürgergilde, wie sie in Wilster abkürzend genannt wird.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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1965 - Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus

1965 Wilstermarsch Stube im Alten Rathaus
Mit der im Erdgeschoß des Alten Rathauses eingebauten prächtigen Wilstermarschstube konnte ein beeindruckendes Beispiel bäuerlicher Wohnkultur der Wilstermarsch erhalten werden, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet. Sie sind Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen. All das ist zu sehen in der im Alten Rathaus verwahrten Wilstermarschstube.
Die aus dem heute nicht mehr vorhandenen Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt (heutige Hans-Prox-Straße) stammende Stube konnte so nahe ihres ehemaligen Standortes in der Region erhalten werden.
Die an ihrem jetzigen Standort im Alten Rathaus zur Verfügung stehende geringere Raumhöhe machte es leider erforderlich, einzelne Teile etwas einzukürzen, was aber den Gesamteindruck nicht nachteilig veränderte (Bild 1).
Die Bilder 3 und 4 zeigen die Wilstermarschstube vor dem Ausbau im Hof Rademann.

Bildrechte: Ludwig Behning, Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus der Sammlung Werner Behning, Wilster, und wurden hieraus freundlicherweise zur Verfügung gestellt.

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1959 - Altes Rathaus - beschrieben in einer Halbjahresarbeit

1959 Das Alte Rathaus
so lautete der Titel der Halbjahresarbeit, welche Joachim Treptow im Jahre 1959 als seine Abschlußarbeit an der Mittelschule Wilster schrieb.
Es war in den 1950er und 1960er Jahren eine spezielle Besonderheit der Mittelschule Wilster, jedem ihrer Abschlußschüler eine sogenannte Halbjahresarbeit abzuverlangen.
Zu einem nach eigenen Interessen gewählten Thema fertigte jeder der Schüler eine 60 bis 100 Seiten umfassende schriftliche und abschließend fest eingebundene Ausarbeitung an. Die Schüler lernten dabei, zielgerichtet, strukturiert und ausdauernd zu arbeiten. Dieses reichte von den selbst durchgeführten Recherchen an bis zur systematischen und umfassenden Abarbeitung und Darstellung des Themas; die schriftliche Darstellung wurde dabei mit Fotos, eigenen Zeichnungen und teilweise auch mit Material- und Handwerksproben illustriert.
Aus der Arbeit von Joachim Treptow erfahren wir viele bauliche Details über das Gebäude und über seine Errichtung, aber auch über seine zu verschiedenen Zeiten höchst unterschiedliche Nutzung.
Wer von den heutigen Wilsteranern weiß, daß im Untergeschoß des Alten Rathaus früher Marktage stattfanden, daß dort eine sogenannte Ratstrinkstube als Gastwirtschaftsraum eingerichtet war, daß für die Verwaltung der kleinen Stadt Gerichtsstube und Kämmerer-Stube ausreichten, daß der obere Saal für Festlichkeiten genutzt wurde.
Wem ist bekannt, daß vor etwa 100 Jahren das Gebäude als Gefängnis genutzt wurde, wobei die Kämmerer-Stube Platz für zwei weibliche Gefangene bot, während im Saal insgesamt sechs Zellen eingerichtet worden waren.

Es ist sehr erstaunlich, mit welcher Akribie seinerzeit die Schüler ihre Halbjahresarbeit gestalteten.

Bildrechte: Joachim Treptow
Die nur im Original vorliegende Halbjahresarbeit "Das Alte Rathaus" wurde freundlicherweise von Joachim Treptow zur Einsichtnahme überlassen.

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Wilstermarschstube 1750 (Abbildung 1905 und 1908)

1905 Wilstermarschstube Pesel aus dem Jahr 1750
Die Bauernstube aus der Wilstermarsch war im Kunstgewerbe-Museum Flensburg ausgestellt. In vielen Museen findet sich eine derartige Stube, welche Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert gibt. Sie ist charakterisiert durch eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen. 1908 wird die Stube auf das Jahr 1750 datiert, während noch 1905 das Jahr 1781 genannt ist.

