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Folgende ähnliche Objekte wurden in der Datenbank gefunden

1975 - Luftbild aus süd-westlicher Richtung - Hochhäuser im Sanierungsausweichgebiet

1975 Blick aus süd-westlicher Richtung auf Wilster - Hochhäuser im Sanierungsausweichgebiet
Im Vordergrund das „Sanierungsausweichgelände“, auf dem das erste der beiden für Wilster so unpassenden Hochhäuser bereits errichtet ist. Hinter dem Hochhaus liegt eine große Fläche noch brach, die an ihrem oberen Rand vom 1972 verrohrten Bäckerstraßenfleth begrenzt wird. Das Bäckerstraßenfleth war der ehemalige Burggraben der Neue Seite der Stadt Wilster.
Heute verläuft auf der Trasse des verfüllten ehemaligen Gewässers ein sehr schöner innerstädtischer Fußweg. Es wäre angemessen, wenn dieser namenlose Fußweg in Erinnerung an die alte Funktion der Fläche den Namen "Bäckerstraßenfleth" erhalten würde.
Links die Wilsterau am Audeich.
Die in Bildmitte erkennbare dreiecksförmige Fläche ist der Rosengarten; über der oberen Spitze des Dreiecks die Tischlerei „von Holdt“ auf der gegenüberliegenden Seite des Stadtarmes der Wilsterau.

Bildrechte: Verlag Stramm & Co., St. Michaelisdonn

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1961 - Luftbild aus westlicher Richtung auf Wilster

1961 Luftbild aus westlicher Richtung auf Wilster
Im Hintergrund links ist der Verlauf der Marschenbahn mit der nach Brunsbüttel bzw. der über Burg / Dithmarschen führenden Verzweigung erkennbar; im Hintergrund mittig der gewundene und von Wilster nach Itzehoe führende Verlauf der ehemaligen Linienführung der Bundsestraße B 5.
Im Vordergrund sind die Bäume des Stadtparks zu sehen sowie rechts von der Kirchturmspitze die Bäume des Bürgermeister Garten.
Vor dem Geschäftshaus von J.P.T. Andersen am Markt hielten seinerzeit die Omnibusse.

Bildrechte: Verlag Schöning & Co., Lübeck

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1958 - Luftbild der Stadt Wilster aus westlicher Richtung

1958 Luftbild der Stadt Wilster aus westlicher Richtung
Sehr gut ist die von den beiden Armen der Wilsterau gebildete keilförmige Halbinsel – das Helgenland – erkennbar. An der Spitze des Helgen-Landes steht das Bootshaus des Wilsteraner Tischlermeisters und Bootsbauers Heinrich von Holdt.
Der Verlauf des Bäckerstraßen Flethes, der die an den Audeich grenzenden Wiesen auf der Ostseite abschließt, ist gut erkennbar (rechts).
In Bildmitte die Bäume des Stadtparks.
Davor die wenige Jahre zuvor gebaute Etatsrat-Michaelsen-Straße mit den vier Mehrfamilienhäusern.
Die Etatsrätin Doos Straße ist noch nicht vorhanden, angrenzend an das Grundstück der Villa Schütt befinden sich noch viele Kleingärten, hinter der Villa ist eine Rollschuhbahn angelegt. Auf dem Colosseum-Platz stehen noch Fußball-Tore.
Hinter dem Gebäude der damaligen Volksschule (links unten) sind die vorher vorhanden gewesenen Gärten zugunsten des Schulhofes und eines Bolzplatzes aufgegeben.
Am Ende der Bahnhofstraße (oben links) steht noch das mächtige Empfangsgebäude des Bahnhofes.
Rechts unten liegen an der Hans-Prox-Straße die Flächen der Gärtnerei Rudolf Nienburg / Viek.

Bildrechte: Verlag Ferd. Lagerbauer & Co. Hamburg

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1961 - Blick aus Norden auf Wilster

1961 Luftbild aus nördlicher Richtung auf den Marktplatz und die Kirche
Links oben sind die Häuser der Rathausstraße zu erkennen.
Rechts oben weiden auf den Wiesen zwischen dem Bäckerstraßenfleth und der Wilsterau am Audeich noch Rinder; das Gebiet wurde im Rahmen der Stadtsanierung als sogenanntes „Sanierungsausweichgebiet“ in einem unorganischen Gemisch aus Betrieben, Wohn- und Hochhäusern bebaut - ein Fall für künftige Sanierung!
Die Fassade das Café Egge am Markt ist noch nicht verändert; das Gebäude der Turnhalle am Markt ist noch vorhanden.

