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Wewelsfleth, Großwisch, Störort und Dammducht

1900 - Wewelsfleth Dorfstraße mit Passanten

1900 Dorfstraße in Wewelsfleth
Fotographiert zu werden, war in früheren Zeiten für alle Personen ein besonderes Geschehnis, weshalb sich in der Dorfstraße in Wewelsfleth Passanten bereitwillig Passanten für den Photographen aufgestellt haben.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1912 - Kahnfähre am Störort

1912 Kahnfähre Störort am Störort
Bild 1: Im Vordergrund liegt im Ivenflether Fährpriel die Jolle "IRENE" des in Ivenfleth wohnhaften langjährigen Fährmannes Johann Albers.
Die Störorter Kahnfähre stand vor 1910 im Eigentum des Gastwirtes E. Breckwoldt, welcher das "Fährhaus Störort" betrieb. Er warb mit der vorgestellten Anzeige (Bild 3) um Besucher.
Das Fährhaus stand am Störort im unbedeichten Wewelsflether Außendeich auf hoher Warft nahe der Stör in die Elbe.
Die Kahnfähre zwischen Ivenfleth und Störort hat mit Sicherheit bereits schon zu Beginn des 17ten Jahrhunderts bestanden, sie ist wahrscheinlich noch älter. Am 10.Juli 1874 erwarb der Kapitän Christian Meyn (+ 1896) das Fährhaus und die Gastwirtschaft; er war einer der letzten Grönlandfahrer, die auf Walfang und Robbenschlag gingen. Als solcher war er Kommandeur des "Der kleine Heinrich", dem letzten von Glückstadt ausgehenden Grönlandfahrer.
Der Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen. Das mittlere der Gebäude war das Fährhaus. Weit vorne - fast schon in der Elbe - stand auf einer Warft das Gebäude einer ehemaligen Zollstation; dieses Gebäude ist im Hintergrund (Bild 1) zu erkennen.
Die drei Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.
Bild 2: Kahnfähre mit Fährmann, Fährknecht und einem Gast am Störort.
Weiter hinten liegt die Jolle "IRENE" des Fährmannes, welcher außerdem noch Eigner eines kleinen Ewers war.
Von 1910 bis 1923 betrieb der in Ivenfleth wohnhafte Fischer Johann Albers die Fähre, nach ihm noch zwei Jahre sein Sohn Jacob Albers. Danach wurde der Fährbetrieb zum 10. Juli 1926 aufgegeben. Letzter Fährmann war Hans Schnoor aus Humsterdorf.
Bild 3: Werbe-Anzeige des Gastwirtes E. Breckwoldt am Störort.

Bildrechte: nicht bekannt

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1913 - Bauernhof am Störort im Wewelsflether Außendeich - Dammducht

1913 Auf hoher Warft stehender Bauernhof der Wilstermarsch im Wewelsflether Außendeich in Dammducht; rechts ist die Elbe dargestellt.
Es handelt sich um die Höfe (Hof 21 und Hof 21a in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“).
Eine Zeichnung aus dem Schaffen des aus dem benachbarten Glückstadt stammenden expressionistischen Malers und Graphikers Max Kahlke ( 1892 – 1928), der in seinem kurzen Leben sehr viele künstlerisch anspruchsvolle Landschaftsdarstellungen aus seiner näheren Heimat-Region schuf.
Von dem Hof gibt es gleichfalls eine Ansichtskarte mit einem vom Wilsteraner Photographen Friedrich Schlüter gefertigten Foto aus dem gleichen Zeitraum - sie ist zum Vergleich hier mit dargestellt.

Bildrechte:
Bild 1: Max Kahlke; Verlag Max Hansen, Glückstadt

Bild 3: Friedrich Schlüter, Wilster

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Neu! 1924 - Gehöft in Großwisch in der Gemeinde Wewelsfleth

1924 Gehöft in Großwisch in der Gemeinde Wewelsfleth
Bei dem heute noch in seiner äußeren Gestalt wohltuend in der überkommenen Bauweise erhaltenen schönen Gebäude, welches auf halber Strecke zwischen den Ortslagen Wewelsfleth und Brokdorf gelegen ist, handelt es sich um den Bauernhof von Albert Reimers (Hof 54 in „Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild“; sh. Vergleichsbild).

