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Alltagskultur und Feste

1866 - Zollstation an der Wende der Deichstraße

1866 Zollstation an der Wende der Deichstraße.
Die private Ansichtskarte zeigt ein um 1870 aufgenommenes Foto.
Die schmalen Straßen der Stadt sind seinerzeit, so wie die abgebildete Deichstraße, noch mit Granitpflaster befestigt. Die Bürgersteige sind gleichfalls mit sogenannten "Katzenköpfen" gepflastert, sie sind sehr schmal und in einigen Bereichen kaum begehbar.
Vorne rechts springt das heute noch "Waffenhalle" genannte Gebäude mit einer Ecke weit aus der Flucht der übrigen Häuser hervor. In der „Waffenhalle" war zum Zeitpunkt der Aufnahme eine Zollstation mit zugehörigem Speicher untergebracht. Die zollpflichtige Waren auf der Wilsterau antransportierenden Frachtewer machten hinter dem Gebäude fest. Hier befand sich auch ein hölzerner Ladekran.
Vor dem Gebäude haben es sich auf der vor dem Haus stehenden Bank zwei uniformierte Zöllner bequem gemacht.
Später wurde in dem Gebäude die Gaststätte "Waffenhalle" von Andreas Moser betrieben; der Name rührt von einer im Gastraum ausgestellten Waffensammlung des Wirtes her.
Das Gebäude wurde in den 1950er Jahren von dem benachbarten Kaufmann Hermann Kloppenburg bzw. dessen Sohn Hans Kloppenburg als Lager- und Ausstellungsraum genutzt.
Das Haus Deichstraße 18 (in Bildmitte das Gebäude mit dem hölzernen Giebel) wurde 1934 umgebaut zum Geschäftshaus des Tischlermeisters Peter Claus Heinrich von Holdt.
Dahinter das Haus von Maurermeister und Architekt Claus Stockfleth (ein Ururgroßvater des Betreibers von mein-wilster); in dem Moment der Aufnahme betritt gerade dessen Ehefrau Katharina geb. Schütt (* 25.06.1820 in Heiligenstedten) das Gebäude.
Links das Häuschen des Zigarrendrehers Peter Haase;
das große Haus dahinter wurde 1933 durch den Neubau der Gebäude der Niederlage Wilster der Hamburger Bavaria und St. Pauli Brauerei ersetzt.

Bildrechte: Klaus-Peter Mohr

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1868 - Verarbeitung von Butter aus der Wilstermarsch für den Handel (SF)

1868 Verarbeitung von Butter aus der Wilstermarsch für den Handel
Im Gebäude Oevelgönne 601 / 602 (heute Kohlmarkt 41) wurde ab 1836 die Butter-Handlung von Friedrich August Heins betrieben. Die Firma lieferte dieses Produkt der Wilstermarsch vorrangig nach Hamburg, aber auch nach England, Spanien und Portugal.
Wie die Abbildung zeigt, wurde in hölzernen Mollen das Wasser aus der Buttermasse geknetet und die fertige Butter dann für den Versand in hölzerne Fässer gefüllt. Die Buttermasse war zuvor im Butterfaß aus dem Rahm der Milch gestampft worden.
Der Molle genannte Trog war nicht aus einzelnen Brettern zusammengefügt, sondern aus einem halben Holzstamm gehauen. Wegen der so entstandenen runden Mule wurde das Gefäß "Molle" genannt.
Die etwa 1,00 m lang und rund 50 cm breiten Mollen wurden auch verwendet, um Brotteig vorzubereiten und zu kneten.
Hölzerne Mollen jeder Größe wurden früher häufig vielfältig gebraucht. Heute erinnert nur noch der Familienname Mollenhauer an das mit der Fertigung der Mollen befaßte alte Handwerk.

Bildrechte: vermutlich Hans-Peter Mohr, Wilster
Anmerkung: Die Ansichtskarte ist auf Fotopapier der Marke Mimosa gezogen (diese Firma war 1904 in Dresden gegründet worden; nach 1945 wurde der Betrieb Mimosa in Kiel wiederbegründet)
Die Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Dieter Voss, Burg in Dithmarschen

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1876 - Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung

1876 Zimmerei Reimer Griese - Materialbestellung
Bestellung von Baumaterialien bei der Holzhandlung Rehder in Lübeck durch den wilsteraner Zimmermeister Reimer Griese, welcher auf dem Helgenland an der Wilsterau in Wilster auch den Bau von hölzernen Fracht-Ewern betrieb.
Reimer Griese ist dort bereits für das Jahr 1861 als Erbauer eines hölzernen Ewers genannt.