Bildrechte: Kunstgewerbe-Museum Flensburg

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Wilstermarschstube 1759 (Abbildung 1909 und 1920)

1909 bzw. 1920 Wilstermarschstube
Die hier abgebildete Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) stand im Altonaer Museum, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet, welche Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert waren.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Die ausgestellte Stube war die Wohnstube aus dem Husmannshus des Bauern Peter Haß in Großwisch und war im Jahre 1759 eingerichtet worden.

Bildrechte:
Bild 1: Verlag J. B. Massæ Wwe., Altona

Bild 3: H.W. Köbner & Co. GmbH, Altona

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Wilstermarschstube 1759 (Abbildung 1909)

1909 Wilstermarschstube
Die hier abgebildete Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) stand im Altonaer Museum, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet, welche Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert geben.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Die ausgestellte Stube war die Wohnstube aus dem Husmannshus des Bauern Peter Haß in Großwisch und war im Jahre 1759 eingerichtet worden.

Bildrechte: Verlag J. B. Massæ Wwe, Altona

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Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert im Bauernhaus Rademann (1964)

1964 Wandfliesen aus dem frühen 18. Jahrhundert (ca. 1714) im Bauernhaus Rademann,
danach verwendet in der Wilstermarschstube im Alten Rathaus.
Das stattliche Kreuzgiebel Husmannshus des Bauern Rademann besteht heute leider nicht mehr. Es stand an der Hans-Prox-Straße (vormalige „Hinter der Stadt“); es handelt sich um den Hof 212 (Gerd Rademann) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“.
Die Aufnahmen von den alten Wandfliesen in der Döns des Hauses wurden gefertigt, bevor die typische Wilstermarschstube ausgebaut wurde.
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis von deren Wohlstand ab dem Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit ins neunzehnte Jahrhundert.
Die Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) alter Art kann heute nur noch in Museen bewundert werden.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.
Die Wilstermarschstuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen (blaue Delfter Fliesen), das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Bilder 1 und 2 zeigen in der Döns des Hofes Rademann typische Delfter Wandfliesen aus dem 18. Jhdt. mit landschaftsspezifischen Motiven.
Bilder 3 und 4 zeigen in der Döns des Hofes Rademann Delfter Wandfliesen aus dem 18. Jhdt. mit Motiven christlicher Thematik.

Bildrechte: Landesamt für Denkmalpflege, Kiel
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes c

Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Bild 1: Tür und Paneele im Gehöft Sötje/Pruter (Hof 204 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die Stuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert. Heute sind derartige Stuben in diversen Museen zu bewundern.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.

Bildrechte: Joachim Herpin

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes c

Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Bild 1: Tür und Paneele im Gehöft Sötje/Pruter (Hof 204 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die Stuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert. Heute sind derartige Stuben in diversen Museen zu bewundern.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.

Bildrechte: Joachim Herpin

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes c

Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Bild 1: Tür und Paneele im Gehöft Sötje/Pruter (Hof 204 gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung. Die Stuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert. Heute sind derartige Stuben in diversen Museen zu bewundern.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.

Bildrechte: Joachim Herpin

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes b

Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert.
Die Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) alter Art kann heute nur noch in Museen bewundert werden.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.
Die Wilstermarschstuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen (blaue Delfter Fliesen), das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Bild 1 zeigt insbesondere das Schnitzwerk an den Wänden und das reich verzierte Mobiliar wie Truhe, Stühle, Schrank (Schapp)
Bild 2 zeigt einen Tisch und Stühle mit gedrechselten Beinen sowie ein aufgeständertes Schapp.
Bild 3 zeigt einen Alkoven (Bettnische). Diese Schlafgelegenheiten konnten durch Vorhänge oder sogar Türen vom übrigen Raum abgetrennt werden. Sie waren erstaunlich kurz, was dem Umstand geschuldet ist, daß die Nutzer in Embryohaltung schliefen, denn die Möglichkeiten zur Beheizung der Räume waren sehr eingeschränkt.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dörte Heutmann, Wewelsfleth

