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Wilstermarsch - Bauernhöfe und Katen

1980 Tracht der Wilstermarsch - Vorführung auf einem Bauernhof in Beidenfleth

1980 Tracht der Wilstermarsch - Vorführung auf einem Bauernhof in BeidenflethEine Gruppe der Landfrauen zeigen mit einem Tanz die alte Tracht der Wilstermarsch, die in aufwendiger Arbeit nach alten Vorlagen gefertigt wurde.
Auf dem Kopf die Schrippe aus mit Brabanter Spitze verziertem feinen Leinen und darüber eine Haube aus Brokat mit langen Befestigungsbändern, dazu ein Schultertuch aus Seide mit einer silbernen Filigran-Brosche gehalten, das Mieder aus Seidenbrokat gearbeitet und vorne mit Schnüren geschlossen, weißes kragenloses Hemd mit weiten Ärmeln, der Rock handgewebt mit buntem Streifen, dazu die Schürze.
Dahinter der wundervoll und vorbildlich in seiner ursprünglichen Gestalt erhaltene Bauernhof Egge in Beidenfleth (Hof 126 gem. "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Zu der Trachtengruppe der Landfrauen siehe Trachtengruppe

Bildrechte: Verlag E. Paske, Heide


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Ansichtskarte Bauernhof in Dammfleth auf einem Gemälde

ca. 1910 Bauernhof in Dammfleth
Die im Jahre 1967 im Rahmen der „Sammlung für deutsche Schulen und Kultureinrichtungen in Nordschleswig“ erschienene Ansichtskarte zeigt als Motiv ein „Bauernhaus in Dammfleth“ nach einem Original von Friedrich Kallmorgen.
Das wunderschöne und für die Erscheinungsform der besonders stattlichen Bauernhöfe in der Wilstermarsch typische Gehöft ist heute nicht mehr vorhanden; es handelt sich um den Egge Hof (Hof 173 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Im Vordergrund weiden die für die Wilstermarsch charakteristischen rotbunten Rinder.
Der Künstler Friedrich Kallmorgen, geb. 15.11.1856 in Altona, gest. 02.06.1924 in Grötzingen war ein bekannter deutscher Maler, aus dessen Schaffen zahlreiche Landschafts- und Stadtansichten bekannt sind; die Datierung des abgebildeten Werkes ist geschätzt.

Die Karte wurde herausgegeben von: Schleswig-Holsteinischer Heimatbund

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Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee a

1986 Barghus
Das einen stattlichen Bauernhof – ein Barghus aus der Wilstermarsch – zeigende Bild ist im Freilichtmuseum Rammsee bei Kiel aufgenommen; hierher ist das im Jahre 1746 in der Wilstermarsch errichtete Gebäude versetzt worden.
Das Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt ist neben dem Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.

Bildrechte: Verlag Joachim Eicke

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Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee b

1986 Ansichtskarte Wilstermarsch Hof im Freilichtmuseum Rammsee
Das einen stattlichen Bauernhof – ein Barghus aus der Wilstermarsch – zeigende Bild ist im Freilichtmuseum Rammsee bei Kiel aufgenommen; hierher ist das im Jahre 1746 in der Wilstermarsch errichtete Gebäude versetzt worden.
Das Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt ist neben dem Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch.

Bildrechte: Verlag Joachim Eicke

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2 - Rekonstruktion eines vorgeschichtlichen Bauernhauses aus dem 3. Jahrhundert

3. Jahrhundert - vorgeschichtliches Bauernhaus
Rekonstruktion eines vorgeschichtlichen Bauernhauses (nach dem Grabungsbefund von Tofting, Eiderstedt, aus der Zeit des 3. Jahrhunderts nach Christi Geburt). Der Wohn- und Stallteil des Hauses war mit Schilfrohr und Rasenplaggen gedeckt.
Im Wohnteil des Hauses wurde ein offenes Herdfeuer betrieben, der Rauch zog durch das Dach ab. Der Wohnteil mit einem Webstuhl war zugleich weiterer Arbeitsplatz für die Hausfrau.
Links und rechts des Ständerwerks war Raum für Vorräte, Geräte und für das Vieh.
Die Konstruktion des Ständerwerks und des Dachstuhles verdeutlicht, dass aus der Weiterentwicklung dieses Haustyps das spätere für die Wilstermarsch so charakteristische Husmannshus (Niedersachsenhaus) entstanden ist.

