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Elbe - Fluss, Landschaft, Ereignisse

00a Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe

Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe
Seit Besiedelung der Wilstermarsch haben die in ihr lebenden Menschen sich mit der immer vorhandenen abstrakten Gefahr von lebensbedrohenden Überschwemmungen auseinandersetzen müssen.
Diese Gefahr war ganz augenscheinlich zu den Zeiten, als es noch keine Deiche gab und die Menschen auf Wurten siedelten. Aber auch nach dem um 1200 begonnenen Deichbau war diese Gefahr immer wieder konkret. Häufig genug kam es zu Deichbrüchen, zu verheerenden Überschwemmungen, zu Verlusten an Menschen und Sachgütern. Nicht ohne Grund mußten in früheren Jahrhunderten die Dörfer Wewelsfleth (Weulesflethe) und Elredefleth, so wie Brunsbüttel im benachbarten Dithmarschen, aufgegeben und zurück gelegt werden.
Erst im letzten Jahrhundert wurde durch die unter Ausnutzung der technischen Möglichkeiten vorgenommene Ertüchtigung der Deiche eine größere Sicherheit geschaffen. Doch die Erhaltung sicherer Deiche bleibt eine unverzichtbare dauerhafte Aufgabe! Dieses umso mehr, als die Wilstermarsch besonders gefährdet ist. Sie liegt nicht nur in weiten Bereichen unter dem Meeresspiegel - schon die gewöhnliche Flut würde sie zweimal täglich meterhoch überschwemmen - sondern sie ist auch in besonderer Weise durch die Elbe gefährdet. Der Strom verläuft hier in einem Linksbogen und die Stömung nagt unentweg an dem am Außenbogen der Elbe schar liegenden Elbdeich. Überdies liegt der Deich frontal zur vorherrschenden Windrichtung bei Sturmflut.
Bild 1 zeigt die im Jahr 1919 vorhandenen mehr als mannshohen Abbruchkanten vor dem Elbe-Deich bei Hollerwettern. Erst ab 1879 war durch den Bau von Buhnen eine erste Verbesserung des Schutzes des Deichfußes erfolgt.
Bild 2 zeigt ca. 1953 die trotz der zur Fußsicherung vorgenommenen Steinschüttung eingetretenen Beschädigungen des Deiches.
Bild 3 zeigt die in den 1950er Jahren vorgenommene Sicherung des Elbe Deiches mit Buhnen, Steinschüttung und Deckwerk.
Seit Ende der 1960er Jahre schützt ein Parallelwerk, welches zudem höheres Vorland gewährleistet, den Deichfuß.
Bild 4 zeigt Wasserbauwerker bei ihrer Arbeit; das Setzen der Steine an den Deckwerken der Deiche ist eine körperlich ungemein schwere Arbeit.

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00b Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe

Deiche und Deichsicherungswerke an der Elbe
Ohne Deiche an der Elbe würde nahezu die gesamte Wilstermarsch täglich zweimal überflutet.
Der seit etwa 1200 begonnene und seither immer wieder verbesserte Deichbau an der Elbe ist daher auch für die Zukunft eine unverzichtbare Aufgabe, um die Marsch und ihre Bewohner vor Überflutungen zu bewahren.
Zur Gewährleistung der Wehrfähigkeit der Deiche gehört insbesondere auch, dessen Außenböschung durch Deckwerk und den Deichfuß vor Erosionen durch Strömung und Druckschlag der Wellen zu schützen. Speziell dort, wo kein hohes Vorland vorhanden ist, erhält der wasserseitige Deichfuß eine besondere Befestigung.
Bild 1 zeigt etwa im Jahre 1960 drei Wasserbauwerker bei der Herstellung einer Deichfußsicherung; das Setzen der schweren Natursteine ist eine körperlich ungemein schwere Arbeit und erfordert viel Geschick.
Bild 2 zeigt Wasserbauwerker beim Schlagen einer Pfahlwand.