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes b

Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert.
Die Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) alter Art kann heute nur noch in Museen bewundert werden.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.
Die Wilstermarschstuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen (blaue Delfter Fliesen), das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Bild 1 zeigt insbesondere das Schnitzwerk an den Wänden und das reich verzierte Mobiliar wie Truhe, Stühle, Schrank (Schapp)
Bild 2 zeigt einen Tisch und Stühle mit gedrechselten Beinen sowie ein aufgeständertes Schapp.
Bild 3 zeigt einen Alkoven (Bettnische). Diese Schlafgelegenheiten konnten durch Vorhänge oder sogar Türen vom übrigen Raum abgetrennt werden. Sie waren erstaunlich kurz, was dem Umstand geschuldet ist, daß die Nutzer in Embryohaltung schliefen, denn die Möglichkeiten zur Beheizung der Räume waren sehr eingeschränkt.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dörte Heutmann, Wewelsfleth

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes b

Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes
Die alten Bauernstuben - von denen heute wohl keine mehr an ihrem ursprünglichen Ort vorhanden ist - geben einen besonderen Eindruck von der Wohnkultur ihrer früheren Besitzer und sind Zeugnis vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im sechzehnten bis weit im neunzehnten Jahrhundert.
Die Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) alter Art kann heute nur noch in Museen bewundert werden.
Es ist ein besonders glücklicher und die Stadt Wilster reicher machender Umstand, daß im Alten Rathaus seit einigen Jahrzehnten eine derartige Stube zu besichtigen ist. Die aus dem Hof Rademann (Hans-Prox-Straße / Hinter der Stadt) stammende und im Jahre 1714 entstandene Wilstermarschstube wurde 1965 hier eingebaut.
Die Wilstermarschstuben sind charakterisiert durch die zumeist dunklen eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen (blaue Delfter Fliesen), das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Bild 1 zeigt insbesondere das Schnitzwerk an den Wänden und das reich verzierte Mobiliar wie Truhe, Stühle, Schrank (Schapp)
Bild 2 zeigt einen Tisch und Stühle mit gedrechselten Beinen sowie ein aufgeständertes Schapp.
Bild 3 zeigt einen Alkoven (Bettnische). Diese Schlafgelegenheiten konnten durch Vorhänge oder sogar Türen vom übrigen Raum abgetrennt werden. Sie waren erstaunlich kurz, was dem Umstand geschuldet ist, daß die Nutzer in Embryohaltung schliefen, denn die Möglichkeiten zur Beheizung der Räume waren sehr eingeschränkt.

Bildrechte: nicht bekannt
Die Abbildungen wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Dörte Heutmann, Wewelsfleth

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1951 - Altes Rathaus an der Op de Göten

1951 Die Straße „Op de Göten“ und das Alte Rathaus.
Das Alte Rathaus der Stadt Wilster ist eines der schönsten Renaissance-Bauten in Schleswig-Holstein!
Das alte Gebäude fordert immer wieder der kleinen Stadt Wilster ganz erhebliche finanzielle Anstrengungen ab.
Um die Stadt Wilster dabei zu unterstützen, ihre wundervollen historischen Rathäuser - Altes Rathaus und Neues Rathaus - für die Nachwelt zu erhalten, wurde von engagierten Bürgern im Jahr 2011 der Förderverein "Historische Rathäuser in Wilster" gegründet. Alle mit Wilster verbundenen Heimatfreunde sind herzlich aufgefordert, diesen Verein zu unterstützen. Der Jahresbeitrag ist sehr moderat! Nähere Informationen und auch ein herunterladbarer Aufnahmeantrag finden sich bei den weitergehenden Informationen zum
Förderverein "Historische Rathäuser in Wilster" (bitte anklicken!).
In dem links neben dem Alten Rathaus stehenden sogenannten Balkenhaus war nach dem II. Weltkrieg das Polizei-Revier untergebracht; das schöne Fachwerk-Gebäude bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und stadtbildprägendes Ensemble. Leider fiel das schöne Gebäude 1960 einer Kurvenabflachung der Straße zum Opfer.
Das wunderschöne Alte Rathaus war im Jahre 1585 im Stil der Renaissance errichtet worden auf der sogenannten „Neuen Seite“ als Nachfolger seines auf dem gegenüber liegenden Ufer der Wilsterau auf der „Alten Seite“ gelegenen und wegen Baufälligkeit abgebrochenen Vorgängers.
Einer der im Alten Rathaus tätig gewesenen Bürgermeister war Heinrich von Holten (* 24.03.1694, † 06.08.1785); zunächst von 14.07.1750 bis 11.03.1760 als 2. Bürgermeister, danach ein viertel Jahrhundert lang bis zu seinem Tode am 06.08.1785 als 1. Bürgermeister - also insgesamt über 35 Jahre.
Interessant ist, daß die Ansichtskarte erst 50 Jahre nach ihrem Erscheinen postalisch verwendet wurde!