Bildrechte: Westdeutsche Luftfoto, Flughafen Bremen


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1975 - Luftbild von Wilster aus süd-östlicher Richtung

1975 Luftbild von Wilster aus süd-östlicher Richtung
Auf dem Luftbild sind erste Auswirkungen der ab 1969 begonnenen Stadtsanierung zu erkennen.
Bild 2 Detail: Der Platz am Colosseum ist noch nicht gepflastert, doch seine Fläche ist auf den nördlich angrenzenden Rasenbereich erweitert.
Die Gebäude der Genossenschafts-Meierei Wilster sind noch alle vorhanden, desgleichen das Gebäude der Post am Standort der heutigen Polizei Station.
Bild 3 Detail: Während die Wohnblocks auf der Westseite der Doosstraße bereitsvorhanden sind, ist die gegenüber liegende Straßenseite noch nicht vollständig bebaut.
Bild 4 Detail: Das Bäckerstraßenfleth ist bereits verrohrt, die westlich von ihm liegende Fläche aufgefüllt.
Aufmerksame Beobachter werden noch weitere seither eingetretene Veränderungen entdecken können.

Bildrechte: Vermessungs- und Ingenieurbüro N. Rüpke, Hamburg
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1974 - Luftbild von Wilster - erste Auswirkungen der Stadtsanierung erkennbar

ca. 1974 Luftbild von Wilster - erste Auswirkungen der Stadtsanierung erkennbar
Auf dem Luftbild sind erste Auswirkungen der ab 1969 begonnenen Stadtsanierung zu erkennen.
Wenn heute auch rückschauend anzuerkennen ist, dass die Stadtsanierung in wesentlichen Teilen gelungen ist, so bleibt doch zu konstatieren, dass leider vielfach nicht mit der notwendigen Sensibilität mit alter und erhaltenswerter Bausubstanz umgegangen wurde. Während in vielen Großstädten stadtbildprägende Bauwerke im Krieg zerstört wurden, sorgte man in Kleinstädten wie Wilster im Zuge von "Modernisierungen" für das Verschwinden derartiger Gebäude.
Bild 2 Detail: Die gesamte Häuserzeile zwischen Rosengarten und Neustadt ist beseitigt, ohne dass dieses für einen Ausbau der Straße Neustadt erforderlich war. Der gesamte Bereich Rosengarten sollte danach mehr als vier Jahrzehnte brach liegen, bis er 2007 endlich einer Bebauung zugeführt wurde.
Bild 3 Detail: Während die Wohnblocks an der Etatsrätin-Doos-Straße bereits vorhanden sind, ist neben dem Schulzentrum die Fläche des späteren Hallenbades noch unbebaut.
Bild 4 Detail: Auf dem Sanierungsausweichgelände an der Straße Am Fleth ist eines der für Wilster so unpassenden und seine kleinstädtische Silhouette zerstörenden Hochhäuser bereits vorhanden, während das zweite noch fehlt.
Am oberen Bildrand ist zu erkennen, dass das Bäckerstraßenfleth - die südliche mittelalterliche Begrenzung der Stadt Wilster - bereits verfüllt ist.
Aufmerksame Beobachter werden noch weitere seither eingetretene Veränderungen entdecken können.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1978 - Luftbild von Wilster