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1924 - Haustür der Kirchspielvogtei Wewelsfleth

1924 Haustür der Kirchspielvogtei Wewelsfleth
Das Haus ist die ehemalige 1698 unter der Leitung von Vogt Peter Hellmann erbaute Kirchspielvogtei Wewelsfleth.
Das alte Haus wurde 1970 von dem Schriftsteller Günter Grass erworben, ansprechend restauriert und im Jahre 1985 der Berliner Akademie der Künste als Stipendiaten-Haus überlassen und führt seither den Namen Alfred-Döblin-Haus (nach dem bekannten Schriftsteller).

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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Neu! 1924 - Wewelsfleth - Dorfstraße mit Gasthaus und Kirchspielvogtei

1924 Wewelsfleth - Dorfstraße mit Gasthaus und Kirchspielvogtei
In dem Haus im Vordergrund links bestand seinerzeit der „Gasthof zum goldenen Kringel", welcher zusammen mit der Störkringelbäckerei von Carsten Mahn erinnert an die Störkringel – eine legendäre Spezialität aus Wewelsfleth - die lange Zeit eine Haupteinnahmequelle für das Dorf waren und die als Schiffsproviant weit Verbreitung fanden.
Das Gebäude mit der zuletzt den Namen "Zur guten Hoffnung" führenden Gaststätte brannte am 28. Januar 1973 vollständig ab und wurde nicht wieder aufgebaut.
Das alte Fachwerkhaus (zweites von links) ist die ehemalige Kirchspielvogtei Wewelsfleth und wurde 1698 erbaut unter der Leitung von Vogt Peter Hellmann – ein Vorfahr des Begründers von mein-wilster.
Das alte Haus wurde 1970 von dem Schriftsteller Günter Grass erworben und im Jahre 1985 der Berliner Akademie der Künste als Stipendiaten-Haus überlassen als Alfred-Döblin-Haus (nach dem bekannten Schriftsteller).

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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Neu! 1925 - Alter Speicher in Wewelsfleth

1925 Alter Speicher in Wewelsfleth
Der aus dem 16./17. Jahrhundert stammende alte Speicher ist nach der Kirche das ältestes Gebäude in Wewelsfleth.
Das an der Schulstraße stehende Backsteintraufenhaus mit Fachwerk-Obergeschoß, profilierten Schwellbalken und hölzernem Kranzgesims mit Knaggen wird heute als Wohnhaus genutzt.
In ihm sind noch Alkoven aus alter Zeit vorhanden.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1925 - Störkringel - eine Spezialität von der Stör

1925 Störkringel - eine Spezialität von der Stör
Störkringel sind kleine gesottene und gebackene Brezeln aus Mehl, Wasser, Rübensirup und Anis.
Das Rezept für die Störkringel ist in der Datei unten aufrufbar.
Störkringel wurden in früheren Zeiten in sehr großer Zahl an mehreren Orten, jedoch insbesondere in Wewelsfleth als Schiffsproviant hergestellt. Die auf Schnüren zu jeweils 60 Stück zum sogenannten „Busch“ aufgezogen Störkringel dienten schon im siebzehnten Jahrhundert den Schiffern und Seeleuten als Dauerproviant. Sie wurden um 1800 allein in Wewelsfleth von 8 Bäckereien insbesondere für Schiffer und Walfänger aus Hamburg und von der Niederelbe gefertigt. Nach dem bekanntesten Ort ihrer Herstellung wurden sie Störkringel genannt. Die Störkringel waren eine wichtige Einnahmequelle für die an der Stör gelegenen Orte.
Besonders bekannt war die in der damaligen „Neustadt“ in Wewelsfleth gelegenen Störkringelbäckerei von Carsten Mahn. Der Bäckerei war der „Gasthof zum goldenen Kringel“ angeschlossen.
Die Fotos zeigen die Herstellung der Störkringel in der Backstube des Bäckermeisters Carsten Mahn.