Bildrechte: Verlag Carl Kuskop, Wilster

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Wilstermarschstube 1750 (Abbildung ca. 1928) Frauen in der Tracht der Wilstermarsch

Wilstermarschstube ca. 1750 Frauen in der Tracht der Wilstermarsch
ca. 1928 Junge Frauen posieren in der Tracht der Wilstermarsch im Kieler Thaulow Museum in einer Wilstermarsch Stube.
Das Thaulow-Museum wurde 1920 Landesmuseum und bei einem Bombenangriff am 05.01.1944 zerstört.
Die Tracht der Frauen der Wilstermarsch bestand aus der auf dem Kopf getragenen Schrippe aus mit Brabanter Spitze verziertem feinen Leinen und darüber eine Haube aus Brokat mit langen Befestigungsbändern, dazu ein Schultertuch aus Seide, zumeist mit einer silbernen Filigran-Brosche gehalten, das Mieder aus Seidenbrokat gearbeitet und vorne mit Schnüren geschlossen, weißem kragenlosen Hemd mit weiten Ärmeln, der Rock handgewebt mit buntem Streifen, dazu eine Schürze.
Die Einrichtung des Zimmers (aufwendige hölzerne Paneele, Delfter Fliesen, Bilegger-Ofen, mit Drechselarbeit und Schnitzereien geziertes Mobiliar gibt Zeugnis über den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.

Bildrechte: Handorff, Kiel
Nordschleswig-Spende, Mädchengruppe Kiel im Verein für das Deutschtum im Ausland

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Wilstermarschstuben - Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes a

Wilstermarschstube waren Zeugnisse bäuerlichen Wohlstandes in der Wilstermarsch
Aufwendig und speziell eingerichtete Wilstermarschstuben in den Gehöften der Wilstermarsch zeugten vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert.
Die Stuben sind charakterisiert durch die eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.
Heute findet sich eine derartige Stube kaum noch in einem Wilstermarsch-Hof, hingegen sind derartige Stuben heute in diversen Museen zu bewundern.
Bild 1: Treppenhaus in der Vordiele eines Hauses in Stördorf
Bild 2: Paneel in einem Haus in Stördorf
Bild 3: Paneel aus einem Haus in Rumfleth; jetzt im Schleswig-holsteinischen Freilichtmuseum
Bild 4: Stuben-Paneel eines Hauses am Goldbogen

Bildrechte: Ilse Burscher

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Wilstermarschstube 1750 (Abbildung ca. 1920)

1920 Wilstermarschstube (im Kunstgewerbe-Museum Flensburg)
Die hier abgebildete Bauernstube aus der Wilstermarsch ähnelt der im Altonaer Museum ausgestellten. In vielen Museen findet sich eine derartige Stube, welche Zeugnis für den Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeit-punkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert gibt. Sie ist charakterisiert durch eichenen Paneele, die holländischen Wandfliesen, das besondere Tischler- und Schnitzwerk, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.

Bildrechte: Kunstgewerbe-Museum Flensburg

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Wilstermarschstube 1751 (Abbildung ca. 1903)

Wilstermarschstube 1751 (Abbildung ca. 1903)
Die hier abgebildete und 1751 entstandene Wilstermarschstube (Bauernstube aus der Wilstermarsch) stand im Germanischen Museum Nürnberg, so wie sich heute in vielen Museen eine derartige Stube findet.
Die reich ausgestatteten Stuben geben Zeugnis ab vom Wohlstand ihrer ehemaligen Besitzer zum Zeitpunkt ihrer Entstehung im achtzehnten Jahrhundert. Sie sind charakterisiert durch eichenen Paneele, holländische Wandfliesen, besonderes Tischler- und Schnitzwerk, Drechslerarbeiten, die Balken- und Deckenbemalung, den Bileggerofen.