ca. 1978 Luftbild von Wilster
Das sehr große Foto wird hier vorgestellt unter Aufteilung in seine vier Quadranten.
Sehr beeindruckend ist im zentralen Teil der Stadt Wilster am Verlauf der Straßen der ehemalige Flusslauf der Wilsterau zu erkennen, welche im engen Begründungszusammenhang mit dem Entstehen des Ortes steht.
oberer linker Quadrant Bild 1: Nördlich der Vereinsstraße im Gebiet der Gemeinde Nortorf ist das Gebiet Hoher Kamp bereits weitgehend bebaut; in den Bereichen "Am Wasserlauf" und "An der Ziegelei" gibt es diesbezüglich noch keine Aktivitäten.
Es ist nur zu erahnen, dass im Mittelalter die Wilsterau zwischen den beiden Straßenzügen Vereinsstraße und Rumflether Deich verlief, weshalb letztere Straße heute noch ihren Namen trägt.
Das gesamte Gebiet - seinerzeit als Hohler Zahn bezeichnet - südöstlich der Neue Burger Straße ist noch unbebaut.
Das 1976 eingeweihte Wilstermarsch Stadion besteht schon.
oberer rechter Quadrant Bild 2: Der Güterbahnhof mit der Ladestaße, der Viehrampe und mehreren Bahngleisen besteht noch, so wie auch die Fußgängerbrücke über die Gleisanlagen.
Das heute vom Wilster Einkaufzentrum eingenommene Firmengelände der seinerzeitigen Tiefbaufirma Friedrich Dethlefs besteht noch.
unterer linker Quadrant Bild 3: Das Helgenland und der Rosengarten sind noch unbebaut, auf letzterem ist angrenzend an die Neustadt lediglich eine Rasenfläche angelegt.
Die in das Sanierungsausweichgelände führende Straße An der Au ist gut zu erkennen. Das kleine Bebauungsgebiet "Im Winkel" ist voll bebaut, doch die große Halle der Metallbaufirma Werner von Osten besteht noch nicht.
unterer rechter Quadrant Bild 4: Das zweite der für Wilster so unpassenden Hochhäuser an der Straße Am Fleet ist bereits vorhanden.
Das Bäckerstraßenfleth ist weitgehend verfüllt, doch das Neubaugebiet auf dem Billerbekschen Land rund um die heutige Heinrich Schulz Straße besteht noch nicht.
Östlich des Altlaufes der Wilsterau ist das Klärwerk noch vorhanden.
Auf dem Gelände der vormaligen Müllkippe südlich des Friedhofes ist das erste Wohnhaus erbaut.

Aufmerksame Beobachter werden noch weitere seither eingetretene Veränderungen entdecken können.

Bildrechte: nicht bekannt
Das Foto wurde freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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03 - Wilsterau - Holstenau und Burger Au

Grenze von Marsch und Geest
Luftbild von Burg in Dithmarschen - Übergang zwischen den Landschaftsformen
Links am Bildrand ist die Burger Au zu erkennen; sie ist ein Nebengewässer der Wilsterau, deren ursprünglicher Oberlauf die Holstenau ist!

Auf dem Luftbild ist der harte Übergang zwischen den Landschaften Marsch und Geest erkennbar. Neben den natürlichen landschaftlichen Elementen fällt im Vordergrund der kreisrunde Wall der Bökelnburg auf, einer aus altsächsischer Zeit stammenden und um das Jahr 800 errichteten Volksburg.
Der Blick geht von der waldreichen Geest und über den Ort Burg hinweg in die weite Marschenlandschaft, die aus mächtigen eiszeitlichen Sedimentablagerungen gebildet wurde.
Steil aus der weiten und ebenen Marsch steigt der weitgehend bewaldete Klev als Rand der Geest auf. Seine Form verrät, daß er vor Jahrtausenden (etwa vor 4000 bis 5000 Jahren) von den Gezeiten des Meeres geformt wurde, welches bis zu seinem Fuß reichte.
Parallel zum Rand des Klev fließt die Burger Au, welche lange Zeit wichtigster Zufluß der Wilsterau war und in welche sie beim Kattenstieg einmündete.
Obwohl die Burger Au mit dem Helmschen Bach zuletzt wohl mehr Wasser führte als die Holstenau, ist jedoch die letztere der eigentliche Quellfluß der Wilsterau.
Nach dem Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanal ist die Holstenau sogar in mehrere Abschnitte zerteilt worden, die heute grabenähnliche Erscheinungsbilder aufweisen.
Im Mittelalter mündete die Burger Au nicht sehr weit entfernt von der jetzigen Landstraße in die Wilsterau, bis der Hauptlauf vermutlich aus Entwässerungsgründen zum jetzigen Kattenstieg gegraben wurde. Der alte Verlauf der Burgerau in diesem Abschnitt ist auf Luftbildern aus den Flurzuschnitten noch deutlich erkennbar. Das verlassene Gewässerbett der Burger Au wurde auch nicht verfüllt, sondern bildete sich in die Form eines Entwässerungsgraben zurück.