Anmerkung: Es handelt sich um eine der ältesten gelaufenen und auf dieser Heimat-Seite vorgestellten Postkarten.
Hinweis: Eine Leseabschrift der mit der Postkarte vorgenommenen Bestellung kann unten aufgerufen werden.

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1896 - Ladeneinrichtung der Adler Drogerie in Wilster

1896 Ladeneinrichtung der Adler Drogerie
an der Marktstraße - der heutigen Op de Göten.
Die aus dem Jahre 1896 stammende Ladeneinrichtung der "Adler Drogerie" Meyer fand nach Aufgabe der Drogerie in den 1970er Jahren Aufnahme in die Volkskundliche Gerätesammlung des Schleswig-Holsteinischen Landesmuseum im Schloß Gottorf in Schleswig.
Das in 1896 errichtete Gebäude der "Adler Drogerie" mit seiner aufwendigen Klinker-Fassade steht heute noch an der Straße Op de Göten (sh. Bild 3); die Firmeninhaberin Louise Meyer war eine geborene Andersen; ihre Brüder errichteten auf dem angrenzenden Eckgrundstück zum Markt das 1912/13 erbaute Geschäftshaus von J.P.T.Andersen Söhne.
Der Ehemann von Louise Meyer geb. Andersen, der Drogist Heinrich Meyer ist zu Beginn des I. Weltkrieg am 16.09.1914 gefallen, kurz nach Eintritt Deutschlands in den militärischen Konflikt.

Bildrechte: Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum

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1898 - Brücke über die Wilsterau in Rumfleth - Fischer mit Senknetz

1898 Hölzerne Brücke über die Wilsterau in Rumfleth. Die alte Holzbrücke führte seinerzeit in Rumfleth (kurz vor der damaligen Ziegelei) über den Fluß.
Das Bauwerk wurde im Jahre 1949 durch eine Stahlbeton-Brücke ersetzt.
Hinter der Brücke verläuft die Wilsterau in ihrem im Mittelalter künstlich gegrabenen schnurgeraden Verlauf in Richtung Goldbogen.
Links der Brücke führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen.
Eine der Personen auf der Brücke versucht, mit einem Senknetz Fische aus der Wilsterau zu fischen, eine früher an dem Gewässer häufig zu beobachtende Methode.

Bildrechte: Friedrich Schlüter

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1898 - Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau

1898 Stör am Kasenort, Mündung der Wilsterau
Eine Karte der „Schiffergilde Eintracht“ – eine Versicherung auf Gegenseitigkeit der Wilsteraner Schiffer.
Als Miniatur im Rettungsring ist ein klassischer Gaffel getakelter Störewer abgebildet; diese befuhren seinerzeit in großer Zahl Elbe, Stör und Wilsterau, denn die Wasserstraßen waren bevorzugte Verkehrswege.
Rechts eine der Schiffer-Katen am Kasenort.
Unten die große Hodorfer Mäanderschleife der Stör, aufgenommen vom Stördeich am Siel der Kampritter Wettern.
An dem Anleger vor der Wilsterau hat ein Dampfschiff fest gemacht.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Photograph, Wilster


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1900 - Gerber bei der Produktion von Leder

1900 Gerber bei der Produktion von Leder
Die Fertigung von Leder war zeitweilig in Wilster ein wichtiger und zahlreiche Familien ernährender Erwerbszweig.
Um 1850 bestanden in Wilster mehr als 10 Gerbereien, von denen zum Ende des Jahrhunderts die Leder-Fabriken von Falk & Schütt und von Böhme bzw. Ballin einen enormen Aufschwung nahmen. Die zunächst klassische Lohgerberei wurde auf Chrom-Lederproduktion umgestellt. Die einzelnen handwerklichen Arbeitsgänge blieben im Grundsatz jedoch. Der hohe Wasserbedarf bei der Produktion und die entstehenden Abwässer belasteten die Wasserqualität der Wilsterau sehr. Bis in die 1950er Jahre konnte in Wilster wegen fehlender Klärtechnik regelmäßig eine visuell und geruchlich wahrnehmbare Belastung der Wilsterau durch die Rumflether Lederwerke beobachtet werden.
Die Abbildungen zeigen,
wie die zuvor im Äscher in Kalkmilch eingelegten Tierhäute auf den Gerber- bzw. Schabebaum gelegt und entfleischt und enthaart wurden (Bild 1);
danach wurden die rohen Häute zum Gerben in die Lohgrube mit einer Lohe aus (Eichen-) Rindenlohe gelegt (Bild 3). Dieser Vorgang konnte ein halbes Jahr bis drei Jahre dauern und wurde erst im Laufe der Zeit durch verbesserte Methoden ganz erheblich verkürzt.