Bildrechte: Karl Klein, Nürnberg

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1963 - Altes Rathaus, Neues Rathaus, Op de Göten, Gehöft

1963 Altes Rathaus, Neues Rathaus, Op de Göten, Gehöft
o.l. Straße Op de Göten mit Altes Rathaus und Blick auf die Kirche.
o.m. Bürgermeister Garten und Neues Rathaus (Rückseite).
o.r. Neues Rathaus, Gasthaus „Dithmarscher Hof“.
u.l. Einmündung der Op de Göten in den Marktplatz sowie dessen westliche Häuserzeile.
u.m. Wappen (Blasonierung: Geteilt von Rot und Blau. Oben ein silbernes Nesselblatt, belegt mit einem von Silber und Rot geteilten Schildchen, unten schwimmend auf silbernen Wellen ein silberner Fisch) der Stadt Wilster.
u.r. Hof Stahl an der Straße nach Diekdorf.

Mit dem Alten Rathaus und dem Doos´schen Palais (Neues Rathaus) hat die Stadt Wilster zwei besonders großartige historische Gebäude in ihrem Eigentum. Es ist sowohl Aufgabe als auch Verdienst und Bestreben der Stadt Wilster, diese Gebäude auch für zukünftige Generationen zu erhalten! Seit dem Jahr 2011 wird die Stadt Wilster bei dieser Aufgabe tatkräftig von Bürgern unterstützt, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt weitere Informationen.

Bildrechte: Ferdinand Lagerbauer, Hamburg

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1989 - Bibliothek im Alten Rathaus b

1989 Bibliothek im Obergeschoß des Alten Rathaus
In dem 1585 im Renaissance-Stil errichteten repräsentativen Alte Rathaus befand sich in früheren Zeiten neben dem großen die Bibliothek aufnehmenden Saal im Obergeschoß die Gerichtsstube. Auf dem Bild 1 bzw. 2 ist rechts die prächtige Tür zur Gerichtsstube zu erkennen.
Die ohne überlebende Leibeserben gebliebene Etatsrätin Luise Charlotte Dorothea Christina Doos hatte in ihrem Testament am 15. Juni 1829 ihr Haus, das spätere Neue Rathaus nebst dem zugehörigen Garten (Bürgermeister Garten), sowie 200.000 Mark - eine für die damalige Zeit unglaublich hohe Summe - auch ihre 8.000 Bände umfassende Bibliothek ihrer Heimatstadt Wilster vermacht.
Die kostbare und heute leider nur noch in Teilen bestehende Bibliothek wird seit langer Zeit im Alten Rathaus verwahrt. Sie soll ursprünglich etwa 5.000 Werke in 10.000 Bänden umfaßt haben, von denen heute noch etwa 2.700 vorhanden sind.
Die Bibliothek ist 1967 durch die 1500 Bände umfassende Bibliothek Witt-Warstede ergänzt worden, die Gustavus F.C. Witt, Arosa in der Schweiz, der Stadt Wilster durch Vermächtnis übertragen hatte.
Hier gibt es mehr Informationen zur Bibliothek Doos
sowie zur Bibliothek Witt-Warstede

Bildrechte: Landesamt für Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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1932 - Spaziergang über die Marktstraße (heutige Op de Göten)