Weshalb die Holstenau viel älter ist als die Burger Au und sie daher der Quellfluß der Wilsterau ist, wird nachfolgend dargelegt.
Der Wasserspiegel der Elbe lag während der letzten Eiszeit wegen des unter dem Eisschild und in mächtigen Gletschern gebundenen Eises ganz erheblich tiefer als heute. Vor etwa 20.000 Jahren zum Höhepunkt der Weichseleiszeit lag gegenüber heute der Meeresspiegel 100 bis 120 m tiefer.
Die durch Ablagerungen der Eiszeit gebildete Geest wurde von vielen Rinnsalen entwässert, die in dem hier betrachteten Gebiet direkt, wenn auch in vielen Windungen, in die Ur-Elbe entwässerten. Sie wuschen das bindige Material aus und schufen so weitgehend unfruchtbare (d.h. güste Flächen; daher der Begriff "Geest") und beförderten dieses in die heutige Marsch.
Zu diesen Rinnsalen gehörten beispielsweise die später so bezeichneten Gewässer Holstenau/Wilsterau, die Bekau und auch die Stör, deren in die Geest einschneidenden Bach- bzw. Flußtäler noch heute gut in der Topographie erkennbar sind.
Die Burger Au existierte noch nicht; hangparallele Gewässer bilden sich natürlicherweise nicht. Der Fuß der Geest war gut entwässert, denn zur Elbe hin bestand ein großes Gefälle!
Die Situation änderte sich mit dem Abschmelzen des Inlandeises und mit dem damit einhergehenden beständigen Anstieg des Meeresspiegels. In der Zeit vor 7.000 Jahren erfolgte der Anstieg mit etwa 2 m im Jahrhundert relativ rasch. Danach trat eine Zeit auf, in welcher sich der Anstieg des Meeresspiegels verlangsamte, zeitweilig zum Stillstand kam und sogar Rückzugsphasen auftraten. Die vorrückende Nordsee überflutete das Gebiet und führte zu beständigen Über- und Umlagerungen. Die Ablagerungen stammten von den Gletschern im Osten und höhten das weite Urstromtal der Elbe allmählich auf. Durch Sedimentation entstand Marsch- und Schwemmland. Das Entwässerungssystem der Geestabflüsse – so auch der Holstenau/Wilsterau - blieb dabei jedoch in seinen Grundzügen erhalten. Zuletzt erreichte das Meer den das Urstromtal der Elbe begrenzenden Geestrand. Sturmfluten formten ihn durch Abrasion um und bildeten das langgestreckte steil aus der Marsch aufragende Kliff – den Klev. Die ehemalige Meeresküste ist auf Luftbildern gut zu erkennen.

Die Burger Au (Walburgsau) gab es noch nicht, sie sollte erst noch entstehen.
Vor dem nach Ansteigen des Meeresspiegels durch Abrasion infolge Sturmfluten entstandenen Kliff (dem Klev genannten bis zu 40 m hohen Steilhang der Hohen Geest) bildete das Meer mit dem vom Geestrand abgetragenen Material Strandwälle bzw. Nehrungen aus. Weil sich auf den Strandwällen Dünen bildeten, bezeichnet man sie als Donn (= Düne). Diese behinderten den Abfluß der vor dem Klev gelegenen Flächen und des von der Geest kommenden Hangdruckwassers.
In dem hier betrachteten Bereich schließt der ehemalige Strandwall bei Norderdonn an den Klev und zieht sich dann über St. Michaelisdonn, Dingerdonn, Warferdonn bis Averlak und endet bei Taterphal. Östlich von Taterphal hinderte das dort aufgewachsene und bis zur Elbe reichende hohe Moor den Abfluß aus der keilförmigen Senke zwischen Donn und Klev. Es entstand vom sich in der Senke ausbildenden Kuden-See aus in nordöstlicher Richtung ein Abflußgerinne: die Burger Au bzw. Walburgsau, die in die Holstenau/Wilsterau einmündete.
Die Moore hatten sich gebildet, nachdem in Ufernähe der Flüsse durch Sedimentation das Gelände schneller als in den flußferneren Bereichen aufwuchs und somit deren Entwässerung unterbrach. Die unterschiedlich breiten sogenannten Uferrehnen bzw. breiten Uferwälle an Elbe, Stör und auch der Wilsterau sind heute am Geländerelief noch gut erkennbar. Sie wurden in historischer Zeit zuerst besiedelt. In den in ihrem Abfluß gestörten sumpfigen Senken entstanden Moore und Blänken (z.B. der Kudensee, daneben aber auch mehrere in früheren Zeiten in der Marsch vorhandene flache Seen).