Bildrechte: nicht bekannt

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Neu! 1981 Elbe - Sturmflut am Elbe-Hafen Brunsbüttel

24.11.1981 Sturmflut am Elbe-Hafen Brunsbüttel
Bei der sogenannten Nordfrieslandflut
waren vornehmlich in Nordfriesland, Jütland und vor allem auf Sylt große Schäden aufgetreten.
Die in den Jahren zuvor vorgenommenen Verstärkungen der Deiche an der Elbe hielten der Belastungsprobe stand. Dennoch führte das Sturmflutereignis den Bewohnern der in großen Teilen unter dem Meeresspiegel gelegenen Wilstermarsch wieder einmal in das Bewußtsein, wie überaus lebenswichtig für sie Erhaltung und Pflege wehrfähiger Deiche an der Elbe sind!

Bildrechte: nicht bekannt
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1885 - Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen und Büttel

1885 ehemalige Lotsenstation auf der Bösch vor St. Margarethen und Büttel mit dem davor liegenden und 1882 in Dienst gestellten Lotsendampfer BÖSCH.
Seit dem 13. Jahrhundert gab es auf der Elbe Lotsen. Diese waren zunächst Fischer, die mit den schwierigen und sich ständig verändernden Fahrwasserverhältnissen vertraut waren; mit der Zeit entwickelte aus dem Gelegenheitsgewerbe ein eigener Berufsstand. Ab 1656 gab es ein geregeltes Lotswesen auf der Elbe. Die Lotsen organisierten sich in Bruderschaften; so in die 1745 gebildete Elbelotsenbrüderschaft, welche die Abfolge des Einsatzes der Lotsen regelte. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt befand. Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
In früheren Zeiten war der Beruf des Lotsen sehr gefahrvoll, mußte doch häufig bei schwierigen Wetterverhältnissen von der kleinen Lotsenjolle auf das den Lotsen anfordernde Schiff umgestiegen werden. Auch die Lotsen von der Bösch blieben von Unglücksfällen nicht verschont. So finden wir 1868 in einem Bericht der "Die Gartenlaube" (Heft 32, S. 501–512) zur Vorstellung eines neuen Retungsbootstyps folgende Meldung:
"Noch am dritten Februar dieses Jahres haben bei der Boesch (Lootsenstation) an der Elbe sieben Lootsen, zwei Hannoveraner und fünf Holsteiner, sämmtlich Familienväter, durch Kentern ihres Bootes das Leben verloren. Die Wohlthätigkeit hat freilich in Hamburg und Altona für die Wittwen und Waisen eine beträchtliche Summe aufgebracht, aber die Todten bleiben todt. Für dieselbe Summe hätten zehn Petersen’s-Boote gebaut werden können , deren eines genügt hätte, die braven Männer den Ihrigen zu erhalten."
Die Lotsenstation, welche bie zu 80 Lotsen Quartier bieten konnte, wurde 1895 nach Brunsbüttelkoog verlegt, wonach das Gebäude nur noch als Gastwirtschaft genutzt wurde. Das Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Die Warft selbst besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen (sh. Bild 2; Seekarte aus dem Jahr 1955).

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1924 - Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe

1924 Scheelenkuhlen - Elbdeich und Elbe
Mit einem massiven Steindeckwerk ist die wasserseitige Böschung des Deiches an der Elbe gesichert.
Während bei St. Margarethen zwischen dem Deich der hier etwa 3,5 km breiten Elbe und dem Fluß ein ausgedehntes Vorland liegt, muß bei dem nur wenig oberhalb gelegenen Scheelenkuhlen der schar liegende Deich gesondert gesichert werden.
Der Name der Örtlichkeit Scheelenkuhlen verweist auf die gefährliche Situation, die hier der beständig mahlende Strom der Elbe erzeugt;
Kuhle bedeutet Vertiefung,
scheel bedeutet tückisch oder unberechenbar.
Der Fluß hat hier, wie an keiner anderen Stelle sonst, einen tiefen Kolk in den Untergrund gegraben, wohl die tiefste Sohllage der Elbe oberhalb von Cuxhaven.
Mit massiven Strombauwerken muss daher bei Scheelenkuhlen der Deich gegen den gegen das Land arbeitenden Strom gesichert werden.
Vor Scheelenkuhlen lag das vor 1500 aufgegebene Dorf Elredefleth, dessen Nachfolgerin ist das um 1500 errichtete und nach seiner am St. Margarethen Tag geweihten Kirche benannte Dorf St. Margarethen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1925 - Blick vom Brokdorfer Leuchturm auf das Dorf, den Deich und die Elbe