Bildrechte: nicht bekannt

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1930 - Kahnfähre Uhrendorf an der Stör

1930 Kahnfähre Uhrendorf an der Stör.
Unterhalb der Klappbrücke Heiligenstedten bestanden früher an der Stör bis zu deren Mündung in die Elbe mehrere Fähren, welche den Personen- und Warenverkehr von einem Ufer der Stör zum anderen Ufer ermöglichten.
Neben den Wagenfähren in Wewelsfleth und in Beidenfleth existierten insgesamt vier Kahnfähren. Eine dieser Fähren war die Uhrendorfer Fähre;
sie verkehrte zwischen Uhrendorf und Uhrendorfer Deich (Kremper Marsch) und wurde lange Zeit von Johannes Borchert bis 1937 betrieben. Das Gast- und Fährhaus lag zwischen Beidenfleth und Wewelsfleth im Außendeich auf einer Warft auf der Uhrendorfer Seite der Stör. Das Gebäude wurde bei der Sturmflut 1962 so stark beschädigt, dass es in der Folge abgebrochen wurde.
Die Uhrendorfer Fähre hatte bereits seit dem 16ten Jahrhundert bestanden, die Fährgerechtigkeit lag bei der Kirche Neuenkirchen.
Bild 1 zeigt einen Blick vom Uhrendorfer Fährhaus auf die Fährstelle, die Fährkähne und das jenseitige Ufer.
Bild 2 zeigt einen Blick vom linksseitigem Ufer bei Neuenkirchen auf das im Uhrendorfer Außendeich gelegene Fährhaus.
Bild 3 zeigt das nach der Sturmflut 1962 stark geschädigte Fährhaus und die verwüstete Wurt.
Weitere Kahnfähren an der Stör waren
- die Stördorf und Hodorf verbindende Hollers Fähre. Sie querte die Stör oberhalb deren gegenüber dem Kasenort gelegenen Hodorfer Mäander.
- die zwischen Groß Kampen und Hodorf verkehrende Fähre von Nikolaus von Holdt, welche die Stör am Langen Rack unterhalb des Hodorfer Mäanders querte.
- zwischen Störort und Ivenfleth die Störorter Fähre des Stördorfer Fährhauses (Betreiber u.a. E. Breckwoldt) an der Mündung der Stör.

Bildrechte nicht bekannt

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1930 - Wewelsfleth Störort Mündung der Stör in die Elbe

ca. 1930 Die Mündung der Stör in die Elbe bei Störort.
Mit dem beginnenden Flutstrom laufen Fracht Ewer in die Stör ein.
Da in ihrem von der Tide beeinflußten Bereich der Stör ein harter Ebbe- bzw. Flutstrom läuft, war es den unter Segel fahrenden Ewern zumeist nicht möglich, gegen den Strom zu fahren.
Die von Hamburg kommenden Ewer nutzten zumeist den Ebbestrom auf der Elbe und gingen vor der Mündung der Stör auf den Anker. Mit beginnender Flut fuhren sie dann in die Stör ein.
Das Foto ist vom linksseitigen Ufer der Stör bei Ivenflether aus aufgenommen worden.
Auf dem gegenüber liegenden und zu Störort gehörenden Ufer ist eines der seinerzeit dort auf Warften stehenden Gebäude zu erkennen, in welchem zeitweilig eine Zollstation untergebracht war.