Die nach Zeiten erheblicher Wassersnot der Wilstermarsch von unbekannter Hand am 22. Februar 1721 gefertigte und stark verzerrte Handzeichnung (Bild 2) verdeutlicht, daß vor etwa 300 Jahren die für das Entstehen der Burger Au maßgebliche topografische Situation noch vorhanden war.
Oben am Kartenrand ist der ausgedehnte Kudensee mit seinem Abflußgerinne Burger Au zur Wilsterau/Holstenau zu erkennen. Er füllte nahezu die gesamte Senke zwischen Klev und Hochmoor aus, denn südlich des Kudensees versperrt das ausgedehnte Hochmoor wie ein Querriegel den Abfluß. Im Bereich des Schenkeldeiches (in Höhe der heutigen Schenkel-Brücke) allerdings haben zahlreiche Rinnen das Moor zerstört und bedrohen so die tief gelegene Marsch mit dem Hochwasser des seinerzeit noch sehr großflächigen Kudensees. Der Abfluß des Sees nach Westen ist versperrt durch den Donn (ehemaliger Strandwall), welcher aus Nord-Süd Richtung kommend rechtwinklig auf das Hochmoor trifft.
Als Abflußhindernisse erzwangen Hochmoor und Donn den Abfluß des Kudensees nach Osten zur Wilsterau/Holstenau.
Die beigefügten Kartenausschnitte (Bilder 3 und 4) aus der 1659 von Caspar Dankwerth herausgegebenen "Neue Landesbeschreibung der zwei Herzogtümer Schleswig und Holstein") verdeutlichen u.a. die alte Situation der Gewässer, wie sie vor der Abtorfung der Hochmoore und dem Bau des NOK vorhanden war. Insbesondere die Darstellung der Flüsse, Höhen und Moore zeigen augenscheinlich, dass die Holstenau der ursprüngliche Oberlauf der Wilsterau war und erst nach Steigen des Meeresspiegels, der Entstehung der Donns und das Aufwachsen des Hochmoores sich das Gerinne der Burger Au in östliche Richtung entwickelte.

Im Fazit ist zu dem hier behandelten Thema festzustellen, daß die Burger Au viele Jahrtausende jünger ist als die Holstenau/Wilsterau.
Die Burger Au ist ursprünglich ein Nebenfluß der Holstenau/Wilsterau!

Bildrechte: nicht bekannt

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1964 - Burger Straße, Schlachterei Beimgraben

1964 Burger Straße
Blick von der ehemaligen Querung über den Burggraben in Richtung Markt, an dessen westlicher Ecke ganz im Hintergrund noch das schöne Gebäude des Café Schöne (Inhaber Thörmer) steht.
In dem Gebäude im Vordergrund links war nachweislich des Reklameschildes der Friseur Salon von Dieter Bodenstedt (vorher Peter Ramm) untergebracht.
Das Gebäude auf der gegenüber liegenden Straßenseite mit der neu in Klinkersteinen aufgemauerten Fassade war das Geschäftshaus der Schlachterei Richard Beimgraben. Der Begründer dieser Heimatseite hat 1961 als Maurer-Lehrling beim Umbau mitgewirkt und durfte seinerzeit als Vertrauensbeweis seines Lehrgesellen den Sturz über der Eingangstür mauern.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt KG., Dortmund

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1963 Fähre PRIMUS bei Eisgang am Fähranleger Brunsbüttel-Süd am Nord-Ostsee Kanal

1963 Fähre PRIMUS bei Eisgang am Fähranleger Brunsbüttel-Süd am Nord-Ostsee Kanal
Im Eis-Winter 1962/63 behinderte starker und anhaltender Frost ganz erheblich die Schifffahrt auf dem Kanal und brachte ihn weitgehend zum Erliegen.
Auch die stark motorisierten Fähren in Brunsbüttel benötigten Unterstützung durch Schlepper, die in der Fahrrinne und insbesondere bei den Fähranlegern die Eisschollen in Bewegung hielten und deren Zusammenfrieren verhinderten.
In Brunsbüttel waren die ursprünglichen Seilfähren bereits 1911 durch leistungsfähige Dampf-Fähren ersetzt worden, nachdem im Zuge der von 1907 bis 1914 vorgenommenen Verbreiterung des Kanals neue Fähranleger gebaut worden waren.
Die nach Gottheiten aus der nordischen Mythologie benannten drei baugleichen Fähren ODIN, HEIMDALL und THOR waren auf der Nüschke & Co. Schiffswerft Kesselschmiede und Maschinenbau-Anstalt AG in Stettin gebaut worden.
Während die Fähre THOR im II. Weltkrieg bei einem Bombenangriff am 18.06.1944 zerstört wurde, verrichteten ODIN und HEIMDALL den Dienst bis 1966. Von 1944 waren sie bis zu dem genannten Jahr von der zuvor in Kiel eingesetzten und 1907 gebauten Fähre PRIMUS unterstützt worden.
Das Foto zeigt die von einem Schlepper unterstützte PRIMUS am Fähranleger Brunsbüttel-Süd. Auf dem jenseitigen Ufer des Kanals ist links der Turm der Paulus Kirche zu Brunsbüttel erkennbar.