1925 Blick vom Brokdorfer Leuchturm auf das Dorf, den Deich und die Elbe.
Der Leuchtturm war das Oberfeuer für das Brokdorfer Richtfeuer; der 1911 errichtete Turm mit Gitterkonstruktion war bis 1982 in Betrieb.
Der Ort Brokdorf wurde 1220 erstmals urkundlich erwähnt; seine dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Kirche ist im Jahre 1342 erstmals urkundlich genannt, erwähnt, doch bereits 1283 wurde das Dorf als Kirchort bezeichnet.
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle (ein sogenannter Erd Holländer). Sie war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Jenseits des mächtigen Stroms der Elbe ist das niedersächsische Ufer mit dem seinerzeit sehr breiten Vorland bei Krummendeich zu erkennen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1925 - Blick vom Vorland an der Elbe auf St. Margarethen und auf die Elbe

1925 Blick vom Vorland an der Elbe auf St. Margarethen und auf die Elbe.
Bei St. Margarethen macht der Deich der Elbe einen großen Bogen und läßt ein breites Vorland unbedeicht. Durch das Vorland schlängelt sich der Hafenpriel (Außentief des Nortorf-Neuenhafener Kanals); er konnte vor einigen Jahrzehnten noch von kleinen Frachtschiffen durchfahren werden.
Bild 2 zeigt einen Blick vom Vorland bei St. Margarethen über den hier 2,5 km breiten mächtigen Strom der Elbe.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1925 - Elbe im Bereich der Wilstermarsch

1925 Elbe im Bereich der Wilstermarsch
Die im Bereich der Wilstermarsch fast 4 km breite Elbe ist der größte Strom, dessen Mündung in Deutschland liegt.
Der mächtige Gezeitenstrom hat vor Jahrtausenden mit seinen Ablagerungen die Landschaft der Wilstermarsch erst entstehen lassen, welche dann von den frühen Siedlern nach ihren Wünschen entwässert und gestaltet wurde.
Seit über achthundert Jahren schützen Deiche die Marsch vor den Gefahren der Elbe.
Die 1091 km lange Elbe entspringt in Tschechien, wo sie Labe genannt wird. Die Bedeutung des Wortes entspricht der bei uns verwendeten Bezeichnung, denn das von Albia bzw. Albis stammende Wort Elbe bedeutet „die Weiße“ oder „die Helle“, ein Name, dessen Bedeutung man aus der Abbildung gut nachvollziehen kann.
Auch den etwa am Deich in Brokdorf oder am Störort stehenden Betrachtern erschließt sich bei klarer Witterung dieser Name, wenn die Elbe hell glänzend vor ihnen liegt.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel bzw. Wilster
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); sie wurden freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

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1925 - St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen.
Auf der Außenböschung des Deiches ist nach der Mahd das Gras getrocknet und als Heu zu Hümpeln aufgesetzt.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Profil des neuen Deiches von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Die Deichhäuser gelten heute als ganz besonderes bauliches Ensemble, dessen Einheit auch durch die postalische Adresse "Deichreihe" zum Ausdruck kommt.
Eines der Deichhäuser kann heute als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1925 - St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich an der Elbe