Bildrechte: Hans Retzlaff, Berlin-Charlottenburg


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1900 - Schlittschuhlaufen auf der Wilsterau bei der Rumflether Brücke

1900 Die Wilsterau bei der Brücke in Rumfleth
Blick in Richtung Goldbogen, auf die wohl im Mittelalter künstlich gegrabene schnurgerade Gewässerstrecke.
Links führt die Straße nach Diekdorf und weiter nach Schotten, rechts Richtung Goldbogen, vorbei an der hier ehemals betriebenen Ziegelei von Dethlefs (etwa bis 1970 betrieben).
Das Schlittschuh-Laufen war im Winter auf den vielen zugefrorenen Gewässern der Marsch ein beliebtes Vergnügen.
Das Gehöft links gehörte dem Bauern Richard Wilde.
Die schöne Aufnahme wurde noch Jahrzehnte später für neu aufgelegte Ansichtskarten verwendet (Bilder 3 und 4)

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster


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1901 - Tanzschule

ca 1901 Tanzschule
Bereits vor über hundert Jahren hatten die damaligen jungen Leute ihr Vergnügen am Besuch der Tanzschule; wer sie besuchen durfte, war privilegiert.
Wie die Abbildung zeigt, waren die Tänzer damals in ganz besonderer Weise herausgeputzt.
Ob es zu der Zeit bereits in Wilster eine Tanzschule gab, ist nicht bekannt.
Die Karte mit der Abbildung des in Itzehoe tätigen Tanzlehrers J. Hauser erhielt seinerzeit die Großmutter des diese Heimat-Seite begründenden Peter J. von Holdt.

Bildrechte: Kunstdruckerei F. Kemnitz, Eberswalde

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1902 - Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides mit Dampfmaschine und Dreschmaschine

1902 Bauernhof in Diekdorf, Dreschen des Getreides
Ein Bauernhof in Diekdorf bei Wilster.
Es handelt sich um den Görrieshof (Hof 504 in dem Buch Die Bauernhöfe der Wilstermarsch im Bild).
Auf dem Giebel der rechts stehenden großen Scheune über der Einfahrt zur Diele das seinerzeit für viele Höfe der Wilstermarsch obligatorische Storchennest.
Es wird gerade die Getreide-Ernte eingebracht. Eine große Anzahl an Gehilfen hat sich bei der Dreschmaschine eingefunden; diese wird über einen langen Leder-Riemen von einer Dampfmaschine angetrieben.
Vorne posieren die Bauern.
Ein Knecht als Wasserträger mit einer Tracht (keine Kleidung, sondern ein Querholz, ausgehöhlt für die Schulter und den Hals; an jedem Ende war ein Trageseil mit Haken für die Eimer befestigt) vorne am Steg des breiten Hofgrabens. Die "Tracht" wurde auch Tragjoch oder Dracht genannt.

Bildrechte: Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Im Gegensatz zu dem bekannten ursprünglichen Foto ist die hier auf der Ansichtskarte gezeigte Abbildung spiegelverkehrt.
Die ergänzend vorgestellte nicht kolorierte Version der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster

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1903 - Boßeln im Winter auf den gefrorenen Ländereien - ein Sport in den Marschen

1903 Boßeln im Winter auf den gefrorenen Ländereien - ein Sport in den Marschen
Ein besonderes Wintervergnügen in den Marschen bietet der Boßelsport mit „Lüch op un fleu herut“.
Der Kloot (eine mit Bleibohrungen beschwerte Holzkugel) wird mit unterschiedlicher Wurftechnik (zumeist aber dem „Schunken“) über die gefrorenen Marsch-Beete der Wiesen und Weiden getrieben. Erst wo nach dem „Trüll“ die Bossel liegen bleibt, setzt der nächste Werfer an. Nach dem Sportgerät, dem Kloot, nennt man diesen Sport neben Boßeln auch Klootschießen.
Siehe auch den alten Zeitungsartikel (Bild 3).
Tradition hat heute in der Wilstermarsch auch das sogenannte Standbosseln und das Straßenbosseln.