Bildrechte: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte, Schleswig, Schloß Gottorp

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3 - Küche eines alten Bauernhauses

1908 Küche eines alten Bauernhauses
Noch bis in den Beginn des 20ten Jahrhunderts existierten - wie bereits im Mittelalter - in manchen Häusern sogenannte Schwarzküchen oder Rauchküchen, auch Bauernküchen genannt. Zum Schluß waren derartige Küchen allerdings nur noch bei den ärmeren Teilen der Bevölkerung in Gebrauch.
Über einem offenen Feuer wurde die Nahrung in den an Kesselhaken/Kesselsäge aufgehängten Töpfen erwärmt.
Die Küche befand sich am hinteren Ende der Diele bzw. Deel (von "dal" = tief) an dem sogenannten Flett. Das Flett war der gepflasterte Bereich, an dem sich der offene Herd und seitlich der Arbeitsplatz für die Bäuerin und der Eßplatz befanden. Der auf der Abbildung abgebildete Herd ist ein Schwippenbogenherd.
Die Küchen waren dunkel, verrußt und rauchig; in den Rauchabzug wurden Lebensmittel (Wurst, Schinken) zwecks Haltbarmachung gehängt.
Die Räume wurden auch als Schwarz- oder Rauchküchen bezeichnet.
In den meisten Haushalten war jedoch bereits ab dem 19ten Jahrhundert das offene Feuer durch einen Feuerherd ersetzt worden. Jedoch zogen erst Mitte des vorigen Jahrhunderts nach und nach moderne Haushaltsgeräte in die Küchen ein. Selbst Gasherde sowie elektrisch betriebene Geräte wie Bügeleisen, Mixer, Kaffee-Mühlen oder Kühlschränke waren zumeist in den 1950er Jahren noch nicht vorhanden, von Eisschränken, Waschmaschinen, Geschirrspülmaschinen, Kaffeemaschinen usw. ganz zu schweigen.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

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4 - Modell eines Wilstermarsch Bauernhofes

1950 Modell eines Wilstermarsch Bauernhofes
Das abgebildete Modell steht im Altonaer Museum.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen. Zum einen das Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser haben wie der abgebildeten Hof einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen beeinflußte Barghuus oder Barghus mit seitlich angeordneter Großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.

Bildrechte: Altonaer Museum

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5 - Diele in einem Husmannshus der Wilstermarsch (SF)

ca. 1920 Diele in einem holsteinischen Bauernhaus
Die zentrale große Diele in einem Husmannshus der Wilstermarsch.
Bis weit in die 1970er Jahre war der abgebildete Zustand der großen Diele noch auf vielen Höfen der Wilstermarsch zu finden.
In die zentrale große Diele der Husmannshäuser konnten die Wagen mit der Ernte - in der Wilstermarsch handelte es sich dabei in der Regel um die Heu-Ernte - einfahren, um hier unabhängig von der Witterung entladen zu werden. Der Bergeraum oder Heuboden befand sich oberhalb der Balkenlage und nahm häufig den gesamten riesigen Dachraum der Häuser ein.
Die Stallungen für das Vieh befanden sich zu beiden Seiten der großen Diele, an deren zum Wohntrakt angrenzenden Ende früher häufig die Kammern für die Knechte und Mägde lagen.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Silke Brenner, Freiburg

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1899 - Frachtschiffe auf der Stör am Kasenort; Fischer Kate

1899 Frachtschiffe auf der Stör im Bereich des Kasenort, wo die Wilsterau in die Stör mündet.
Im Vordergrund links ein Stör-Ewer mit Seitenschwertern.
Rechts daneben ein Rahsegelschoner; im Hintergrund ein weiterer Frachtewer.
Der in der Nähe des Stördeiches gelegene Bauernhof liegt auf einer Wurt – Beleg dafür, daß dieser Siedlungsplatz auf dem hohen Ufer der Stör bereits vor der allgemeinen Eindeichung der Marsch bestand.

Bildrechte: Verlag F. Schlüter, Wilster

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1900 - Bauernhof in Bischof, Gemeinde Landrecht

1900 Bauernhof in Bischof, Gemeinde Landrecht
Blick von der Kathener Seite über die Wilsterau hinweg auf einen Bauernhof in Bischof.
Der stattliche Hof (232 im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", sh. Bild 2) von Reimer Heesch hat auch heute noch sein Aussehen und seinen Charme erhalten.
Er unterscheidet sich von den anderen Höfen in der Wilstermarsch durch die Besonderheit, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.
Der heute noch "hobbymäßig" landwirtschaftlich bewirtschaftete schöne Hof bietet für Gäste Ferienwohnungen an.
Hier stellt sich der Hof Heesch selbst vor.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1900 - Bauernhof Schadendorf an der Bekau, Gemeinde Bekmünde

1900 Bauernhof Schadendorf an der Bekau
Der Bauernhof von August Thode, später Gerhard Thomsen (Hof 239 in dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“) in Schadendorf, Gemeinde Bekmünde.
Das Gehöft Schadendorf liegt in idyllischer Lage an dem rechten Ufer der Bekau kurz vor deren Mündung in die Stör; die Zufahrt erfolgt ausgehend von der Landstraße (L 135) Wilster-Heiligenstedten entlang dem Deich der Bekau.
Die bereits 1403 urkundlich bezeugte Örtlichkeit Schadendorf besteht heute lediglich aus diesem einen Gehöft, dessen bis in das Jahr 1402 reichende Geschichte gut belegt ist.