1925 St.Margarethen, Häuser, Gehölze und Gärten auf dem Deich
Das Foto zeigt von den Wiesen des Vorlandes aus gesehen die Häuser auf dem Deich der Elbe bei St. Margarethen, die etwas ganz besonderes waren. Nicht nur wegen ihres pittoresken Anblickes, sondern auch allein schon wegen der gesamten Situation ihres Standortes.
Die über lange Zeiträume hinweg sich entwickelt habende Situation mit den im Bestick des Deiches gebauten Häusern und aufgewachsenen Bäumen sowie den auf der Deichböschung angelegten Gärten kennzeichnete eine aus der Sicht des Küstenschutzes völlig untragbare Situation. Sie war dadurch entstanden, dass der Deich zeitweilig zur zweiten Deichreihe gehörte, weil weiter vorne ein neuer Deich gebaut worden war, welcher jedoch gegen die sich verlagernde Elbe nicht gehalten und daher aufgegeben werden mußte.
Selbst nach der Sturmflut vom 16./17. Februar 1962 und den dabei entstandenen Schäden waren keine Konsequenzen gezogen worden. Erst die Sturmflut vom Januar 1976 löste bei den Verantwortlichen für die Deichsicherheit die notwendigen Maßnahmen aus – in der Folge wurde eine Vordeichung vorgenommen und das Deichprofil von deichfremden Nutzungen frei gehalten.
Eines der Deichhäuser kann heute sogar als Feriendomizil erlebt werden als Haus Stöpe

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Büttel und Wilster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Nachlaß von Pastor D.Dr. Wilhelm Jensen (amtierte von 1910 bis 1933 in St. Margarethen); es wurde freundlicherweise von Frau Sigrid Malz, Karlsruhe, zur Verfügung gestellt.

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1930 - Wewelsfleth Störort Mündung der Stör in die Elbe

ca. 1930 Die Mündung der Stör in die Elbe bei Störort.
Mit dem beginnenden Flutstrom laufen Fracht Ewer in die Stör ein.
Da in ihrem von der Tide beeinflußten Bereich der Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren.
Die von Hamburg kommenden Ewer nutzten zumeist den Ebbestrom auf der Elbe und gingen vor der Mündung der Stör auf den Anker. Mit beginnender Flut fuhren sie dann in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
Auf dem gegenüber liegenden und zu Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort auf Warften stehenden Gebäude zu erkennen, in welchem zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Hans Martens, Krempe
Anmerkung: Bild 2 ist mit Bildbearbeitung aufgehellt

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1933 - Bütteler Außenpriel und die Warft Bösch

1933 Bütteler Außenpriel und Bösch.
Die Segeljolle "Carmen" von Johannes Prüß segelt nach Büttel in den Hafenpriel ein.
Links auf der Bösch, einer Wurt (Warft) im Außendeich vor St. Margarethen und Büttel, stand im vorletzten Jahrhundert die Station der Lotsen für die auf der Unterelbe verkehrenden Schiffe.
Bereits seit dem 13. Jahrhundert hat es auf der Elbe Lotsen gegeben, die sich u.a. in der 1745 gebildeten Elbelotsenbrüderschaft organisierten. Ab 1749 wurden die Lotsenboote besetzt von einer Lotsen-Station bei St. Margarethen; sie war in einem Wirtshaus eingerichtet worden, welches sich auf einer im Vorland gelegenen uralten Wurt, der Bösch, befand.
Die seit alters her bewohnte Wurt wurde Bösch genannt nach einer am gegenüber liegenden Rand des Fahrwassers der Elbe gelegenen Sandbank - der Bösch bzw- dem Bösch-Rücken. Die Lotsen nannten sich entsprechend: Bösch-Lotsen.
Das zuletzt als Gasthaus genutzte Gebäude brannte am nebligen Morgen des 05. November 1902 ab wurde nicht wieder aufgebaut; die Station der Lotsen war bereits 1895 in ein neues Gebäude bei den Schleusen des Kaiser-Wilhelm Kanals verlegt worden.
Die Warft besteht heute noch, sie liegt unmittelbar am Bütteler Außenpriel im Außendeich von St. Margarethen.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1933 - Vorland und Elbe bei St. Margarethen

1933 Vorland und Elbe bei St. Margarethen
Blick vom Elbdeich über das breite unbedeichte Vorland bei St. Margarethen.
Die Ausschnittsvergrößerung (Bild 2) läßt die Elbe erkennen und das gegenüber liegende Ufer im Land Kehdingen. Im Drittelspunkt links ist ein Zweimaster auf der Elbe zu sehen sowie ganz rechts ein Kirchturm, offenbar der von St. Nicolai in Krummendeich.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster
Anmerkung: Die alte Aufnahme stammt aus einem vom damaligen Gemeindeverein St. Margarethen dem scheidenden langjährigen Hauptpastor D. Dr. Wilhelm Jensen (von 1910 bist 1933) anläßlich einer Abschiedsfeier am 24. September 1933 als Ehrengabe überreichten Album, welches Fotografien aus dem Kirchspiel St. Margarethen enthält.
Das Album wurde großzügigerweise von Frau Sigrid Malz, Karlruhe, mit Zustimmung der Nachkommen des D.Dr. Wilhelm Jensen für die Heimat-Seite mein-wilster zur Verfügung gestellt.