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster

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1903 - freiwillige Sanitäts-Kolonne Wilster

1903 Übung der Sanitätskolonne Wilster aus Anlaß ihres 25-jährlichen Bestehens
Der Verein vom Roten Kreuz in Wilster war am 15. März 1878 auf Initiative von Chefarzt Dr. Karl Gustav Adolf Werner gegründet worden.
Zu ihrem fünfundzwanzigjährigen Bestehen fand eine große Übung auf dem Platz am Colosseum statt. Die Ansichtskarte zeigt die Freiwillige Sanitäts-Kolonne Wilster, angetreten mit ihren Tragen, bei einer Übung im Bereich der Bahnstrecke nach Brunsbüttelkoog.
Die im Portrait abgebildete Person ist der Übungsleiter Dr. Fritz Carlau, welcher bis 1915 das Krankenhaus Menckestift leitete.
Siehe dazu: Deutsches Rotes Kreuz, Wilster.
Im Hintergrund ist die im Jahre 1897 errichtete Jugendstil-Villa des Wilsteraner Lederfabrikanten Schütt zu erkennen.

Bildrechte: Verlag v. Carl Kuskop, Wilster
Anmerkung: Mehr zum Ablauf der DRK Übung findet sich in der unten aufrufbaren Datei.

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Neu! 1904 - Blick von der Schott-Brücke auf die Wilsterau und die Gebäude der Dampfbrauerei Lübbe

1904 Audeich, Wilsterau und Gebäude der Dampfbrauerei der Gebrüder Lübbe
An dem Standort der Brauerei befindet sich heute die Straße "An der Au".
Die Brauerei ist 1872 gegründet worden und wurde 1886 von P. Lübbe geführt, ab 1920 für wenige Jahre von den Geschwistern Lübbe.
Der markante Kühlturm wurde in der Zeit vor dem Aufkommen elektrisch betriebener Kühlaggregate für einen wichtigen Fertigungsprozeß bei der Herstellung von Bier genutzt. Die heiße im Sudhaus entstandene sogenannte Würze wurde in den Turm gepumpt und floß von dort durch als Kälteschlangen verlegte Rohrleitungen natürlich nach unten. Die Rohrleitungen wurden durch Packlagen aus Natureis geführt, welche das Produkt für den weiteren Gärvorgang auf etwa 6o C herabkühlten.
Das Natureis wurde alljährlich auf dem hinter den Gebäuden der Brauerei befindlichen sogenannten "Karpfenteich" gewonnen und in gut isolierten Eiskellern gelagert, um für das gesamte Jahr zur Verfügung zu stehen. Das in Kühlturm und Eiskellern entstandene Tauwasser floß in die Wilsterau ab.

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1904 - Marktplatz, oberer Kohlmarkt - spielende Kinder

1904 Spielende Kinder auf dem Marktplatz.
Blick auf den Markt und in die Straße Kohlmarkt.
Die Kinder konnten in früheren Zeiten weitgehend gefahrlos auf den Straßen spielen - die Motorisierung des Verkehrs hatte noch nicht Einzug gehalten.
In der hinten rechts erkennbaren Baulücke stand zuvor das Gebäude einer Bäckerei - nach deren Abbruch wurde hier das Gebäude der Spar- und Leihkasse (später Volksbank Wilster) errichtet, welches in den 1950er Jahren ebenfalls einem Neubau weichen mußte.
Im Vordergrund rechts das Gebäude von J. P. T. Andersen, es mußte einem 1912/13 erbauten neuen repräsentativen Geschäftshaus weichen.

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg

Anmerkung: Dase postalisch 1908 gelaufene Exemplar der Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung Udo Urban, Wilster. Nachweislich des in der eigenen Sammlung vorhandenen Exemplars, welches eine ungeteilte Anschriftenseite aufweist, muß die Aufnahme in der Zeit vor 1905 entstanden sein; in der Zeit vor 1905 durften die Anschriftenseite der Postkarten nicht für Mitteilungen genutzt werden.