1932 Spaziergang über die Op de Göten (damalige Marktstraße).
Die beiden Frauen mit dem Kinderwagen laufen über den breiten Bürgersteig, der mit Klinkersteinen im Diagonalverband befestigt ist, wie er damals für die Straßen in Wilster typisch war. Links von den Personen ist im Anschnitt die hölzerne Veranda vor dem Gasthof "Holsteinisches Haus" von "Hanne" Johannes Holm zu erkennen. Mit der Veranda ist die dort zuvor zur Wilsterau herab führende Rampe überbaut worden. Seinerzeit war der durch die Stadt führende ursprüngliche natürliche Verlauf der Wilsterau noch offen. Die Wilsterau unterquerte vor dem rechts stehenden Alten Rathaus die Straße.
Das repräsentative Alte Rathaus war 1585 im Renaissance-Stil auf der sogenannten „Neuen Seite“ der Wilsterau errichtet worden als Ersatz für seinen 1545 auf dem gegenüber liegenden Ufer ("Alte Seite") erbauten und bald baufällig gewordenen Vorgänger.
Das hinter dem Alten Rathaus an der Ecke zur Schmiedestraße stehende Alte Balkenhaus bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk nahm in gelungener Harmonie Elemente des „Alten Rathauses“ auf. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Wilsters Stadtväter versäumten die Erhaltung des Alten Balkenhauses, welches leider 1960 ersatzlos abgebrochen wurde. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht. Zu Beginn der 1970er Jahre erntete beispielsweise der Begründer der Heimat-Seite mein-wilster weitgehendes Unverständnis, als er in der damaligen Wilsterschen Zeitung mit einem Leserbrief die in Wilster um sich greifende "Klinkerites" beklage, welcher viele schöne alte ausdrucksvolle Putzfassaden der im Stadtkern stehenden Gebäude zum Opfer fielen. Ein Prozess, der leider in Wilster bis in die Gegenwart zu beklagen ist.
Das zentrale Gebäude ist die in der Schmiedestraße stehende Westholsteinische Bank, spätere „Schleswig-Holsteinische Westbank“;
es wurde auf dem Standort eines abgebrochenen Gebäudes im Jahr 1909 neu errichtet. Seine Fassadengestaltung mit dem schönen Fachwerk orientierte sich an dem historischen Alten Rathaus und dem alten Balkenhaus.
Das links stehende Haus des Juweliers Mohr steht heute ebenfalls nicht mehr, es wurde 1983 im Zuge der Stadtsanierung abgebrochen.

Bildrechte: Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1930 - Altes Balkenhaus und Altes Rathaus

1930 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus an der Op de Göten (damalige Marktstraße).
Das Alte Balkenhaus an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk stand in gelungener Harmonie zum „Alten Rathauses“. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Leider versäumten in Wilsters Stadtvertreter und Verwaltung die Erhaltung des Alten Balkenhauses. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht.
Das Alte Rathaus von 1585 hingegen wurde erhalten.
Die Stadt Wilster wird in ihrem Bemühen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) seit 2011 tatkräftig unterstützt von Bürgern, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: nicht bekannt
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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1955 - Altes Balkenhaus und Altes Rathaus

1957 Altes Balkenhaus und Altes Rathaus
Das Alte Balkenhaus an der Ecke zur Schmiedestraße bildete mit dem Alten Rathaus und dem dahinter liegenden „Alten Speicher“ ein harmonisches und das Stadtbild prägendes Ensemble. Sein Fachwerk stand in gelungener Harmonie zum „Alten Rathauses“. Besonders auffällig war seine im Untergeschoß zurückspringende Ecke.
In dem Gebäude war nach dem II. Weltkrieg und bis zur Errichtung eines Neubaues an der Straße Am Steindamm das Polizei-Revier Wilster untergebracht.
Leider versäumten in Wilsters Stadtvertreter und Verwaltung die Erhaltung des Alten Balkenhauses. Eine den Bestand erhaltende Sanierung des baugeschichtlich interessanten und das Stadtbild prägenden Gebäudes wurde nicht verfolgt. Der Begriff Bestandssanierung war weitgehend unbekannt, schon gar nicht wurde er bedacht.
Das Alte Rathaus hingegen wurde erhalten.
Die Stadt Wilster wird in ihrem Bemühen um die Erhaltung ihrer baugeschichtlich bedeutsamen ehemaligen Rathäuser (Altes Rathaus und Neues Rathaus bzw. Palais Doos) seit 2011 tatkräftig unterstützt von Bürgern, die sich im Förderverein Historische Rathäuser in Wilster engagieren. Die Mitgliedschaft in diesem gemeinnützigen Verein kann allen Freunden der Stadt Wilster nachhaltig empfohlen werden! Ein Besuch auf der Internetpräsenz des Vereins (bitte vorstehenden Fettdruck anklicken) bringt viele hoch interessante weitere Informationen zu diesen Bauwerken.