Bildrechte. nicht bekannt

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1994 - Rundblick vom Kirchturm über Wilster a

1994 Rundblick vom Kirchturm über Wilster
Die Aufnahmen wurden vom Turm der St. Bartholomäus-Kirche aus aufgenommen.
Bild 1: Blick auf den Marktplatz und in die Straße Op de Göten
Bild 2: Blick in östliche Richtung auf den Marktplatz und die Einmündung der Straße Kohlmarkt
Bild 3: Blick in nördliche Richtung über den Platz am Colosseum; rechts die Einmündung der Burger Straße; hinten die Häuser an der Neue Burger Straße sowie am Horizont die Höhen der Geest.
Bild 4: Blick in südliche Richtung; rechts eines der für die kleine Stadt Wilster so deplaziert wirkenden Hochhäuser; links an der Straße "Op de Göten" das von der Bevölkerung "Roter Elefant" genannte Gebäude.

Bildrechte: Ralf Steffens, Luzern, Schweiz

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1930 - Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster

ca. 1930 Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster
Das Luftbild läßt im Vordergrund die Gebäude der vormaligen Brauerei Lübbe und den zugehörigen zur Gewinnung von Natureis genutzten „Karpfenteich“ erkennen; die 1872 gegründete Brauerei wurde 1886 von P.Lübbe geführt, nach 1920 von den Geschwistern Lübbe.
Im ersten Jahrzehnt der Nachkriegszeit wurde der Karpfenteich von der an der Deichstraße gelegenen Niederlage der Hamburger Bavaria & St.Pauli Brauerei gleichfalls zur Eisgewinnung genutzt.
In Bildmitte rechts das Bäckerstraßenfleth mit den später im Rahmen der Stadtsanierung als "Sanierungsausweichgelände" genutzten Wiesen.
Ganz links ist die „Villa Schütt“ zu erkennen, rechts davon die Gebäude der Genossenschafts-Meierei mit dem hohen Schornstein;
oben links die Bahnstrecke nach Westerland;
rechts oben die Bäume der weitgehend unbebauten Bahnhofstraße.

Bildrechte: Kruse, Hamburger Luftbild
Quelle: Bildarchiv Foto Marburg

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1995 - Totale über die Stadt Richtung Dammfleth

1995 Totale über die Stadt Richtung Dammfleth
Blick vom Riesenrad auf dem Wilster Jahrmarkt in Richtung Dammfleth.
Die St. Bartholomäus Kirche wird von den Strahlen der hoch stehenden Sonne beschienen.
Im Hintergrund links die beiden im Rahmen der Stadtsanierung im sogenannten Sanierungs-Ausweichgelände errichteten Hochhäuser, welche so gar nicht in die Silhouette der kleinen Marschen- Stadt passen wollen.
Rechts im Vordergrund ist das Pastorat am Markt gut erkennbar.

Bildrechte: Peter J. von Holdt, Tungeln

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1952 - Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen

1952 Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen.
Der für Fotografen und andere Betrachte so attraktive Blick auf die kleine Stadt und den hohen spitzen Turm der Kirche St. Bartholomäus zu Wilster ist so heute nicht mehr möglich. Das jenseits der Wilsterau gelegene und zum Zeitpunkt noch unbebaute Weiden- und Wiesengelände wurde in Folge der Stadtsanierung in wenig überzeugender Weise als Sanierungsausweichsgelände genutzt. Während im Kern des Gebietes ein unorganisches Konglomerat aus Betriebsstätten, Gewerbebetrieben und für Wilster absolut unpassenden Hochhäuser entstand, wurde ein Teil des an das Gewässer angrenzenden Streifens an der Straße "Am Fleth" mit ansprechenden Einfamilienhäusern bebaut.