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1905 - Töpfermeister und Ofensetzer Ad. Frank (Ex)

1905 Töpfermeister und Ofensetzer Ad. Frank
Mit der frühen Werbekarte bot der in Wilster ansässige Töpfermeister Ad. Frank seine Arbeit und Produkte mit folgenden Worten an:
"Ad. Frank, Töpfermeister, Wilster
Großes Lager von weissen, altdeutschen und Majolika-Öfen
aller Art. - Kachelherde
Umsetzen, Reinigen u. Reparaturen prompt und billig."
Gemäß einer nicht verifizierten Information soll der Betrieb in einem Gebäude am Rosengarten in Wilster ansässig gewesen sein.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: die Ansichtskarte befindet sich in einer externen Sammlung

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1905 - Westholsteinisches Gau-Turnfest auf dem Colosseum-Platz

1905 Westholsteinisches Gau-Turnfest auf dem Colosseum-Platz
Am 22. Und 23. Juli 1905 fand auf dem Platz am Colosseum das West-Holsteinische Gauturnfest der Turner statt.
Auf dem mit Flaggen geschmückten Podest haben die mit Schärpen ausgestatteten „Ehren-Jungfrauen“ zu Ehren der siegreichen Sportler Aufstellung genommen.
Eine aufwendig gestaltete und mit der Landes-Flagge geschmückte Pforte schloß den Festplatz ab, geschmückt mit den vier F: Frisch, Fromm, Fröhlich, Frei;
diese stehen seit Turnvater Jahn für:
Frisch ans Werk!
Fromm im Glauben an die Gemeinnützigkeit und Wertbeständigkeit des Schaffens
Fröhlich untereinander
Frei und offen in allem Handeln
Die Bewegung der Turner war seit ihren Anfängen durchweg sehr patriotisch und vaterländisch eingestellt.

Bildrechte: nicht bekannt

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1906 - Op de Göten, Zeichnung mit Reisenden auf dem Bahnsteig

1906 Op de Göten, Zeichnung mit Reisenden auf dem Bahnsteig
Wilster hatte am 01.11.1878 seinen ersten Bahnhof – er lag an der jetzigen Taggstraße, der früheren Bahnhofstraße – in Betrieb genommen (Die Strecke führte von Altona über Wilster nach Heide und querte bei Taterpfahl mit einer Drehbrücke den damaligen Kaiser-Wilhelm-Kanal).
Auf der Miniatur der Straße Am Markt (heute: Op de Göten) ist hinter dem 1896 errichteten Gebäude der Drogerie Meyer der Vorgängerbau des Manufakturwaren-Geschäfts von J.P.T. Andersen erkennbar, ersetzt durch das heute bestehende Gebäude von 1912

Bildrechte: M. Glückstadt & Münden, Hamburg
Reg. mein-wilster: 0257
Anmerkung: Die Ortsbezeichnung Taterpfahl verweist auf den vormals hier vorhanden gewesenen Taternpfahl oder Zigeunerpfahl. Der sogenannte Taterpfahl stand an der Dithmarscher Grenze am südlichen Ende des Averlaker Donn.
An diesem an der Amts- oder Zuständigkeitsgrenze aufgestellten Rechtszeichen mußte früher das Landfahrende Volk drei Tage rasten, bis ihm gegebenenfalls von einem Vertreter der Obrigkeit der Weiterzug gestattet wurde. Im 18ten Jahrhundert sollten die Taterpfähle die sogenannten Zigeuner abhalten, das Gebiet zu betreten und die Obrigkeit verfolgte sie allein schon wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit in unmenschlicher Weise.
Die Bezeichnung Tatern wurde früher in Norddeutschland und in Skandinavien für Zigeuner gebraucht - heute bezeichnet man Angehörige dieser Volksgruppe richtigerweise als Roma oder Sinti. Tatern leitete sich von Tataren her, für welche man diese Menschen zeitweilg hielt.
Hinweis: Die auf Dithmarschen-Wiki gegebene wortgleiche Erläuterung ist übernommen aus mein-wilster

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1906 - Personen-Kutsche Linie Burg - Wilster (SF)