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1938 - Mühle auf dem Deich der Elbe vor Brokdorf

1938 Mühle auf dem Deich der Elbe vor Brokdorf
Bis in das Jahr 1940 stand auf dem Elbdeich bei Brokdorf eine Korn-Windmühle (ein sogenannter Erd-Holländer). Zum Zeitpunkt der Aufnahme war das Mühlenkreuz bereits schon nicht mehr intakt. Nachdem ihr Betrieb zuvor schon eingestellt war, wurde die Mühle 1940 beseitigt.
Das der auf dem Deich stehenden Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Die Brokdorfer Mühle war eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; eine erste Brokdorfer Mühle ist 1595 erwähnt.
Aus Sicht der Sicherheit der Landesschutzdeiche ist es heute unverstellbar, daß ein derartiges Bauwerk auf einem Deich geduldet wurde.
Im Hintergrund ist rechts der Mühle der Turm der dem Heiligen St. Nicolaus geweihten Brokdorfer Kirche erkennbar; die Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Name des Dorfes hat sich aus dem Namen einer dort seit alters her wohnhaften Familie „derer zu Brockdorff“ entwickelt. Einem Angehörigen dieses Geschlechts, dem Hildeslev von Brochthorp verdankt das Dorf die erste geschichtliche Erwähnung seines Namens aus dem Jahre 1220.

Bildrechte: nicht bekannt

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1955 - Deich an der Elbe vor Brokdorf

1955 Deich an der Elbe vor Brokdorf
Die in Windungen verlaufende Deichlinie kündet von den Mühen vorheriger Generationen zur Erhaltung und stetigen Verbesserung des Deiches. Bei den in weiter zurück liegender Vergangenheit immer wieder vorgekommenen Deichbrüchen wurde bei der Wiederherstellung des Deiches der an der Bruchstelle entstandene tiefe Kolk zumeist umdeicht. Hieraus erklären sich die zahlreichen überraschenden Windungen in der Linienführung früherer Deiche an den Flüssen, wie sie heute noch z.B. an der Stör betrachtet werden können. Erst in der Neuzeit haben durch den Einsatz moderner Baumaschinen verbesserte Möglichkeiten den heutigen Zustand der Elbdeiche bewirkt.
Das gegenwärtig etwa tausend Einwohner zählende Kirchdorf Brokdorf zieht sich langgestreckt entlang dem Deich der Elbe.
Das zu den Außenkirchspielen der Wilstermarsch gehörende Brokdorf ist 1283 erstmals erwähnt als das Dorf "im Bruch" in einer Schenkungsurkunde des Grafen Gerhard I. an das Kloster Neumünster.
Die dem Heiligen St. Nicolaus geweihte Brokdorfer Kirche wurde im Jahre 1342 erstmals urkundlich erwähnt.

Bildrechte: nicht bekannt

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1955 - Stör und Niederelbe - Segelrevier der SVW b