Bildrechte: Heinrich Ballerstädt, Wilster

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1964 - Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen

ca. 1964 Totale von Wilster, vom Audeich aus gesehen.
Das spätere Sanierungsausweichgelände gegenüber dem Audeich wird zu der Zeit noch landwirtschaftlich genutzt.
Der für den Fotografen gelungene Blick auf die kleine Stadt und ihren hohen spitzen Kirchturm ist so heute nicht mehr möglich, seit das jenseits der Wilsterau gelegene und zum Zeitpunkt noch unbebaute Wiesengelände in wenig überzeugender Weise als Sanierungsausweichsgelände genutzt wurde. Während im Kern des Gebietes ein unorganisches Konglomerat aus Betriebsstätten, Gewerbebetrieben und für Wilster absolut unpassende Hochhäuser entstand, wurde ein Teil des an das Gewässer angrenzenden Streifens an der Straße "Am Fleth" mit ansprechenden Einfamilienhäusern bebaut.

Bildrechte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund
Anmerkung: das Foto diente als Grundlage für Ansichtskarten

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1960 - Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster

1960 Lufbild aus südlicher Richtung auf Wilster
Aus südlicher Richtung aufgenommenes Luftbild des Zentrums von Wilster.
Die hohen Kastanienbäume an der Kirche sind durch Neuanpflanzung ersetzt.
Die im Jahre 1963 abgebrochene Turnhalle auf der Nordseite des Marktes ist noch vorhanden.
An der Neuen Burgerstraße sind die Gebäude der Rockfabrik von Friedrich Kallweit (FRIKA) noch nicht errichtet.
Links oben ist die in den 1950er Jahren errichtete Rollschuhbahn am Colosseum-Platz erkennbar.

Bildrechte: Deutsche Luftbild K.G. Hamburg-München-Wuppertal

An dem 16 Jahre später in 1976 aufgenommenen Foto (Bild 3) aus fast identischem Blickwinkel lassen sich einige Veränderungen erkennen.
Die Rollschuhbahn ist beseitigt, die Turnhalle am Markt existiert nicht mehr, an der Etatsrätin Doos Straße sind Wohnblocks errichtet, das mit dem Alten Rathaus ein sehr schönes Ensemble bildende Alte Balkenhaus an der Ecke Op de Göten / Schmiedestraße ist bereits beseitigt.
Aufmerksame Betrachter werden weitere Veränderungen finden.

Bildrechte: Ferdinand Lagerbauer & Co., Hamburg
Die zum Vergleich vorgestellte Ansichtskarte befindet sich in der Sammlung von Frau Ingrid Schröder, Burg in Dithmarschen

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1937 - Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster

1937 Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster
Das am 08.09.1937 aus nördlicher Richtung aufgenommene Luftbild läßt im Vordergrund links den Trichter und das Colosseum,
mittig das in der Zingelstraße gelegene Gebäude der ehemaligen Lehrerwohnungen zur Alten Stadtschule mit dem Weg (Verlauf des alten Burggrabens) zum Stadtpark (rechts) erkennen.
Die Kirche ist noch mit hohen Kastanienbäumen umkränzt - diese wurden 1950 gefällt und durch Linden ersetzt.

Bildrechte: Kruse, Hamburg-Fuhlsbüttel

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1932 - Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster

1932 Luftbild aus südlicher Richtung auf Wilster
Das ca. 1932 aus südlicher Richtung aufgenommene Luftbild läßt im Vordergrund die Gebäude der vormaligen Brauerei Lübbe und den zugehörigen „Karpfenteich“ (zur Eisgewinnung) erkennen; die 1872 gegründete Brauerei wurde 1886 von P.Lübbe geführt, nach 1920 von den Geschwistern Lübbe.
in Bildmitte rechts das Bäckerstraßenfleth;
ganz links die „Villa Schütt“, rechts davon die Gebäude der Genossenschafts-Meierei mit dem hohen Schornstein;
oben links die Bahnstrecke nach Westerland;
rechts oben die Bäume der weitgehend unbebauten Bahnhofstraße.
Das Foto wurde mit einem leicht veränderten Bildausschnitt und einer Bildunterschrift für eine weitere Ansichtskarte (Bild 3) verwendet.