Bildrechte: Hans Martens, Krempe
Anmerkung: Bild 2 ist mit Bildbearbeitung aufgehellt

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1932 - ehemalige Kahnfähre am Störort

1932 ehemalige Kahnfähre am Störort.
Sie verkehrte bis 1923 nach Bedarf zwischen Ivenfleth und dem Fährhaus Störort.
Die Kahnfähre stand vor 1910 im Eigentum des Gastwirtes E. Breckwoldt von der Schankwirtschaft „Fährhaus Störort“. Von 1910 bis 1923 betrieb der in Ivenfleth wohnhafte Fischer Johann Albers die Fähre, nach ihm noch zwei Jahre sein Sohn Jacob Albers. Danach wurde der Fährbetrieb aufgegeben. Allerdings war es für die Bewohner am Störort danach lange Zeit eine Selbstverständlichkeit, ihre per Glocke sich anmeldenden Gäste vom Ivenflether Fährpriel abzuholen und überzusetzen, so wie es das Foto zeigt.
Der Störort war Jahrhunderte lang ein abgelegener Winkel gewesen, in welchem auf hohen Warften an der Mündung der Stör drei Gebäude standen; das mittlere der Gebäude war das Fährhaus.
Die Häuser mußten Ende der 1960er Jahre dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks weichen.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ingrid Kautz, Brokdorf

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1935 - Gehöfte auf einer Warft in Dammducht, Wewelsflether Außendeich

1935 Gehöfte auf einer Warft in Dammducht, Wewelsflether Außendeich
Auf einer sehr nah an der Elbe gelegenen gemeinsamen Warft im damaligen Wewelsflether Außendeich standen nahe bei einander zwei Bauernhäuser (Höfe 21 und 21a nach dem Buch "Die Bauernhäuser der Wilstermarsch im Bild").
Das Wasser der Elbe spülte bei jeder Flut am Fuß der Warft; auf dem Foto ist rechts der Warft der Wasserspiegel der Elbe zu erkennen.
Im Zusammenhang mit dem im Jahre 1971 begonnenen und 1975 vollendeten Bau des Stör-Sperrwerks und der Herrichtung einer neuen Deichlinie erhielt auch der ehemalige Wewelsflether Außendeich vollen Sturmflutschutz.
Während das größere der Gebäude bereits vor etlichen Jahren abbrannte, wurde auch das andere am 25.07.2009 in Folge eines Blitzschlages ein Raub der Flammen.
Das Durchgangshaus stammte aus dem Jahr 1747 und das benachbarte Fachhallenhaus aus 1812.

Bildrechte: nicht bekannt

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1936 - Sturmflut in Wewelsfleth

1936 Sturmflut in Wewelsfleth
Die Wilstermarsch ist von Anfang ihrer Besiedlung an immer wieder von schweren Sturmfluten bedroht und heimgesucht worden.
Erst mit dem Deichbau der Neuzeit wurde eine relative Sicherheit für die Menschen in der in weiten Teilen unter dem mittleren Meeresspiegel liegenden Marsch geschaffen. Die Aufgabe des Sturmflutschutzes ist eine Ewigkeitsaufgabe und darf niemals vernachlässigt werden – die Bedrohung ist immer vorhanden!
Auch der Ort Wewelsfleth nahe der Mündung der Stör in die Elbe hatte in der Vergangenheit immer wieder unter Überflutungen zu leiden.
Die Bilder zeigen Auswirkungen der Sturmflut vom 18. Oktober 1936 in Wewelsfleth.

Bildrechte: Wilhelm Köberlein, Wilster

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1937 - Bauernhäuser - Husmannshüüs in Wewelsfleth Großwisch

1937 Bauernhäuser - Husmannshüüs in Großwisch, Gemeinde Wewelsfleth
Es handelt sich um die Höfe
Hof 049 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Otto Saß stand
und
Hof 054 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Hermann Reimers stand und von Erna Reimers gepachtet war und bewirtschaftet wurde; der Ehemann und Bauer Gustav Reimers ist 1936 verstorben.
Die vor Hof 049 stehenden und als Galerie-Bäume beschnittenen Linden dienten als Windschutz. Derartige Windschutzgehölze waren vor vielen Bauernhäusern der Wilstermarsch gepflanzt, um die mächtigen Dächer der Gehöfte vor den stürmischen Westwinden zu schützen.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Gustav Wolf, Münster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

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1938 - Bauernhaus - Barghuus in Roßkopp Wewelsfleth