1906 Kutsche der Personenbeförderung von Burg nach Wilster.
Die Orte Wilster und Burg in Dithmarschen wurden erst ab dem Jahre 1920 durch die neue Linienführung der Marschbahn mit einander durch die Eisenbahn verbunden.
In den Jahrzehnten vor 1920 verkehrte zwischen dem Ort Burg und der Stadt Wilster Kutschen bzw. Omnibusse.
Die Abbildung zeigt im Jahre 1906 - vor Aufnahme der Personenbeförderung durch einen Omnibus - die letzte Kutsche der Verbindung von Burg nach Wilster (entsprechende Aufschrift auf der Kutsche).
Die vorrangig als Zubringer zum Bahnhof Wilster genutzte Kutsche steht an der Abfahrtsstation vor dem bekannten Schütt's Gasthof am Holzmarkt in Burg.
In dem Zeitraum von 1906 bis 1914 wurde die Beförderung durch einen Omnibus vorgenommen; da ab 1914 die Kraftfahrzeuge zum Kriegeinsatz an das Militär abgeliefert werden mußten, wurden dann wieder bis zur Eröffnung des Burger Bahnhofs im Jahre 1920 Pferdekutschen eingesetzt.

Bildrechte: nicht bekannt
Anmerkung: Die Abbildung der Ansichtskarte wurden freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Rudolf Böckmann, Burg in Dithmarschen


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1907 - Burger Straße und Dunckers Gasthof

1907 Burger Straße und "Duncker´s Gasthof"
Blick in die Burger Straße Richtung Markt.
Im Vordergrund eine Postkutsche, welche den Bahnreisenden Möglichkeit zur Weiterfahrt nach Burg in Dithmarschen bot, denn der Ort erhielt erst 1920 im Zuge des Baues der über Hochdonn führenden Bahnstrecke einen eigenen Bahnanschluß.
Offenbar wurde 1907 letztmalig die Reiseverbindung zwischen Wilster und Burg durch Postkutschen sicher gestellt; ab dem Jahr 1908 wurde eine Kraft-Droschke eingesetzt.
Der Bahnhof in Wilster lag an der heutigen Tagg-Straße, die seinerzeit Bahnhofstraße hieß.
rechts „Duncker´s Gasthof“ mit Ausspann (später Bahnhofshotel von Johannes Oesau);
links an der Ecke mit der kurzen namenlosen Verbindungsstraße zum Kohlmarkt ein Kolonialwaren Geschäft (später Hubert Holm).
Hinter dem hohen Gebäude rechts in Bildmitte zweigt die damalige Bahnhofstraße ab (heutige Tagg-Straße), an welcher der erste Bahnhof der Stadt Wilster lag (an der Strecke, die heute nur noch bis Brunsbüttel, früher jedoch bis nach Tondern führte).

Bildrechte: Friedrich Schlüter, Wilster

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1907 - Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth, Wilsterau

1907 Lederwerke von Falk & Schütt in Rumfleth
Mit dem etwas überhöht dargestellten zeichnerischen Schaubild seiner Betriebsanlagen warb die zu Beginn des vorigen Jahrhunderts sehr erfolgreiche Wilsteraner Lederfabrik für sich und ihre Produkte.
Neben den beeindruckenden Betriebsgebäuden ist sowohl auf der Rumflether Straße lebhafter Verkehr durch Spannwerke als auch auf der im Hintergrund verlaufenden Wilsterau ein starkes Aufkommen kleiner Frachtschiffe dargestellt
"Falk & Schütt" sowie die Lederfabrik „Gebrüder Böhme“, später Vacheleder-Fabrik "Ballin" in Landrecht, hatten nach dem Jahr 1870 Wilster zu einem bedeutenden Standort der Lederindustrie gemacht.
Wilsters Bevölkerung war in den Jahren 1890 bis 1901 von 2716 auf 5124 Einwohner gewachsen (mehr also als gegenwärtig!).
Es entstanden typische Arbeiterquartiere, so unter anderem auch in der noch heute zur Gemeinde Nortorf gehörenden Vereinsstraße, deren Eingemeindung seinerzeit von Wilsters Stadtverordneten abgelehnt worden war.
Andere Arbeiterwohngebiete in den Landgemeinden in Landrecht, Dammfleth und Nortorf wurden hingegen eingemeindet.
Eine Katastrophe für die Stadt und für die beschäftigten waren die verheerenden Brände bei Böhme (1903) und bei Falk & Schütt (1907).

Bildrechte: Lederfabrik Falk & Schütt
Als Ansichtskarte vervielfältigt von Friedrich Schlüter, Wilster

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