1955 Stör und Niederelbe - Segelrevier der SVW
In den ersten Nachkriegsjahrzehnten waren die Stör und die Elbe zwischen Cuxhaven und Stade das bevorzugte Revier der Wilsteraner Segler. Nur selten einmal führte ein Törn nach Helgoland oder nach der Passage des Nord-Ostsee-Kanals eine Urlaubstour auf die Ostsee in die dänische Inselwelt.
Ein besonders gerne aufgesuchtes Ziel für eine Tour am Wochenende war die Elbinsel Pagensand, wo zumeist im Bau-Hafen des Wasser- und Schifffahrtsamtes am Nebenfahrwasser Station gemacht wurde. Abendliche Zusammenkünfte in der vom sogen. Pagenbauern eingerichteten Schankstube im einzigen Gehöft der Insel boten Gelegenheit für manchen Klönschnack bei Korn und Bier.
Die Insel ist heute unbewohnt und Naturschutzgebiet, das Gehöft wurde im Sommer 1998 beseitigt.
Bild 1: Auf der Elbe war durchgehend der Eimerkettenbagger JUELSSAND aktiv, welcher die Fahrrinne auf die vorgegebene Tiefe hielt. Es erzeugte dabei eine enorme Geräuschkulisse; da war nicht nur an den beidseitigen Ufern der Elbe ein andauerndes Poltern und dumpfes Grollen zu vernehmen, das durchdringende Quietschen und langgezogene Kreischen des Gerätes war viele Seemeilen weit vernehmbar.
Bild 2: Ein den Seglern immer wieder begegnendes Schiff war die grün-weiße JAN MOLSEN, die damals wohl bekannteste Personenfähre der HADAG
Bild 3: Das Südfeuer auf der Insel Pagensand markierte das südliche Ende der Insel an der Teilung des Hauptfahrwassers und der Pagensander Nebenelbe.
Bild 4: Oberfeuer des Richtfeuers Pagensand

Bildrechte: Familie Suck
Anmerkung: Die Fotos wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Frau Inge Effinger, geb. Suck.

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1956 - Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort Wewelsfleth

1956 Schleppzug nahe der Mündung der Stör am Störort
Ein Schleppzug, bestehend aus einem Schlepper und drei offenbar motorlosen Frachtkähnen fährt am Störort in die Stör ein und hat die erste Kurve des stark mäandrierenden Flusses bereits passiert.
Überwiegen für die Alsen´sche Portland-Zement Fabrik in Itzehoe bestimmte Massengüter wurden bis in die 1960er Jahre mit derartigen Schleppverbänden transportiert.
Das ist heute alles schon lange Geschichte, so wie auch die Situation an der Mündung der Stör durch den in den 1970er Jahren erfolgten Bau des Stör-Sperrwerkes seither völlig verändert ist.
Auf dem gegenüber liegenden Ufer der Stör eines der dort am Störort auf einer Warf gelegenen und vor dem Bau des Stör Sperrwerkes beseitigten Gehöfte im seinerzeit unbedeichten Wewelsflether Außendeich.
Ganz im Hintergrund links ist das niedersächsische Ufer der Elbe bei Freiburg im Land Kehdingen erkennbar.

Bildrechte: Martens, Krempe

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1956 - Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen

1956 Strandung der BALTROVER auf der Elbe vor St. Margarethen
Die Strandung des britischen Dampfers "Baltrover" am 20.01.1956 auf der Elbe bei St.Margarethen war ein über die Region hinaus stark beachtetes Ereignis.
Am 20.01.1956 hatte das Zusammenwirken ungünstiger Umstände die Havarie des Schiffes bewirkt. Nachdem das durch einen Orkan verursachte besonders hoch auflaufende Hochwasser das Einlaufen des Schiffes in die Brunsbütteler Schleuse verhindert hatte, legte sich das Schiff auf der Elbe auf Reede, wo es jedoch durch den Sturm versetzt wurde. Bei dem am folgenden Tag unter Einsatz eines Schleppers unternommen Versuch des Verholens an einen optimaleren Ankerplatz, wurde der Dampfer zum Zeitpunkt hohen Wasserstandes von Orkanboen bei St. Margarethen auf Land gedrückt. Der auf Ost umlaufende Wind bewirkte ein rasches Fallen des Wasserstandes. Die „Baltrover“ sass fest. Starker Frost sorgte für das Einfrieren des Schiffes. Die Umstände machten ein Freischleppen des Havaristen unmöglich.
Für die Wirts- und Geschäftsleute war es ein willkommenes Zubrot, da die Mannschaft trotz gefährlicher „Eisberge“ bei Niedrigwasser den Weg in den Ort fanden (sh. dazu die unten aufrufbare Datei).
Dieses Ereignis war natürlich auch ein Touristenmagnet, der Strand war oft voller Menschen. Das Schiff wurde geleichtert und eine Rinne Richtung Fahrwasser gebaggert. Mit vereinten Kräften von 4 Schleppern („Bugsier IV“, „Fairplay 14“, „Danzig“ und „Otto Wulf“) gelang es am 13.2.1956 um 15.45 Uhr das geleichterte Schiff durch die Rinne ins Fahrwasser zu ziehen.