Bildrechte: nicht bekannt

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1900 - Bischof - Gehöft an der Wilsterau

1900 Bischof in der Gemeinde Landrecht - Gehöft an der Wilsterau
Blick über die Wilsterau von Kathen nach Bischof.
Der abgebildete Bauernhof mit seinem zweistöckigen Wohnteil ist sehr ungewöhnlich für die Elbmarschen, denn die eingeschossige Bauweise ist dort vorherrschend. Es handelt sich um den im Jahre 1764 erbauten Hof Heesch (232 in "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild").
Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau an deren niedrigen Deich entlang führende Zufahrtsweg von Wilster zum Kasenort war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1901 - Bauernhof an der Wilsterau in Bischof (SF)

ca. 1901 Bauernhof in Bischof
Der stattliche Hof (232 im Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild", sh. Bild 2) von Reimer Heesch in Bischof hat auch heute noch sein Aussehen und seinen Charme erhalten.
Er unterscheidet sich auch dadurch von den anderen Höfen in der Wilstermarsch, daß sein Wohnteil zwei Vollgeschosse aufweist.
Der 1764 erbaute Hof steht heute unter Denkmalschutz!
In dem parkähnlichen Garten steht ein mit Reeth gedecktes kleines rundes Gartenhäuschen.
Der an der Wilsterau entlang führende Zufahrtsweg war bis weit in die 1950er Jahre unbefestigt.
Der heute noch landwirtschaft bewirtschaftete schöne Hof bietet für Gäste auch Ferienwohnungen an.
Hier stellt sich der Hof Heesch selbst vor.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Die schwarz-weiß Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen,
die kolorierte Version in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1902 - Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides
Ein Bauernhof in Diekdorf bei Wilster.
Es handelt sich um den Görrieshof (Hof 504 in dem Buch Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild).
Auf dem Giebel der rechts stehenden großen Scheune über der Einfahrt zur Diele das seinerzeit für viele Höfe der Wilstermarsch obligatorische Storchennest.
Es wird gerade die Getreide-Ernte eingebracht. Eine große Anzahl an Gehilfen hat sich bei der Dreschmaschine eingefunden; diese wird über einen langen Leder-Riemen von einer Dampfmaschine angetrieben.
Vorne posieren die Bauern.
Ein Knecht als Wasserträger mit einer Tracht (keine Kleidung, sondern ein Querholz, ausgehöhlt für die Schulter und den Hals; an jedem Ende war ein Trageseil mit Haken für die Eimer befestigt) vorne am Steg des breiten Hofgrabens.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

Anmerkung: Im Gegensatz zu dem bekannten ursprünglichen Foto ist die hier auf der Ansichtskarte gezeigte Abbildung spiegelverkehrt.
Die ergänzend vorgestellte nicht kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1902 - Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf

1902 Gehöfte an der Wilsterau in Bischof und Kathen, Gemeinde Stördorf.
Blick von der Kathener Seite des Gewässers auf die Wilsterau und Gehöfte. Breit und behäbig liegen die Bauernhäuser mit ihren mächtigen Dächern im Schutz der sie umstehenden Bäume da, so wie es seit Jahrhunderten war. Erst in neuerer Zeit hat manches der für die Wilstermarsch so typischen Häuser ein anderes Aussehen erhalten, leider! Es ist sehr zu begrüßen, wenn sich immer wieder Menschen finden, die große Belastungen und Mühen auf sich nehmen, um alte Bauernhäuser als überkommenes Kulturgut sach- und fachgerecht zu erhalten - dafür kann jeder Heimatfreund nur dankbar sein!
Links in Bischof offenbar Hof 231 (jew. gem. dem Buch Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild) und im Hintergrund Hof 230; rechts in Kathen Hof 225.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1904 - Bauernhöfe in Rumfleth an der Wilsterau a

1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen.
Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt. Im Hintergrund der Hof des Landwirtes Jürgen Holm.