1938 Bauernhaus - Barghuus in Roßkopp, Gemeinde Wewelsfleth
Es handelt sich vermutlich um den Hof 033 (gem. dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild"), welcher zum Zeitpunkt der Aufnahme im Eigentum von Hinrich Voß stand.
Das Gebäude ist als Kreuzhaus bzw. Krüzhuus gebaut. Diese Form der baulichen Gestaltung des Wohnteiles der Gebäude findet sich gleichermaßen vielfach sowohl beim Barghuus als auch beim Husmannshuus.
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Gustav Wolf, Münster
Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

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1938 - Bauernhäuser in Wewelsfleth Großwisch

1937 Bauernhäuser in Großwisch, Gemeinde Wewelsfleth
Die Luftbilder zeigen für die Wilstermarsch typische Gehöfte.
Bild 1: Husmannshuus Otto Sass (Hof 049 gemäß dem Buch "Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild")
Bild 2: links Barghuus Hermann Reimers (Hof 055 gem. vorgen. Buch)
sowie rechts Husmannshuus Erna Reimers, geb. Dreier (Hof 055 gem. vorgen. Buch)
Bild 3: Barghuus Hermann Reimers (Hof 055 gem. vorgen. Buch)
Bild 4: Husmannshuus Walter Reimers (Hof 058 gem. vorgen. Buch)
In der Wilstermarsch gab es bei den historischen Bauernhäusern zwei vorherrschende Typen, welche lange zeitgleich nebeneinander bestanden. Dieser Umstand ist eine in keiner anderen deutschen Landschaft so auftretende Eigentümlichkeit.
- Zum einen ein sächsisches Fachhallenhaus, das Huusmannshuus oder Husmanshus, mit der zentralen großen Diele in der Mitte des Hauses; viele dieser Häuser hatten einen Kreuzgiebel.
- Zum anderen das vom niederländischen Baustil beeinflußte friesische Gulfhaus, das Barghus oder Barghuus, mit seitlich angeordneter großer Diele. Der mittig des Hauses zwischen dem mächtigen Ständerwerk befindliche Bergeraum für das eingebrachte Heu und Stroh ist namensgebend für diesen Haustyp.
Beide Haustypen, Husmannshuus und Barghuus, haben in der Wilstermarsch äußerlich recht große Ähnlichkeit. Deutlich werden die Unterschiede durch die Verschiedenheit ihrer baulichen Durchbildung und die unterschiedliche Raumnutzung.

Bildrechte: Stabsbildabteilung Luftwaffenkommando See, Kiel
Anmerkung: Die Fotos stammen aus dem Buch Haus und Hof deutscher Bauern - I.Band: Schleswig-Holstein

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1943 - Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1943 Fähre über die Stör in Wewelsfleth
Die Wewelsflether Fähre ist bereits im Jahre 1629 eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort.
Der Fährprahm liegt hier an der Auffahrtsrampe an dem zur Kremper Marsch gehörenden Ufer der Stör in Borsfleth.
Auf der Fähre befinden sich mehrere Personen als Fahrgäste, jedoch keine Fahrzeuge. Dieses ist erstaunlich, denn die Distanz zwischen Borsfleth und der Fährstelle beträgt etwa 2 km. Die Personen waren Angehörige des Marine-Flak-Regiment 14 ("Flak-Gruppenkommandeur Brunsbüttel"), welche offenbar einen Ausflug unternahmen. Zu dem im März 1940 aufgestellten Regiment wurden ab dem Frühjahr 1943 auch Jugendliche ab dem 15ten Lebensjahr herangezogen, unter ihnen auch Mädchen als Flak-Helferinnen.
Am jenseitigen Ufer ist links der Wewelsflether Fährrampe eine Quaimauer erkennbar, an welcher ein Lastkahn festgemacht hat.
Die Wagenfähre Wewelsfleth war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko. Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Nach dem Bau des Sperrwerks an der Stör-Mündung in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Wewelsflether Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Das Foto wurde am 09.10.1943 aufgenommen

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1950 - Dorfstraße in Wewelsfleth

1950 Dorfstraße in Wewelsfleth
So recht den Eindruck eines ruhigen Dorfes der Wilstermarsch vermittelt die Aufnahme aus dem an der Stör gelegenen schönen Wewelsfleth.