Quelle: Dithmarschen Wiki
wo es unter Frachter Baltrover mehr Informationen zu Schiff und Ereignis gibt.

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1959 - Elbe, Vorland vor dem Deich in St. Margarethen, Hafenpriel

1959 Elbe, Vorland vor dem Deich in St. Margarethen, Hafenpriel.
Vor den Orten St. Margarethen und Büttel verläuft der Landesschutzdeich an der Elbe in einem weiten Bogen, so daß zwischen dem Strom und dem Deichfuß ein etwa 1 km breites Vorland vorhanden ist. Durch das Vorland ziehen sich in den für Tieflandflüsse typischen Mäanderbögen Priele. Die Hauptpriele sind die butendeichs gelegenen Verlängerungen der binnendeichs gelegenen Gewässer Nortorf-Neuenhafener-Kanal und Bütteler Kanal.
Das Foto zeigt den St. Margarethener Hafenpriel bei Hochwasser. Im Hintergrund ist ganz oben die Elbe zu sehen.
Im Vordergrund liegen in der Nähe des Deiches, welcher sich außerhalb des Bildes befindet, mehrere kleine Wasserfahzeuge.
Im Hafen St. Margarethen herrschte einige Jahrzehnte lang lebhafter Betrieb durch kleine Frachtkähne, denn dort hatten sich kurz nach 1900 drei Mühlenbetriebe angesiedelt (Walter Siemen, Claus von Loh, Gustav Bols), deren Mühlen von Dampfmaschinen angetrieben wurden und deren Speicher am Hafen standen.
Das Getreide wurde per Schiff angeliefert und durch Sauganlagen oder mittels einer „Sackhebeanlage“ gefördert.
Die Mühlen Bols und Siemen waren bis in die 1950er Jahre in Betrieb.
Die Firma Siemens wurde 1958 von der Firma Behrens übernommen, welche am Hafen sogar ein Hoch-Silo errichten ließ.
Mit der Verstärkung des Elbe-Deiches im Jahre 1980 endete zunehmend der Hafenbetrieb, denn der Priel verschlickte zunehmend. Bis ca. 1985 waren noch viele Segelboote im St. Margarethener Hafen zu sehen, bis um die Jahrtausendwende das verschlickte Hafenbecken dann völlig zugeschüttet wurde.
2009 verschwand dann auch das Siemensche Mühlenhaus und der Getreidesilo der Firma Behrens.
Der Aussendeich von St. Margarethen ist heute ein Vogelschutzgebiet und der Hafenpriel verschlickt mehr und mehr.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn
Anmerkung: Das Foto wurde für die Fertigung von Ansichtskarten aufgenommen

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1962 - Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorkutter FORELLE landet am Deich

1962 Sturmflut am 16. und 17. Februar - Motorboot FORELLE landet am Deich
Sturm und Sturmflut in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar bewirkten auch in der Wilstermarsch viele Schäden. Glücklicherweise blieb es an den die Marsch schützenden Deichen bei Böschungsrutschungen, Kappenbrüche mit verheerenden Folgen blieben aus.
In St. Margarethen wurde das Motorboot "Forelle" des Eigners Gustav Gummerlich losgerissen, bewirkte Zerstörungen an den Steganlagen und wurde von den Fluten mitgerissen. Es trieb einige hundert Meter über das hoch überflutete Vorland und strandete letztlich an der Außenböschung des Deiches.
Die Abbildung zeigen die Bergung und Transport der "Forelle" über den gefrorenen Boden des Vorlandes, um dem Schiff wieder Wasser unter dem Kiel zu verschaffen.

Bildrechte: Magda und Willi Lux, St. Margarethen
Anmerkung: das Ehepaar Lux führte seinerzeit ein Lebensmittelgeschäft an der Dorfstrasse in St. Margarethen

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