Bildrechte: Landesamt Denkmalschutz Schleswig-Holstein
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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1880 - Rathausstraße mit dem Palais Doos, dem Neuen Rathaus

1880 Rathausstraße mit dem Palais Doos, dem Neuen Rathaus
An der Rathausstraße steht das repräsentative und durch Schenkung in das Eigentum der Stadt Wilster gelangte Doos´sche Palais. Das Gebäude war in den Jahren 1785 und 1786 für den vermögenden Kanzleirat Doos erbaut worden und wird seit 1830 als Bürgermeisterhaus und Neues Rathaus von der Stadt Wilster genutzt.
Umfassende Informationen können hier nachgelesen werden zu dem Gebäude Neues Rathaus
Gegenüber älteren Aufnahmen fällt die Umgestaltung der Bürgersteige auf, welche jetzt mit Bordsteinen versehen sind.
Die Straße war seinerzeit noch sehr schmal, denn die platzartige Verbreiterung vor dem Neuen Rathaus ist erst ab Ende der 1950er Jahre schrittweise durch Abbruch der linksseitigen Häuser erreicht worden.
Ganz im Hintergrund ist die Einmündung der leicht zur Wilsterau hin abfallenden Straße Klosterhof zu erkennen.

Bildrechte: Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Auf der Ansichtskarte ist kein Verlag vermerkt. Die alte Aufnahme ist reichlich ein halbes Jahrhundert später für eine sogenannte private Ansichtskarte genutzt worden. Sie stammt aus einem 1933 vom damaligen Heimatverein Wilstermarsch als Ehrengabe Herrn Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen überreichten Album, welches freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt wurde.

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1880 - Rathausstraße mit dem Palais Doos, dem Neuen Rathaus

1880 Rathausstraße mit dem Palais Doos, dem Neuen Rathaus
An der Rathausstraße steht das repräsentative und durch Schenkung in das Eigentum der Stadt Wilster gelangte Doos´sche Palais. Das Gebäude war in den Jahren 1785 und 1786 für den vermögenden Kanzleirat Doos erbaut worden und wurde seit 1830 als Bürgermeisterhaus und Neues Rathaus von der Stadt Wilster genutzt.
Umfassende Informationen können hier nachgelesen werden zu dem Gebäude Neues Rathaus
Gegenüber älteren Aufnahmen fällt die Umgestaltung der Bürgersteige auf, welche jetzt mit Bordsteinen versehen sind.
Die Straße war seinerzeit noch sehr schmal, denn die platzartige Verbreiterung vor dem Neuen Rathaus ist erst ab Ende der 1950er Jahre schrittweise durch Abbruch der linksseitigen Häuser erreicht worden.
Ganz im Hintergrund ist die Einmündung der leicht zur Wilsterau hin abfallenden Straße Klosterhof zu erkennen.
Dass gute Absichten nicht immer sinnvoll sind, wurde durch die im Jahre 1894 seitens der Stadt Wilster veranlaßte Umgestaltung der Vorderfront des Gebäudes deutlich. In einem eklatanten Stilbruch wurde die ursprüngliche klassizistische Fassade der Straßenfront des Palais unvorteilhaft in neugotischem Stil und mit einem Vorbau über der Freitreppe verändert. Im Gegensatz dazu blieb glücklicherweise die Gartenfront unverändert.
Im Jahre 1938 wurde die Straßenfront wieder in ihren klassizistischen Zustand versetzt. Oben im Giebel des Hauses sieht man seither als Ornament das „D“, welches an die Doos als frühere Besitzer des Hauses erinnert.
Der Große Saal im Obergeschoß des Hauses war lange Zeit Sitzungssaal der Ratsversammlung und wird heute noch für repräsentative Zwecke genutzt.

Bildrechte:
Bild 1 bzw. 2: Hans-Peter Mohr, Wilster
Bild 3 bzw. 4: vermutlich Ludwig Behning, Wilster
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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