Bildrechte: Phot. u. Verlag von Friedrich Schlüter, Wilster

Die ergänzend dargestellte kolorierte Fassung der Karte mit dem fast identischen Motiv befindet sich in der Sammlung Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

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1904 - Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau

ca. 1904 Bauernhöfe in Rumfleth rechts der Wilsterau.
Die Wilsterau führt hier als im Mittelalter gegrabene schnurgrade Strecke von der Rumflether Brücke (nach Diekdorf) Richtung Goldbogen; die ursprüngliche Linienführung des Gewässers verlief entlang der der heutigen Chaussee Richtung Dückerstieg und von dort zum Goldbogen - auf Luftbildern ist der Verlauf heute noch erkennbar.
Das Gehöft im Vordergrund gehörte dem Landwirt Johannes Thumann; das Hofgegebäude wurde 1911 durch einen die überkommene Bauweise nicht aufnehmenden Neubau ersetzt. Im Hintergrund der Hof des Landwirtes Jürgen Holm.
In der Wilstermarsch gab es bei den Bauernhöfen zwei vorherrschende Typen.
Zum einen das Huusmannshuus oder Husmanshus mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses, viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
Das vom niederländischen Baustil beeinflußte Barghus oder Barghuus mit seitlich angeordneter großer Diele ähnelt mit seinem mächtigen Dach dem Eiderstedter Haubarg.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarten mit identischem Motiv unterscheiden sich durch den unterschiedlichen Aufdruck - u.a.: Partie bzw. Parthie

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1904 - Hof Rademann an der Straße Hinter der Stadt

1904 Hof Rademann an der Straße "Hinter der Stadt"
Blick über die Wilsterau in Landrecht auf den an der Straße „Hinter der Stadt“ (heutige Hans-Prox-Straße) gelegenen stattlichen Bauernhof – ein Husmannshus - von Bauer Rademann.
Es handelt sich um den Hof 212 (Gerd Rademann) entsprechend dem Buch „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“ (sh. Bild 2).
Zum Zeitpunkt der Aufnahme für die Ansichtskarte wurde der Hof bewirtschaftet von seinem Eigentümer Jürgen Rademann, der ihn 1893 von seinem Vater Marx Rademann übernommen hatte.
Leider besteht der beeindruckende Hof mit dem mächtigen Kreuzgiebel heute nicht mehr.
Das Husmannshus mit seiner mittleren Einfahrt und der zentralen großen Diele ist neben dem Barghus mit der seitlich angeordneten großen Einfahrt der vorherrschende landwirtschaftliche Haustyp in der Wilstermarsch. Ein Husmann oder Hausmann war früher ein großer freier Bauer.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster

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1905 - Brokdorf - Mühle auf dem Deich der Elbe, Kirchducht, Gehöft

1905 Brokdorf - Mühle auf dem Deich der Elbe, Kirchducht, Gehöft.
oben links (Bild 2): Die auf dem Deich der Elbe stehende Mühle (ein Erd Holländer) wurde im Jahre 1940 beseitigt.
Das zur Mühle zugehörige Wohnhaus sowie das übrige Betriebsgelände mit der Dampfmühle lag im Schutz des Deiches.
Die Brokdorfer Mühle war ursprünglich eine königlich privilegierte Mühle, der ein konkret bestimmter Mahlbezirk zugewiesen war; aus welchem alle dort wohnhaften Zwangsgäste ihr Korn mahlen lassen mußten. Eine erste Brokdorfer Mühle ist für das 1595 erwähnt.
oben rechts: Straße Kirchducht
unten (Bild 3): Gehöft (vermutlich an der Dorfstraße).
Der exakte Standort konnte noch nicht lokalisiert werden, um Mithilfe bei der Identifizierung wird gebeten!

Bildrechte: Verlag H. Struck, Krempe

Anmerkung: Es fällt auf, dass vor einem Jahrhundert die Brokdorfer den Namen ihres Dorfes Brockdorf (also mit ck) schrieben, während Dritte die heutige Schreibweise benutzten, die sich später allgemein durchsetzte.

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1907 - Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf a (SF)

1907 Bauernhof in Kuskoppermoor in der Gemeinde Nortorf.
Es handelt sich offenbar um ein Gehöft, welches 1954 abgebrannt ist und nicht wieder errichtet wurde. Besitzer des zu der Zeit verpachteten Hofes (wahrscheinlich an Herbert Becker) war Emil Meiforth.
Der Hof- ein Husmannshus - stand in Kuskoppermoor kurz hinter der Bahnlinie Wilster-Brunsbüttel auf der linken Seite (von Wilster kommend).
Heute ist die seinerzeitige Hofstelle Weideland, aber es stehen dort noch Bäume und der Rest des ehemaligen Hof-Tores. Die ehemalige Lage der Hofstelle ist an den dort fehlenden Grüppen heute noch zu erkennen.
Interessant ist, dass sowohl in eine schwarzweiße als auch in eine kolorierte Variante der alten Ansichtskarte ein auf einem Melkschemel sitzender und eine Kuh melkende Bauer vom Photographen in das Bild hinein projeziert wurde.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Die Information zu dem abgebrannten Hof wurde freundlicherweise mitgeteilt von Herr Karsten Boll.
Die Karte befindet sich in der Sammlung von Reinhard Sötje, Offenburg, der in seiner Kindheit Kind einige Jahre in St. Margarethen wohnhaft war.

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