Bild 1: Bildrechte: Robert Friedrichs, Wilster - Sammlung Werner Behning
Anmerkung: Robert Friedrichs macht sich seit Jahren dadurch verdient, daß er alte Foto aus der Sammlung seines Großvaters Werner Behning als Repros alter Postkarten oder mittels des Alt-Wilster-Kalender interessierten Heimatfreunden anbietet. Wer diese oder von den Originalnegativen gezogene Fotografien erwerben möchte, den verweisen wir auf die Seite Alt-Wilster

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1950 - Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth

1950 Wagen-Fähre über die Stör in Wewelsfleth.
Die Wewelsflether Fähre bildete viereinhalb Jahrhunderte lang eine wichtige Verkehrsverbindung zwischen der Wilstermarsch und der Kremper Marsch.
Die Wagenfähre war eine Seilfähre; an dem durch das Gewässer verlaufenden Seil wurde der Fährprahm zunächst mit Muskelkraft, später (ab 1928) jedoch mittels eines Motors über den Fluß gezogen. Der Fährmann mußte ein Signal geben, wenn das Seil straff gezogen wurde, denn sonst bestand für die die Fährstelle passierenden Schiffe auf der Stör ein großes Gefahrenrisiko.
Wegen des starken Ebb- bzw. Flutstromes der Stör hatten die Schiffe "Vorfahrt" und gaben ihrerseits rechtzeitig Signal.
Bereits im Jahre 1629 war die Wewelsflether Fähre eingerichtet worden – daneben bestanden im Bereich der Gemeinde Fußgänger-Fähren in Uhrendorf und Störort. Nach dem Bau des Störsperrwerks in den Jahre 1971 bis 1974 und der Herstellung einer damit verbundenen Straßenverbindung der B 431 über die Stör verlor die Fähre ihre Bedeutung und sie wurde daher 1980 eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

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1950 - Wewelsfleth - Schiffswerft Peters, KÜMO ASSELn

1950 Wewelsfleth - ein Neubau auf dem Helgen der Schiffswerft Peters, KÜMO ASSEL
Auf dem Helgen der Werft liegt ein Schiffsneubau.
Seinerzeit wurden die Stahlplatten der Schiffe noch durch Niete verbunden und während der Arbeitszeit lag ein durch das Nieten erzeugtes Hämmern und Dröhnen über dem gesamten Ort.
Seinerzeit spezialisierte sich die Werft auf den Bau von Küstenmotorschiffen, wie dem KÜMO "ASSEL", welcher am Quai in Wewewelsfleth vor dem seinerzeit die Kulisse des Ortes prägenden Kran (Bild 2) liegt. Die 1952 in Oldenburg bei der H. Brand Schiffswerft, Bau Nr.124, für den Hamburger Eigner Heinrich Heidhoff vom Stapel gelaufene ASSEL war 40 m lang bei 7,83 m Breite; das Schiff wurde bereits 1954 auf 50,00 m verlängert (Bilder 3 und 4 zeigen es vor der Verlängerung).
Für Wewelsfleth sind seit über zweieinhalb Jahrhunderten Schiffszimmerplätze bezeugt; von ursprünglich vier Werften hat sich bis heute die Peters Werft erhalten und sich aus kleinsten Anfängen zu einer den heutigen Anforderungen gerecht werdenden leistungsfähigen Werft entwickelt.
Heute noch stellt die Peters-Werft den bedeutendsten Wirtschaftsfaktor für das Dorf dar.

Bildrechte:
Bild 1: Arthur Zachger, Itzehoe
Bild 2: nicht bekannt
Bild 3: Charlie Hill, Swinefleet, England
Bild 4: nicht bekannt

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