Bildrechte Bild 1: Verlag Rudolf Hencke, Wilster
Bildrechte Bild 3: Kruse, Hamburg -Fuhlsbüttel

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1937 - Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster

1937 Luftbild aus nördlicher Richtung auf Wilster
Das am 08.09.1937 aus nördlicher Richtung aufgenommene Luftbild läßt im Vordergrund erkennen
links den Trichter und das Colosseum,
mittig das in der Zingelstraße gelegene Gebäude der ehemaligen Lehrerwohnungen zur Alten Stadtschule mit dem Weg (Verlauf des alten Burggrabens) zum Stadtpark.
Die Kirche ist noch mit hohen Kastanienbäumen umkränzt - diese wurden 1950 gefällt und durch Linden ersetzt.
Mit einem leicht abgewandelten Bildauschnitt wurde das Foto noch 1955 für Ansichtskarten (Bilder 2 und 4) verwendet.

Bildrechte: Kruse, Hamburg-Fuhlsbüttel
die spätere Ansichtskarte wurde verlegt von: Carl Kuskop, Wilster



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1988 - Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel

1988 Bahnstrecke Wilster - Brunsbüttel
Wilster hatte 1878 einen Bahnanschluß erhalten, denn die Strecke der sogenannten Marschbahn (von Altona nach Hvidding in Nord-Schleswig) führte seinerzeit über Wilster Richtung Averlak, wo bei Taterpfahl der Kaiser-Wilhelm-Kanal mit einer Drehbrücke gekreuzt wurde und von wo die Strecke weiter bis St. Michaelisdonn führte.
Eine abzweigende Stichstrecke von Flethsee nach Brunsbüttel wurde am 01.05.1893 eröffnet.
Der erste und im genannten Jahr in Betrieb genommene Bahnhof der Stadt Wilster lag an der vormaligen Bahnhofstraße (späteren Tagg-Straße) in einem Abschnitt, der heute an die Etatsrätin-Doos-Straße angrenzt.
Der Bahnhof wurde 1920 nach Fertigstellung der Bahnstrecke Hamburg - Westerland (der Marschbahn) nach seinem heutigen Standort verlegt. Die alte Strecke führt heute nur noch bis Brunsbüttel und wird ausschließlich für den Güterverkehr genutzt, nachdem der Personenverkehr auf dieser Strecke zum 27.05.1988 eingestellt wurde.
An der Strecke zwischen Wilster und Brunsbüttel gab es folgende Haltepunkte: km 0,0 Wilster; km 1,1 Rumfleth; km 4,1 Schotten; km 5,3 Nortorf;
km 7,3 Landscheide; km 8,8 St. Margarethen; km 10,9 Kudensee; km 13,8 Ostermoor; km 14,2 Brunsbüttel Ost; km 15,6 Brunsbüttel.
Einen Eindruck von der Strecke vermitteln die Fotos, welche in den Jahren 1983 und 1988 von einem begeisterten Eisenbahn-Fotografen aufgenommen wurden. Sein Bericht ist auf Drehscheibe Online Foren zu finden.
Bild 1: 1988 - Ein Güterzug passiert in Rumfleth die Ruinen der am 14.10.1987 abgebrannten Möbelhandlung Grünhagen sowie die links im Vordergrund erkennbare Brücke über die Wilsterau.
Bild 2: 1988 - Ein Schienenbus Nto 5108 überquert in Diekdorf die über die Wilsterau führende Eisenbahnbrücke. Zwei Monate nach der Passage wurde der Personenverkehr auf der Strecke eingestellt.
Bild 3: 1983 - Schienenbus Nto 5112 passiert in Richtung Brunsbüttel fahrend den Haltepunkt Schotten.
Bild 4: 1983 - Schienenbus beim Verlassen des Haltepunktes Nortorf, dessen Beleuchtungsanlage rechts erkenbar ist.
Bild 5: 1988 Schienenbus bei Landscheide
Bild 6: 1988 Schienenbus am Bahnhof St. Margarethen, der in der Gemeinde Landscheide liegt.
Bild 7: 1986 Schienenbus am Haltepunkt Kudensee
Bild 8: 1988 Schienenbus am Haltepunkt Kudensee
Bild 9: 1988 Schienenbus bei Ostermoor, wo die Strecke Parallel zum NOK verläuft
Bilder 10 u. 11: Schienenbus zwischen Ostermoor und Bahnhof Brunsbüttel Süd
Bild 12: Bahnhof Brunsbüttel Süd

Bildrechte:
Bilder 1 - 4, 7, 9, 10: Wolfgang Meyer
Bilder 5, 6, 8, 12: Axel Spille, Norderstedt (zuvor Schwäbisch Gmünd)
welcher die nicht nur für ausgewiesene Freunde der Eisenbahn hoch interessante Seite Eisenbahnfotograf für Reisende im Internet anbietet.

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